Kater will weg

Guten Mittag!

Ich habe neuerdings ein Problem mit meinem Kater.
Zur Übersicht ein paar Schlagzeilen :smile:

Er ist 2 Jahre alt, lebt mit seiner Schwester zusammen
Sie sind beide längst kastriert
Sie haben zur Verfügung: Eine ca. 50 qm - Wohnung
Tagsüber dürfen sie in den Garten (auch noch mal so ca. 100 qm, mit Bäumen, Holz, Kompost etcetc.)…
Der Garten ist rundum zu. Schuppen/ Haus-Mauern oder Zaun. Mein Kater hat zu Anfang mal versucht, über das Schuppen - Flachdach auf den Nebenan - Parkplatz zu springen, aber nach zwei Wochen Gleichimmerwiederzurück - Holen ist er nicht mehr dort hingegangen.

Ich lasse beide morgens raus und rufe sie gegen 19 Uhr wieder rein.
Das mit dem Freigang ist seit ca 4 Monaten so und hat toll geklappt.

Nun lasse ich die beiden morgens mal raus - und der Kater läuft wie ein Verrückter den Zaun entlang, er will unbedingt auf diesen Parkplatz. Ich dachte erst: Lockstoffe oder so? Aber es sieht nicht so aus. Die Katze hat kein Interesse, dort hinzugehen.

Der Kater aber - er haut ununterbrochen über das Dach ab. Ich kann ihn keine 10 Minuten rauslassen - schon verschwindet er auf diesen Parkplatz! Und er lässt sich natürlich immer schwerer einfangen. Ich habe ein Mal geschaut, was er dort tut - er schnüffelt an den Autos, wälzt sich im Staub und will dann Richtung Straße weiter.

Der Parkplatz ist groß, die Leute fahren nicht grade sanft dort, und daran angrenzend sind Straßen und ein Garten mit Wachhund. Also: Alles nix für den Kater!
Aber er will und haut ab.
So sperre ich ihn seit einer Woche immer ein. Und weil ich den armen Kerl nicht allein einsperren mag, sperre ich die Katze, die so gern drau0ßen schläft, mit ein.
Mann! Alles blöd, alles Frust, sie tun mir Leid, ich hab keine Idee! Ich kann doch nicht das ganze Dach absperren!??

Habr ihr irgend eine Idee? Oder irgendweinen handwerklichen Kniff?

*jammer* :frowning:

Einigermaßen verzweifelt grüßend

Peter

Hi,

Habr ihr irgend eine Idee? Oder irgendweinen handwerklichen
Kniff?

ich kann das Problem verstehen - Katzen haben die Eigenart (wie die Menschen …), das zu wollen, was sie nicht kriegen können. „Wie, die Tür ist zu, das geht nicht, *heuljammer*“ - sobald die Tür auf ist, interessiert es nicht mehr. Ähnlich wird es mit eurem Garten sein, der Kater fühlt sich trotz Freigang eingesperrt.

So wie du den Garten beschreibst, wären evtl. Aufsätze möglich?! Es gibt diverse Möglichkeiten, einen Garten (besonders, wenn er Mauern/Zäune als Begrenzung hat), „ausbruchsicher“ zu gestalten. Schau zB mal hier:

http://www.catfence.de/

Oder such mal hier im Archiv, das Thema gab es schon häufiger!

Viel Erfolg
Cess

Keine Ahnung was in den Tieren so manchmal vor sich geht, aber irgendwie solltest Du den Garten dann dicht machen, wenn Du das jähe Ende Deines Katers nicht hinnehmen willst.

Irgendwo habe ich mal gesehen, dass jemand mit Strom gearbeitet hat, um seine Katzen im Zaum zu behalten - Prinzip Weidezaun, nur viel feiner.

Er ist 2 Jahre alt, lebt mit seiner Schwester zusammen
Sie sind beide längst kastriert
Sie haben zur Verfügung: Eine ca. 50 qm - Wohnung
Tagsüber dürfen sie in den Garten (auch noch mal so ca. 100
qm, mit Bäumen, Holz, Kompost etcetc.)

