Kapitalverrentung

Moinmoin,

hatte dies bereits unter *Sonsiges* gepostet.
Gab dort die Empfehlung, das hier zu posten.

Hallo,

ich bin 55 Jahre alt und bekomme eine recht geringe EU-Rente
(knapp 850 Euronen) bei recht hohen Fixkosten.
Nun steht mir in absehbarer Zeit eine namhafte Erbschaft ins Haus (fünf bis sechsstellig).
Da ich ledig bin und keine Nachkommen habe und mir eigene *Spielereien* am Kapitalmarkt zu unsicher und nervenaufreibend sind, habe ich daran gedacht, das Kapital verrenten zu lassen.
Soll heißen: ich gebe das Kapital an eine Gesllschaft (Bank, Versicherung?), die mir bis zum Lebensende eine monatliche Rente auszahlt.
Kennt sich jemand damit aus und kann mir eventuell Tips dazu geben?

Vielen Dank

Gruß Gerhard

Hallo Gerhard,

du kannst einen Fonds mit Auszahlungsplan oder eine sofort beginnende lebenslange Rente wählen.

Vorteile bei der Rentenversicherung: Die kannst du ohne Kapitalrückzahlung nach Tod (wenn keine Erben da sind, ist das eh unsinnig) wählen, dann gibts mehr Rente. Die Rente wird bis zu deinem Tod gezahlt. Bei der heutigen Lage aber unbedingt vergleichen! Es gibt Versicherer, die die laufenden Renten gekürzt haben und leider auch Tarife, wo du selbst nicht mehr an dein Geld kommst!

Beim Fondsplan kann es passieren, daß du „zu lange“ lebst und das Geld irgendwann verbraucht ist. Dafür kannst du jederzeit auch so was entnehmen, um in Urlaub zu fahren usw.

Am besten mal mehrere Versicherer fragen und rechnen lassen, bei der Summe lohnt sich ein Vergleich immer!

Gruß
Ann

Hallo Gerhard und auch Moin,

  1. Möglichkeit ist die Rentenversicherung. Vorteil ist die Garantie die dahinter steht. Nachteil ist, das du nicht mehr ans Geld kannst. Wenn der Arzt dir also sagt, du hast noch xy Zeit zum leben/nutzen und du willst alles nochmal auf den Kopf hauen, wenn dann richtig, tja dann is es Essig damit bei der RV. Hohl dir mehrere AG ein!!!

  2. Fondauszahlplan
    Auch schön aber halt ohne Garantie (MW nach). Such dir einen Verwalter mit Erfahrung und entsprechenden Mitteln. Da die Grundlage wohl Rentenfonds/Geldmarktfonds (haben eine geringe Schwankung, da mein ich die Euro-Zone!! Dooont cry for me Argentina!!!*grins*) sein sollen, erwarte nicht zuviel an Rendite (ca. 5% bei mittelfristigen Anlagen). Wichtig ist ganz klar zu betonen, das es keine Garantie gibt, das über 40 Jahre die Summe X ausbezahlt wird.

  3. Banksparpläne
    Entweder Standart Produkte oder mit der Bank (bitte eine entsprechend gesicherte) eine individuelle Vereinbarung abschließen. Bitte alles schriftlich dokumentieren.

Ich empfehle bei 100.000 € nur max 2 Möglichkeiten zu nutzen. Mischung aus Sicherheit und Chance. Wenns mehr gibt, dann auch mehr Möglichkeiten.

Wie dem auch sei, ich wünsch dir alles Gute und ein Kompliment für deine HP sehr gelungen.

Gruß
Martin

Hallo Gerhard,

in Deinem Fall wäre die eXtra-Rente der LV 1871 genau das Richtige. Bei dieser Rentenversicherung wirken sich Vorerkrankungen positiv auf die Höhe der garantierten Rente aus. Bei Berücksichtigung Deiner Vorerkrankungen käme mit Sicherheit eine im Verhältnis zum Markt sehr hohe garantierte Rente zur Auszahlung.
Die LV 1871 hat mit diesem Produkt im Jahr 1999 den „Innovationspreis für Versicherungen“ der Wirtschaftszeitschrift Capital gewonnen.

