Hallo Norah,
also erst mal, Katze und Kater kann und sollte man nicht vom Gewicht her
vergleichen; ist auch wie beim Menschen, der eine hat halt etwas mehr, dafür
verwertet der andere das Futter auch anders…
zweitens, Katzen sollte man nicht auf Diät in Form von weniger fressen halten;
mein einer Kater hatte auch ein „Kampfgewicht von 7.5kg“; er ist ein
Trockenfutterfreak, allerdings musste ich das ändern, weil er vom TroFu
Harngrieß bekam und nur noch spezielles TroFu fressen darf. Davon hat er
zugenommen; also habe ich jetzt nur noch Dosenfutter, möglichst ohne Gelee (das
setzt nämlich bei vielen Katzen extrem an) und ich füttere auch öfters DoFu,
welches die beiden Kerle nicht so gerne fressen.
Dabei muss ich natürlich auch auf alles Mögliche achten, weil dann habe ich
immer definitiv 2 Diebe im Haus
) aber von reinem Diätfutter zum Abnehmen
halte ich persönlich eigentlich (bei Katzen) nichts!
habt ihr mal eine Blutuntersuchung machen lassen vom Kater???
liebe Grüße
Martina
Hallo liebe Experten,
nein, der Kater verhungert natürlich nicht. Im Gegenteil: Er
ist zu dick. Aber ER denkt, er verhungert. Und das macht einen
… naja, wahnsinnig
Es ist so: Wir haben 2 Katzen, bzw. einen Kater (ich nenn ihn
jetzt mal „Dickie“) und eine Katze. Die Katze ist dünn,
geschmeidig, zickig. Sie frisst bei weitem nicht alles und
immer. Damit Dickie ihr nicht alles wegfrisst, hat sie ihr
ganz persönliches Trockenfutter-Depot oben auf einem Schrank.
Da schaffts Dickie nämlich nicht hin.
Ok, Dickie: Dickie ist etwa 1,5 Jahre alt und war schon immer
ein bißchen dick. Wir haben ihn von einer Familie, bei der
übergangweise immer wieder bis zu 20 Katzen gewohnt haben.
Damals haben wir ihn und seine beiden Brüder mit 12 Wochen
gesehen und er war einfach ein bißchen größer als die anderen
- wir dachten gesünder, in Wirklichkeit war er wohl eher nur
dicker…
Jedenfalls hat er dadurch, dass er mit all diesen anderen
Katzen zusammen war, vermutlich einen extremen Futterneid
aufgebaut.
Das äußert sich dann zB so: Er und die Katze bekommen
Nassfutter, nebeneinander, aus zwei Schälchen. Sie hört
irgendwann auf, weil sie satt ist. Dann rennt er schnell zu
ihrem Schälchen und frisst da die Reste auf bevor er seine
Portion auffrisst.
Auch sonst ist nicht viel vor ihm sicher: Wenn es sein muss,
verschlingt er auf der Jagd nach Krapfen oder Kuchen ganze
Bäckertüten, er wälzt sich in Feldsalat und knabbert im
Vorbeigehen auch mal am Gemüse in der Küche. Besonders lecker
scheint altes Fett in Bratpfannen zu sein. (Ja wir versuchen
das zu verhindern, aber er ist leider nicht ganz blöd und
überrascht immer wieder…)
Ok, der Kater ist klein und wiegt 5 kg und hat eine
„Raubtierwamme“ und zuviel subkutanes Fett. Sagt der Tierarzt.
Und auch, dass Katzen sehr langsam abnehmen.
Unser Diätplan (Ja, wir sind furchtbar dressiert, er hat
seinen eigenen Plan):
Morgens gibts ein halbes Säckchen Nassfutter (+ wenn wir nicht
schnell genug sind, die Reste der Mitbewohnerin), mittags dann
etwa die Hälfte der „üblichen“ Menge an Trockenfutter (Royal
Canin für dicke Tiere), und abends nochmal nen halben Beutel
Nassfutter.
Soweit der Plan.
Die Realität:
Zwischen 5 und viertel nach 6 beginnt Dickie mich durch
gezielte Sprünge auf Blase, Brust und Magen zu wecken. Bewege
ich mich, werden meine Augenbrauen abgeschleckt als Zeichen,
dass ich jetzt doch mal Essen machen sollte. Das Spiel zieht
sich so fort bis etwa halb 7, da läutet der Wecker. Dann rennt
Dickie los Richtung Küche, den Bauch lässig links und rechts
schwingend. Durch lautes Zurufen versucht er, die
Beutelöffnung voranzutreiben.
Nach dieser ersten Fütterung kümmere ich mich schnell um meine
Hygiene und verlasse gegen viertel vor acht das Haus. Mein
Freund schläft bis etwa 13h, er arbeitet nämlich nachts. Die
Schlafzimmertür muss wegen der Katze offen sein (Vielleicht
erinnert sich jemand:
/t/verliebte-katze-sclaflose-naechte/4321396
archived=1;sr=OR0C10P0002TH0000DBaf)
Ab etwa halb 9 verhungert Dickie dann wieder. Er hüpft dann
statt auf mir auf meinem Freund rum. Ewig. Aussperren bringt
nix, dann kann nämlich die Katze innen ja nicht mehr raus, und
außerdem kratzt und maunzt er dann stundenlang an der
Schlafzimmertür. Für meinen Freund ist es zu diesem Zeitpunkt
quasi 2h morgens. Er steht also auf und wirft Dickie ein paar
Brocken seiner Portion Trockenfutter hin. Dann ist Ruhe bis
etwa 10/halb 11. Da geht das Spiel von vorne los. Um 12
nochmal.
Tut man ihm gleich morgens alles hin (Nassfutter und
Trockenfutter), freut er sch zwar, hat das aber um halb 9
wieder vergessen.
Wir versuchen, ihm abends erst um 8 halb 9 Futter zu geben und
hoffen so, die Zeitspanne bis zur morgendlichen Weckung ein
wenig dehnen zu können, aber so recht klappt das nicht. Außer
man möchte sich nicht unterhalten, sondern lieber dem
gequälten Gemaunze zuhören. Und selber essen geht auch nicht
recht. Und jedesmal wenn man sich bewegt fetzt Dickie los in
Richtung Küche…
Habt Ihr ne Idee wie wir unsere Nerven schonen, Dickie
trotzdem abnehmen und mein Freund wieder durchschlafen kann?
(Nein, er kann Dickie nicht ignorieren, er ist übernächtigt
und will schlafen und Dickie versteht sich vorzüglich darauf,
das auszunutzen. Zudem hat er eine gewisse sture Ader…)
Nur so zur Info: Die Futtermenge, die er laut Plan bekommt,
ist mit dem Tierarzt abgestimmt und völlig ok. Sie sollte
eigentlich nicht zu diesen Auswüchsen führen. Und es sich zum
Glück um einen Kater handelt, kann man ja auch nicht wirklich
sagen, wir hätten ihn schlecht erzogen. (Er, im Gegensatz, hat
uns recht gut erzogen…)
Danke,
NORah
P.S.: Abgenommen hat er auch nix…