Hallo,
Ich schreib mal aus meiner Erfahrung:
Mit verdammt viel Zuneigung und extrem viel Zeit, hab ich ihm
zeigen können, dass es was schönes ist sich streicheln zu
lassen und zu schmusen oder mal alle 4 von sich zu lassen.
Die Erfahrungen können ganz unterschiedlich sein. Ich hatte auch mal einen Kater, der seine ersten Lebensmonate in einem Treibhaus verbracht hat, bevor er zu mir kam und ich habe 9 Monate gebraucht, bis er überhaupt mal hinter der Couch vorkam und tagsüber gefressen hat oder tagsüber sein Wc benutzt hat.
Gaaaanz langsam und mit Engelsgeduld -ganz so wie bei Dir- konnte ich ihn überzeugen Vertrauen zu fassen.
Richtig aufgetaut ist er als er seinen Freund gefunden hatte. Fortan sah man die Beiden nur noch im Gespann, die Schwänze umeinandergeringelt. Er traute sich sogar ein wenig mehr, weil er sich sicher fühlte in Gegenwart seines Freundes. Das hat aber Jahre gedauert.
Und was ist daran schlimm, dass ich Vollzeit bin und weniger
Zeit hab als ne Teilzeit oder Hausfrau?
Daran ist gar nichts auszusetzen, es hat ja auch niemend Deine persönliche Situation angesprochen.
Hier tauchen oft Fragen danach auf, was alles auf einen zukommen kann, wenn man sich ein Tier holt. Zum Glück tauchen hier diese Fragen auf, denn schon macnher hat feststellen müssen, dass zuviele Abstriche gemacht werden müßten und dann Abstand genommen dem Tier zuliebe.
Wir hier gehen natürlich vom Optimum aus und auf alle Evantuelitäten ein, damit der potentielle Dosenöffner die Risiken für sich selbst abschätzen kann und zwar alle und weiß, auf was er sich einlässt. Da wir nicht wissen wer im Einzelnen wo Kompromisse schliessen muß wird eben grundsätzlich vom Optimum ausgegangan, auch wenn das individuell anpassungsfähig ist…
Sie haben immer was neues, dafür sorg ich sehr wohl, das macht
nicht nur ihnen Spaß. Was in Gottes Namen ist daran schlimm?
Sie können sich sehr gut allein beschäftigen… Diese Tiere
können wirklich „denken/verknüpfen“… man soll es nicht
glauben… und wenn man neue Verstecke und neue Spielzeuge
hinlegt, wo sie ihren Kopf auch noch anstrengen müssen, um
z.B. ans Leckerchen zu kommen, was is daran auszusetzen?
So, das machst jetzt Du. Aber hier lesen auch andere mit, die vielleicht nicht soviel Erfahrung haben. Haben die denn nicht ein Recht darauf alle Facetten beleuchtet zu bekommen?
In diesem Zusammenhang sei auch nochmal Clickertraining für Katzen erwähnt auch das ist machbar :o)
zB. ISBN-10: 3861271249 Buch anschauen
Zum Urlaub: Eigentlich hat man dort, wo man wohnt (und ich
kann behaupten, ich bin schon verdammt oft umgezogen) immer
jemanden bzw. kennt einen Menschen der auf seine Tiere
aufpassen würde. Wer sagt da schon nein? Außer er/sie hat eine
Katzenallergie…Blöd gelaufen dann…
Naja, also darauf verlassen würde ich mich persönlich nicht, und würde das auch niemand anderem zumuten. Oft wird dieser Aspekt auch einfach vergessen…das ist leider so.
Was macht ihr erst dann mit einem Aquarium? Schlangen?
Spinnen? Echsen? Das ist nichts anderes… und diese Menschen
schaffen es ebenfalls Urlaub zu machen und vor solchen Tieren
haben mehr Menschen Angst, als vor einer Katze…
Das sind völlig unterschiedliche Tiere mit gänzlich unterschiedlichen Bedürfnisssen. Schlangen futtern 1 mal im Monat und haben keinerlei Beziehung oder einen Bezug zu ihrem Menschen, sie sind und bleiben wilde Tiere und werden nicht zahm…
Ein solide laufendes Aquarium kann man locker 2 Wochen alleine lassen, da passiert gar nichts. Kein Fisch wird verhungern, im Zweifelsfall gibts Futteratuomaten. Der Stoffwechsel von Fischen ist nicht mit denen von Warmblütern zu vergleichen.
Natürlich könnte die Technik anfangen zu spinnen weshalb auch hier jemand zumindest nach dem Rechten sehen muss.
Dennoch muß man grundsätzlich bei jedem Haustier darüber nachdenken wer im Urlaub oder Krankheitsfall zur Verfügung steht und das klärt man im Vorfeld und nicht wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Nicht umsonst gibt es Tierpensionen oder Selbsthilfevereine wie Pflege ich Dein Tier pflegst Du msins.
Einen Hund oder ein Käfigtier kann man mal woanders unterbringen, aber eine Katze sollte in ihrem angestammten Zuhause gepflegt werden, da sie recht ortsgebunden sind. Dann braucht man schon jemandem, dem man vertrauen kann.
Ja Himmel, wie soll man denn sonst an eine Erfahrung gelangen?
Von Worten? Aufzeichnungen? Video`s von Youtube?
Angstmachungen?
Funktioniert wirklich gut… Ernsthaft…
Man kann sich darauf einlassen Erfahrungen zu sammeln, wenn man weiß auf was man sich einlässt und die Risiken abschätzen kann. Es ist eine ganz schlechte Idee völlig unbedarft in so ein Abenteuer zu springen.
