Hi Carlos,
Hallo Allerseits,
ich denke, dass die folgende Frage in dieses Brett besser
passt, als in das Philosophiebrett.
Finde ich nicht.
Warum sollte ein Arbeitnehmer eine Karriere anstreben?
Die Motivationen mögen sehr unterschiedlicher Natur sein, z.B.
- mehr Geld
- höherer sozialer Status
- mehr Macht und Einfluß
- Lebensaufgabe erfüllen
- Weltverbesserungen (teils)
- Anerkennung
- Selbstwertgefühl
- Selbstzufriedenheit
- Glück
- Freude
- Lebenssinn
- Bildungsniveau (könnte ansteigen, und wenn auch nur bei den Nachkommen)
- u.a. qualitativeres Essen führt zu
- mehr Lebensqualität
- mehr Lebensquantität
- Partnerwahl (eventuell besser)
…
Gleich was man selbst damit beabsichtigt, die Umwelt reagiert auch auf Menschen die Karriere machen. Sie werden als „attraktiver“ angesehen, werden mehr bewundert…
Weshalb die Schattenseiten nicht in den Karrieretipps stehen, nun, vielleicht kennst Du nicht die richtige Literatur? Vielleicht wird davon ausgegangen, dass die Leute dann früh genug die Schattenseiten kennenlernen? Vermutlich kennen die Verfasser mancher Literatur selbst keine Lösungen.
Karriere machen muss nicht unbedingt hohen Zeiteinsatz fordern, wenn es das auch zumeist tut. Manche verdienten ihr Geld schon im Schlaf mit einer pfiffigen Idee. Und manche Menschen mögen ihre „Karriere“ gar nicht als Arbeit und Zeitaufwand sehen, sondern weil das was sie tun, mit Leib und Seele gern tun. Das ist wenigstens mein persönlicher Favorit und mein persönliches Ideal.
Menschen die Karriere anstreben, gerade Managertypen haben auch eine erhöhte Neigung zu Erkrankungen wie Herzinfarkt. Geplant mag ja sein, ein Haus zu bauen, finanziell sich absichern und dann kürzer treten, was in diversen Tretmühlen gar nicht möglich ist. Und der Preis dafür ist ein Stück weit auch eine „vaterlose Gesellschaft“. OKay, es gibt auch mehr alleinerziehende Väter, doch nach wie vor ist das JOb der Frauen.
Es kommt drauf an wie Karriere definiert wird. Manche Mutter die ihre Kinder mit Liebe gut auf das Leben vorbereitet, macht auch einen guten Job, auch wenn das nicht als Karriere bezeichnet wird. Schade. Manch ein Lehrer der vielleicht nicht viel verdient, der jedoch seinen Schülern neben Wissen auch Werte vermitteln kann, macht auch im klassischen Sinn keine Karriere, kann jedoch mit dem was er tut sehr erfolgreich sein und auch unverzichtbar.
Es sollten alle Lebensbereiche die einem Menschen wichtig sind, berücksichtigt werden und nicht zu kurz kommen. Selbst wenn Mensch meint, wenn XY geschafft ist, dann… das wird oft nicht der Fall sein, weil es stets neue Ziele zu erreichen gilt, so ohnehin nichts dazwischen kommt. Also, abwägen, was ist wie wichtig. Und Kinder brauchen einen Vater vielleicht nicht erst wenn er im Seniorenheim ist. 
Ciao,
Romana
Auf der einen Seite stehen mehr Geld und der Aufstieg in der
sozialen Hierarchie. Dies wird aber mit einem hohen Einsatz an
Zeit und Energie erkauft. Karriere steht somit in Konkurrenz
zur Gesundheitserhaltung, zur Familie, zu Freundschaften, zu
persönlichen Hobbies und zu ethischen Maßstäben.
Wenn ich mir Empfehlungen zum Thema Karriere anschaue, sehe
ich niemals Einschänkungen, niemals kritische Anmerkungen.
Karriere scheint immer nur positiv zu sein, egal in welchem
Ausmaß.
Gruß
Carlos