Kapitalmarkt und finanztip

Ich überlege eine Erbschaft anzulegen und mit Streuung zuarbieten.
In einem anderen Forum wurde ich auf den brief „kapitalmarklt intern“ aufmerksam gemacht. Der sei Pflichlektüre für Finanzdienstleister.
Sonst kenne ich die aus dem Portal http://fachpresse24.de.
Da gibt es auch den „finanztip“.

Kennt jemand die Inhalte der Briefe?
Sind die wirklcih brauchbar?
Versteht die auch jemand wie ich, der sich damit noch gar nicht beschäftigt hat?

Hallo !

Ich überlege eine Erbschaft anzulegen und mit Streuung
zuarbieten.

Das klingt schon mal sehr vernünftig und wenn Du da auch ohne irgendwelche „Anelger-Briefe“ drauf gekommen bist, ist es noch besser.

In einem anderen Forum wurde ich auf den brief „kapitalmarklt
intern“ aufmerksam gemacht. Der sei Pflichlektüre für
Finanzdienstleister.

Na ja, na ja ! Also unter Pflichtlektüre wird in solchen Kreisen m.E. etwas ganz anderes verstanden. Dort werden meistens, zumindest in den großen Finanzdienstleistungsunternehmen Bücher bzw. Aufsätze von kompetenten Autoren mit oftmals wissenschaftlichem Hintergrund gelesen. Dazu würde ich bei allem Respekt diese „Briefe“ nun nicht gerade zählen.

Kennt jemand die Inhalte der Briefe?
Sind die wirklcih brauchbar?
Versteht die auch jemand wie ich, der sich damit noch gar
nicht beschäftigt hat?

Ja natürlich, die sollen ja in erster Linie für Leute sein, die sich noch kaum mit der Materie auskennen und dementsprechend auch schnell alles glauben, was da gesagt und geschrieben wird. Diese Briefe gibt es wie Sand am Meer und sie widersprechen sich nahezu immer. Außerdem sind sie selbst nicht gerade sehr konsistent.
Letztlich muss man einfach erkennen, dass diese Börsen-Briefe in erster Linie diejenigen reich machen, die sie herausgeben.

Natürlich gab ud gibt es Fälle, in denen man mit diesen Briefen etwas verdienen kann, allerdings muss man m.E. dann immer genau hinterfragen, ob es wirklich am Brief selbst lag.

Wenn man als Anleger glaubt, dass die richtigen Tipps und Strategien wöchentlich oder monatlich frei Haus geliefert werden und man nur noch die „gigantischen Gewinne“ aus dem Briefkasten holen muss, der ist m.E. blauäugig und sicher nocht nicht reif für die Kapitalmärkte.

Mein Tipp daher: Step by step anfangen und sich selbst in die Materie einarbeiten. Natürlich dauert das dann wesentlich länger aber man weiss eben dann genau warum man gewonnen oder verloren hat bzw. man weiss, dass man nichts nur deswegen verschenkt hat, weil man selbst zu faul war. Außerdem lernt man nur aus eigenen Erfahrungen gut und seltener aus denen der anderen.

Bei einer größeren Erbschaft würde ich eventuell überlegen, die Sache einem Spezialisten zu übergeben. Dabei muss das nicht einmal die eigene Hausbank sein.

Viele Grüße
TraderS

Naja. Freihaus ist der ja nun nicht grade.

Und für Anfänger ja eben auch nicht.
Als Angebot hab ich ihn bei fachpresse24.de gesehen, nur weiß ich eben nicht, ob ich damit so viel schon anfangen kann.

Und zur Hausbank (als Spezialist) wollte ich eben auch nicht gehen. Das habe ich schon mal gemacht und die wollten mir eben einfach was verkaufen. Wie wohl die meisten.
Ich denke schon, dass ich halbwegs sachen einschätzen kann.
Nur wenn nur noch fachchinesisch geschrieben würde… das wäre mir die zeit dann nicht wert.

Naja. Freihaus ist der ja nun nicht grade.

Ja okay, bezahlen muss man dafür das stimmt. Meinte das mit dem „frei Haus“ auch eher im übertragenen Sinne.

