Katze aus Sicherheit im Garten halten können

Hallo an alle!

Innerhalb eines 3/4 Jahres sind uns zwei Katzen überfahren worden. Vor einer Woche unsere Kleine, die zwar überlebte, aber dann doch eingeschläfert werden musste. Unsere angrenzende Straße ist zwar keine „Autobahn“, wird aber gerne von allen Autofahrern dazu genutzt, die Stadtampeln zu umfahren. Es geht hier also recht zügig zu. Zu dem sind auf der gegenüberliegenden Straßenseite Schrebergärten, die die Katzen ja nahezu einladen zum Schnökern. Alle Nachbarkatzen in der umliegenden Gegend schaffen es seit Jahren, heile hin und wieder zurück zu kommen. Nur unsere leider nicht. Und so blöd es vielleicht klingen mag, mit jeder unserer beiden verstorbenen Katzen ist auch ein Teil meines Herzens überfahren worden.
Beides waren Streunerkatzen, die bei uns im Garten abgemagert vorbeikamen. Wir haben sie dann aufgenommen. Unsere erste war ca. 6 Monate alt. Die zweite ca. 12 Wochen. Sie kannten es natürlich, frei umherzulaufen. Bei unserer ersten waren wir absolute Katzenneulinge und haben ihr die Freiheit gelassen. Als sie überfahren wurde, saß 8 Wochen später dann unser kleines Mäuschen auf der Terrasse. Da wollten wir es besser machen und haben sie nachts nicht mehr rausgelassen, weil ich im Net gelesen habe, dass gerade das unsicher ist. Das hat auch super geklappt. Sie kam gegen 19.00 Uhr nach Hause und hat sich dann zum Schlafen hingelegt. Und falls sie doch nochmal frische Luft schnuppern wollte, hatte mein Mann den Kellereingang „vernetzt“ und eine Katzenklappe in die Tür gebaut. So konnte sie auch nochmal nachts in dieses „Gehege“. Morgens ließ ich sie erst raus, wenn der Berufsverkehr durch war. Soweit alles prima. So vor 4 Wochen wurden die Zeiten immer länger, bis sie dann wieder rein kam. Mal kam sie um 21.00 Uhr, mal auch erst um 23.00 Uhr. Nun ja, am Gründonnerstag kam sie schon zeitig gegen 19.00 Uhr. Dann bekam sie bald ihr Futter. Danach mauzte sie vor der Tür und wollte unbedingt wieder raus. Da mein Mann noch im Garten war, dachte ich, sie wollte wieder neugierig nachsehen, was er so macht. Also hab ich sie nochmal rausgelassen. Dann kam sie aber nicht mehr wieder. Morgens kam der Anruf von unseren Nachbarn, die Katze läge in ihrem Garten und würde nicht weglaufen. Den Rest könnt ihr Euch denken. Unsere weltbeste Tierärztin kam (am Karfreitag 8.30 Uhr) innerhalb einer Viertelstunde in die Praxis, nachdem ich sie privat angerufen hatten. Leider konnte sie nichts mehr tun.

Nun weiß ich ganz genau, dass hier bald wieder ein Kätzchen vorbeikommen wird. Vermutlich können sie riechen, dass wir gut zu ihnen sind. Ich hab aber total Angst, mich nochmal darauf einzulassen, zu groß ist der Schmerz, wenns wieder in die Hose geht. Also hab ich im Netz nach Möglichkeiten gesucht, unseren Garten „katzensicher“ zu machen. Da gibts ja viele Möglichkeiten. Ich schreib mal kurz, was ich davon halte.

„Unsichtbarer Katzenzaun“ : Erstmal große Frage, ob sich eine Katze vom Stromern abhalten lässt. Selbst wenns klappt, weiß ich nicht was ich vom „Stromhaltsband“ halten soll.

„Weidezaun“: Bei uns schlecht machbar durch Bewuchs. Da müsst ich alles rausreißen und fällen. Mein Mann würde durchdrehen.

„Katzennetze von Original Kramer´s“: Wenn die Fellnasen wirklich nicht über die Abwinkelung kämen, wäre es bei uns einsetzbar. Den einen oder anderen Busch müsste ich kürzen, wäre aber kein Problem.

