Ich habe ein paar Fragen und zwar banktechnischer Natur, bei denen ich mir nicht sicher bin bzw nicht weiss ;o)
Eine Kapitalerhöhung kann durch 2 Wege erzielen: 1. durch die Emission neuer Aktien oder 2.durch Umwandlung vorhandener Rücklagen in Grundkapital.
Zu Fall 1: Wenn eine AG neue Aktien ausgibt, wird logischerweise der Anteil eines Aktionärs am Grundkapital geringer, deshalb bekommt er das so genannte Bezugsrecht auf junge Aktien. Wenn all dies Bezugsrechte ausübt hat er immer noch den gleichen Anteil am Grundkapital wie vor der Kapitalerhöhung. Allerdings wird er davon doch nicht so begeistert sein! Er muss plötzlich Geld ausgeben nur damit er den gleichen Anteil halten kann. Ich habe aber gehört, bzw. meine mich erinnern zu können, dass er dies nicht muss und die ganze Aktion der Kapitalerhöhung 1 zu 1 für bestehende Aktionäre aufgeht. Stimmt das? Wie funktioniert das? Muss der aktuelle Aktionär wirklich zusätzlich Geld zahlen um den gleichen Unternehmensanteil zu haben? Und wenn ja, warum würde er einer Kapitalerhöhung zustimmen, wenn es nicht gerade um die Existenz des Unternehmens geht, er verliert bei der ganzen Sache (oder auch nicht?)? Wie läuft eine technisch ab?
Bei einer Operation blanche verkauft man doch schließlich soviel Bezugsrechte, dass man mit deren Erlös die restlichen Bezugsrechte ausüben kann und dafür neue Aktien erhält. Durch Anwendung einer Operation blanche verringert sich der relative Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft - im Gegensatz zu einer Vollausübung der zustehenden Bezugsrechte. Also wie gesagt eine Kapitalerhöhung kommt dem aktuellen Aktionären doch nicht zu gute, da er in diesem Fall Anteile am Grundkapital verliert und diese Anteile doch nur durch volles ausnutzen der Bezugsrechte gleich bleiben würde (als neues Geld!!!)! Oder??
Zu Fall 2: In diesem Fall bekommt der aktuelle Aktionär dann Bonusaktien, oder? Also ist diese Form der Kapitalerhöhung für den aktuellen Aktionär indifferent und wahrscheinlich auch beliebter. Aber aus welchem Grund sollte man Rücklagen in Grundkapital umwandeln? Erhöht das die Bonität? Gibt es noch andere Vorteile? Wie läuft dies technisch ab?
Durch eine Kapitalerhöhung wird ja auch die Dividende pro Aktie geringer (bei gleich bleibendem Gewinn), also aus diesem Grund kann das doch auch nicht gewollt sein? Oder?
Das kam mir nur so in den Kopf eben und ich kann mir keine 100%ige Lösung zusammenreimen, bin ja auch kein Bänker. :o)
meine mich erinnern zu können, dass er dies nicht muss und die
ganze Aktion der Kapitalerhöhung 1 zu 1 für bestehende
Aktionäre aufgeht. Stimmt das? Wie funktioniert das? Muss der
aktuelle Aktionär wirklich zusätzlich Geld zahlen um den
gleichen Unternehmensanteil zu haben?
ja, wenn er seine Bezugsrechte nicht ausübt, verliert er an Anteil.
Und wenn ja, warum würde
er einer Kapitalerhöhung zustimmen, wenn es nicht gerade um
die Existenz des Unternehmens geht, er verliert bei der ganzen
Sache (oder auch nicht?)?
Der typische Aktionär kann eine KapErh nicht ablehnen, weil er nicht über das entsprechende Stimmrecht verfügt.
Wie läuft eine technisch ab?
Der Aktionär wird angeschrieben und befragt, ob er seine Bezugsrechte verkaufen will oder fremde dazukaufen.
zu einer Vollausübung der zustehenden Bezugsrechte. Also wie
gesagt eine Kapitalerhöhung kommt dem aktuellen Aktionären
doch nicht zu gute, da er in diesem Fall Anteile am
Grundkapital verliert und diese Anteile doch nur durch volles
ausnutzen der Bezugsrechte gleich bleiben würde (als neues
Geld!!!)! Oder??
