Karibik - Welche Insel?

Hallo Weltenbummler,

welche Insel in der Karibik könnt Ihr für einen längeren Aufenthalt (6-12 Monate) im Hinblick auf folgende Kriterien empfehlen:

  1. Kriminalität
  2. Infrastruktur
  3. Lebenshaltungskosten

Danke schon mal,
Sarah

Hallo Sarah,

die meiste Kriminalität dürfte wohl auf Hispaniola (hier besonders Haiti) vorzufinden sein. Die wenigste wohl auf Kuba. Die beste Infrastruktur dürfte wohl auf den Inseln, die jetzt zur EU gehören, resp. auf den ABC-Inseln, vorzufinden sein. Die großen Antillen, die heute noch gute Verbindungen zu England oder USA haben, haben per se gute Infrastruktur. Wenn man, wie ein Europäer es gewohnt ist, leben will in der Karibik dann lebt es sich relativ teuer. Motto: Wenn du in Rom bist, dann lebe wie die Römer. Das meint, du musst dich an die Lebensweise der Einwohner anpassen und viel Zivilisationsballast hinter dich lassen.
Es gibt ja auch noch viele andere Inselfleckchen als St. Barth und Anguilla.

Viel Vergnügen
Bernd

Barbados Nr 1
Hallo Sarah,
ich war oft in Barbados und wenn mich jemand fragt, wo ich es für einige Monate aushalten könnte, dann definitiv dort!
Ich meine jetzt nicht so als Tourist, sondern schon so nah am „Einheimischendasein“ wie möglich!
Klar, wie auch das andere Posting andeutete, mußt Du wohl einige Abstriche machen in Bezug auf gewisse Dinge, die uns hier in Europa das Leben sicher einfacher und leichter machen.Ist halt Karibik!
1 Kriminalität:
Habe eine schlechte Erfahrung gemacht, und die basierte z.T. auf meiner eigenen Schuld und leigt etwa 15 JAhre her. Mittlerweile war ich noch ein paar mal dort und kann sagen, die Menschen sind nett, freundlich und uns Europäern aufgeschlossen. Kommt immer auch darauf an, wie DU Dich zeigst! Geht Du offen auf Leute zu, dann erwidern sie dies ebenfalls. Logisch, es gibt dort auch gewisse Regeln, die ich aber auch in einer jeden anderen westlichen Stadt nicht durchbrechen würde!
Hände weg von Drogen, nicht mit Batzen Geld herumlaufen und gewisse Viertel meiden…wie überall!
2 Infrastruktur
Hat alles funktioniert! Es gibt gute Busverbindungen überall hin. Die Insel ist ja eh recht übersichtlich…ansonsten die Islandbusse, die jeden von der Straße auflesen und überall halten. Die Straßen sind in gutem Zustand. Die Krankenversorgung ist zwar nicht so wie bei uns, aber definitiv besser als in vielen anderen Ländern. Ich empfehle da eine private Versicherung. Man kann Apartments mieten oder Privatzimmer, die auch OK sind. Es gibt halt nix umsonst, aber ist auch gut so. Nach dem Motto: you get what you pay for. Aber für ein paar Monate kann man auch bei Privatzimmern gute Preise erhandeln. Schau nach Long Term Rent
3 Lebenshaltungskosten
Also ich gehe mal davon aus dass Du nicht so ein Typ bist: „ich will alles umsonst, besser noch wenn’s geschnorrt ist und schlaf am Strand“….
OK, wenn Du nicht so bist, dann kann ich sagen dass man schon etwas Geld mitnehmen sollte, aber man kann auf Märkten zum Beispiel günstig Obst, Fisch und Gemüse einkaufen. Halte Dich an die Einheimischen! Wenn Du (und bei einigen Monaten lernst Du bestimmt welche kennen) die fragst, dann zeigen sie Dir wo es Gutes zu guten Preisen gibt!

Generell habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, dass ich andere Europäer gefragt habe, wie sie es machen, dort (und auf anderen Inseln) längere Zeit zu leben. Man muß sich da nicht 'ranhängen, aber Ideen und Vorschläge gibt es da auf jeden Fall.Ich kenne DomRep, St Lucia, Bahamas, Kuba und Cayman aber auf Barbados fand ich 's am besten!

Sehr viel schwerer, langweiliger aber sicher luxuriöser lebt es sich auf Grand Cayman. Aber dort schafft man es nicht ohne großen Aufwand längere Zeit zu leben. gruß, marrio64

Hallo Marrio64,

danke für dein posting und gleich eine kurze Frage: wieso ist es schwerer auf den Caymans und was bedeutet größerer Aufwand?

