Hallo,
Ich hab mal gegoogelt und fürchte es ist doch diese
Krautfäule, da meine Christa ziemlich genau so aussehen:
http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.sta…
ja, das ist ungefähr das, was ich mit braun-violett und dem grauen Belag meine. Wenn es noch nicht weit um sich gegriffen hat, kannst du versuchen, die befallenen Stengel auszubrechen und möglichst zu verbrennen. Wie gesagt: schau, ob du die Christa schon ernten kannst (ich habe immer Sieglinde, die sind etwas später dran und Nicola, die kommen so gegen Ende August). Wichtig ist, die Christa nicht zur Infektionsquelle für die anderen Sorten werden zu lassen. Die Nicola sind noch mehrere Wochen von der Reife entfernt. Es wäre schade um die Ernte. Lieber die Christa etwas früher mit geringeren Ertrag rausholen als die eigentlich ertragreicheren Nicola zu verlieren.
Allerdings sahen meine Tomaten nicht so aus. ;o))))
Hatten die denn auch Braunfäule? Hast du dieses Jahr auch Tomaten? Die müssen ebenfalls vor der Braunfäule geschützt werden. Das ist der Grund, warum Tomaten nicht nahe bei Kartoffeln angebaut werden sollten. Normalerweise erwischt es die Kartoffeln zuerst und von dort geht die Infektion auf die Tomaten über.
Ich komme frühestens Morgen abend wieder nach Hause und ob
eine WLZ oder Baywa noch offen hat bis ich Feierabend habe ist
fraglich.
Soll ich sie nun rausreissen bevor sie die anderen
Kartoffelsorten anstecken?
s.o.
Oder kann ich eine Behandlung auch
am Wochenende noch sinnvoll durchführen?
Die für den Hausgarten zugelassenen Mittel wirken alle nur vorbeugend wirklich gut. Ich wiederhole: Schau dir die Christa an und ernte sie, solange die Knollen noch nicht befallen sind. Auf keinen Fall können diese Knollen für die Aussaat im kommenden Jahr verwendet werden, sonst hast du sofort wieder den Pilz. Schau auch, dass du möglichst alle Knollen rausholst. Wenn im nächsten Frühjahr die in der Erde verbliebenen Knollen (man findet nie alle) austreiben, sofort ausreißen.
Die anderen Sorten und auch Tomaten würde ich vorbeugend behandeln. Auch wenn es schmerzt: Lieber sinvoller Chemieeinsatz als gar keine eigene Ernte.
In der Nähe der Kartoffeln stehen noch:Süßlupinen,
Feuerbohnen, eine Königskerze, ein paar Erdbeeren und Zwiebeln
und ein Rhabarber, die sind doch hoffentlich nicht alle
gefährdet???
Phytophtora gibt es zwar an verschiedenen Pflanzen, das sind dann aber auch unterschiedliche Arten. Von der Kartoffel-Phytophtora sind Nachtschattengewächse betroffen, wobei ich festgestellt habe, dass Paprika, Auberginen und Physalis wenig anfällig sind.
Für das nächste Jahr solltest du dich nach einer anderen Sorte umsehen, wenn die Christa schon jetzt Ph. hat. Bei Sieglinde war das bei uns - wenn überhaupt - immer erst der Fall, wenn sie sowieso raus mussten. Außerdem haben Sieglinde einen guten Geschmack (sind festkochend) und sind ganz brauchbar lagerfähig. Anders unsere Bamberger Hörnchen. Die sind letztes Jahr nur so weggefault. Nicola sind ebenfalls relativ unempfindlich gegen Ph. aber im Geschmack und in der Konsistenz nicht ganz so wie Siglinde. Dafür aber ertragreicher.
Gruß, Niels