Hallo,
es geht mir, ganz im Sinne des Bretts, nur um einen Austausch von Meinungen, da mir klar ist, daß das Gebiet recht komplex werden kann.
Situation in einer Straße in einem etwas abgelegenen Dorf in Deutschland - 12 Uhr nochwas Paketdienst A liefert je ein Paket an Haushalt 1 und eines an Haushalt 2, 14 Uhr nochwas Paketdienst B versucht ein Paket an Haushalt 3 zu liefern (niemand da), 15 Uhr nochwas Paketdienst C liefert ein Paket an Haushalt 4. Das sind nur die, die Person X an dem Tag mitbekommen hat.
Es ist imo ökologisch unsinnig, den Ort mit drei Fahrzeugen und je wenigen Paketen anzufahren. Klar ist auch, daß Diesel immer noch so billig ist und die Subunternehmer oder Fahrer so wenig verdienen, daß die Unternehmen dennoch nicht nennenswert draufzahlen und in solchen Gebieten aber auch keine nennenswerten Gewinne zu erwarten sind.
Wie wäre es kartellrechtlich (praktisch wird es dazu ohnehin bestenfalls in Modellregionen kommen, wenn der Staat etwas drauflegt) einzuschätzen, wenn sich die Paketdienste sich zusammentun und die Dörfer unter sich aufteilen würden. Jeder liefert also nur in (s)einem Teilbereich aus und nimmt die Pakete der anderen Dienste mit. Damit es nicht zu Rosinenpickerei kommt, könnte man die Gebiete ja regelmäßig durchtauschen.
Cu Rene
Hallo,
Kartellrechtlich wäre so etwas aus meiner Sicht unbedenklich, wenn es sich um eine für jeden Paketdienst offene Gemeinschaft mit definierten Gebühren handeln würde.
Etwas ähnliches war z.B. in den Anfangszeiten des Mobilfunks üblich. Kleine Anbieter wie E-Plus und O2 hatten Ihre Handies so konfiguriert, dass sie in das Netz von T-Mobile auswichen falls das eigene Netz nicht erreichbar war. Hierfür hat die Telekom dann Durchleitungsgebühren erhalten.
Es wäre daher aus meiner Sicht Kartellrechtlich unbedenklich wenn z.B. DHL gegen eine Gebühr von 1,50 pro Paket die „letzte Meile“ übernehmen würde. Aber warum sollte DHL das tun? Dies würde nur in den Regionen genutzt werden wo sich die anderen Einsparungen versprechen und daran hat die DHL ja kein Interesse.
Interessanter wäre es vermutlich wenn sich die ganzen „kleinen“ (Hermes, DPD, UPS, …) zusammentun würden. Aber hier sprechen auch Firmenphilosophien dagegen. UPS legt z.B. wert darauf, dass ein Paket bei Ihnen nur von UPS transportiert wird (die haben sogar eigene Flugzeuge).
Sinn machen würds schon. Aber nicht alles was Sinn macht wird auch umgesetzt.
Grüße
Lumpi
Hallo,
…„letzte
Meile“ übernehmen würde. Aber warum sollte DHL das tun? Dies
würde nur in den Regionen genutzt werden wo sich die anderen
Einsparungen versprechen und daran hat die DHL ja kein
Interesse.
Das Konzept wäre schon so, daß jeder auch einen Teil der Arbeit macht und im Idealfall (Überhänge müßte man natürlich ausgleichen, durch die Rotation der Gebiete sollte das aber auch gering bleiben) jeder die gleichen Stück- oder Tonnenkilometer für die anderen übernimmt, die er auch abgibt.
Firmenphilosophien
Danke, das Wort habe ich gesucht.
Sinn machen würds schon. Aber nicht alles was Sinn macht wird
auch umgesetzt.
Mal sehen, was passiert, wenn der Diesel 2,50€/l kostet. Aber das war ausdrücklich nicht meine Frage.
Cu Rene