Hallo,
es hat mich also „erwischt“…
ich gehe wie immer halbjährlich zur Vorsorge, hatte nie
Probleme und immer Lob der Zahnärzte eingeheimst (nicht, dass
ich nicht auch schon Füllungen habe 5 Stück bisher);
nun dieser Befund: ein versteckter Karies, sehr agressiv, hat
fast die Wurzel erreicht und den Nachbarn mit angesteckt. Auf
dem Röntgenbild vom vorigen Jahr war noch nichts zu erkennen.
Servus Nicole,
eine Karies braucht in der Regel mindestens 1.5 bis 2 Jahre, um von der ersten erkennbaren Läsion durch den Schmelz bis ins Dentin zu kommen. Was meinst Du, wenn Du schreibst, daß diese Karies „die Wurzel erreicht“ hätte?
Erschreckend war, dass ich nur kälteempfindlich reagierte seit
Februar, Süsses konnte ich ohne Probleme dem Zahn antun.
Die zweite, für mich disaströs klingende Nachricht: ich habe
überall Kariesherde, zwar nur oberlächlich, was nur durch
Intensivkur (Duraphat Fluorid Kur 5mg)noch wett bzw.
re-mineralisiert werden könnte.
Was sind ‚Kariesherde‘? Kreidige weißliche Flecken, tastbare Vertiefungen, oder im Röntgenbild erkennbare ‚Aufhellungen‘ - also, weil Röntgenaufnahmen Negative sind, dunkle Stellen?
Ausserdem soll ich mir nach
jedem Mittagessen die Zähne putzen und habe mir eine elektr.
Zahnbürste zugelegt.
Ich frage mich, weshalb das so entartet ist? Ich gehe
regelmässig zum Zahnarzt (1/2 jährlich), benutze 3 x wöchentl.
Zahnseide und putze mir abends die Zähne.
Wenn Du ‚abends‘ schreibst, meinst Du wahrscheinlich ‚abends zusätzlich‘? Nur so aus Neugier: war das derselbe Behandler, der Dich schon immer betreut?
Und plötzlich reicht
das nicht mehr aus. (meine Eltern haben auch Problemzähne, dünner Schmelz,
Knochenschwund so was)
An ‚dünnen Schmelz‘ glaube ich nicht. Kein Mensch hat bei Deinen Eltern die Schmelzdicke gemessen. Außerdem sind Deine Eltern bestimmt genetisch so verschieden, wie es Eltern meistens sind. Also - diese Erklärung gibt wahrscheinlich nix her. Außerdem kannst Du Dir jetzt nicht andere Eltern aussuchen 
Mich interessiert nun:
1)Was sind kariesfördende Lebensmittel? (versteckter Zucker in
Ketchup kenne ich, aber sind Kohlenhydrate aus Kartoffeln oder
Nudeln oder Brot auch „gefährlich“? (ich sterbe ohne
Kartoffelgenuss…)
Die Stärke in den Nudeln und Kartoffeln kann zwar im Prinzip auch zu Säuren vergoren werden, aber das ist ein weiter Weg. Du solltest erst mal nach niedermolekularen Zuckern suchen. Wenn Du da ‚unschuldig‘ bist, ist der nächste Hauptverdächtige die Apfelschorle oder andere zuckerhaltige Fruchtgetränke. Die Kombination aus Säure, Zucker und ungehemmter Anwendung. Apfelsaft-Tetrapack steht am Arbeirsplatz neben dem Computer. Alle halbe Stunde ein kleines Schlückerl und … Karies! Die fleißigen Putzer schrubben dann am Abend die angelösten Schmelzschichten von der Zahnoberfläche runter. Kommt Dir da was bekannt vor?
Von Süssstoffen bekomme ich Bauchweh,
(auch von Aspartam?)
deshalb sind die aus der Küche verbannt.
- Es heisst, „essen sie 5 mal über den Tag verteilt“, aber
dieser Ratschlag bezieht sich auf die Verdauungsvorgänge unterhalb des Kragenknöpfchens, den Zähnen ist das - mit Ausnhame der einfachen Zucker - wurscht.
das kommt nicht so gut bei empfindlichen Zähnen und ständig
kann man sich nicht die Zähne putzen. Ausserdem muss ich „oft“
was essen, sonst wird mir tattrig…
Was meinst Du mit ‚empfindlich‘?
- Als Prävention, was kann man noch tun? (neben E-Zahnbürste
und Fluoridzahncreme)
Du scheinst sowieso schon eine Menge zu tun. Wie wäre es mit einer zweiten Meinung, was Deine ‚Kariesherde‘ anbelangt? Laß Dir die Röntgenaufnahmen mitgeben und frage jemand anderen.
Danke fürs Lesen sowie danke im Voraus für Eure Erkenntnisse
und Tipps!
Nicole
Alles Gute!
Kai