Hallo, wem ist auch schon aufgefallen,
daß Kaiser und Könige nur unter ihrem
Vornamen in die Geschichte eingegangen
sind, Präsidenten aber nicht?
Woran mag das liegen? Am Vertrauen?
Hallo, wem ist auch schon aufgefallen,
daß Kaiser und Könige nur unter ihrem
Vornamen in die Geschichte eingegangen
sind, Präsidenten aber nicht?
Woran mag das liegen? Am Vertrauen?
Sicherlich daran daß die „Nachnamen“ aufgrund der Erbfolge in den Dynastien ja immer gleich waren. Habsburg, Wittelsbach, Bourbon…
Hallo, wem ist auch schon aufgefallen,
daß Kaiser und Könige nur unter ihrem
Vornamen in die Geschichte eingegangen
sind, Präsidenten aber nicht?
Woran mag das liegen? Am Vertrauen?
Tach Hellmut,
das hat einen verhältnismäßig einfachen Grund: da die Fürsten-, Königs- und Kaiserthrone in der Regel innerhalb einer Familie vererbt wurden, erübrigten sich die Familiennamen.
Nikolaus I. war ebenso ein Romanow wie Nikolaus II., und sämtliche preußischen Könige von Friedrich I. bis Wilhelm II. waren Hohenzollern.
Präsidenten demgegenüber werden (in der Regel jedenfalls) gewählt und stammen nur sehr selten aus einer Familie. Es ist also überaus schwer, in einer Demokratie eine Dynastie aufzubauen. Und zwei Bushs machen noch keine Dynastie, ebensowenig wie die Kennedys.
Gruß - Rolf
Woran mag das liegen? Am Vertrauen?
Ich nehme an, lieber Hellmut, dass es an der damals üblichen, traditionellen Titulatur lag, die genz einfach keine Nachnamen vorsah, weil sie auch noch gar nicht im Gebrauch waren.
Als es später schon Nachnamen gab - etwa Capet, Plantagenet, Romanow, Hohenzollen, Habsburg etc. -, hielt man an der bisherigen Tradition, nur die Vornamen zu verwenden, fest.
Als man anfing, Präsidenten zu wählen, war die bürgerliche Gesellschaft - und damit auch die bürgerlichen Familien- bzw. Nachnamen bereits etabliert waren, kenn man Washington und Cromwell eben unter ihren Nachnamen; auch Napoleone war zuerst als Buonaparte bekannt.
Gruß Fritz
Hallo,
nun ja - bis zu Beginn der Neuzeit gab es ja gar keine Nachnamen. Die entstanden ja ursprünglich aus der Notwendigkeit heraus, Leute gleichen (Vor)namens unterscheiden zu müssen. Oft waren das dann Berufsbezeichnungen wie Bauer, Schmied oder Müller (bei vielen ist die Herkunft auf Grund verschiedener Schreibweisen oder nicht mehr gebräuchlicher Begriffe auch schwer zu erkennen) oder auch Pernonenmerkmale wie Groß, Klein. Bei Zugezogenen wurde oft auch die herkunft ausgedrückt - es gab viele Varianten.
Die Herren Fürsten und Könige hatten das nicht nötig - es gab ja immer nur einen regierenden Karl oder Otto - und der trug dann auch noch seine laufende Nummer.
Präsidenten gab es ja erst später - da waren dann Nachnamen schon in Mode. Ansonsten wurde ja auch bei Fürstlichkeiten unterschieden: Entweder man nannte den Titel mit dazu oder den Namen, es sei denn, die Bezeichnung ist eindeutig. Aber da nennt man bei anderen Politikern auch nur den Namen ohne Vornamen - bei Washington weiß sofort jeder, wer gemeint ist. Bei Bush wird das schwerer.
Aber das ist bei den Fürsten auch so: Friedrich II. kann der deutsche Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen sein oder auch der preußische König Friedrich der Große.
Gernot Geyer