Indirekte Antwort…
Sie hat eine Weiterbildung gemacht und hat nun eine Position in einem Unternehmen als Qualitätsmanagementbeauftragte bekommen.
Abgesehen davon, dass das etwas heißen kann aber nicht muß, lässt sich in so einer Position sehr viel auf einer flexiblen Basis, möglicherweise sogar per Heimarbeit erledigen. Einige Termine müssen natürlich eingehalten werden, aber es gibt fast keine bessere Position für Kind+Job!
Trotzdem ist sie nicht abgeneigt, irgendwann ein Baby zu bekommen. Sie ist jedoch der Meinung, das Kind auszutragen und dann den Vater zu Hause zu lassen und wieder zur Arbeit zu gehen.
Ich hoffe, dass sie als Mutter nicht so denkt „Jetzt habe ich der Plage schon das Leben geschenkt, abmühen darf sich dann bitte der Erzeuger damit“, dann würde ich auf ein Kind verzichten!
Ich bin zwar nicht Mutter, sondern Vater, aber mittlerweile sehe ich selbst es so, dass jeder Tag mit dem Kind ein Geschenk ist. Wenn es die Möglichkeit gibt, diese zu nutzen, sollte man es tun. Wozu gibt es denn Mutterschutz und Elternzeit?
Wenn das Kleine in einer KiTa untergekommen ist, sieht es eh anders aus, denn es gibt Ganztagsbetreuung. Dann ist auch eine vollzeitige Tätigkeit kein Hinderungsgrund mehr.
Ihre Argumente sind:
-Ich verdiene mehr als mein Freund- Sie Brutto 4200Euro und er
Brutto 2500Euro (geschätzt)
Na und? Das muss sich doch langfristig auch nicht ändern!
-Wenn ich wieder komme, bekomme ich die Position nicht wieder
Ob das rechtlich so einfach ist? Das mit dem Mutterschutz und Elternzeit hatten wir schon, wenn der AG das anders sieht, dann bekommt der AG postwendend eine Klage ins Haus. Aber normalerweise finden sich hier positive Win-Win Lösungen!
Was das Geld angeht, habe ich soweit auf sie eingeredet, das sie bestimmt auch so über die Runden kommen würden- darauf ist sie auch eingegangen aber sie hat immer noch Angst um ihren Job.
Sie sollte sich im Vorfeld darüber erkundigen, wie eine dynamisch geregelte QM-Stelle bei anderen Unternehmen aussehen kann (viele TelCos, Heimarbeit, geregelte Meeting/Workshop Zeiten) und das als Referenzmodell „Wir könnten doch auch…“ gegenüber dem AG als Win-Win verkaufen.
Dann kann sie sogar möglicherweise direkt nach der Entbindung schon wieder einige Aufgaben wahrnehmen und sich, „Kindeswohl erlaube“ in kürzester Zeit trotz Kind wieder voll in ihre bisherigen Aufgaben integrieren.
Wenn alles gut geplant wird und glatt läuft, „merkt“ vielleicht im Unternehmen niemand (bezogen auf den Betriebsablauf), dass da jemand gerade einen neuen Erdenbürger im Hause hat!
Und der AG merkt dabei vielleicht sogar, wie er Kosten spart und bietet dann auch anderen jungen Müttern ein ähnliches Modell an 
Ist das Heute noch so. Muss man wirklich als Frau Angst haben „abgestuft“ oder „ersetzt“ zu werden?
Wenn sie in der passiven Rolle bleibt und sich fürchtet vor dem was werden könnte, dann ist diese Angst berechtigt.
Aber das hat nicht nur mit dem Kind zu tun sondern ist in jeder Situation, auch für Männer so.
Wenn sie allerdings in die Initiative geht, ist sie ohne weiteres ihres Glückes Schmied. Rechtliche Grundlage und funktionsfähige Beispiele gibt es genügend. Sie muss halt nur suchen und recherchieren und dann ihre Vorgehensweise langfristig planen.
Aber das zu können, erwarte ich von einem QM’ler eigentlich ohnehin.
Gruß,
Michael