Katholische Taufe

Hallo,

Jetzt habe auch ich mal eine Frage:
Mein Mann (katholisch) und ich (evangelisch) haben „nur“ standesamtlich geheiratet. Jetzt wollen wir unser Kind (Geburt ist noch etwas hin) dann mal katholisch taufen lassen.
Ist das so einfach möglich? Oder müssen wir vorher kirchlich geheiratet haben? Können eine evangelische und ein katholischer einfach katholisch heiraten oder muß ich zum anderen Glauben übertreten?

Schon mal vielen Dank für die Antworten.

Liebe Grüße,
Knucki

Hallo,

Jetzt habe auch ich mal eine Frage:
Mein Mann (katholisch) und ich (evangelisch) haben „nur“
standesamtlich geheiratet. Jetzt wollen wir unser Kind (Geburt
ist noch etwas hin) dann mal katholisch taufen lassen.
Ist das so einfach möglich? Oder müssen wir vorher kirchlich
geheiratet haben? Können eine evangelische und ein
katholischer einfach katholisch heiraten oder muß ich zum
anderen Glauben übertreten?

nö, du musst nicht übertreten, solange ihr euer Kind kath. tauft, freut sich die kath. Kirche. Unter dieser Bedingung bekommt jede gemischte Ehe den Segen des kath. Pfarrers.

ciao maxet.

Huhu,

meine kleine Schwester wurde rkath. getauft, obwohl beide Elternteile aus der Kirche ausgetreten sind. Waren entsprechend auch „nur“ standesamtlich verheiratet. Die Patin ist allerdings rkath. Ich glaube, es kommt darauf an, mind. der Pate den jew. Glauben hat, da dieser ja - wenn ich mich recht erinnere - sein Patenkind auf dem Glaubensweg begleiten soll. (Korrigiert mich, wenn das nicht stimmt. *g*)

Und hier findest Du noch mehr Antworten, denke ich, sieht auf den ersten Blick ganz gut aus: http://www.schuellers-im-netz.de/hochzeit/kirche.htm…

Grüße
Natascha

eigentlich…
…gibt es keine katholische (evangelische, orthodoxe…) Taufe. IM Credo heißt esd daher: „Confiteor unam baptismam“ - ich bekenne die EINE (= christliche) Taufe. Wahr ist natürlich, dass damit eine Art Mitgliedschaft in der jeweiligen Konfession begründet wird.

Andreas

Wider den Unsinn mal die Fakten
Also: Die Taufe ist natürlich auch die Aufnahme in die Kirche. Mit der Taufe verpflichtet man sich, das Kind im entsprechenden Glauben zu erziehen. Das macht natürlich nur Sinn, wenn man da auch dahinter steht. Daher muss wenigstens der Taufpate (könne auch zwei sein) in der katholischen Kirche sein, da es ja auch seine Aufgabe ist, das Kind und die Eltern in der (religiösen) Erziehung zu begleiten. Wenn niemand (weder Eltern, noch Taufpaten) katholisch sind, stellt sich die Frage, warum man das kind überhaupt katholisch taufen lassen möchte, da man bei der Taufe u.a. auch das Glaubensbekenntnis ablegt. Wie kan nman etwas bezeugen, was man nicht glaubt? In solchen Fällen kann man u.U. einen Taufaufschub vorschlagen.

Und was auch nicht stimmt: Die katholsiche Kirche verdammt und verurteilt niemanden, der sein Kind z.B. in einer konfessionsverbindenden Ehe eveangelisch taufen lässt. Man ist lediglich verpflichtet, nach bestem Wissen und Gewissen seinen katholischen Glauben weiter zu geben. Das ist wiederum logisch, denn was man selber mit Überzeugung lebt, glaubt und für gut hält, will man ja auch an sein Kind weitergeben.

Noch ein Wort zur Ehe: Im Normalfall wird der Katholik bei einer ökumenischen Trauung von der katholischen Formpflicht dispensiert, d.h. er muss dann nicht kirchlich heiraten (die evangelische Trauung findet auf dem Standesamt statt, die kirchliche Hochzeit ist eigentlich keine „Trauung“ im katholischen Sinne). In diesem Fall ist die Ehe auch in katholischer Hinsicht gültig.

Am besten nehmt ihr mal Kontakt mit eurem Heimatpfarrer auf, der euch da beraten kann.

Viele liebe Grüße!

Diakon G. Wagner

Hi!

Kurzinfo aus Österreich:Zu Haus bei mir!

Freundin: Katholisch, jetzt obek
Bruder der Freundin: Evangelisch, wie der Vater
Schwester der Freundin: Katholisch wie die Mutter

Alle getauft!