Äh? Ich verstehe die Frage nicht.
Zu Fall 2: In diesem Fall bekommt der aktuelle Aktionär dann
Bonusaktien, oder? Also ist diese Form der Kapitalerhöhung für
den aktuellen Aktionär indifferent und wahrscheinlich auch
beliebter. Aber aus welchem Grund sollte man Rücklagen in
Grundkapital umwandeln? Erhöht das die Bonität? Gibt es noch
andere Vorteile?
Nein, das ist einfach nur eine Strukturveränderung des Eigenkapitals. Gewinnrücklagen gegen Grunudkapital–>:stuck_out_tongue_winking_eye:assivtausch für die Optik. Einzig: Die Aktie wird optisch billiger.
Wie läuft dies technisch ab?
Brief an den Aktionär: Sie erhalten per xx.xx.xxxx yy Stück neue Aktien der Gesellschaft XY. Zum Stichtag wird zugebucht. Also ohne Bezugsrechte usw. Der Aktionär bekommt schlicht neue Aktien.
Durch eine Kapitalerhöhung wird ja auch die Dividende pro
Aktie geringer (bei gleich bleibendem Gewinn), also aus diesem
Grund kann das doch auch nicht gewollt sein? Oder?
Und wenn ja, warum würde
er einer Kapitalerhöhung zustimmen, wenn es nicht gerade um
die Existenz des Unternehmens geht, er verliert bei der ganzen
Sache (oder auch nicht?)?
Der typische Aktionär kann eine KapErh nicht ablehnen, weil er
nicht über das entsprechende Stimmrecht verfügt.
Das heisst also als CEO muss ich eigentlich nur die Hauptaktionäre davon überzeugen, dass die Kapitalerhöhung eine gute Sache ist. Könnte ein Grund neben der Existenzgefährdung (z.B. BVB Dortumd), auch eine große Investition sein. Also das Unternehmen nutzt dieses Mittel anstelle von z.B. Anleihen etc… Wird soetwas gerne gesehen? Ich denke nicht oder? Warum jemanden noch mehr Geld in den Rachen werfen für gleiche Anteile?
Wie läuft eine technisch ab?
Der Aktionär wird angeschrieben und befragt, ob er seine
Bezugsrechte verkaufen will oder fremde dazukaufen.
Ok! das ist einfach!
zu einer Vollausübung der zustehenden Bezugsrechte. Also wie
gesagt eine Kapitalerhöhung kommt dem aktuellen Aktionären
doch nicht zu gute, da er in diesem Fall Anteile am
Grundkapital verliert und diese Anteile doch nur durch volles
ausnutzen der Bezugsrechte gleich bleiben würde (als neues
Geld!!!)! Oder??
Äh? Ich verstehe die Frage nicht.
Ok! Ich gebe zu das war so kompliziert geschrieben, halt so wie ich gedacht habe. Eigentlich ist es das gleiche wie zuvor, nur noch einmal mit anderen Worten. Never mind!
Zu Fall 2: In diesem Fall bekommt der aktuelle Aktionär dann
Bonusaktien, oder? Also ist diese Form der Kapitalerhöhung für
den aktuellen Aktionär indifferent und wahrscheinlich auch
beliebter. Aber aus welchem Grund sollte man Rücklagen in
Grundkapital umwandeln? Erhöht das die Bonität? Gibt es noch
andere Vorteile?
Nein, das ist einfach nur eine Strukturveränderung des
Eigenkapitals. Gewinnrücklagen gegen
Grunudkapital–>:stuck_out_tongue_winking_eye:assivtausch für die Optik. Einzig: Die
Aktie wird optisch billiger.
Was hat man von einer optisch billigeren Aktie? Ist das für Ästhetiker? :o)
Wie läuft dies technisch ab?