Hallo!
War bei uns so ähnlich, als wir vor drei Jahren aus einer Wohnung in Häuschen mit Garten gezogen sind. Natürlich hatten wir Angst um die - handaufgezogenen - Katzen, die bisher nur Wohnung & Balkon kannten. Was haben wir nicht angestellt, um den Garten katzenbausbruchsicher zu machen. Vor lauter Draht spannen haben mir die Finger geblutet. Wir dachten auch, der Garten ist wirklich groß, ca. 900 qm, das müsste ihnen doch genügen. Dann die Erkenntnis: Wenn wir nicht in einem zweiten Guantanamo leben wollen, lassen sich die Katzen nicht daran hindern, auf und davon zu gehen. Lini Katze hat tagelang nur einmal hier, einmal dort im Gras gelegen und beobachtet und kalkuliert, bis alle Schlupflöcher und Fluchtwege in ihrem Gehirn gespeichert waren, dann ist sie losgezogen, um praktische Erfahrungen zu sammeln. Toby Kater gab sich länger uninteressiert, bis er irgendwann ihren Spuren gefolgt ist. Mittlerweile haben sie sich das Revier aufgeteilt, einer geht nach rechts, der andere nach links, dann wird getauscht und sie kommen von den entgegengesetzten Seiten wieder nach Hause :smile:Natürlich haben wir die Maschendrähte und Verbretterungen längst wieder abgebaut.

Zwar wohnen wir in einer ruhigen Gegend, aber was will das heißen: An der Mündung der Sackgasse liegt eine Grundschule und mehrmals tägl. brausen in beachtlichem Tempo die Kinder-bringenden Mütter und Väter in das Sträßchen hinein, wenden in jeder versehentlich offengebliebenen Einfahrt, öfter mal unter Touchierung von Mauern und Hecken und brausen wieder hinaus. Auch die Anwohner der beschaulichen Gasse nutzen dieselbe gern als Rennbahn.

Inzwischen ist Linchen einmal angefahren worden, zweimal von Katern schlimm gebissen, auch Kater Toby trug eine angeknackste Wirbelsäule davon, Prellungen und Stauchungen. Er hat zudem bei einem Nachbarn die Küche aufgemischt und Geschirr zerschlagen, beim anderen steigt er durchs Schlafzimmerfenster ein und legt sich in die Betten :smile: Zum Glück haben die Leute Humor. Ich schlafe auch nach inzwischen drei Jahren noch sehr schlecht, d.h. mit einem Ohr lausche ich immer nach draußen, und ich habe immer Angst, dass ihnen etwas zustößt. (Genau wie bei meiner Tochter, als sie ganz frisch Führerschein & Auto hatte :smile: Bedenke ich andererseits, wie interessant es für sie sein muss, das Stöbern und Wittern und Jagen und Erkunden, wie herrlich das wohlige Wälzen in Staub und Gras, was sie alles lernen und ihre Sinne schärfen, dann ist es vielleicht das Risiko wert?

Langen Geschwätzes kurzer Sinn: Vielleicht muss man auf ihr Lernvermögen vertrauen, gekoppelt mit einem Quentchen Glück, und sie gewähren lassen. Dass der Kater auf den Parkplatz will und sich da wälzt, könnte - ob kastriert oder nicht - mit anderen Katern zusammenhängen, die sich dort herumtreiben und ihre Duftmarken verteilen. Unwiderstehlich, sowas. Auch unser Kater ist längst kastriert und trotzdem in heller Aufregung wegen eines schwarzen „aktiven“ Konkurrenten, der hier aufgetaucht ist. Unermüdlich läuft er herum und „spraddelt“, wo der andere markiert hat. Stinkt vom kastrierten Kater nicht ganz so schlimm - Gott sei Dank! -, aber der In-Stinkt *g* bleibt erhalten.

Was immer du tust - ich wünsche dir und den Viecherln alles Gute!

Herzlich,
Eva