Karpfen angeln auf Grund oder mit Pose

Hallo zusammen, ich bin seit geraumer Zeit auf der Suche nach den fängisten Methoden für’sKarpfenfischen.
Daher würde ich mich über jede Antwort dazu freuen.
Aber die wichtigste wäre, den besten Köder ohne anfüttern zu finden.
MfG
Micha 68

Danke im vorraus

Also mein Opa hat vor langer langer Zeit noch mit Karbid „Geangelt“ ^^

Ich war mal in ein Angel-Verein und wir haben meist im Herbst Tage vorher mit Boilies Angefüttert und dann über Nacht die Angel mit Boilies auf Grund gelegt.
Was anderes kenn ich leider nicht

…ich bin seit geraumer Zeit auf der Suche nach den fängisten Methoden für’sKarpfenfischen…

Naja, das sind eigentlich schon Generationen von Anglern mit
unterschiedlichen Erfolg.

Passe Dich einfach dem nat. verhalten der Karpfen an und Du hast
Erfolg. Sie lieben warmes flaches Wasser und Sonne und reichlich
Pflanzen wie z.B. Seerosen oder Schilf, beide Pflanzen sind bis ca.
1m Tiefe nur anzutreffen.
Früh um 3 Uhr und gegen Abend wühlen sie dort am Grund, man sieht wie
sich die Pflanzen bewegen. Bei voller Sonne fressen sie dicht unter
der Oberfläche Getier von der Unterseite der Blätter.

Die eleganteste Methode ist also sich so unauffällig wie möglich am
Ufer zu bewegen und den Köder dort zu präsentieren wo sich die Beute
aufhält. Bei Sonnenaufgang also eine Kartoffel so groß wie ein
Tennisball, kein Blei und ein einfacher Federkiel sollte reichen.
Starke Schnur und ein kleiner kräftiger Haken machen die Sache
komplett. Eingestellt wird die Pose auf ca. 50cm mehr als die Tiefe,
die winzige Pose liegt leicht schräg an lockerer Schnur, der Angler
ist gespannt wie ein Sportbogen und gibt dem meist sofortigen Biß
höchstens einen Meter schur nach und schlägt dann sofort an und zieht
den Fisch von den Pflanzen mit aller Kraft weg. Gleiches gilt also
auch für die Abendstunden.

In der prallen Sonne nimmt der Karpfen von der Oberfläche alles was
irgendwie fressbar erscheint. Man läßt also ordentliche
Bäckerbrötchen in einer Tüte ca. 3 Tage liegen (sollen gummiartig
sein) und teilt diese in 4 Stücke. Diese werden dann auf vorbereitete
Vorfächer von ca. 1m Länge aufgezogen und dann in der Sonne
durchgetrocknet bis sie knallhart sind und dann etwas abgerundet.

Davon macht man ca. 30 Stück für eine Tour. Am Angelplatz werden
diese Köderschnüre dann eingebunden, kurz ins Wasser gehalten und
mitten in die Seerosen geworfen und ganz kurz und knapp und schnell in
eine freie Lücke zwischen den Blättern gezupft, das kann auch in 60m
Entfernung sein. Dann ist Ruhe und Deckung angesagt. Auch hier taug
nur extrem stabiles Material und Gerät. Es dauert ein paar
Minuten und die Karpfen werden neugierig und schlürfen dann laut das
gesamte Brötchen ein und ziehen ab. Der Angler gibt höchstens 30cm
Schnur und schlägt an. Auch hier hilft ab dann nur rohe Gewalt den
Fisch aus den Pflanzen zu ziehen, deshalb die kräftige Montage.

Insgesamt also alles recht primitiev, keine Boilies, kein Blei, keine
Faxen und kein Schnickschnack. Anfüttern muß generell nicht sein wenn
man die Tiere dort sucht wo diese selber nach Futter suchen,
es liegt schon genug Müll in den Gewässren rum.

Petri Heil
SuTiKa