Hallo, habe im letzten Jahr 3 Sorten kartoffeln (Quarta & Laura )
auf ganz normalem unbehandelten Gartenboden gesetzt. Haben sich auch ganz normal entwickelt (mußte einmal gegen Käfer spritzen und sonst nichts) und habe dann während der Blüte (das Laub war mir einfach zu hell) ein wenig Blaukorn gestreut. Nun haben aber beide Sorten folgendes: Beim Kochen sind im Endstadium die äußeren ca 3 mm am Zerfallen, d.h sie lösen sich und finden z.Tl. sich am Topfboden wieder. kann dies mit der Düngergabe zu tun haben? eine dritte violette Sorten hat dies Phänomen nicht.
gruss, weissnich
Guten Tag,
Vor ein paar Jahren hatte ich ein ganz ähnliches Phänomen bei einer anderen Sorte.
Hab mal gelesen, das hätte mit dem Wetter zu tun.
An den Dünger als auslöser glaube ich nicht, obwohl der Dünger vor dem Pflanzen gegeben werden sollte.
Das war sehr wahrscheinlich eine einmalige Sache, so wars auch bei mir.
Kartoffeln brauchen übrigens hauptsächlich Kali, am besten Patentkali.
Als Stickstoffdünger würde ich schwefelsaueres Amoniak empfehlen, aber nur ganz wenig davon.
Bodenuntersuchung wäre sicher auch mal gut.
Kartoffelanbau, Blaukorn und so
Servus,
die Abreife und Schalenfestigkeit wurde durch die späte N-Gabe beeinträchtigt. Kartoffeln brauchen verfügbaren Stickstoff, während sie den Blattapparat aufbauen - in der Blüte ist selbst schnell verfügbarer Stickstoff zu spät. Wenn in der Blüte wenig N verfügbar ist, reifen die Kartoffeln halt früher ab und der Ertrag fällt geringer aus, aber zu diesem Zeitpunkt lässt sich da nichts mehr reparieren.
Die mittelfrühen Sorten waren stärker anfällig für die späte N-Gabe als die spätreifende Vitelotte (?), außerdem sind vorwiegend festkochende Sorten eh anfälliger für Schwierigkeiten mit der Abreife.
Unabhängig vom Zeitpunkt ist übrigens Blaukorn als Mehrnährstoffdünger sozusagen „immer verkehrt“, nicht bloß bei Kartoffeln, weil damit die Hauptnährstoffe in einem festen Verhältnis zueinander und alle zum gleichen Zeitpunkt ausgebracht werden: Für Kartoffeln ist z.B. eine sehr frühe K-Gabe wichtig, und zu diesem Zeitpunkt können sie mit schnell verfügbarem mineralischem N noch nicht viel anfangen. Wenn man N so gibt, dass er zum hauptsächlichen Blattwachstum verfügbar ist, ists für K zu spät. Und ob überhaupt P gegeben wird, ist bei Kartoffeln ziemlich Geschmackssache.
Ich hab hier für Dich einen handlichen Artikel zur Düngung von Kartoffeln. Die Umrechnung von Hektar auf m² geht mit dem Nenner 10.000; die Mengenangaben zu den Düngergaben sind in kg Reinnährstoff / ha formuliert. Die Angaben zu den Nährstoffgehalten auf Düngersäcken oder -packungen sind in Masseprozent formuliert, also g/100 g. Der Rest ist Dreisatzrechnen.
Wenn Du Dir den Deu nicht antun willst, kannst Du mit einem langsam fließenden N-Dünger arbeiten, bei dem es nur unter extremen Wetterbedingungen zu plötzlichem Anfluten großer Mengen kommt. Relativ teuer, aber sehr gut für den Garten geeignet, wo man nicht ständig auf der Lauer nach dem richtigen Zeitpunkt zum Düngen liegen kann, ist für die N-Düngung z.B. Maltaflor.
Die für Kartoffeln wichtige K-Düngung im zeitigen Frühjahr (oder 2/3 Herbst, 1/3 Frühjahr) bevorzugt mit KCl, z.B. handelsüblichem „60er Kali“, K2O (z.B. „Kalimagnesia“) geht auch. Bei einem Garten, der schon über Jahre Mehrnährstoffdünger erhalten hat, ist vor allem bei schwerem Boden eine K-Überversorgung leicht möglich - in diesem Fall bräuchte es weiter nichts als ein bissel N für die Kartoffeln.
Schöne Grüße
Dä Blumepeder
Hallo weissnich
Lass doch einfach mal den Mist mit dem Dünger sein.
Gute Gartenerde oder noch besser Komposterde nehmen,
dann gibt es Kartoffeln, Du glaubst es nicht.
Ich habe mir vor einigen Jahren ein paar Mörtelkübel
aus dem Baumarkt gekauft.
Dann ein paar Löcher reingebohrt.
Wenn die Frostperiode vorbei ist, mache ich die mit
einem Gemisch aus Garten-und Komposterde voll,und
vergrabe meine verschiedenen Kartoffelsorten darin.
Einfach wachsen lassen, später dann etwas anhäufeln.
Sonst kommen Knollen hoch und werden grün.
Gedüngt habe ich meine Kartoffel noch nie !
Die lasse ich dann solange drin, bis die ersten Fröste
zu erwarten sind.
Dann alle ausbuddeln und freuen, wie viele das geworden
sind.
Frisch aus der Erde (ungeschält)in Scheiben geschnitten in die Pfanne mit einem Schuss Olivenöl, das ist ein Genuss.
Viel Spaß in diesem Gartenjahr.
Im Mörtelkübel wachsen auch prima Möhren !
Probiers mal aus !