Karrierestart oder mehrere Monate ins Ausland

Hallo,

bisher habe ich immer nur eifrig gelesen und nu möchte ich mich an euch wenden.

1997 habe ich meine Lehre abgeschlossen. Nach der Bundeswehrzeit und der Schule zur Fachhochschulreife begann ich 1999 mit dem Studium. Während meines Studiums habe ich ein 5-wöchiges Praktikum und mein 5-monatiges Hauptpraktikum gemacht und arbeite seit 2001 noch nebenbei als Fitnesstrainer. 2005 war ich für ein Jahr in Australien (Work and Travel). Danach habe ich von Anfang 2006 bis Anfang 2008 als studentische Hilfskraft im Produktmanagement gearbeitet.
Zurzeit schreibe ich meine Abschlussarbeit, werde Ende September fertig sein und könnte somit ab Oktober mit dem richtigen Arbeiten anfangen. Ich bin nun 32 Jahre alt.

Nun weiß ich nicht, ob ich mit der Karriere beginnen sollte (aufgrund des Alters) oder ob ich mir noch mal meinen Rucksack schnappe und bis Ende Juli 2009 durch die Welt jette. Es wäre schließlich die letzte Möglichkeit vor der Rente, so was noch mal zu machen. Außerdem würde meine Freundin mitkommen.
Aber ich Frage mich natürlich, ob es sinnvoll für meinen Start in die Karriere ist. Also ob mich Firmen dann überhaupt noch haben wollen. Denn ich studiere dann ja immerhin schon gut 10 Jahre. Und außerdem bin ich im Juli 2009 auch wieder ein Jahr älter…

Wie ist eure Meinung dazu. Ist es sinnvoll, jetzt/demnächst mit der Karriere zu beginnen oder wäre das Jahr dann auch egal oder ist der Auslandsaufenthalt wieder förderlich für die Karriere?

Ich danke euch schon jetzt für eure Meinungen.

Gruß, Arnim

Spaß haben, die Welt sehen

Nun weiß ich nicht, ob ich mit der Karriere beginnen sollte

Was immer das sein soll?

schnappe und bis Ende Juli 2009 durch die Welt jette. Es wäre
schließlich die letzte Möglichkeit vor der Rente, so was noch
mal zu machen.

RICHTIG! Und damit stehst du nicht alleine. Das machen viele so. Nach dem Studium erst mal hängen lassen. Oder rein in so ein Abenteuer (kannst dir ja unterwegs einen guten Begriff für das CV einfallen lassen, Marketingmäßig).

in die Karriere ist. Also ob mich Firmen dann überhaupt noch
haben wollen. Denn ich studiere dann ja immerhin schon gut 10
Jahre. Und außerdem bin ich im Juli 2009 auch wieder ein Jahr
älter…

Aber noch keine 4 vorne? Also los. Vielleicht bleibst du ja in Bangalore oder Curitiba hängen. Auch Mitarbeiter globalisieren sich.

Gruß

Stefan

Hi Arnim,

so ganz vorbehaltlos wie mein Vorredner möchte ich nicht sagen „mach et“.

richtigen Arbeiten anfangen. Ich bin nun 32 Jahre alt.

Denn zum einen bist Du schon recht „alt“: sorry, das ist nicht absolut gemeint sondern eher so, dass Du schon jetzt deutlich älter bist als viele Deiner Mitbewerber (zumindest wenn wir von einem „Standardstudium“ wie BWL oder Ing. ausgehen). Ob das ein Problem werden wird, kann Dir aber wohl niemand verraten. Magst Du dem einen Personaler „zu alt“ sein, könnte der andere Dich gerade wegen Deines höheren Alters und damit Deiner (unterstellten *fg*) grösseren Reife einstellen.

Zum zweiten möchte ich zu bedenken geben, dass so ein Reisejahr auch den einen oder anderen Dollar kostet. Sprich: ist die Finanzierung geklärt? Oder hockst Du grad auf nem Haufen (Studien)schulden, die auf Rückzahlung warten?

Als nächstes bin ich unsicher, ob es das Work’n’Travel-Visum nicht nur bis 30 gibt - da würd ich auf jeden Fall mal gucken.

Naja, und last but not least kommt es drauf an, was für eine Art der Karriere Dir denn so vorschwebt :smile: Recht pauschal würde ich mal sagen, dass je höher Deine Ziele diesbezüglich sind umso weniger kannst Du’s Dir leisten noch ein Jahr zu verlieren.

So ein Auslandsaufenthalt wie Du ihn Dir wohl vorstellst (mit der Freundin um die Welt jetten) wird wohl eher als Kuriosität denn als Karrieresprungbrett gewertet werden :wink: Sprich, wenn’s nix schadet dann hilft’s Dir allenfalls dahingehend, dass Du im Vorstellungsgespräch was spannendes zu erzählen hast.

Fazit: wenn Du die Kohle hast und die Karriere eher im weniger ambitionierten Bereich stattfinden soll - mach’s. Hast Du keine Kohle oder grosse Karrierepläne - lass es.

