Hallo,
Deine Reaktion jetzt kann ich durchaus nachvollziehen und verstehe durchaus, dass Du aufgebracht bist.
Aber ich muss Dir ganz ehrlich etwas sagen…
Offenbar war Deine Vorbereitungsphase vor dem Kauf nicht wirklich ausreichend genutzt.
Es gibt Seiten im Netz, die beschreiben wie man bei einer Besichtigung ein gesundes Tier von einem offensichtlich kranken unterscheiden kann mithilfe von Checklisten.
Verknasterte Schleimhäute und/oder Flöhe sind KO-Kriterien. Solche Tiere werden NICHT mitgenommen.
Man hätte sich mehrere Züchter in seiner Liste aufnehmen können, die man zunächst (ohne einen Cent in der Tasche) mal besuchen kann, bevor man eine Entscheidung trifft.
je mehr Züchter man besucht desto besser kann man vergleichen und elrnt die Spreu von dem Weizen zu trennen.
Der Preis sollte dabei weiter hinten als Entscheidungskriterium rangieren.
Hast Du die drei Links gelesen, die ich Dir gepostet hatte? /t/katze-sehr-krank-hilfe/6961691/10
Das hätte Dir den Kauf eines teuren Fachbuches vielleicht erstmal erspart.
Sehr viele Katzen haben sich im Laufe ihres Lebens mit Coronaviren auseinandergesetzt und dementsprechend Antikörper dagegen ausgebildet, die nachgewiesen werden können.
Das sagt aber nichts darüber aus, ob der Virus bereits mutiert ist oder nicht. Man kann sie derzeit nicht unterscheiden.
Ohne diese Mutation sind Coronaviren ungefährlich.
Das Alter in dem die Katze erkrankt ist, ist auch nicht ganz so typisch für Katzen und wenn ein Arzt Hufgettappel hört, denkt er vermutlich erst an Pferde und erst später an Zebras.
Die Kotuntersuchung wurde wahrscheinlich gewünscht, weil man Würmer vermutete. Denn zumindest einige Symptome hätte man auch bei massivem Wurmbefall.
Durch ein Blutscreening hätte man wahrscheinlich Veränderungen gesehen, die darauf hingedeutet hätten, dass da mehr im Busch ist.
Vor allem was die gelblich verfärbten Schleimhäute anging, da war die Leber involviert.
Eine Ascites kann auch daher kommen.
Da hätte ich mir doch mehr Engagement von den Tierärzten erwartet, vorausgesetzt Du hast auch immer alle Karten auf den Tisch gelegt und den Verlauf so genau wie möglich beschrieben.
Bei schweren unklaren Symptomen ist man daher in den meisten Fällen in einer Tierklinik besser aufgehoben als bei einem allgemeinen Kleintier-Tierarzt…es sei denn, heikle Infektionskrankheiten sind sein Steckenpferd.
FIP lässt sich auch heute noch nur eindeutig am toten Tier nachweisen.
Die Coronaviren verbreiten sich dort gut, wo viele Katzen auf engem Raum beeinander sind. Die größtmöglichen Chancen hat man bei einer Katze die einzeln, als Handaufzucht ohne jeglichen Kontakt zu Artgenossen gehalten wird.
Dann ist immer noch nicht gesagt, dass man das Virus nicht durch andere Kontakte selbst einschleppen kann.
Es gibt Tests die Coronaviren nachweisen können, aber da macht eigentlich nur ein Verlauf einen Sinn um zB zu sehen, inwieweit sich das Immunsystem der Katze im Laufe der Zeit damit beschäftigt.
Aber auch mit den verfügbaren Tests gibt es teilweise Unschärfen und sie sagen kaum etwas über den tatsächlichen Gesundheitszustand aus. So habe ich schon Tiere gesehen die mit einem Titer von 1:30 todsterbenskrank waren und welche mit 1:1600 quietschfidel
Die Viren lassen sich von Gegegnständen mit einfachen Haushaltsreinigern beseitigen.
Grundsätzlich bestehen keine Bedenken nach der Reinigung ein neues Tier aufzunehmen, von einer FIP-Katze würde ich aber abraten, denn das würde bedeuten, dass man sich eine weitere erkrankte Katze ins haus holt.
Zumal der Neuzugang mit einiger Wahrscheinlichkeit selbst mal Kontakt zu Coronaviren hatte. Katzen die nicht erkranken sieht man das ja nicht an…
Einige Stellen sprechen von Wartezeiten andere wieder nicht. Bei Züchtern wird in solchen Fällen genauer nachgehakt und wie bereits erwähnt temporäre Sperren verhängt.
Es ist jetzt schwer Dir etwas konkret zu raten, denn Streß könnte auch bewirken, dass bei der verbliebenen Katze das Virus mutieren kann und sie auch erkrankt. Alleine bleiben geschätzte 15-20 Jahre lang ist aber such nichts.
In diesem individuellen Fall wäre es in der Tat nicht das Schlechteste, aus dem gleichen Stall ein Tier dazuzunehmen, denn da ist auch das Immunsystem beider Tiere ähnlich, weil sie im gleichen Umfeld aufgewachsen sind und den gleichen Keimen ausgesetzt waren.
Hast Du vor an den „Züchter“ heranzutreten?
Vielleicht nagst Du auch mal hier reinschauen:
http://www.laboklin.de/de/VetInfo/aktuell/lab_akt_04…
(Laboklin ist eines der Labore zu dem Tierärzte ihre Proben schicken)
Gruß
M.