Man kann dabei selbst viele Fehler machen deren Konsequenzen nachhaltig sein können. Am nachhaltigsten für das Tier das nicht selten dann wieder abgeschoben wird. oder das Hobby an den Nagel gehängt wird, weil man nicht klarkommt, wie das zB in der Aquaristik häufig der Fall ist.Dabei hätte man evtl. vorbeugen können wenn man gewusst hätte was…Du verstehst?
Es gibt auch Erfahrungen die man gar nicht erst machen muß…wie das mit der heissen Herdplatte zum Beispiel.
Zum Thema unwissend: Dafür gibt es eine super Lexika namens
Internet… man erfährt sehr viel dort… oder man besucht
z.B. einen Züchter oder Menschen mit diesen Tieren und schaut
sich an wie die Tiere dort leben, was sie haben und
brauchen…nebenher mal erwähnt(weil`s in einem der Artikel
oben angesprochen wurde):
Das weißt Du. Setzt Du voraus, dass andere den gleichen Wissenstand wie Du haben? Das ist nicht immer von Vorteil.Besser ist es davon auszugehen, einen Anfänger vor sich zu haben, deshalb weil eben noch mehr Menschen hier lesen, wird auch das erwähnt. Es dauert mitunter recht lange bis man sein Tier gefunden hat. Dabei kann man nur von den Erlebnissen, die man bis dahin gemacht hat lernen.
Haufenweise Kratzbäume bringens auch
nicht… hab 2 sehr große (2,20m mal 2,70m) und sie schauen die
Dinger nur zum schlafen oder kratzen mal an.
Da ist jede Katze anders. Meine mochten die selbstgebastelten Bäume auch lieber aber so ein deckenhoher Baum mit langen durchgehenden Säulen hat noch keine links liegen lassen. Unbehandeltes Holz wird auch gerne genommen.
Einmal hatte ich eine Dame die kratzt nur auf der Seite liegend an einem Babykratzbaum…
Anschaffung vs. Auto:
Man sollte sich IMMER informieren, aber SO ÜBERTREIBEN muss
man auch nicht,
Das ist nicht übertrieben, sondern umfassen. Wie schon erwähnt können wir nicht wissen wo sich nacher Konmpromisssituationen ergeben, dennoch werden alle Aspekte angesprochen für eine optimale Haltung.
dass kann ich bei einer Giftschlange machen.
Es ist ein Tier JA, es hat Empfindungen JA, es braucht
Zuwendungen, wie ein Mensch und Abwechslungen JA… Aber es hat
noch immer einen eigenständigen Charakter und
„denkt/verknüpft“ auch für sich selbst. Das Tier kann sich
somit sogar allein beschäftigen.
Wenn es etwas hat womit es sich beschäftigen kann, wie zB. jagen, oder mit Artgenossen spielen…spielen Deine Katzen ohne Dich mit ihrem Spielzeug…ich meine jetzt länger als kurz ein Bällchen wegzukicken? Das würde mich jetzt interessieren.
Von Menschenhand trennen/zusammengefügt:
Meine Katzen waren Brüder, ich hab da gar nichts
zusammengeführt, sondern einfach beide mitgenommen, da den s/w
Kater keiner haben wollte und er getötet werden sollte!
Ich habe Deine persönliche Situation nicht angesprochen, aber es schade, dass zwei Geschwister so derart unterschiedlich sind. Vielleicht hätte man da früher reagieren sollen.
Sorry, Personal…obwohls im Enddefekt aufs Gleiche raus
kommt…
Du kannst ein Tier nicht mit einem Menschen vergleichen,
Wir versuchen hier krampfhaft genau das zu vermeiden. Katzen haben artspezifische Bedürfnisse, die sich nicht unbedingt mit den Vorstellungen der Menschen decken.
Menschen denken, Tiere verknüpfen Situationen und die daraus
Äh, hast Du nicht weiter oben erwähnt dass katzen denken/vernüpfen und sich gearde deshalb alleine beschäftigen können? Irgendwie widerspricht sich das.
resultierende Konsequenz, egal ob pos. oder neg.
Und warum nicht? Wenn sie dann da sind, springen sie eh nach
meiner Nase. *lach*
So und wenn gar nichts passiert, was macht Katze dann? Abstumpfen. Weil ja gar keine Eindrücke da sind, wenn die Katze den ganzen Tag ganz alleine zuhause ist.
Aber weil wir beim Thema verknüpfen und konditionieren sind…
Es gab vor vielen Jahren mal ein Experiment mit Ratten in diversen Käfigen oder labyrinthen. In einem passierte etwas für sie positives in einem etwas neagtives und in einem passierte gar nichts.
Man ließ nachdem die Ratten wußten was in welchem Käfig passierte, sie frei wählen. Zuerst wählten sie den Positiv en, und dann nicht etwa den Bereich in dem nichts passierte, sondern die zweite Wahl fiel auf den Käfig, der ihnen negative Erlebnisse einbrachte und ganz weit abgeschlagen der Bereich in dem gar nichts passierte. Schade dass ich dafür keine Quelle habe.
Es war ihnen also egal was passiert, Hauptsache es passiert irgendetwas.
Ihr tut so als ob es meinen Tieren schlecht ginge… Schlecht
Von Deinen Tieren hat bisher gar niemand gesprochen. Ich glaube nicht, dass es Deinen Tieren schlecht geht, aber das war hier nicht das Thema. Du solltest Dich nicht persönlich angegriffen fühlen, das ist hier nicht beabsichtigt. Du bist auch noch ganz neu hier, schau doch erstmal ein bisschen wie es hier so läuft, dann wird das schon…
Gruß
Maja