Was ich mir jedoch vorstellen könnte, was vielleicht ein Kompromiss wäre: Kannst Du nicht in einem genehmen Ausland Deiner Wahl 1-2 Studiensemester anhängen? Vielleicht nen Master oder PhD machen? Oder ein Praktikum/Trainee-Programm? Keine Ahnung, Du schreibst ja leider nicht, was Du studiert hast und/oder was Dich interessiert, aber vielleicht geht das ja auch in Deinem Bereich. Dann bist Du erstmal ne Weile weg tust aber andererseits auch was für Deine Karriere. Und die Freundin kannst ja so oder so mitnehmen *fg*

schließlich die letzte Möglichkeit vor der Rente,

Achja - hier möcht ich entschieden widersprechen. Zwischen zwei Jobs oder auch zwischen einem Job lässt sich sowas durchaus bei entsprechendem Engagement (und entsprechender Lebens- und Familienplanung *fg*) einrichten. Also diesbezüglich hätte ich mal keine Panik.

*wink*

Petzi

Da du schon 2005 unterwegs warst (und das eigentlich noch nicht mal allzulange her ist), wuerde ich es nicht machen. Dass so ein Jahr mal aussteigen ganz nett ist, wird jeder Personaler verstehen. Irgendwie kommt mir ein zweites Jahr aber „komisch“ vor. Verstehe auch nicht so recht, wieso dein Drang, endlich ins Berufsleben einzusteigen, nicht allzu gross ist. Bei mir war er das, und ich war wesentlich juenger, auch nach langem Auslandsaufenthalt. Vielleicht hast du Blut geleckt und eventuell bietet sich ein Berufseinstieg im Ausland an? So habe ich es geloest und mein Drang „die Welt zu sehen“ ist nun sehr gering, da die wahrscheinlich groessten Abenteuer schon vorbei sind.

Sicher scheint so ein Jahr auf die Lebenszeit betrachtet verschwindend gering, aber ich habe den Eindruck, dass es gerade am Anfang sehr schnell vorwaerts geht und da ein Jahr frueher oder spaeter einfach viel ist.

Hallo Armin,

ohne jetzt im Detail auf Deine Überlegungen und die Antworten der Vorposter einzugehen:

Es wäre schließlich die letzte Möglichkeit vor der Rente, so was noch mal zu machen.

Das würde ich nun nicht unbedingt sagen. In vielen Unternehmen gibt es heutzutage die Möglichkeit, ein Sabbatical einzulegen. Geht natürlich erst, wenn Du dort richtig etabliert bist und nicht schon nach einem halben Jahr oder einem Jahr. Aber vielleicht solltest Du diese Option in Deine Überlegungen einfließen lassen.

Gruß
„Raven“

Hallo Arnim,

Ich bin nun 32 Jahre alt.

damit habe ich Erfahrung (wenn auch ältere): Ich war 35, als ich als Quasi-Berufsanfängerin (meine früheren Erfahrungen hatten mit meinem Studium nichts zu tun) nach einem Ingenieursstudium zu arbeiten anfangen wollte. Ich bekam durchaus zu spüren, dass 35 Jahre für einen Frischling als ziemlich alt empfunden wurde.

Mir hat in meinem Fall geholfen, dass ich eine Zweitbegabung aktiviert habe. Schreib ende Ingenieure gibt es nicht soviele, da habe ich meinen Beruf und meine Nische gefunden.

Also ob mich Firmen dann überhaupt noch
haben wollen. Denn ich studiere dann ja immerhin schon gut 10
Jahre. Und außerdem bin ich im Juli 2009 auch wieder ein Jahr
älter…

Ich würde daher dazu raten, jetzt erst mal Berufserfahrungen zu sammeln. Wie einige Vorschreiber schon meinten, hast Du ja im Rahmen eines Sabbaticals oder zwischen zwei Jobs immer mal wieder die Gelegenheit, so etwas zu machen.

Gruß, Karin

Hallo Armin,

so gut ich Dein Ansinnen verstehe, mit dem Rucksack durch die Welt zu tingeln, Du wirst anschließend mit großer Wahrscheinlichkeit Probleme mit dem Berufeinstieg kriegen.

Warum?

Du bist jetzt schon gute fünf Jahre älter als die meisten FH-Absolventen. Selbst bei Uni-Absolventen gibt es eine Grenze die grob bei 30 Jahren liegt.

Wenn ein Bewerbungsempfänger in Deinem Lebenslauf liest, daß Du schon zwei mal solch eine Tour gemacht hast, wird er messerscharf folgern, daß Du wohl nur arbeitest, um die Patte für die nächste Tour zusammenzukriegen. Bedeutet also, daß Du in dreivier Jahren wieder weg bist. Solche einen Kandidaten stllt man nicht so gerne ein.

Mein Rat (auch wenn er mir schwerfällt :wink:, laß es, und fang an, Dich zu bewerben.

Gandalf