Katholische Hochzeit möglich?

Hallo!

Analog zu der Diskussion ums Heiraten in evangelischen Kirchen möchte ich fragen, ob ich katholisch getraut werden kann.

Mein Freund ist Engländer und römisch-katholisch (an sich eine sehr seltene Konstellation :wink: ). Ich bin aus der Kirche ausgetreten, weil meiner Meinung nach zuviel Geld an die deutche katholische Kirche geht. Mein Freund muss keinen Cent (!!) an die Kirche abtragen. Er verdient sein Geld in den Niederlanden . Als ob das nicht schon kompliziert genug wäre, mache ich mir jetzt Gedanken, ob wir kirchlich heiraten können.

Ich will ganz ehrlich sein, ich bin bekennender Atheist, aber den Flair, den einem eine katholische Kirche bieten kann, gibt es auf dem Standesamt einfach nicht.

Können wir in Deutschland katholisch getraut werden?

Auch wenn ich nicht glaube, dass jemand das hier wirklich beantworten kann, versuche ich es einfach mal…

Moin,

auch wenn ich es ziemlich inkonsequent finde, als bekennender Atheist kirchlich heiraten zu wollen, denke ich nicht, daß das allzu problematisch sein dürfte.
Ihr seid beide katholisch getauft, wenn ich das richtig verstanden habe - das ist die Grundvoraussetzung.
Jetzt müßt ihr nur noch einen Pfarrer finden, der bereit ist, eine Ausgetretene zu trauen. Wenn sich nur Pfaffen finden, die auf einen Wiedereintritt bestehen, ist das aber auch kein besonderer Aufwand. Dann trittst du eben wieder in die Kirche ein und unmittelbar nach der Trauung wieder aus. Das kostet dann zwar ein paar Euro Gebühren beim Standesamt (Austritt - Eintritt glaube ich, geht über das Pfarramt), die Kosten sind aber wirklich marginal verglichen mit dem, was die Hochzeit kosten wird :wink:.

Gruß
L.

P.S.: Ich habe auch schon gesehen, daß ein katholischer Pfarrer eine Katholikin mit einem Anglikaner verheiratet hat, nur so btw.

das ehesakrament kannst du als nicht-katholikin nicht kriegen. es ist verboten.

es gibt aber pfarrer, die segnen eine ehe zwischen einem katholiken und einem andersgläubigen. es findet ein gottesdienst statt, das brautpaar steht vorn, aber statt dem ehesakrament (unauflöslichkeit usw.) gibt es einen segen (quasi „gott und die gemeinde wünschen euch alles gute“). das ist für jemanden, der auf nicht vielen hochzeiten war, wahrscheinlich gar nicht mal von einer „echten“ hochzeit zu unterscheiden.

ob das der pfarrer der gemeinde, in der ihr hochzeit halten wollt, macht, kann nur ein gespräch klären. manche pfarrer lehen dies nämlich ab. dein partner soll deutlich machen, daß ihm etwas an dem segen der kirche liegt.

Hallo Stephanie!

  • Ich denke, die sicherste Antwort bekommt Ihr durch Fragen eines oder gegebenenfalls mehrerer Pfarrer (wenn denn der erste nicht will). In der Regel ist es so, daß die katholische Kirche ihrem Mitglied nicht verweigern wird, es zu trauen, auch wenn der Partner nicht katholisch ist. (Er sollte vielleicht nicht sagen, daß er die katholische Kirche und alles was damit einher geht, doof findet, aber ansonsten…). Soviel an „echter“ Antwort.

Und nun noch ein bißchen Meinung, eine Idee - soll nur zum Nachdenken anregen.
Ich bin selbst katholisch, hab meinen evangelischen Mann vor gut einem Jahr „ökumenisch-evangelisch“ geheiratet und mir war das wichtig: Nicht wegen des schönen Ambientes, sondern weil ich Gottes „offiziellen“ Segen haben wollte… Ich hab mich vor der Hochzeit lange und breit mit dem Thema auseinander gesetzt, viele andere heiratende Mädels kennengelernt (www.braut.de) und viele getroffen, die nur wegen des Ambientes und des weißen Kleides wegen kirchlich heiraten wollten und das auch getan haben. Sogar solche, die mal eben schnell wieder eingetreten sind, um hinterher wieder aus der Kirche auszutreten. Für die Taufe geht’s dann wieder in die Kirche, hinterher wieder raus und wenn das Leben irgendwann absehbar zuende geht wieder rein… Ich gebe zu, daß ich das immer ein wenig heuchlerisch empfunden habe. Entweder ich kann mich mit meinem Glauben, welcher Art auch immer, ohne Kirche arrangieren - dann kann ich auch ohne heiraten, Kinder kriegen und sterben. Oder ich will genau das eben nicht, und dann bleibe ich in der Kirche…

