Kapitalerträge in der Schweiz

servus

als einer der vielen steuermuffel fängt man langsam an, gespenster zu sehen!
was ist denn eigentlich dran am steuerparadies „Schweiz“?
man hört so vieles darüber, und man könnte fast meinen, jeder zweite hat dort schon ein depot, nur ich nicht.
gibt es dort auch die „quellensteuer“ in form von kap.ertr.steuer? gibt es kö`st-abzug direkt von der ausschüttenden gesellschaft. welche rolle spielt die bank als sozusagen ertse inkassostelle der zins/-dividendeneinkünfte?

wäre schön ein paar infos zu bekommen?

gruss,
alex

hallo alex,

zunächst mal: auch in der Schweiz gibt es eine Quellensteuer (man korrigiere mich wenn dem nicht mehr so ist).

dann müsstest du außerdem deine einkünfte dort ebenfall bei der steuererklärung angeben. in der praxis machen das einige nicht.

nachteil ist falls irgendwas raus kommt, bist du wegen ein paar euro deine steuererlichkeit beim FA los. Wirst jedes ja ganz genau geprüft, vom sonstigen ärger mal ganz abgesehen.

ein versuch lohnt sich also nur wenn es um ziemlich viele euro’s geht. meines erachtens für den normalbürger gar nicht. und ohne entsprechendes medienecho findest du auch keine freundlichen richter.

Gruß Ivo

Hi,
der Quellensteuerabzug beträgt zunächst 35% (ist nicht gerade wenig). Wenn man bei den schweizer Behörden nachweist, dass man in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig ist (mit Stempel des Finanzamts auf besonderem Vordruck) erhält man 20% zurück. Gleichzeitig weiß das deutsche Finanzamt, dass da ein schweizer Depot ist.
Die Zinsen und Dividenden aus allen Ländern sind in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig (Welteinkommensbesteuerung). Die ausländische Quellensteuer wird im Fall Schweiz nur mit max 15% (=dem offiziellen Rest, auch wenn keine Erstattung beantragt wurde) angerechnet.
Die % Sätze gelten für Dividenden, für Zinsen müsste ich erst nachschlagen :wink:

Viele Grüße
Cirwalda

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]