Eltern kirchlich verheiratet

Nach Fragen:wink:

Grüße Dusan

Hi,
wollt ihr wirklich eurem Kind das antun? Mit einer Taufe sagt ihr ja zu einem Glauben. Wenn ihr euer Kind katholisch tauft, sagt ihr ja zum katholischen Glauben. Dann seid ihr quasi verpflichtet euer Kind im katholischen Glauben zu erziehen ( Wenn ihr die Taufe ernst nehmt und nicht einfach nur so macht, weil man eben sein Kind tauft.)
Wenn ihr ja zu einem Glauben sagt, schrenkt ihr euch ein und natürlich auch euer Kind. Ihr habe Gesetze zu befolgen ( wie gesagt, nur wenn ihr die Taufe ernst nehmt und nicht nur aus gesellschaftlichen Gründen macht) und diese Gesetzte schrenken euch und euer Kind ein. Wenn es eure Überzeugung ist, dann könnt ihr diese Gesetze eurem Kind vermitteln. Was aber, wenn es nicht die Überzeugung eures Kindes ist? Wäre es nicht sehr viel sinnvoller, euerem Kind eure Glaubensüberzeugungen zu zeigen und es dann nach der Volljährigkeit wirklich frei entscheiden zu lassen als in einem Alter in dem es nicht frei entscheiden kann, sondern nur von seinen Eltern abhängig ist und von ihnen die Prägung übernimmt.

Glaube ist für mich ok, so lange er freiwillig geschieht und nicht unterschwellig jemandem eingeimpft wird.
Gruß
trail

@ trail

Du hast absolut recht. Glaube kommt von glauben und nicht von Wissen!! Obacht! Ich will wissen und nicht glauben.

Hallo,

früher war ich auch mal dieser Meinung, aber in der Vergangenheit geschehene Dinge haben mich da eines besseren belehrt. Ich wohne in einem rein katholischen Ort. Die Tochter einer Bekannten ist evangelisch. Sie wurde in diesem Ort von allem möglichen ausgeschlossen, weil Freizeiten, in denen ihre ganzen Freundinnen teilgenommen haben, von der katholischen Kirche ausgingen. Da sie nun evangelisch war, durfte sie daran nicht teilnehmen und hat dementsprechend geheult und gelitten.
Sollte mein Kind irgendwann mal der Meinung sein, katholisch ist nicht der richtige Glaube, kann es immer noch aus der Kirche austreten bzw. den Glauben wechseln. Aber als Start in das Leben und in die Gemeinschaft des Dorfes finde ich diese Lösung am Besten.

Grüße,

Knucki

Hallo,

vielen Dank für die ausführliche Antwort. Wenn ich das richtig verstehe, muß ich bei der Wahl eines Taufpaten auf die Religion achten, also katholisch. Oder reicht es, wenn mein Mann katholisch ist und der Taufpate sich verpflichtet, das Kind auf diesem Wege zu begleiten?
Auf jeden Fall werde ich mal mit unserem Dorfpfarrer Kontakt aufnehmen und nachfragen.

Schöne Grüße,

Knucki

Ah ja, wunderbar die Diktatur der Mehrheit!
Hallo,

Da sie nun evangelisch war, durfte sie daran
nicht teilnehmen und hat dementsprechend geheult und gelitten.

Sowas stärkt den Charakter und gibt dem Kind eine vernünftige Perspektive für den Rest des Lebens.

Grüße,

Anwar

«die evangelische Trauung findet auf dem Standesamt statt»

Ach ja? Der Diakon scheint schlecht informiert zu sein, was
sich ausserhalb des katholischen Gärtchens abspielt.

Zumindest für die Schweiz gilt: Ziviltrauung durch den
Beamten auf dem Standesamt, evangelische («kirchliche»)
Trauung durch den Pfarrer in der Kirche.
Rolf

Sowas stärkt den Charakter und gibt dem Kind eine vernünftige
Perspektive für den Rest des Lebens.

Warum soll man ein Kind leiden lassen (vor allem wegen einer Sache, die es einfach nicht verstehen wird) wenn es andere Alternativen gibt. Ich halte nichts von „stärkt den Charakter“ und so. Erinnert mich an Sprüche von Großeltern und sonstigen älteren Leuten.
Außerdem habe ich hier eine ernsthafte Anfrage gestellt und möchte nicht weiterhin über Religionsfreiheit von Säuglingen diskutieren.

Knucki

Hallo,

Warum soll man ein Kind leiden lassen (vor allem wegen einer
Sache, die es einfach nicht verstehen wird) wenn es andere
Alternativen gibt.

