Zumal die Katze wohl paar Tage damit sich selbst überlassen
wurde, die Stellen daher gereizt und evtl. entzündet sind und
evtl. Knochenfragmente schon Bänder, Sehnen und sonstwas
beschäftigt haben können.
Jeder weitere verschwendete Tag ist eher ein Grund mehr zur
Erlösung als ein Grund für eine OP.
Das kann man so auch nicht pauschalisieren.
Ich
sage jetzt nicht, dass man ein krankes/behindertes Tier immer
und um jeden Preis am Leben halten soll; das muss meiner
Meinung nach davon abhängig gemacht werden, wie das Tier mit
der Situation klar kommt
Und das ist noch weniger vorhersehbar wie Komplikationen bei
einer OP. Und die evtl. Komplikationen danach.
Du würdest also eine Operation nicht riskieren, weil die Möglichkeit besteht, dass was schief geht?
Ich persönlich würde das Risiko eingehen um dem Tier wenigstens eine Chance zu geben.
Ich bin eher rational veranlagt.
So urteile ich dann auch über die Zukunft des Tieres.
Du urteilst aber nicht wirklich rational. Du machst die Entscheidung von deinem persönlichen Wohlbefinden abhängig.
Ich finde es unvernünftig ein Tier aus emotionalen Gründen zu
„retten“ wenn man sich sicher ist sich danach nicht mehr
weiter drum kümmern zu können und es dann abschiebt.
Es geht hier nicht darum, ein Tier aus emotionalen Gründen zu retten, sondern darum, auch im Ernstfall für ein Haustier Verantwortung zu übernehmen (und damit meine ich jetzt gar nicht so sehr die finanzielle Verantwortung). Deswegen sitzen doch die Tierheime voller Hunde und Katzen. Funktioniert das Tier nicht mehr richtig (ob nun psychisch oder körperlich), wird es abgeschoben. Wird es zum Pflegefall - weg damit - besser tot als lästig. Toll…Leider denken heute viele Menschen so.
Wenn ich was nicht leiden kann, dann ist es Leid
hinauszuziehen oder dem Tier eine ungewissen Zukunft zu
überlassen die man nicht mehr beeinflussen kann oder möchte.
Dann besser tot, was tot ist leidet nicht.
Das hab ich ja in meinem ersten Posting auch geschrieben: Wenn das Tier leidet und keine Besserung in Sicht ist, sollte man es natürlich erlösen lassen.
Eine Katze, die z. B. nicht mehr richtig laufen kann, -aber
sonst noch guter Dinge ist- einschläfern zu lassen weil man
selber damit nicht klarkommt oder weil man keinen „permanenten
Pflegefall“ zu Hause haben möchte…da sollte man wirklich
besser gar keine Haustiere halten.
Da machst es dir sehr einfach mit dieser pauschalen
Schwarz/Weiß Sichtweise. Ich denke bei dieser naiven Ansicht
gäbe es kaum noch Haustiere in Dtl.
Würde ich pers. begrüßen.
Wieso pauschale Schwarz/Weiß Sichtweise??? Ich mache es mir eben nicht einfach und ich sehe es eben nicht schwarz-weiß. Es sich einfach machen ist dass, was du sagst: Das Tier ist mir mit seiner Erkrankung zu lästig - egal ob es dem Tier gut oder schlecht geht - es stört mich, also wird es eingeschläfert.
So ne Katze kann 20 Jahre alt werden.
Wer sagt voraus das sich deine Lebenssituation nie ändern
wird?
Wer sagt das jedes Haustier ein Wunschtier war?
:Was meinst wie
schnell du zu ner Katze kommst.
Ja, genauso läuft das nämlich heutzutage: Die Leute schaffen sich erst ein Tier an und dann fangen sie plötzlich an zu denken…und dann ist das Geschrei groß. Ohhh, die Katze kann ja bis zu 20 Jahre alt werden, hätte ich das mal vorher gewusst…oder: Der Hund braucht ja mehr als 10 Minuten Auslauf am Tag!!! Erst denken und dann Tier anschaffen wäre hier eine sinnvolle Maßnahme.
Ich weiß übrigens sehr wohl, wie schnell man zu einer Katze kommen kann. Ich lebe auf dem Land mit vielen Bauernhöfen und ungewollten Katzenjungen. Aber ich nehme die trotzdem nicht alle bei mir auf, nur weil sie so süß und klein sind. Dann hätte ich nämlich inzwischen 35 Katzen und 4 Hunde und könnte mir auch nix mehr leisten.
Wie schnell sich Leute
überreden lassen wenn man mit der Mitleidstour kommt.
Wie Leute, die nie ein Tier hatten, sowas unterschätzen.
Was dann? Abschieben? Ins Tierheim die eh mehr als genug
Katzen haben?
Meinst der Gang zum Tierheim um ein Tier abzugeben, in fremde
Hände, wäre irgendwie einfach?
Aber einschläfern lassen ist besser?
Wie lange braucht so eine Katze die jahrelang in der Umgebung
gelebt hat in der sie geboren wurde um solch einen Schock zu
verdauen?
Und was macht man, wenn man mal mit seinen Katzen umziehen muss? Auch einschläfern lassen? Das ist totaler Unfug. Tiere sind schon ein bisschen anpassungsfähiger als du es hier darstellst.
Warum um jeden Preis am Leben erhalten? Für’s eigene Gewissen?
Ist der Tod sowas schreckliches? 
Ich kann mich nur wiederholen: Es geht nicht darum, ein Tier um jeden Preis am Leben zu lassen. Aber solange das Tier nicht unter seiner Behinderung/Erkrankung leidet, sollte man ihm die Chance geben, weiterzuleben. Ich finde es halt grausam, Tiere zu halten, von ihrem Dasein zu profitieren und sie dann, wenn sie lästig oder umbequem werden, einfach zu entsorgen! Du hast geschrieben, dass DICH ein Tier als Pflegefall stören würde und nicht, dass es evtl. für DAS TIER SELBST störend sein könnte. Das hat mich an der ganzen Sache gestört.
Maja