Es gibt im Übrigen für erstere Fälle auch Alternativen: Nennen sich freie Theologen und trauen Dich, wo immer Du willst mit einer kirchenähnlichen (oder auch nicht, je nach Wunsch) Zeremonie, die dann genau auf Euch beide zugeschnitten ist… Für mich wär das nix gewesen, aber ich fand das immer allemal konsequenter und schöner als das Ein-und Wiederaustreten, wenn man eben gar nix mit der Kirche am Hut hat… Vielleicht wär das ja was für Euch - google spuckt sicher was aus, ansonsten gibt’s auf der Seite, die ich oben erwähnt hab, glaube ich, auch Links und evtl. sogar Erfahrungsberichte…

Grüße und trotz unterschiedlicher Meinung viel Spaß beim Heiraten…
Kari

Hallo Stephanie.

Ich denke nein! Ich habe schon von evangelischen Pfarrern gehört, die solche Trauungen vornehmen, aber noch nie von katholischen.
Außerdem finde ich es auch sehr merkwürdig, nur wegen dem Flair der kirchlichen Zeremonie kirchlich heiraten zu wollen. Das halte ich - sorry! - schlicht für Heuchelei. Du versprichst in einer kirchlichen Trauung, dass du mit Gottes Hilfe deine Ehe führen willst. Kannst du das wirklich,wenn du dich für eine Atheistin hälst? Ist das nicht verlogen vor dir selber, vor der Kirche, vor deinem Mann? Diese Fragen solltest du dir unbedingt stellen. Es gibt viele Möglichkeiten, eine Ehe außerhalb eines Standesamtes originell, festlich und unvergesslich zu feiern. Dazu muss nicht unbedingt eine Kirche her.
Hier tritt meines Erachtens genau der Fall ein, den viele Leute nicht im Auge haben, wenn sie aus der Kirche austreten. Geld sparen, aber auf bestimmte Dinge nicht verzichten wollen. Austritt mit Konsequenz und die kirchliche Eheschließung ist eine davon.
Tut mir leid, wenn ich dich hier so massiv kritisiere. Ich hoffe, du verstehst, was ich meine. Aber vor einer kirchlichen Eheschließung gibt es eine Menge Fragen, die man sich stellen sollte.
In diesem Sinne wünsche ich dir Erfolg auf der Suche nach einer festlichen Hochzeit, die ich dir von Herzen gönne.

Grüße
Corinna

Hallo Stephanie,

gefunden auf
http://www.hamburghochzeit.de/Kirche/Katholisch/haup… :

‚Ist ein Partner „verschieden denkend“, also konfessionslos oder aus der Kirche ausgetreten, wird Sie Ihr Pastor auf Besonderheiten aufmerksam machen und die bischöfliche Genehmigung einholen.‘

Soweit ich weiß ist vor einer kirchlichen Trauung ein Traugespräch mit dem Priester notwendig (i.d.R. einige Monate im Voraus). Spätestens da wird sich herausstellen, ob es für eine kirchliche Eheschließung in eurem konkreten Fall Hindernisse gibt.

Aber mal ehrlich: wenn du erklärst mit Religion nix am Hut zu haben und die Trauung nur wegen dem schicken Brimborium haben möchtest, wirst du es vermutlich schwer haben einen Priester zu finden, der da mitmacht.

Grüße
Wolfgang

Sakrament auch für Nicht-Katholiken!

das ehesakrament kannst du als nicht-katholikin nicht kriegen.
es ist verboten.

Das stimmt nicht. Entscheidend ist, wie die Ehe und vor allem die Erziehung der Kinder laufen wird. Das muss dann allerdings katholisch sein. Aber niemand ist gezwungen seine Religion/Konfession zu verlassen.

Übrigens gibt es, auch wenn das einige geschrieben haben, keine katholische oder evangelische Taufe; die ist christlich-allgemein. M.W. bestehen nur die Kopten auf einer eigenen Taufe, falls ein Christ dahin konvertieren will.

Andreas

haste räscht!

das ehesakrament kannst du als nicht-katholikin nicht kriegen.
es ist verboten.

Das stimmt nicht. Entscheidend ist, wie die Ehe und vor allem
die Erziehung der Kinder laufen wird. Das muss dann allerdings
katholisch sein. Aber niemand ist gezwungen seine
Religion/Konfession zu verlassen.

du hast recht: es steht auf http://www.erzbistum-koeln.de/opencms/opencms/seelso…

Hallo Stephanie.

