Kassetten-Aufnahme & Verzerrung

Hallo!

Also, nachdem ich die Erfahrung gemacht - und unter anderem gehört habe, dass neuere (sowie teilweise ältere) Radio-Aufnahmegeräte Probleme mit der Aufnahme haben (Musikstücke werden verzerrt), stellt sich mir die Frage, ob es eine Software gibt (PC-LineOut->Radio-MicIn), welche diese Verzerrung kompensiert bzw. ob eine Kompensation möglich ist?

(60min-, 90min Kassetten, u.a. verschiedener Hersteller sowie mit anderem Gerät getestet -> funktionieren)

Gruß und Dank im Voraus, LEther

Einfache Antwort: NEIN
Meine Kassettenrecorder machen so was nicht (in dem Maße), aber ich steuere den Pegel ja auch von Hand aus.

Die Verfälschungen lassen sich nicht mehr beheben (reparieren).

Stefan

Guten Tag Lether

Ich bin Elektrotechniker im bereich Unterhaltungsgeräteindustrie.

Wie kommst du zu der globalen ansicht das Audio-HF-Empfangsgeräte auch Tuner genannt
bzw.
Kombinations-Geräte bestehend aus Audio-HF-Empfangs-Unit mit Audio-Vor&Endverstärker-Unit gemeinsam assembliert in einem Gehäuse auch Radio’s oder Receiver genannt
‚DIES‘ grundsätzlich ‚machen‘:

Zitat:
… nachdem ich die Erfahrung gemacht - und unter anderem
gehört habe, dass neuere (sowie teilweise ältere)
Radio-Aufnahmegeräte Probleme mit der Aufnahme haben
(Musikstücke werden verzerrt) …
Zitatende.

???

Diese Ansicht ist leider inkorrekt!

Die zu deiner Ansicht geführten Vorgänge sind meistens auf menschliche Bedienungsfehler, vom Menschen falsch zusammengestellte Komponenten für die HF/Audio-Signalverarbeitung oder HF/Audio-Einzel-Komponenten-Defekte im technischen Bereich zurückzuführen.

Ich kann dir GLAUBHAFT versichern das unsere Unterhaltung-Geräte-Industrie ganz sicher NICHTS herstellt/konstruiert das die von dir angesprochenen Recording-Prob’s standartmäßig erzeugt!

Es handelt sich bei den von dir geschilderten Prob’s um einen Defekt oder einen menschlichen Fehler …

bye vom cristal

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo cristal,

Grundsätzlich erzeugt jede Übertragungs-Strecke Fehler: Rauschen,
Nichtlinearitäten = Klirrfaktor,
bei Kompressionsverfahren wie z.B. MP3, werden „Dinge“ welche man nicht höhrt bewust weggelassen,
usw.

Insofern hat er schon recht, aber ob diese Fehler hörbar sind ist eine ganz andere Sache.

MfG Peter(TOO)

Kombinations-Geräte bestehend aus Audio-HF-Empfangs-Unit mit
Audio-Vor&Endverstärker-Unit gemeinsam assembliert in einem
Gehäuse auch Radio’s oder Receiver genannt
‚DIES‘ grundsätzlich ‚machen‘:

Zitat:
… nachdem ich die Erfahrung gemacht - und unter anderem
gehört habe, dass neuere (sowie teilweise ältere)
Radio-Aufnahmegeräte Probleme mit der Aufnahme haben
(Musikstücke werden verzerrt) …
Zitatende.

???

Diese Ansicht ist leider inkorrekt!

Die zu deiner Ansicht geführten Vorgänge sind meistens auf
menschliche Bedienungsfehler, vom Menschen falsch
zusammengestellte Komponenten für die
HF/Audio-Signalverarbeitung oder
HF/Audio-Einzel-Komponenten-Defekte im technischen Bereich
zurückzuführen.

Ich kann dir GLAUBHAFT versichern das unsere
Unterhaltung-Geräte-Industrie ganz sicher NICHTS
herstellt/konstruiert das die von dir angesprochenen
Recording-Prob’s standartmäßig erzeugt!

Es handelt sich bei den von dir geschilderten Prob’s um einen
Defekt oder einen menschlichen Fehler …

bye vom

Ursächlich für das Problem ist mit Sicherheit eine elektrische Fehlanpassung, meint: Der Ausgangspegel des wiedergebenden Gerätes ist zu hoch für die maximal zulässige Eingangsspannung des aufnehmenden Gerätes. Schau dochmal in die Datenblätter der Geräte, was hierzu angegeben ist. Das kannst du ja dann nochmal posten, und dann scha mer mal :wink:

HM

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Problem auch beim ‚Kopieren‘
Hallo!

