Langsam wird es zum Megathread-auch noch off topic
Hi Harald!
Du brauchst einen Gott, der Dich in dieser Situation
tröstet.
Ich bekomme eine Menge Trost - von meinen Geschwistern, meiner Frau, meinem Sohn, meinen Freunden, lieben Leuten hier bei WWW - nur von Gott bisher noch nicht!
Es ist auch nicht so ultraschlimm mit meinem Schmerz! Ich verstehe eine Menge Dinge nicht, aber da ich daran glaube, dass es etwas nach dem Tod gibt (ich glaube schon noch an etwas - nur Gott ist es momentan nicht), denke ich, dass es meinem Vater recht gut geht!
Der Verstorbene hingegen ist Dir einen Schritt voraus
gegangen. Er wird nicht zurückkommen, aber Du kannst ihm
nachfolgen. Bis dieser Zeitpunkt gekommen ist, kannst Du ja
seine Stelle auf dieser Welt einnehmen.
Seine Stelle kann niemand einnehmen. Ich hoffe, ein ähnlich guter Mensch zu werden und möglichst viel von dem umzusetzen, was er mir mitgegeben hat - aber seine Stelle kann ich unmöglich einnehmen!
Wenn Du mit dieser Frage allerdings andeuten wolltest, das es
ungerecht wäre, einen fröhlichen Menschen sterben zu lassen,
kann ich nur sagen, dass aus der Sicht des Christentums der
Tod keine Strafe sondern eine Belohnung ist. Der geliebte
Mensch fehlt uns Hinterbliebenen natürlich. Aber der Tote hat
alle Unannehmlichkeiten des Erdendaseins hinter sich gelassen.
Ebenso wie alle Annehmlichkeiten - und das waren in den Augen meines Vaters nicht wenige!
Nun, für die Gläubigen dürfte das ja kein Problem sein. s.o.
Und die Ungläubigen sind egal?
Den „Stellvertreter“ kannst Du getrost vergessen.
Dass Gott aber sehr geduldig ist, kommt uns Menschen zugute.
Sonst hätte ER uns nämlich längst von diesem Planeten
entfernt.
Und somit alle belohnt?!
Willst Du einen Gott, der den Menschen Seinen Willen
aufzwingt?
Wenn sein Wille so gütig und liebevoll ist - warum nicht?
Dann könntest Du diese Fragen gar nicht stellen.
Oder ich würde durch den Tod belohnt?
Die Schlußfolgerung hat den Fehler, dass sie aus Deinen
Emotionen heraus gestellt wurde.
Ich denke, Glaube hat immer mit Emotionen zu tun, da es keine belegbaren Fakten gibt!
Ich habe damals die Frage gestellt:
„Wenn es diesen Gott gibt, wo ist er?“
Könnte ich so übernehmen - mit einer kleinen Änderung:
" Wenn es diesen Gott gibt, wo ist er?"
Und stell Dir vor, ER hat sich bei mir gemeldet!
Selbst, wenn es passierern würde - im Moment lege ich de keinerlei Wert drauf!
Auch liebe Grüße
und sag Deiner Mutter, dass Gott sie liebt
Zum einen kann ich meiner Mutter nichts sagen, an das ich (zumindest jetzt und in absehbarer Zeit) nicht glaube, zum anderen möchte ich nicht rausgeworfen werden 
Grüße
Guido