Ich denke nein! Ich habe schon von evangelischen Pfarrern
gehört, die solche Trauungen vornehmen, aber noch nie von
katholischen.
Außerdem finde ich es auch sehr merkwürdig, nur wegen dem
Flair der kirchlichen Zeremonie kirchlich heiraten zu wollen.
Das halte ich - sorry! - schlicht für Heuchelei.

ist es auch!

Du versprichst in einer kirchlichen Trauung, dass du mit Gottes
Hilfe deine Ehe führen willst. Kannst du das wirklich,wenn du
dich für eine Atheistin hälst? Ist das nicht verlogen vor dir
selber, vor der Kirche, vor deinem Mann? Diese Fragen solltest
du dir unbedingt stellen.

Mein Freund hat auch keinen Glauben…

Es gibt viele Möglichkeiten, eine
Ehe außerhalb eines Standesamtes originell, festlich und
unvergesslich zu feiern. Dazu muss nicht unbedingt eine Kirche
her.
Hier tritt meines Erachtens genau der Fall ein, den viele
Leute nicht im Auge haben, wenn sie aus der Kirche austreten.
Geld sparen, aber auf bestimmte Dinge nicht verzichten wollen.
Austritt mit Konsequenz und die kirchliche Eheschließung ist
eine davon.

Wenn ich jetzt mal ausrechnen darf. gehen wir mal davon aus, zwei Singles mit mittlerem einkommen zahlen jeden Monat 50 €. Das macht dann in 50 Jahren (Renteneintritt bei ca. 65) ca. 60.000 €. Zwar gibt es nach der Hochzeit eine andere Besteuerung, dafür erhöht sich im Normalfall aber das Geld.
Ich finde die Belastung für eine einzelne Familie einfach zu groß, sorry. Selbst wenn ich gläubig wäre, würde ich mir das überlegen…

Tut mir leid, wenn ich dich hier so massiv kritisiere.

Ich habe kein Problem mit Kritik und auch damit gerechnet :wink:

Ich
hoffe, du verstehst, was ich meine. Aber vor einer kirchlichen
Eheschließung gibt es eine Menge Fragen, die man sich stellen
sollte.
In diesem Sinne wünsche ich dir Erfolg auf der Suche nach
einer festlichen Hochzeit, die ich dir von Herzen gönne.

Danke, wird noch dauern :wink:

Grüße
Corinna

Hallo Stephanie!

  • Ich denke, die sicherste Antwort bekommt Ihr durch Fragen
    eines oder gegebenenfalls mehrerer Pfarrer (wenn denn der
    erste nicht will). In der Regel ist es so, daß die katholische
    Kirche ihrem Mitglied nicht verweigern wird, es zu trauen,
    auch wenn der Partner nicht katholisch ist. (Er sollte
    vielleicht nicht sagen, daß er die katholische Kirche und
    alles was damit einher geht, doof findet, aber ansonsten…).
    Soviel an „echter“ Antwort.

Und nun noch ein bißchen Meinung, eine Idee - soll nur zum
Nachdenken anregen.
Ich bin selbst katholisch, hab meinen evangelischen Mann vor
gut einem Jahr „ökumenisch-evangelisch“ geheiratet und mir war
das wichtig: Nicht wegen des schönen Ambientes, sondern weil
ich Gottes „offiziellen“ Segen haben wollte… Ich hab mich
vor der Hochzeit lange und breit mit dem Thema auseinander
gesetzt, viele andere heiratende Mädels kennengelernt
(www.braut.de) und viele getroffen, die nur wegen des
Ambientes und des weißen Kleides wegen kirchlich heiraten
wollten und das auch getan haben. Sogar solche, die mal eben
schnell wieder eingetreten sind, um hinterher wieder aus der
Kirche auszutreten. Für die Taufe geht’s dann wieder in die
Kirche, hinterher wieder raus und wenn das Leben irgendwann
absehbar zuende geht wieder rein… Ich gebe zu, daß ich das
immer ein wenig heuchlerisch empfunden habe. Entweder ich kann
mich mit meinem Glauben, welcher Art auch immer, ohne Kirche
arrangieren - dann kann ich auch ohne heiraten, Kinder kriegen
und sterben. Oder ich will genau das eben nicht, und dann
bleibe ich in der Kirche…

Ich möchte nur heiraten, meine Kinder sollen selbst entscheiden können, ob und wie sie an Gott glauben wollen.