Ich habe schon Stunden damit verbracht im Internet Informationen zu suchen über Karibik-Inseln, die zur EU gehören. Sinn und Zweck ist natürlich die Vermeidung des ganzen Papierkrams im Hinblick auf Aufenthalts- und evt. Arbeitsgenehmigungen. Je mehr ich suche, desto verwirrter werde ich :-/.

Hast Du einen Tip oder einen Link?

viele grüsse
sarah

Hallo Bernd,

vielen Dank für dein posting!

Kannst Du mir sagen, welche Inseln genau heute zur EU gehören? Kann man auf diesen Inseln auf den ganzen Papierkram wie Aufenthaltsgenehmigung etc. verzichten?

Danke und Gruß
Sarah

Hallo,

Kannst Du mir sagen, welche Inseln genau heute zur EU gehören?
Kann man auf diesen Inseln auf den ganzen Papierkram wie
Aufenthaltsgenehmigung etc. verzichten?

für die nierlädnischen Antillen reicht für Aufenthalte bis zu drei Monaten ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepaß. Für längere Aufenthalte braucht man zwar eine Aufenthalteserlaubnis, die aber problemlos zu bekommen ist. Eine Arbeitserlaubnis ist m.W. nicht notwendig, weil die Inseln über die Zugehörigkeit zum Königreich Niederlande mit der EU assoziiert sind, aber ich habe ohnehin nicht vor, dort zu arbeiten.

Gruß,
Christian

Nachtrag

Reisepaß. Für längere Aufenthalte braucht man zwar eine
Aufenthalteserlaubnis, die aber problemlos zu bekommen ist.

Allerdings muß man nachweisen, daß man den örtlichen Sozialkassen nicht zur Last fallen wird.

C.

Barbados Nr 1 II
Hi Sarah, ich wußte nicht genau, wie Du Deinen Aufenthalt gestalten wolltest, d.h. ob Du ggf dort arbeiten wolltest, oder nur so aus Fun da leben wolltest, um dem kalten Winter zu entfliehen…
Also Cayman hat eine sehr restriktive Einwanderungs/Aufenthaltspolicy. Daher ist es eben nicht einfach dort einfach mal längere Zeit zu bleiben, ohne den Papierkram erledigen zu müssen (wie lange bleibst Du, wieviel Geld bringste mit, haste ne Krkhversicherung usw usw). Aber es ist halt eine insel mit einer guten Infrastruktur allerdings eine kleine Insel, die schnell kennengelernt ist. Hat finde ich, auch Landschaftlich nicht sooo viel zu bieten.
Ja, man fährt gut mit den „EU“ Inseln, aber wie gesagt, ich kann nur Barbados „empfehlen“ da ich die einfach am besten kenne.
Generell schließe ich mich den anderen Postings an: Aufenthaltsgenehmigung ist das kleinere Problem, wenn der Paß noch mind 6 Monate gültig ist. Mit der Arbeit sieht es anders aus, denn jede Insel hat da ihre Eigenheiten, die insofern Sinn machen, als sie eben lieber Einheimischen einen Job geben, als „Zugereisten“, was auch (finde ich) zu verstehen ist.
Wichtig ist den meisten Inseln: wieviel Geld bringste mit und was passiert, wenn Du krank wirst(Krankenversicherung). Die wollen halt nicht für Dich aufkommen müssen, wenn was ist. Ich habe z.B. auf St Lucia, Barbados und Cayman Deutsche getroffen, die dort arbeiten (Reiseführer, Segelboote, in Hotels usw). Die können am besten Infos geben. Mein Tipp:
Such Dir eine Insel aus, suche Dir alle wichtigen Reiseinfos und Aufenthaltsinfos 'raus, und nimm soviel Geld mit, daß es im Notfall für eine von Dir festgelegte Zeit(in der Du dann Fuß gefasst haben solltest)reicht. Wennde erst mal da bist ist es einfacher vor Ort die Fühler auszustrecken!
Gruß, marrio64

Hallo Sarah,

zur EU gehören:
Saint Martin (hier französischer Teil! im Norden),
Saint Bartélemy,
Guadeloupe,
Martinique.
Das hat den Vorteil der europäischen Währung und der französischen Infrastruktur (Allgemeines Recht und Arbeitsrecht). Das hat als Einwohner von Euroland gewisse Vorteile. Bin immer als Touri dagewesen. Kenne mich in der arbeitenden Klasse da nicht aus.

Sonst viel Spass in der Karibk
Bernd