Soweit so gut. Jetzt leb ich aber nicht alleine hier, sondern habe noch einen Mann, der mir gestern eröffnete, dass das mit so einem Katzennetz ja auch nicht das Wahre wäre, weil: (Zitat)

  • „Das sieht man ja an einigen Stellen und der Garten sieht wie zugebaut aus“

  • „Da muss man ja alles bis zur Gartenpforte hermetisch abriegeln und kann die Türe nicht mehr offen stehen lassen“

  • „Das schränkt Katze und Mensch total ein und ist deshalb wenig sinnvoll“

  • „Da müsste man alle Schlupflöcher finden, das geht sowieso nicht“

  • „Das war halt Schicksal, dass gerade unsere beiden überfahren wurden, ein neues Kätzchen deshalb in der Freiheit einschränken ist nicht OK. Entweder müssen wir mit der Gefahr leben oder uns keine Katze mehr anschaffen“.

Jetzt hört sich das so an, als ob das Schicksal der Katzen meinem Mann egal wären. Aber ganz im Gegenteil. Er ist extrem tierlieb und es ist ihm am Karfreitag auch total nahe gegangen. Er hat zwei Tage fast nix gegessen und ich merke auch, wie tief traurig er ist.

Gerade deshalb kann ich nicht verstehen, wieso er ein neues Kätzchen wieder dieser Gefahr aussetzen will. Wenn Schnuffel nicht pünktlich um 18.00 Uhr zu Hause war, ist er es gewesen, der die Straße rauf und runter gelaufen ist und sie gesucht hat.

Wie kriege ich ihn denn dazu, solch ein Katzennetz in Erwägung zu ziehen? Es stimmt, an zwei Stellen im Garten würde man es deutlich sehen, an allen anderen nicht. Und ich hätte damit kein Problem, Hauptsache ich weiß meine Katze in Sicherheit. Ich hab wirklich keine Lust wieder abends an der Terrassentür zu stehen und nicht zu wissen, ob das Kätzchen noch nach Hause kommt, oder schon irgendwo mit ´ner gebrochenen Hüfte und kaputten Innereien ums Leben kämpft. Nein danke, das würd ich nicht ein drittes Mal ertragen.

Hat denn jemand von Euch seinen Garten gesichert? Wie sicher ist so ein oben abgeschrägtes Netz wirklich? Die Stangen haben eine Gesamtlänge von 2m und am oberen Teil kann man sie eben nach innen biegen.
Und wie hab ich mir eine Katze vorzustellen (wie gesagt, wie hatten erst zwei Katzen und beide waren es gewohnt, sich frei zu bewegen), wird sie den lieben langen Tag versuchen, ein Schlupfloch zu finden? Wir haben einen 600 qm Garten mit zwei alten Bäumen in der Mitte, Rasen, viele Büsche, viele Schlupfwinkel und sogar einen Tischteich. Ob sich eine Katze hier wohlfühlen würde, oder lockt die weite Welt dann doch?
Wie funktionieren die Weidenzäune? Darf da kein Zipfel Gras reinwachsen? Gibt´s da wirklich diese „Stromgeräusche“, wenn mal ein Halm gegenschlägt? Und die sind doch nur 1,20m hoch, springt da eine Katze nicht locker drüber, wenn´s keinen anderen Weg in die Freiheit gibt?

Ich weiß, ich weiß. Tausend Fragen. Ich wäre Euch so dankbar, wenn mir jemand Tipps und Anregungen geben könnte. Garantiert steht schon ein Maikätzchen in den Startlöchern, um bei uns um Asyl zu bitten. Ich will einfach vorbereitet sein. Ich hab einfach das Gefühl, nachdem was ich erlebt habe, Freilauf wäre Mord auf Raten.
Ich sag schonmal lieben Dank und warte ganz gespannt auf Post.

Lieben Gruß,
Tante Käthe

eigene Erfahrungen - etwas lang geraten :wink:
Hallo!
Ich kann Deinen Schmerz und Deine Sorge nachfühlen - uns sind an unserem früheren Wohnort drei Katzen überfahren worden, auch diese Fundtiere, die wir aufgenommen hatten. Soviel zu einem Posting weiter unten zu einer anderen Anfrage, dass Katzen schlau sind und auf sich aufpassen können. Die Katzenleichen, die man bei Überlandfahrten am Straßenrand liegen sieht, sprechen eine andere Sprache.

Wir sind dann in kleines Haus mit großem Garten gezogen und hatten das gleiche Problem wie ihr, sogar die Diskussionen zwischen mir und meinem Mann liefen ähnlich ab :wink: Der Garten war schon eingezäunt, wir haben die Zäune erhöht, Schlupflöcher vergittert - hat alles nix genützt. Unser Linchen hat sehr unauffällig bestimmt zwei Wochen lang den Garten patrouilliert, sich dann ein, zwei strategisch günstige Punkt gesucht, an denen sie stundenlang lag und schaute. Stupid Me dachte, dass sie sich einfach sonnt und eine gute Zeit hat und dass unser Garten - ansprechend verwildert und mäusereich - für sie und ihren Bruder Freiheit genug ist. Ho, ho, ho!

