Mir fällt da gerade eine Geschichte ein, die sich vor etwa unendlich vielen Jahren ereignete, als ich am Hilbert-Hotel vorbeischlenderte.
Eigendlich wollte ich mich dort nicht aufhalten, aber der außergewöhnliche Tumult veranlasste mich doch mal nachzuschauen was passiert ist. Abgesehen davon, daß ich nasse Füße bekam, fiel mir zunächst nichts auf. Das allerdings war aber das Problem, was mir einer der unendlich vielen Angestellten bestätigte. Durch das letzte Erdbeben muß der Brunnen, der im Foyer stand gelitten haben.
Die Katastrophe: Das Fassungsvermögen des Brunnens war plötzlich ENDLICH und unendliche Wassermassen, die der Brunnen beinhaltete ergossen sich nun im Hotel. Ein Untersuchungsausschuß kam auf die Idee den Brunnen mit Gips auszugiesen, um an der Form festzustellen, wie nun der Brunnen beschaffen sei. Gesagt, getan. Es wurde ein unendlich harter Gips gekauft (Nebenbei war die ENDLICHE Menge Gips unendlich teuer, da man einen unendlichen Mindermengenzuschlag zahlen mußte). Den Gipsabdruck zog man mit einem unendlich großen Kran hinaus.
Da sich der Gips hinausziehen ließ, folgerte man, daß es im Brunnen keine größeren Deformierungen gab. Nach den Erkenntnissen, die man schließlich über den Gipsabdruck gewann, schien der Brunnen in Ordnung zu sein. Man stellte fest, dass jeder horizontale Schnitt (durch die Gipsform) eine Kreisfläche ergab und jeder vertikale Schnitt durch den Kreismittelpunkt eine Schnittfläche, deren Flächeninhalt unendlich groß war.
Man fragte einige Mathematiker im Hilbert-Hotel. Aber deren unendliche Arroganz ließ es nicht zu, Antworten zu geben. Man wolle schließlich nicht ENDLICH viel Zeit für unendliche Subtrivialitäten verschwenden.
Wie könnte also der „defekte“ Brunnen ausgesehen haben ?
mit unendlich freundlichen Grüßen
Frank