Und für Anfänger ja eben auch nicht.
Als Angebot hab ich ihn bei fachpresse24.de gesehen, nur weiß
ich eben nicht, ob ich damit so viel schon anfangen kann.

Na ja, auch wenn es Fachpresse heisst, so muss es noch lange keine Fachpresse sein. Schließlich muss man den potentiellen Kunden ja auch ein Forum bieten und klappern gehört ja nunmal zum Handwerk. Man muss auch immer fragen, ob die angebotene Dienstleistung und vor allem die Darstellung für diese Dienstleistung, seriös ist. Seriöse Vermögensverwalter haben keine Werbung nötig.

Und zur Hausbank (als Spezialist) wollte ich eben auch nicht
gehen. Das habe ich schon mal gemacht und die wollten mir eben
einfach was verkaufen. Wie wohl die meisten.

Ja deswegen hatte ich ja auch geschrieben, dass es eben nicht unbedingt die Hausbank sein muss. Ich dachte da eher an private Vermögensverwalter. Recht bekannt ist z.B. Dr. Jens Erhardt in München. Allerdings fängt dieser erst bei einer Anlagesumme von 500.000 Euro an - wie ich mal hörte. Aber das sollte ja auch nur ein Beispiel dafür sein, wie man sich auch orientieren kann. Eine „normale“ Bank ist sicher nicht in allen Fragen der Kapitalanlage- oder aufnahme erste Wahl, bzw. sollte dies nicht sein. Vermögensverwalter in Deutschland sind z.B. auch in einem Verband organisiert. Da kann man sich auch mal informieren.

Quelle: http://www.vuv.de/

Ich denke schon, dass ich halbwegs sachen einschätzen kann.
Nur wenn nur noch fachchinesisch geschrieben würde… das wäre
mir die zeit dann nicht wert.

Ja eben, das meinte ich ja. Dann solltest Du es vielleicht wirklich eher abgeben und nur Deine Zeit auf die Suche nach einem „vernünftigen“ Verwalter verlegen.

Viele Grüße
TraderS

In einem anderen Forum wurde ich auf den brief „kapitalmarklt
intern“ aufmerksam gemacht. Der sei Pflichlektüre für
Finanzdienstleister.

Hallo Jazzyjack,

das genannte Blatt und das dazugehörige „zinsmarkt intern“ haben es wohl mal vor irgendeinem Gericht geschafft, als „Pflichtlektüre“ definiert zu werden. Sie hatten negativ über irgendein Finanzprodukt geschrieben -was sie mit Vorliebe tun- und wenn der böse böse Berater dieses Blatt gelesen hätte, hätte er ja wissen müssen, dass die Anlage schief gehen wird, meinte irgendein Richter.
Somit müßten Berater 48 Stunden am Tag jedwedes dieser Blätter lesen und dürften dann gar nichts mehr empfehlen, weil irgendwo bestimmt vor jedem Produkt gewarnt wird.
In der Finanzbranche wird davon gesprochen, dass der Normalfall so aussieht:
kmi oder zmi schießen sich auf einen Anbieter ein und berichten über mysteriöse Vorgänge und skandalöse Machenschaften. Manchmal ändert sich die Meinung dieses Blattes dann „plötzlich“ um 180 Grad und niemand, der an seriösen und unbestechlichen Journalismus glaubt, kann sich erklären warum… .
Nur mit beantworten der Fragen und den gewünschten Stellungnahmen wird das jedenfalls nicht erreicht, wie ich ersten Quellen weiß.

FAZIT:
Diese Blätter sind gerade für Laien nicht zu empfehlen. Man muß hier schon richtig gut zwischen den Zeilen lesen können, um die wirkliche Information heraus zu finden.