Es gibt im Übrigen für erstere Fälle auch Alternativen: Nennen
sich freie Theologen und trauen Dich, wo immer Du willst mit
einer kirchenähnlichen (oder auch nicht, je nach Wunsch)
Zeremonie, die dann genau auf Euch beide zugeschnitten ist…
Für mich wär das nix gewesen, aber ich fand das immer allemal
konsequenter und schöner als das Ein-und Wiederaustreten, wenn
man eben gar nix mit der Kirche am Hut hat… Vielleicht wär
das ja was für Euch - google spuckt sicher was aus, ansonsten
gibt’s auf der Seite, die ich oben erwähnt hab, glaube ich,
auch Links und evtl. sogar Erfahrungsberichte…

Das mit dem freien Theologen ist wirklich eine super Idee, ich kannte nur die freien Redner von Beerdigungen. Da werd ich mich mal drüber informieren. DANKE

Grüße und trotz unterschiedlicher Meinung viel Spaß beim
Heiraten…
Kari

Na dann hoffe ich, dass er gut lügen kann… Nein ehrlich, ich finde die Idee mit dem freien Redner / Theologen sowieso besser…

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Moin,

auch wenn ich es ziemlich inkonsequent finde, als bekennender
Atheist kirchlich heiraten zu wollen, denke ich nicht, daß das
allzu problematisch sein dürfte.

Ihr seid beide katholisch getauft, wenn ich das richtig
verstanden habe - das ist die Grundvoraussetzung.

Ich bin getauft, nicht katholisch getauft. Ich war mal evangelisch, bin aber konvertiert, weil ich in der katholischen Kirche hoffte, meinen wahren Glauben zu finden. Hat aber nicht geklappt…

Jetzt müßt ihr nur noch einen Pfarrer finden, der bereit ist,
eine Ausgetretene zu trauen. Wenn sich nur Pfaffen finden, die
auf einen Wiedereintritt bestehen, ist das aber auch kein
besonderer Aufwand. Dann trittst du eben wieder in die Kirche
ein und unmittelbar nach der Trauung wieder aus. Das kostet
dann zwar ein paar Euro Gebühren beim Standesamt (Austritt -
Eintritt glaube ich, geht über das Pfarramt), die Kosten sind
aber wirklich marginal verglichen mit dem, was die Hochzeit
kosten wird :wink:.

Ich weiß das der Austritt aus der Kirche kein Geld kostet… Ich bin nämlich schon aus zwei Kirchen ausgetreten, siehe weiter oben…

Aber für alle Gläubigen: Ich werde wohl einen freien Theologen, Redner was auch immer nehmen. Aber das mit der Kirchensteuer finde ich dennoch ziemlich übertrieben… seht in andere Länder, da gibt es die Kirchen auch ohne so teure Beiträge…

Gruß
L.

P.S.: Ich habe auch schon gesehen, daß ein katholischer
Pfarrer eine Katholikin mit einem Anglikaner verheiratet hat,
nur so btw.

Moin,

Ich bin getauft, nicht katholisch getauft. Ich war mal
evangelisch, bin aber konvertiert, weil ich in der
katholischen Kirche hoffte, meinen wahren Glauben zu finden.
Hat aber nicht geklappt…

Okay, mit „katholisch getauft“ meinte ich, einmal dem katholischen Glauben angehörig gewesen.

Ich weiß das der Austritt aus der Kirche kein Geld kostet…
Ich bin nämlich schon aus zwei Kirchen ausgetreten, siehe
weiter oben…

Dann hast du ein sehr günstiges Standesamt. Bei mir hat das damals 40DM gekostet.

Gruß
L.

Hallo Stephanie,
ich würde mir an deiner Stelle die ganze Heiratsgeschichte nochmal gut überlegen.
Wenn es dir nur ums Brimborium geht (schönster Tag im Leben…usw) solltest du vielleicht überhaupt lieber nur so tun, als würdest du heiraten, mit allem drumrum, da findet sich sicher eine gute Idee.
Damit sparst du dir dann nicht nur Kirchensteuer sondern auch die Kosten für die Scheidung.
So wird der ganze Hochzeits-Event zum riesen Fun-Spektakel ohne Konbsequenzen…
rät
Heidi
(die vom Heiraten generell nicht viel hält und lieber freiwillig bei ihren Schatz bleibt :wink:)

Hallo Stephanie.

Ich denke nein! Ich habe schon von evangelischen Pfarrern
gehört, die solche Trauungen vornehmen, aber noch nie von
katholischen.
Außerdem finde ich es auch sehr merkwürdig, nur wegen dem
Flair der kirchlichen Zeremonie kirchlich heiraten zu wollen.
Das halte ich - sorry! - schlicht für Heuchelei.

ist es auch!

