Hallo,
ich möchte ein Ionentauscher-Harz in die H±Form bringen. Ich nehme an, ich muss ihn dafür einfach in HCl baden.
Hat jemand vielleicht Erfahrungswerte, wieviel HCl, wie hoch konzentriert und wie lange man diese Inkubation durchführen sollte?
Danke,
Steffen
Hallo Steffen,
baden bringt nur bedingt was und ist sehr ineffektiv.
Besser, Du packst das Harz in eine Säule und spülst so lange mit etwa einmolarer HCl, bis am Auslauf ein Test auf das zu verdrängende Kation negativ ausfällt.
Das kann je nach Affinität des Kations zum Harz schon mal die zehnfache der theoretischen Menge sein.
Gandalf
Hallo Steffen,
baden geht garnicht, die Ionentauscher müssen im Betrieb ebenso wie zum Regenerieren laminar durchströmt werden: dann wandert eine Front langsam durch das Harz, vor der die Lösung herausgelöste Kationen enthält, während hinter der Front immer reineres HCl nachströmt - kurz hinter der Front enthält das HCl keine Ionen mehr und daher gehen auch die letzten Ionen im Harz wieder in Lösung. Die Regeneration ist abgeschlossen, wenn die Front durch ist, dann kommen keine Kationen mehr heraus.
Das ist das eigentliche Prinzip des Ionentauschers! Reines Vermischen von Lösung und Harz nützt die Aufnahmemöglichkeit nicht annähernd aus und liefert (im Betrieb) nur eine Verringerung der Ionen, keine Vollentsalzung!
Gruss Reinhard
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Hallo zusammen.
Ich bin neu hier, und möchte an just dieser Stelle eine ergänzende Frage stellen:
Ich werde demnächst ebenfalls mit einem sog. „schwachen Kationenaustauscherharz: Purolite C100E“ arbeiten, d.h. die Kationen (Ca;Mg) werden durch H+ ersetzt.(Es geht mir um die allgemeine Wasserenthärtung).- Regeneriert wird das Ganze dann mit HCL.-
Und hier nun meine Frage:
Es gibt im Handel auch digitale Meßgeräte für z.B. „Leitwert“.
Sind die denn überhaupt brauchbar, um die Ergebnisse eines Ionenaustauscherharzes (sprich die Wasserhärte GH und/oder KH) messen zu können?
Gruß gerhard.-
Oder wäre die Aquarium-übliche Tröpchenmethode (Titration) sinnvoller?
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Hallo Gerhard,
Es gibt im Handel auch digitale Meßgeräte für z.B. „Leitwert“.
Sind die denn überhaupt brauchbar, um die Ergebnisse eines
Ionenaustauscherharzes (sprich die Wasserhärte GH und/oder KH)
messen zu können?
an unserer Laboranlage haben wir ein analoges Zeigergerät und die Genauigkeit ist uns völlig ausreichend.
Ab einem gewissen Wert (10 Mikrosiemens) gilt die Austauscherpatrone als erschöpft und wird ausgetauscht.
Aber wir haben keine sehr hohen Anforderungen an unser demin Wasser.
Gandalf
Tausend Dank für die rasche Hilfe!
Nun wäre ich noch für eine ergänzende Nachricht dankbar:
1)Demnach stünde der am Gerät gemessene Leitwert(in Mikrosiemens) für eine Entsprechung(!) der gesamten validen Ionenmenge?
Eine Umrechnung in GH und/oder KH wäre also zunächst nicht möglich?
Es würde dann mit „Erfahrungswert“ gearbeitet nach dem Motto:
"Der (gemessene) Leitwert -X- entspricht in Etwa
einem GH/KH vom Werte -Y- "?
2)Du erwähnst ein „analoges Zeigergerät“ an Eurer Laboranlage.
Wärest Du in der Lage, mir davon die Herstellerfirma zu nennen?
(Leider gibt es so gut wie nirgens mehr gute analoge Zeigergeräte-
von daher wäre mir die Nennung des Namens der (vermutlich alten) Herstellerfirma hilfreich.)-
Vielen Dank für die Informationen!
Gruß, Gerhard.-
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Hallo Gerhard,
1)Demnach stünde der am Gerät gemessene Leitwert(in
Mikrosiemens) für eine Entsprechung(!) der gesamten validen
Ionenmenge?
einingermaßen.
Eine Umrechnung in GH und/oder KH wäre also zunächst nicht
möglich?
Keine Ahnung, aber ich glaube das ist nicht so trivial.
von daher wäre mir die Nennung des Namens der (vermutlich
alten) Herstellerfirma hilfreich.)-
Ups, die Anlage ist rund zwanzig Jahre alt und das Gerät wurde mit den Patronen geliefert. Da steht kein Name dran - leider.
Gandalf