Wenn Du Dir selbst eine entsprechende Streuung und das laufende Management nicht zutraust, dann schau doch mal nach Investmentfonds, in welchen Vermögensverwaltung betrieben wird. (Achtung: Fonds, die nur von einem VV gemanagt werden sind etwas anderes) Diese Fonds sollten einerseits über verschiedene Anlagearten (Aktien, festverz. Wertpapiere, Immobilienfonds, Kasse) streuen und andererseits vom Grundsatz her einer vorgegebenen Risikostruktur treu bleiben. In den einschlägigen Selektionsprogrammen im www wirst Du diese Fonds unter „Mischfonds“, „gemischte Sondervermögen“ oder „sonstiges“ finden. Die Fondsgesellschaft Universal-Investment hat sich darauf spezialisiert, von Vermögensverwaltern gemanagte Fonds aufzulegen. Vielleicht wirst Du dort fündig?
Der genannte Dr. Jens Erhardt verwaltet auch Fonds (DJE…), vielleicht hat er auch einen VV-Fonds im Angebot, weiß ich nicht genau.
Vom Frankfurter Privatbankhaus Metzler gibt es seit einem Jahr drei solcher Produkte. Ein Jahr sagt halt noch nicht viel aus, aber die Idee würde schonmal passen. Googel mal nach „Privat-Portfolio-Plan“.

Wenn Du nicht fündig wirst, melde Dich gerne nochmal bei mir.

Gruß Schorsch

Eine „normale“ Bank ist sicher nicht in
allen Fragen der Kapitalanlage- oder aufnahme erste Wahl, bzw.
sollte dies nicht sein.

Wieso sollte eine „normale Bank“ nicht in allen Fragen der Kapitalanlage- oder aufnahme erste Wahl sein?

Wenn sich diese Aussage auf kleinere Bankstellen bezieht, so ist es sicher richtig, das dort das geballte Kapitalmarktwissen nicht vorgehalten werden kann. Aber „fast“ jede Bank hat Spezialisten, die sehrwohl das gesammte Spektrum, angefangen bei Investmentfonds über Zertifikate und Direktanlagen im In- und Ausland bis hin zu geschlossenen Fonds (Schiffe, Private Equity, Infrastrukturfonds etc.)
und Derivaten anbieten und qualifiziert beraten können. Und Banken haben nun einfach mal ganz andere Resourcen als andere Anbieter.

Die Qualität der Beratung steht und fällt mit der Qualifikation der Berater. Und die ist (meine eigene, subjektige Meinung) bei nicht Bankadressen häufig eher bescheiden.

Ich denke, es ist sinnvoll einfach mal ein paar Infogespräche mit verschiedenen Anbietern zu führen. Man merkt dann sehr schell an der Art der Anlegeranalyse, wo man gut aufgehoben ist. Und das kann durchaus dann auch ein freier Vermögensverwalter sein.

Beste Grüsse aus dem Süden

Roland

Hi !

Wieso sollte eine „normale Bank“ nicht in allen Fragen der
Kapitalanlage- oder aufnahme erste Wahl sein?

Wenn sich diese Aussage auf kleinere Bankstellen bezieht, so
ist es sicher richtig, das dort das geballte
Kapitalmarktwissen nicht vorgehalten werden kann. Aber „fast“
jede Bank hat Spezialisten, die sehrwohl das gesammte
Spektrum, angefangen bei Investmentfonds über Zertifikate und
Direktanlagen im In- und Ausland bis hin zu geschlossenen
Fonds (Schiffe, Private Equity, Infrastrukturfonds etc.)
und Derivaten anbieten und qualifiziert beraten können. Und
Banken haben nun einfach mal ganz andere Resourcen als andere
Anbieter.

Na ja, DAS würde ich nicht unbedingt so sagen. Es stimmt natürlich was Du geschrieben hast, jedoch finde ich schon, dass man durchaus mal in Frage stellen kann/sollte, ob das Ergebnis aus Kundensicht dadurch unbedingt besser oder ideal wird.
Oftmals ist es doch so, dass nur „hauseigene Produkte“ angeboten werden. Der klassische Fall: Da ist ein Unternehmer und hat all seine Geschäftskonten bei einer Bank, nimmt Kredite ebenfalls nur dort auf und seine ausgeschütteten Gewinne aus dem Unternehmen werden ebenfalls von der Bank verwaltet. Klassisches Universalbanksystem.

Nur wie gesagt, es wird dann in aller Regel in hauseigene Produtke angelegt; unabhängig von der möglichen Performance anderer Anbieter.
In Amerika ist das z.B. ganz anders. Auf Grund der Tatsache, dass es das Universalbanksystem dort nicht gibt, existiert ein viel größerer Wettbewerb und zwar in allen Bankangelegenheiten.