Sie hat in der Zeit scheinbarer Muße in ihrem Gehirn die Gegend kartographiert und auf Fluchtmöglichkeiten abgeklopft. Irgendwann war sie dann verschwunden. Ich habe geheult wie ein Schlosshund. Sie kam wieder. Ich habe alles verdrahtet, was sich verdrahten ließ - Linchen fand immer neue Wege. Sie überklettert Zäune, wie andere Leute Treppen hochgehen, balanciert auf einem dünnen Draht. Ihr dicker (= groß & stark :wink:Bruder brauchte etwas länger, beobachtete ihre Alleingänge und suchte sich Wege, die für ihn gangbar waren. Irgendwann zerplatzte meine Illusion, der kuschlige Schmuser würde im Garten bleiben und sich zufriedengeben. Pustekuchen! Er bewies eine unglaubliche Behendigkeit, sprang von Dach zu Dach, erkletterte Bäume, inspizierte über das Dach einer Garage kommend das Badezimmer des Nachbarn im ersten Stock - ein spitzer Schrei alarmierte uns!

Wir haben aufgegeben, lassen sie laufen und beschränken uns aufs Hoffen. Zwar wohnen wir an einem kleinen, ruhigen Einbahnsträßchen, aber die jüngeren Leute hier benutzen sie gern mal als Rennbahn, um den Motor richtig aufheulen zu lassen, auch die eigentlich stillen Straßen rundum sind nicht immer so ungefährlich wie man meinen sollte. In der Nachbarschaft ist ein Park, wo sich manchmal nachts fragwürdige Individuen in Gruppen herumtreiben …

Der Versuch, eine Katze im eigenen Garten festzuhalten, hätte vermutlich zur Folge, dass man sich rundherum „einigeln“ muss - ohne Erfolgsgarantie. Und ich für meine Person mag mich auch nicht einmauern. So ein Zaun, der oben nach innen abknickt, könnte schon helfen, Katzennetze vielleicht auch, aber man muss bedenken, dass Katzen durchaus hartnäckig sein können, wenn sie irgendwo durch wollen und Ideen haben, die man ihnen nicht zutraut. Dann weiß ich nicht, wie es bei euch aussieht, aber für uns war das katzensichere Einzäunen bei ca. 900 qm auch eine Kostenfrage!

Vielleicht helfen euch unsere Erfahrungswerte ein wenig.

Alles Gute!
Eva

Hallo kann deinen Schmerz nachvollziehen haben selber drei Katzen.
Wenn die sehr selbständigen Vierbeiner raus wollen hast du wenig Chancen sie davon abzuhalten, jeder Knasti ist um den Efindungsreichtum von Katzen neidisch. Du kannst aber auf deinem Zaun so einen art Zaun obendraufsetzen, kann man im internet bestellen. Das sind einzelne elastische Kunststoffstangen und ein Netz dazu, du musst das Netz aber locker aufhängen denn Kjatzen mögen es nicht wenn si beim Klettern waagrecht über dem Boden hängen. Haben das bei unserem Balkon gemacht und setdem klettert keine mehr in den Gefahrenbereich.
Gruß Tommy

Hallo,
gleich mal vorweg:
Achtung, das wird lang!
Und jetzt zum Thema: :wink:
mein Garten ist zwar viiiiel, viiiiiiel kleiner (nur 50 m2), aber ich habe auf einer Seite eine Mauer (vollgerankt mit wildem Wein, also die Mauer sieht man wirklich nur im Winter). Für das freie Stück daneben und die anderen Seiten habe ich ganz simplen Maschendrahtzaun, und diesen mit Kletterpflanzen ‚dichtgemacht‘.
Da das Geflecht des Zauns ein bissi wacklig ist, kraxeln die Katzen auch gar nicht hinauf. Zwischendurch habe ich auch nur ‚normale‘ Büsche. (na ja, abnormale gibt’s ja eh net :wink:)Da gibts diese gelben Ranunkel, der wächst endlos und ziemlich dicht. Also mit einem Maschendrahtzaun dahinter, ist das Entkommen nahezu unmöglich.
Na ja, und der Rest eben Kletterpflanzen.
Passionsblumen (die gibt es ja in allen möglichen Farben) finde ich total schön, davon möchte ich mir auch noch eine zulegen. Bislang habe ich in erster Linie Kletterrosen, wilden Wein (kennt man auch unter ‚Mauerkätzchen‘, sehr passend. :wink:)
Dann hab ich noch den Klassiker, zwei Buxbäume (ich hab immer drauf gewartet, dass sie wachsen, bis mir jemand gesagt hat, die bleiben so klein, wie man sie gekauft hat), aber gut, es gibt ja auch die große Variante davon. :wink:
Aber meiner ist trotzdem so dicht, dass die Katzen schon unterhalb gar nicht durch könnten. Vielleicht haben sie aber auch einfach keine Lust, sich ‚durchzukämpfen‘. Abgesehen davon würd es gar nicht funktionieren, weil hinterhalb ja der Maschendrahtzaun ist. :wink:
Aber sehen tut man ihn so gut wie gar nicht, und er ist sehr effizient.
Vor diesen Kletterpflanzen hab ich teilweise auch noch andere Sträucher (auch ein kleiner Ahorn ist dabei) gepflanzt. Aber das nur, weil ich von Pflanzen gar nicht genug haben kann. :wink:Und halt so, dass die Kletterpflanzen nicht verdeckt werden.