Brief an den Aktionär: Sie erhalten per xx.xx.xxxx yy Stück
neue Aktien der Gesellschaft XY. Zum Stichtag wird zugebucht.
Also ohne Bezugsrechte usw. Der Aktionär bekommt schlicht neue
Aktien.
Ok hab ich auch geschnallt! Auch einfach!
Durch eine Kapitalerhöhung wird ja auch die Dividende pro
Aktie geringer (bei gleich bleibendem Gewinn), also aus diesem
Grund kann das doch auch nicht gewollt sein? Oder?
Dafür ist aber die Zahl der Aktien höher.
Jetzt, nach den vorherigen Erklärungen, wurde die Frage überflüssig. Ebenfalls logisch.
gute Sache ist. Könnte ein Grund neben der Existenzgefährdung
(z.B. BVB Dortumd), auch eine große Investition sein.
Natürlich, Investitionen sind sogar der häufigste Grund, der angegeben wird. Obs dann im Endeffekt stimmt, steht auf einem anderen Blatt. Ist die Liquidität erst einmal im Unternehmen, hat der Vorstand darüber alleine die Verfügungsgewalt. Der frühere Betreiber von www (I-D Media AG) hat bei seinem Börsengang rd. 80 Mio. D-Mark eingesammelt und diesen Betrag (von wenigen Investitionen abgesehen) gemütlich von 1999-2003 für den laufenden Geschäftsbetrieb verfrühstückt, so daß da inzwischen nur noch um 7 Mio. Euro (Jahresende 2003) übrig geblieben sind. Nebenbei: Für das GJ 2000 ging man von einer Verdoppelung des Umsatzes auf 60 Mio. D-Mark aus. 2003 waren es immerhin € 9,2 Mio.
Also das
Unternehmen nutzt dieses Mittel anstelle von z.B. Anleihen
etc… Wird soetwas gerne gesehen? Ich denke nicht oder? Warum
jemanden noch mehr Geld in den Rachen werfen für gleiche
Anteile?
Naja, das Geld ist ja nicht verschwunden. Unter normalen Umständen sollte es ja so sein, daß mit dem Geld irgendwas angestellt wird, was zu einer Wertsteigerung des Unternehmens führt und damit zu einem Mehrwert auch für den Aktionär. Unbeliebt ist es nur, wenn das Geld dann für unsinnige Übernahmen oder andere Dummheiten verbraten wird.
Dann gibt es noch die Möglichkeit, daß von vorne herein bekannt ist, daß die Liquidität zum Stopfen von Löchern dient. Die Emission der jungen Aktien erfolgt dann gerne mal zu einem aberwitzig hohen Preis, so daß die (Alt)Aktionäre auf ihr Bezugsrecht verzichten und andere Parteien die EK-Erhöhung allein erledigen, d.h. z.B. Großaktionäre oder Banken, die ein erhebliches Interesse haben, daß der Laden nicht den Bach runtergeht.
Nein, das ist einfach nur eine Strukturveränderung des
Eigenkapitals. Gewinnrücklagen gegen
Grunudkapital–>:stuck_out_tongue_winking_eye:assivtausch für die Optik. Einzig: Die
Aktie wird optisch billiger.
Was hat man von einer optisch billigeren Aktie? Ist das für
Ästhetiker? :o)
Naja, die Aktie von Berkshire kostet um die 70.000 Euro. Wie wahrscheinlich ist, daß der Normalanleger eine solche Aktie kauft? Bei einem Kurs von 70 könnte man sich das schon überlegen. So hat man ja auch den Mindestnennwert von Aktien von früher 50 Mark auf 1 Euro bzw. 0 (nennwertlose Aktien) reduziert. Ich erinnere mich noch an Aktienkurse für Porsche von 5000 D-Mark oder für Nestlé von über 10.000 SFR.
der vollständigkeit halber, möchte ich noch auf die gewinnverwässerung verweisen, das kgv verändert sich.
wenn dann nicht ganz genau nachgewiesen wird, wofür die kohle ist, verärgert das investoren. siehe lusthansa im vorigen jahr.
der kurs leidet dann.
btw: berkshireA: 91.480,00 €.