Du versprichst in einer kirchlichen Trauung, dass du mit Gottes
Hilfe deine Ehe führen willst. Kannst du das wirklich,wenn du
dich für eine Atheistin hälst? Ist das nicht verlogen vor dir
selber, vor der Kirche, vor deinem Mann? Diese Fragen solltest
du dir unbedingt stellen.

Mein Freund hat auch keinen Glauben…

Es gibt viele Möglichkeiten, eine
Ehe außerhalb eines Standesamtes originell, festlich und
unvergesslich zu feiern. Dazu muss nicht unbedingt eine Kirche
her.
Hier tritt meines Erachtens genau der Fall ein, den viele
Leute nicht im Auge haben, wenn sie aus der Kirche austreten.
Geld sparen, aber auf bestimmte Dinge nicht verzichten wollen.
Austritt mit Konsequenz und die kirchliche Eheschließung ist
eine davon.

Wenn ich jetzt mal ausrechnen darf. gehen wir mal davon aus,
zwei Singles mit mittlerem einkommen zahlen jeden Monat 50
€. Das macht dann in 50 Jahren (Renteneintritt bei ca.
65) ca. 60.000 €. Zwar gibt es nach der Hochzeit eine
andere Besteuerung, dafür erhöht sich im Normalfall aber das
Geld.
Ich finde die Belastung für eine einzelne Familie einfach zu
groß, sorry. Selbst wenn ich gläubig wäre, würde ich mir das
überlegen…

–> Und dann die Kinder in kath. Kindergarten schicken usw…
Andere geben sogar ihren zehnten (lt. Bibel) und das gerne bzw. aus Überzeugung und dannoch kommen sie klar mit dem Geld!

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Hallo Stephanie!

  • Ich denke, die sicherste Antwort bekommt Ihr durch Fragen
    eines oder gegebenenfalls mehrerer Pfarrer (wenn denn der
    erste nicht will). In der Regel ist es so, daß die katholische
    Kirche ihrem Mitglied nicht verweigern wird, es zu trauen,
    auch wenn der Partner nicht katholisch ist. (Er sollte
    vielleicht nicht sagen, daß er die katholische Kirche und
    alles was damit einher geht, doof findet, aber ansonsten…).
    Soviel an „echter“ Antwort.

Und nun noch ein bißchen Meinung, eine Idee - soll nur zum
Nachdenken anregen.
Ich bin selbst katholisch, hab meinen evangelischen Mann vor
gut einem Jahr „ökumenisch-evangelisch“ geheiratet und mir war
das wichtig: Nicht wegen des schönen Ambientes, sondern weil
ich Gottes „offiziellen“ Segen haben wollte… Ich hab mich
vor der Hochzeit lange und breit mit dem Thema auseinander
gesetzt, viele andere heiratende Mädels kennengelernt
(www.braut.de) und viele getroffen, die nur wegen des
Ambientes und des weißen Kleides wegen kirchlich heiraten
wollten und das auch getan haben. Sogar solche, die mal eben
schnell wieder eingetreten sind, um hinterher wieder aus der
Kirche auszutreten. Für die Taufe geht’s dann wieder in die
Kirche, hinterher wieder raus und wenn das Leben irgendwann
absehbar zuende geht wieder rein… Ich gebe zu, daß ich das
immer ein wenig heuchlerisch empfunden habe. Entweder ich kann
mich mit meinem Glauben, welcher Art auch immer, ohne Kirche
arrangieren - dann kann ich auch ohne heiraten, Kinder kriegen
und sterben. Oder ich will genau das eben nicht, und dann
bleibe ich in der Kirche…

Ich möchte nur heiraten, meine Kinder sollen selbst
entscheiden können, ob und wie sie an Gott glauben wollen.

–> Kinder können darüber entscheiden, wenn sie einen Glauben vorgelebt bekommen, also in euren Fall habt ihr die Entscheidung derer schon vorbestimmt.
Markus

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Kirchensteuersatz?
Hallo :smile:

Wenn ich jetzt mal ausrechnen darf. gehen wir mal davon aus,
zwei Singles mit mittlerem einkommen zahlen jeden Monat 50
€. Das macht dann in 50 Jahren (Renteneintritt bei ca.
65) ca. 60.000 €. Zwar gibt es nach der Hochzeit eine
andere Besteuerung, dafür erhöht sich im Normalfall aber das
Geld.

Hm, ich staune… zahlt ihr in Deutschland echt so viel an Kirchensteuern? Ich habs mal für mich ausgerechnet und komme bei weitem nicht auf diesen Betrag. Wie kommst du auf 50 Beitragsjahre?
Gibt es irgendwo einen Kirchensteuertarif?

Gruss
Renato