Also, diese Möglichkeit hatte ich noch nie erwogen; Es ist u.a. auch so, dass ich meinen Audio-Karten-Ausgang direkt „in“ den Mikrophon-Eingang des Aufnahmegerätes „leite“ und, die Spannungspegel hierfür divergieren doch einigermaßen…
Jedoch ergibt sich das „Verzerrungs-Problem“ auch beim „Kopieren“ von Kassetten;
Ein Handbuch steht mir leider nicht mehr zur Verfügung (und im Internet sind nur mehr Informationen zu neueren Modellen abrufbar)

Gruß und Dank, LEther

Software-Lösung
Hallo!

Die Verfälschungen lassen sich nicht mehr beheben
(reparieren).

Ich dachte ja eher an eine Software-Lösung, welche die auftretenden Verzerrungs-Effekte kompensiert;
z.B.
>ein Abspielen einer Frequenzfolge und deren Aufzeichnung
(PC->Kassettenrecorder);
>die aufgezeichnete Frequenzfolge abspielen
(Kassettenrecorder-&gt:stuck_out_tongue_winking_eye:C);
>Verzerrung ermitteln und weitere Abspielungen kompensieren;

Gruß, LEther

Hallo!

Nun, wie antworte ich hier, ohne mein Bedauern über meine Veralgemeinerung in jenes Licht zu rücken, in welchem sie erscheint, wenn ich diese sozusagen revidiere scheinbar als Folge einer Aussage eines Betroffenen?

Grün erscheint gelb und Gelb orange!

Ich hoffe du verstehst…, jetzt kommt jedoch das, nicht als uneinsichtig zu betrachtende, obligatorische, >Jedoch

Hallo LEther

Also, diese Möglichkeit hatte ich noch nie erwogen; Es ist
u.a. auch so, dass ich meinen Audio-Karten-Ausgang direkt „in“
den Mikrophon-Eingang des Aufnahmegerätes „leite“ und, die
Spannungspegel hierfür divergieren doch einigermaßen…
Jedoch ergibt sich das „Verzerrungs-Problem“ auch beim
„Kopieren“ von Kassetten;
Ein Handbuch steht mir leider nicht mehr zur Verfügung (und im
Internet sind nur mehr Informationen zu neueren Modellen
abrufbar)

Wenn du den Line- oder Lautsprecher-Ausgang mit dem Mikrophon-Eingang verbindest brauchst du dich nicht zu wundern, wenns dann bes… tönt, weil du den Mikrophon-Eingang hoffnungslos übersteuerst.

Wie kopierts du den die Kasetten ??

Bei Analogaufzeichnungs-Verfahren ist die Kopie immer etwas schlechter als das Original und die Kopie von der Kopie ist dann noch schlechter. Wenn digitale Aufzeichnungen, rein digital, kopiert werden ist dies theoretisch nicht der Fall. Zumindest beim Kopieren von reinen Daten passiert das nicht.
Allerdings ist z.B. bei Audio CDs ein Fehlerfreies kopieren nicht möglich, da das Aufzeichnungsverfahren etwas einfacher gestalltet wurde als bei einer CD-ROM und man einzelne Bit-Fehler nicht hört. Nei einer Audio-CD ist es vor allem Wichtig, dass der Datenstrom konstant ist, bei einer CD-ROM müssen alle Bits richtig gelesen werden aber es speielt keine Rolle wenn der Leser den gleichen Sektor 10 mal zu lesen versucht.

MfG Peter(TOO)

Hallo!

Wie kopierts du den die Kasetten ??

Also, es handelt sich um ein analoges Aufzeichnungsverfahren (Kassette -> Kassette) wobei der Verzerrungseffekt nicht durch einen Qualitätsverlust auftritt (mit anderem Gerät getestet)

Gruß, LEther

Hallo LEther

Wie kopierts du den die Kasetten ??

Also, es handelt sich um ein analoges Aufzeichnungsverfahren
(Kassette -> Kassette) wobei der Verzerrungseffekt nicht
durch einen Qualitätsverlust auftritt (mit anderem Gerät
getestet)

Das war ja klar.
Aber vebindest du auch Line mit Mic oder wie verschaltest du die Geräte ?
Automatisch oder manuel ausgesteuert ??
Wie hört sich die Verzerrung an ??

MfG Peter(TOO)

intern,automatisch,lautstärke variiert
Hallo

Aber vebindest du auch Line mit Mic oder wie verschaltest du
die Geräte ?

Also, zuerst habe ich versucht, Musik „über“ LineOut (PC) und MicIn (Radio) auf Kassette aufzunehmen;
Doch da dies wenig Erfolg erbrachte (so betrachtet ist es auch vollkommen klar … ->später erwähnte Verzerrung) versuchte ich, dass Gerät bezüglich Kassette-Kassette-Aufnahmeverfahren zu testen (2 „interne Kassettendecks“ vorh.); doch auch hier trat/tritt die Verzerrung auf;

Automatisch oder manuel ausgesteuert ??

automatisch;

Wie hört sich die Verzerrung an ??