Ich halte es für sinnvoll auch in Fragen der Finanzierung oder Anlage zu diversifizieren. Und die Aussage, dass kleinere Anbieter nicht das leisten können, was die großen können, gilt für Kapitalmärkte meiner Meinung nur bedingt.
Wenn man nur einmal das Beispiel mit Dr. Jens Erhardt nimmt. Er ist sicher viel kleiner als die Deutsche Bank, seine Erfolge sind aber durchaus beachtlich.

Die Qualität der Beratung steht und fällt mit der
Qualifikation der Berater. Und die ist (meine eigene,
subjektige Meinung) bei nicht Bankadressen häufig eher
bescheiden.

Was sind denn nicht Bankadressen ? Meinst Du jetzt private Vermögensverwalter ? Klar ! Man muss sich schon den Werdegang dieser Verwalter ansehen. Aber wenn da einer ist, der vorher bei einer gut angesehenen (Investment)Bank war, dann würde ich diesem mein Geld auch anvertrauen, wenn er eben gut ist.

Ich denke, es ist sinnvoll einfach mal ein paar Infogespräche
mit verschiedenen Anbietern zu führen. Man merkt dann sehr
schell an der Art der Anlegeranalyse, wo man gut aufgehoben
ist. Und das kann durchaus dann auch ein freier
Vermögensverwalter sein.

Ja, stimmt - sehe ich auch so :smile:

Beste Grüsse aus dem Süden

Roland

Viele Grüße
TraderS

Hi !

Wieso sollte eine „normale Bank“ nicht in allen Fragen der
Kapitalanlage- oder aufnahme erste Wahl sein?

Wenn sich diese Aussage auf kleinere Bankstellen bezieht, so
ist es sicher richtig, das dort das geballte
Kapitalmarktwissen nicht vorgehalten werden kann. Aber „fast“
jede Bank hat Spezialisten, die sehrwohl das gesammte
Spektrum, angefangen bei Investmentfonds über Zertifikate und
Direktanlagen im In- und Ausland bis hin zu geschlossenen
Fonds (Schiffe, Private Equity, Infrastrukturfonds etc.)
und Derivaten anbieten und qualifiziert beraten können. Und
Banken haben nun einfach mal ganz andere Resourcen als andere
Anbieter.

Na ja, DAS würde ich nicht unbedingt so sagen. Es stimmt
natürlich was Du geschrieben hast, jedoch finde ich schon,
dass man durchaus mal in Frage stellen kann/sollte, ob das
Ergebnis aus Kundensicht dadurch unbedingt besser oder ideal
wird.

Da gebe ich Dir Recht.

Oftmals ist es doch so, dass nur „hauseigene Produkte“
angeboten werden.

Dieses Argument ist „leider“ nicht ganz von der Hand zu weisen.

Der klassische Fall: Da ist ein Unternehmer
und hat all seine Geschäftskonten bei einer Bank, nimmt
Kredite ebenfalls nur dort auf und seine ausgeschütteten
Gewinne aus dem Unternehmen werden ebenfalls von der Bank
verwaltet. Klassisches Universalbanksystem.

Nach meiner Beobachtung hat heute jeder Unternehmer mindestens zwei bis drei Bankverbindungen. Und diese Banken stehen ganz schön in Konkurenz zu einander.

Nur wie gesagt, es wird dann in aller Regel in hauseigene
Produtke angelegt; unabhängig von der möglichen Performance
anderer Anbieter.
In Amerika ist das z.B. ganz anders. Auf Grund der Tatsache,
dass es das Universalbanksystem dort nicht gibt, existiert ein
viel größerer Wettbewerb und zwar in allen
Bankangelegenheiten.

Mit allen Vor- und Nachteilen.

Ich halte es für sinnvoll auch in Fragen der Finanzierung oder
Anlage zu diversifizieren. Und die Aussage, dass kleinere
Anbieter nicht das leisten können, was die großen können, gilt
für Kapitalmärkte meiner Meinung nur bedingt.
Wenn man nur einmal das Beispiel mit Dr. Jens Erhardt nimmt.
Er ist sicher viel kleiner als die Deutsche Bank, seine
Erfolge sind aber durchaus beachtlich.