Ich könnte darauf antworten, allerdings schreibst Du weiter unten, dass Du gar nicht an einer Antwort interessiert bist. :frowning:

Ich halte nichts von „stärkt den Charakter“
und so. Erinnert mich an Sprüche von Großeltern und sonstigen
älteren Leuten.

Was die Aussage ja nicht per se falsch macht. Aber bitte, ich kann und will mich gar nicht in Deine Erziehung einmischen (auch wenn ich sie für falsch halte).

Außerdem habe ich hier eine ernsthafte Anfrage gestellt und
möchte nicht weiterhin über Religionsfreiheit von Säuglingen
diskutieren.

Richtig. Und da ich zur eigentlichen Frage nichts beitragen konnte, habe ich mich auch nicht dazu geäußert. Danach hast Du allerdings das Thema erweitert („ich halte es für besser…“), worauf ich geantwortet habe.

Grüße,

Anwar

Hallo Knucki,

Ich wohne in einem rein katholischen Ort. Die Tochter
einer Bekannten ist evangelisch. Sie wurde in diesem Ort von
allem möglichen ausgeschlossen, weil Freizeiten, in denen ihre
ganzen Freundinnen teilgenommen haben, von der katholischen
Kirche ausgingen. Da sie nun evangelisch war, durfte sie daran
nicht teilnehmen und hat dementsprechend geheult und gelitten.

da würde mich jetzt aber der Grund interessieren.

Es ist ja eher so, dass auch „Andersgläubige“ bei katholischen Veranstaltungen teilnehmen können. Diese Riege erhofft ja immer die „Heimkehr verlorener Schäfchen“.

Meine Erfahrung hat aber gezeigt, dass es oft die andersgläubigen Eltern sind, die die Teilnahme verhindern, damit ihr Kind nicht dem Einfluss der kath. Kirche ausgesetzt wird.

Gruss Harald

hallo,

Da sie nun evangelisch war, durfte sie daran
nicht teilnehmen und hat dementsprechend geheult und gelitten.

Sowas stärkt den Charakter und gibt dem Kind eine vernünftige
Perspektive für den Rest des Lebens.

jup, es wird sein eigenes kind dann „richtig“ taufen und ihm das ersparen :smile:

gruß
datafox

Hallo Harald,

da würde mich jetzt aber der Grund interessieren.

Der Grund war wirklich, weil das Kind evangelisch war. In unserem Ort (eigentlich ein Dorf, hat aber Stadtrecht in Bayern) ist alles recht engstirnig und der Pfarrer zu dem damaligen Zeitpunkt war da sehr extrem.
Ich würde da sonst auch keinen Grund sehen, warum das Kind nicht mitdarf. Ich bin zum Beispiel evangelisch, habe aber damals einen katholischen Kindergarten besucht. Hat mir auch nicht geschadet.

Schöne Grüße,

Knucki

Hi Knucki und all die anderen,
habe mir das hier mal alles durchgelesen. Und mich schaudert. Hat die katholische Kirche immer noch solch eine Macht? Gibt es tatsächlich noch Inquisitation? Das scheint mir so? Jedenfalls in diesem besagten Dorf? Für mich stellt sich einfach die Frage, ob ich so etwas unterstützen will, in dem ich einfach schweige und mitmache? Hatten wir das nicht schon 1933-1945? Damals hieß es nicht evangelisch-katholisch, sondern jüdisch-arisch. In Irland ist das Problem auch allgegenwärtig: protestantisch oder katholisch. Wie viele Menschen will die Kirche eigentlich noch töten (ob seelisch oder wirklich ist ja wohl egal)? Ich würde solch einer Institution vollkommen den Rücken kehren. Wenn ich nicht akzeptiert werde, weil ich bin wie ich bin, dann ist der Wurm in der Sache. Das hat nichts mit Stärke zu tun. Das ist Unterdrückung pur. Das ist ja schon wie bei einer Sekte, gar wie bei Scientology. Tut mir leid, aber ein besserer Vergleich fällt mir da nicht ein. Psychoterror pur und hinter den Kulissen Verlogenheit pur. Wie viele Pfarrer setzen Kinder in die Welt!
Also, viel Freude daran, wenn euer Kind in der Sekte der Katholiken landet und den Terror mitmachen muss.
Gruß
trail

Entschuldige bitte, daß ich es wage, mein Kind taufen zu lassen…

Gruß,

Knucki

Dein Eintrag zeigt mir, dass ich es leider nicht schaffen konnte dir näher zu bringen was ICH meine, glaube, denke.
gruß
trail