Als weitere sichere Kapitalanlage würde ich den Immobilienhandelsfonds empfehlen, der Abwicklungsimmobilien von Banken, Versicherungen oder anderen Anbietern kauft und diese Immobilien mit guten Aufschlägen möglichst kurzfristig wieder veräußert. Durch die extrem niedrigen Einkaufspreise(max. 5-fache Jahresnettomiete), eine breite Streuung des eingesetzten Kapitals und die extrem niedrigen Kosten(im Verhältnis zu allen mir bekannten anderen geschlossenen Fonds) ist hier meiner Meinung nach ein Verlustrisiko auszuschließen bei realistischen zweistelligen Ausschüttungen pro Jahr. Diese Ausschüttungen wären allerdings als Einkünfte aus Gewerbebetrieb zu versteuern.

Zu einer Anlage in Aktien- oder Rentenfonds mit Auszahlplan würde ich nicht raten, weil ein Auszahlplan einen negativen cost-average-Effekt erzeugen könnte, der bewirkt, dass auch Anteile bei niedrigen Kursen verkauft werden und das Kapital bei gleicher Auszahlung schneller aufgebraucht ist.
Auch Rentenfonds können Kursverluste erleiden und das Zinsniveau ist seit Jahren schon im Keller. Wenn Du jetzt auf Rentenfonds setzt, könnte sich ein Zinsanstieg sehr negativ auf diese Fonds auswirken.

Gruß nach Hamburg
Ralf

PS: Zur eXtra-Rente und zum Immobilienhandelsfonds kann ich Dir gerne weitere Informationen per Mail zukommen lassen.

Moinmoin,

Moin Gerhard,

hatte dies bereits unter *Sonsiges* gepostet.
Gab dort die Empfehlung, das hier zu posten.

Hallo,

ich bin 55 Jahre alt und bekomme eine recht geringe EU-Rente
(knapp 850 Euronen) bei recht hohen Fixkosten.
Nun steht mir in absehbarer Zeit eine namhafte Erbschaft ins
Haus (fünf bis sechsstellig).
Da ich ledig bin und keine Nachkommen habe und mir eigene
*Spielereien* am Kapitalmarkt zu unsicher und nervenaufreibend
sind, habe ich daran gedacht, das Kapital verrenten zu lassen.

Guter Gedanke.

Soll heißen: ich gebe das Kapital an eine Gesllschaft (Bank,
Versicherung?), die mir bis zum Lebensende eine monatliche
Rente auszahlt.

Eine für Dich wesentliche Summe würde ich nie auf nur ein oder zwei Unternehmen aufteilen. Risiko + Rendite !

Kennt sich jemand damit aus und kann mir eventuell Tips dazu
geben?

Vielen Dank

Gruß Gerhard

Mein Tip (100.000, ohne Details von Dir zu kennen)
je 1/5 in

  • ganz klassische Kapitalrentenversicherung
  • CS Euroreal
  • RWB Private Capital
  • F&amp:stuck_out_tongue_winking_eye: KG-Fonds V
  • Phoenix Managed Account.
    Auswirkungen für Dich:
  • Sicherheit durch Streuung
  • Sorortrente von 725EUR monatl. OHNE Kapitalverzehr
  • nur zum geringen Teil zu versteuern
  • pflegeleicht
  • Jederzeit Extraentnahmen problemlos möglich
  • Fast das Gesamtkapital ist vererbbar. Wenn Du keine Person benennen willst, dann vielleicht eine Schule in Deinem Ort, Kirchensanierung, Behindertenarbeit, …

Gruß
Boris