…wo Du Recht hast, hast Du Recht…
Guten Abend,
endlich mal ein Beitrag auf der Höhe der Zeit!
Wenn die Fonds sich langfristig! so weiterentwickeln, was völlig logisch wäre (wie auch Lutz meint…), ist wiederum eine Fondspolice unlogisch. Die Risikoabsicherung läßt sich nicht auf die Höhe für eine Familienabsicherung schrauben, wenn, dann nur unter so hohen Kosten, daß eine Absicherung durch eine Risikoversicherung wesentlich sinnvoller wäre.
Auch wird der Laie nie wissen, wann er den Fonds zu wechseln hat. Zumal bei größeren Summen irgendwann eine Splittung optimal wäre.
Die Fondspolicen haben z.T. die gleichen Nachteile wie die Kapitalen, hoher Kostenfaktor sowie schlechte Verfügbarkeit bzw. hohe Stornokosten.
Die Steuerfreiheit holt damit nicht den Vorteil eines auf Wachstum orientierten Aktienfonds heraus, wo im Schnitt max. 15% steuerpflichtige Erträge anfallen.
Was i.d.R. durch jährl. Freibeträge noch gemindert wird.
Obendrein völlige Liquidität und Flexibilität.
Das Märchen mit der 4%-Garantieverzinsung auf die Einzahlungen wird leider nur zu oft auch von „Versicherungsfachleuten“ kolportiert. Die gibt es nämlich nur auf den Sparanteil. Das heißt vielleicht
2-3% Rendite, gerechnet auf die Prämie, bei Direktversicherern etwas mehr (damit errechnet sich anhand der angegebenen Garantieleistung der Kostenfaktor!).
Ebenfalls die Mär vom Inflationsausgleich durch Einbau einer Dynamik.
Eine höhere Versicherungsleistung ergibt sich nur, weil sie durch höhere Beiträge erkauft wurde.
Die reale Rendite ist dagegen geringer! als bei Kapitalen ohne Dynamik, da jährlich neue Abschlußkosten anfallen, wie bei kleinen Neuverträgen. Das heißt, daß die letzten Jahre mehr eingezahlt wird, als herauskommt.
Damit bewirkt Dynamik eher das Gegenteil als angestrebt.
So wichtig es ist, wie immer wieder in diversen (meist guten) Beiträgen betont wird:
Erst den realen Bedarf und die Möglichkeiten ermitteln anhand der persönl. Gegebenheiten, Pläne, etc., etc.,
und dann über Geeignetheit (soll heißen: den Sinn und Unsinn) möglicher Anlageformen zu referieren,
genau so überfällig ist es:
Wenn bestimmte Anlageformen nachgewiesenermaßen kaum noch für einen „Normalbürger“ geeignet sind, ist es an der Zeit, dieses auch anlagetheoretisch zu diskutieren und klarzustellen.
Der Schaden, welcher durch Fehlberatung jährlich angerichtet wird, spricht für sich
(ebenso die Stornoquote).
Ein guter Berater, von welchem immer wieder gesprochen wird, sollte sich zu allererst in umfangreicher Produktkenntnis auszeichnen, auch über den eigenen (Verkaufs-)Horizont hinaus.
Man trenne endlich die Gefühle vom Verstand und die Versicherung von den Geldanlagen!
In diesem Sinne,
schönen Abend noch.
Gruss Gunnar.