Die Qualität der Beratung steht und fällt mit der
Qualifikation der Berater. Und die ist (meine eigene,
subjektige Meinung) bei nicht Bankadressen häufig eher
bescheiden.

Was sind denn nicht Bankadressen ? Meinst Du jetzt private
Vermögensverwalter ? Klar ! Man muss sich schon den Werdegang
dieser Verwalter ansehen. Aber wenn da einer ist, der vorher
bei einer gut angesehenen (Investment)Bank war, dann würde ich
diesem mein Geld auch anvertrauen, wenn er eben gut ist.

Keine Frage. Wenn er solide Ausbildung hat, mehrjährige Erfahrung und Veranbtwortungsbewusstsein gegenüber dem Klienten gibt es keinen Grund zu glauben, das er schlechter ist als ein Bankberater. Wenn er dazu tatsächlich unabhängig ist, hat das sicher auch Vorteile. Aber wie gesagt, in diesem Markt tummelt sich eine Menge Gelichter.

Ich denke, es ist sinnvoll einfach mal ein paar Infogespräche
mit verschiedenen Anbietern zu führen. Man merkt dann sehr
schell an der Art der Anlegeranalyse, wo man gut aufgehoben
ist. Und das kann durchaus dann auch ein freier
Vermögensverwalter sein.

Ja, stimmt - sehe ich auch so :smile:

Beste Grüsse aus dem Süden

Roland

Viele Grüße
TraderS

Beste Grüsse

Roland

p.s. Ich glaube, wir haben im Grunde eine sehr ähnliche Sichtweise der Dinge.

Hallo,

das mit den hauseigenen Produkten ist schon ein gutes Argument. Aber wenn es das richtige Produkt ist, ist das schon mal mehr als die halbe Miete. Von wem es dann kommt wirkt sich zwar auch noch aus, aber nicht so deutlich, wie die Wahl des Werkzeuges an sich.

Stellt sich die Frage: Bekomme ich als Kunde bei meiner Bank das richtige Produkt?

Zwei Faktoren beeinflussen dieses in der Praxis:

  1. Habe ich mit der Bank ein Geschäftsmodell angeschlossen, welches die Empfehlung optimaler Produkte vorsieht? D.h., bezahle ich für Beratung und Service? Auch dann, wenn ich nichts dort abschließe?

  2. Welche Ziele gibt die Bank ihren Beratern vor?
    Hat der Berater quantitative Ziele im Vertrieb bestimmter Produkte zu erzielen und wird ihm genau vorgegeben, was er alles abzusetzen hat?

Punkt eins findet in Deutschland sehr selten statt. Kaum jemand bezahlt Honorar für Beratung und Service. Im Privatkundenbereich geht das meist erst in der privaten Vermögensverwaltung los. Bei institutionellen Kunden setzt sich mehr durch, dass z.B. eine Investmentbank damit beauftragt wird, die richtige Kreditstruktur und die richtigen Kreditgeber für das Unternehmen zu finden. Gegen Honorar.

Punkt zwei ist leider die Regel im Bankalltag. Da ist jemand zwar z.B. „certified financial planner (cfp)“, vertreibt aber trotzdem die Produkte seiner Bank auf Provisionsbasis, anstelle Finanzpläne gegen Honorar zu erstellen. Da hilft ihm dann auch die schöne Qualifikation nichts. Außer, dass es toll auf der Visitenkarte aussieht… .
Einmal die Woche wird er von seinem Vorgesetzten zu hören bekommen, was er zum Abteilungsziel usw. noch beizutragen hat… .

In der Breite muß ich also leider zustimmen, dass die Bank kein guter erster Anlaufpunkt ist. Die meisten Banken haben einfach nicht das passende Geschäftsmodell, um die Erwartungshaltung des Kunden zu erfüllen. Da helfen auch hervorragend ausgebildete Mitarbeiter nichts.

Der Kunde muß bei sich selbst anfangen und überlegen, ob sein Gesprächspartner ein Geschäftsmodell anbietet, mit dem er die Kundenbedürfnisse auch befriedigen kann. Und er muß auch bereit sein, dafür angemessen zu zahlen. Billig und Qualität, das passt halt nicht zusammen.