Die Lautstärke variiert (…in Abhängigkeit von der Tonhöhe).
Gesprochener Text erklingt annähernd unverzerrt (Originalgetreu);

Gruß, LEther

Hallo LEther

Automatisch oder manuel ausgesteuert ??

automatisch;

Wie hört sich die Verzerrung an ??

Die Lautstärke variiert (…in Abhängigkeit von der Tonhöhe).
Gesprochener Text erklingt annähernd unverzerrt
(Originalgetreu);

Na dann mach’s doch manuell !!

Das Problem mit der automatischen Aussteuerung ist leider normal und erzeugt die von dir beschriebenen „Verzerrungen“ welche als „Pumpen“ bezeichnet werden.
Das Problem ist, dass die AGC ( A utomatic G ain C ontrol) oder der „Dynamik-Kompressor“ wie diese Schaltung auch genannt wird, für Musik nicht richtig funktionieren kann, weil zuviele, wiedersprüchliche Bedingungen erfüllt werden müssen.
Für Sprache funktioniert das ganz gut und hat dort auch seinen Sinn aber für Musik funktioniert es nicht.

Die Funktionsweise ist folgende:
Die Ausgangsspannung der Verstärkerstufe wird gemessen und die Verstärkung so geregelt, dass der Ausgangspegel konstannt ist.
Wenn du das jetzt so machst, dann hast du eine Gleichspannung am Ausgang, da diese Schaltung ja sofort alle Eingangsspannungs-Schwankungen ausgleicht.
Dein Eingangs-Signal besteht aber aus Spannungsschwankungen, welche proportional zu den Luftdruckänderungen sind, welche die hörbaren Töne darstellen.
Aus diesem Grunde, musst du jetzt noch zwei Verzögerungszeiten einbauen, mit der einen wird das Verringern der Verstärkung verzögert (wenn also ein Ton einsetzt; diese wird Attacktime genant) und eine Zweite mit welcher gesteuert wird wie schnell die Verstärkung vergrössert wird (Wenn kein Signal vorhanden ist; wird Release- oder Recover-time genannt).

Ich hoffe du konntest bis hierher folgen, jetzt kommen wird zu den Probemen aber zuerst noch zwei Definitionen:

Dynamik:
Hiermit wird das Verhältnis von der leisesten zur lautesten Stelle bezeichnet. Bei der analogen Bandaufzeichnung wird die Dynamik nach oben hin durch die Sättigung der Magnetisierung begrentzt und nach unten hin durch das Bandrauschen, wenn dein Signal kleiner als das Rauschen wird kannst du es nicht mehr höhren da es vom Rauschen übertönt wird. Bei guten Bändern ist dieser Abstand ca. 60 dB, dein Ohr liegt bei etwa 110 dB.

Störspannungsabstand:
Die ist das Verhältnis zwischen dem Rauschen und anderer nicht zum Nutzsignal gehörenden Signale und dem Nutzsignal.

Jetzt zu den Wiedersprüchen:
Bei Musik wir Übersteuern vor allem zuerst bei den hohen Tönen wargenommen. Aus diesem Grunde sollte die Attacktime möglichst kurz sein, so einige 100stel Sekunden. Nun hast du aber das Problem, dass die tiefen Töne (z.B. Paukenschläge) sich im 10tel Sekundenbereich abspielen und somit schon ausgeregelt werden, was sich als pumpen bemerkbar macht.
Der andere Trick wäre natürlich einfach nicht sehr hoch Auszusteuern, dann hast du genug Reserve falls eine laute Stelle kommt, aber dann ist der Störspannungsabstand kleiner und dann stört das Rauschen.
Die einzige Lösung wäre wenn man das Signal 0.1 bis 1 Sekunde zwischenspeichern würde um es analysieren zu können und anschliesend die Verstärkung zu bestimmen. Das hat aber den Nachteil, dass dieser Zwischenspeicher eine sehr hohe Dynamik haben muss und das macht es dann wieder teuer.
Es macht dann mehr Sinn dieses Geld in digitale Aufzeichnungsverfahren wie CD, MD oder DAT zu investieren, zumal diese eine wesentlich höhere Dynamik haben.

Ich hoffe dir ist jetzt einiges klarer geworden.

MfG Peter(TOO)

P.S. In der Studiotechnik wird nach wie vor von Hand gepegelt. Dynamikkompressoren werden nur als Effektgeräte benutzt umd z.B. Pauken „härter“ tönen zu lassen.

Danke!
Danke für deine ausführliche Antwort!

Hieraus wird unter anderem meine Veralgemeinerung und die somit gerechtfertigte Äusserung Xtal’s belegt;

Gruß und Dank, LEther