Dafür dürfen meine Katzen noch in den Garten der Nachbarin. (mit ihrem Einverständnis). Der ist zwar noch kleiner wie meiner, nur 20 Quadratmeter, na ja, eher mehr eine Terrasse, aber meinen Katzen gefällt’s auch dort, und die Nachbarin hat die Miezen auch schnell in ihr Herz geschlossen. :wink:
Und da der Garten gleich angrenzt, haben wir so einen Gartenteiler hingesetzt, wo sie eben unterhalb durchgehen können. Vom Garten meiner Nachbarin aus kommen sie aber nicht mehr weiter, da auch dort auf einer Seite Maschendrahtzaun ist, und auf der anderen (zum nächsten Nachbarn) ebenfalls mit ganz dichten Sträuchern abgetrennt ist.
Das kann man sich so reihenhausartig vorstellen, nur dass alle Wohnungen in einem Haus sind. Aber eben die Gärten in den Erdgeschoßwohnungen alle dicht nebeneinander.)
Aber sollte jemand einziehen, (meine Nachbarin zieht leider im Sommer weg :frowning:), der nicht damit einverstanden ist, dass sich meine Katzen in seinem Garten sonnen, dann werde ich einfach auch den Gartenteiler mit Maschendrahtzaun abdichten, dann kommen’s eh net mehr durch.

Ich weiß ja nicht, wie es bei euch aussieht, aber wenn schon ein anderer Zaun vorhanden ist, wo die Katzen durchkönnten, so könnte man diesen ja vielleicht mit einem Maschendrahtzaun ‚abdichten‘. Und dann kann man immer noch mit Kletterpflanzen verschönern. Meine haben jedenfalls noch nie versucht, diese zu erklimmen und abzuhauen. Eben weil der Zaun auch so wacklig ist, und sich einem schon beim Anschauen entgegenbiegt. Na, so schlimm ist es net, aber es passt halt genau. Die Pflanzen halten, und die Katzen können net drüber.

Viel schöner schaut’s natürlich aus, wenn alles voll mit Pflanzen ist, nur so ein ‚nacktes‘ Gehege würd mich auch stören, weil’s einfach grindig ausschaut. :wink: Ich würd mir außerdem auch eingesperrt vorkommen.
Ich hab schon Garten von Katzenbesitzern gesehen, da stellen sich mir die Haare auf. Wie die Käfige im Tierheim, nur größer.
Na ja, einfach nur Netz, ohne Pflanzen drüber.

Aber eine Bekannte von mir hat auch einen großen Garten (so um die 300 Quadratmeter), und die hält ihre Katzen auch mit bepflanztem Maschendrahtzaun von der Straße fern. Und es sieht auch total schön aus. Die Idee hat sie eh von mir. *freu* *strahl*

Und wenn man einen ‚normalen‘ Holzzaun (oder sonstwas) hat, dann kann man wie gesagt eben mit bepflanztem Maschendrahtzaun ‚verstärken‘. Also halt auf der Vorder- oder Innenseite, wobei ich selbst es auf der Innenseite machen würde. Und natürlich höher als den Zaun, wenn dieser so niedrig ist, dass die Katzen drüberklettern können.
Meine Güte, ich glaub umständlicher wie ich, kann man wohl nicht schreiben, oder? :wink:
Aber ich hoffe, es war zumindest halbwegs verständlich. :wink:

Tut mir leid, dass es sooooooooooooooo lang geworden ist, ich hoffe, du bist nicht genervt.
Aber vielleicht wär die Idee ja etwas für euch.
Bei mir und meiner Bekannten funktioniert es jedenfalls bestens.

Und jetzt hör ich wirklich auf, versprochen. :wink:

Liebe Grüße
Nastassja.