Gruß Schorsch

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

p.s. Ich glaube, wir haben im Grunde eine sehr ähnliche
Sichtweise der Dinge.

DAS glaube ich auch :wink:

Servus,

hierzu:

Versteht die auch jemand wie ich, der sich damit noch gar
nicht beschäftigt hat?

ein wichtiger Tip: Wer etwas verkaufen will, sollte sich damit wenigstens oberflächlich beschäftigt haben. Wenn Du Dein Produkt (so marktschreierisch wie die „steuertipps“ und was unter Deiner Flagge sonst noch rumgeistert) unters Volk wirfst, und Dich damit noch überhaupt nicht beschäftigt hast, kann das bös ins Auge gehen.

Schöne Grüße

MM
der in eines der Blättchen schon mal reinschaut, sie sich aber nicht so nassforsch andrehen lassen will

Hallo,

ein wichtiger Tip: Wer etwas verkaufen will, sollte sich damit
wenigstens oberflächlich beschäftigt haben. Wenn Du Dein
Produkt (so marktschreierisch wie die „steuertipps“ und was
unter Deiner Flagge sonst noch rumgeistert) unters Volk
wirfst, und Dich damit noch überhaupt nicht beschäftigt hast,
kann das bös ins Auge gehen.

Ich bin ganz deiner Meinung.
Das angepriesene Machwerk „steuertip“ ist aber nicht zu verwechseln mit den Steuertipps von der Akkademischen Arbeitsgemeinschaft http://www.steuertipps.de/
Die sich wirklich empfehlenswert.

Schöne Grüße
C.

Hallo Cirwalda,

Das angepriesene Machwerk „steuertip“ ist aber nicht zu
verwechseln mit den Steuertipps von der Akademischen
Arbeitsgemeinschaft http://www.steuertipps.de/

das ist wahr - ich hab da ein p zuviel gesetzt.

Im Original kann man die beiden aber leicht unterscheiden und braucht bloß dem ersten Reflex zu folgen: Wenn man schon vom Layout Augenweh bekommt, ist das recht für die Rundablage.

Schöne Grüße!

MM

In einem anderen Forum wurde ich auf den brief „kapitalmarklt
intern“ aufmerksam gemacht. Der sei Pflichlektüre für
Finanzdienstleister.

Hallo Schorsch,

soweit mir bekannt ist, hätte kmi dies gerne gehabt, es ist aber nicht so. Die sind meines Wissens keine Pflichtlektüre für Finanzdienstleister.
Die Wirtschftswoche aber ist es.

Zu deine Empfehlungen:

DJE ist sicher eine gute Adresse!, aber Metzler? Deren Fonds waren in der jüngeren Vergangenheit doch teilweise „sehr volatil“, um es vorsichtig auszudrücken.

Viele Grüße

Ralf

Hallo Jazzyjack,

das genannte Blatt und das dazugehörige „zinsmarkt intern“
haben es wohl mal vor irgendeinem Gericht geschafft, als
„Pflichtlektüre“ definiert zu werden. Sie hatten negativ über
irgendein Finanzprodukt geschrieben -was sie mit Vorliebe tun-
und wenn der böse böse Berater dieses Blatt gelesen hätte,
hätte er ja wissen müssen, dass die Anlage schief gehen wird,
meinte irgendein Richter.
Die Fondsgesellschaft Universal-Investment
hat sich darauf spezialisiert, von Vermögensverwaltern
gemanagte Fonds aufzulegen. Vielleicht wirst Du dort fündig?
Der genannte Dr. Jens Erhardt verwaltet auch Fonds (DJE…),
vielleicht hat er auch einen VV-Fonds im Angebot, weiß ich
nicht genau.
Vom Frankfurter Privatbankhaus Metzler gibt es seit einem Jahr
drei solcher Produkte. Ein Jahr sagt halt noch nicht viel aus,
aber die Idee würde schonmal passen. Googel mal nach
„Privat-Portfolio-Plan“.

Wenn Du nicht fündig wirst, melde Dich gerne nochmal bei mir.

Gruß Schorsch