hallo zusammen!
seit ca. 2 wochen haben wir eine etwa 1 jährige katze aufgenommen, die vorher im quartier herum srteunte. das problem ist nun, dass die katze ständig hunger hat. ich denke, es hängt damit zusammen, dass die katze früher nie wusste, wann sie etwas zu futtern kriegt und von dem her frisst wann immer sie etwas kriegt. ich habe nun versucht, ihr zu zeigen, dass sie schon genug zu fressen kriegt, indem ich das schälchen immer etwas füllte… ich glaube aber nicht, dass das der richtige weg ist, da die katze so ja enorm an gewicht zulegt… hat jemand eine bessere idee?
liebe grüsse und vielen dank schon im voraus für eure hilfe
shakira77
Hallo shakira77,
ich habe hier auch so einigen Kandidaten: Als er zu mir kam, war er ein Gerippe mit spindeldürrem Ratten-Schwanz und roten Flecken auf dem Fell durch Mangelerscheinungen. In den ersten Wochen war nichts Essbares vor ihm sicher (und er glich bald einem „Hängebauchschwein“). Aber ich habe in dieser ersten Zeit bewusst stets Futter angeboten, da als Freigänger hier seinen Bezugspunkt finden sollte.
Mittelweile hat er aber kapiert, dass immer ausreichend Futter für ihn da ist (wenn auch jetzt portioniert und nicht stets verfügbar), und er schlingt nicht gleich alles runter (und wird sogar mäkelig, was die Geschmacksrichtungen angeht). Aber ich mache auch kein Drama draus, dass er ein kleines Bäuchlein hat! 
Ich denke, eine Katze mit einer entsprechenden Vergangenheit benötigt ihre Zeit, bis sie kapiert: Hier gehöre ich hin, hier kann ich mich drauf verlassen, dass ich immer satt werde.
Liebe Grüße
Kathleen
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo,
das normale Fressverhalten einer Hauskatze, wäre mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, gerade soviel bis sie satt ist. Der Rest wird für „später“ aufgehoben.
Eine Mahlzeit dauert idR nur wenige Minuten. Wenn die Katze Wasser trinkt geschieht das in ähnlicher Weise…welches Wasser bevorzugt Deine?
Wenn die Katze ihr Futter sozusagen möglichst inhaliert nur um direkt im Anschluss nach „mehr“ zu verlangen, dann ist das nicht katzentypisch.
Entweder hatte sie in der Vergangenheit Konkurrenz, so dass sie eine Art Futterneid entwickelt hat, oder aber aus Erfahren von Mangelzeiten
„Hungersnöten“ wie Du auch vermutest eben so viel aufeinmal frisst wie möglich ist.
Mit diesen Störungen habe ich nicht so viel Erfahrung, meine waren fast immer von der Sorte, die immer grundsätzlich Anstandsreste gelassen haben.
Trockenfutter gabs zur freien Verfügung.
Eine Änderung dieses Verhaltens ist unter Umständen sehr sehr langwierig.
Vielleicht wäre das eine Idee:
Geh mal mit der Katze zum Tierarzt und lass sie durchchecken (Würmer!, andere Erkrankungen, evtl. Impfungen)…
Anhand ihrer Statur sollte er Dir sagen können, wieviel Futter sie pro Tag ungefähr benötigt. (Als aktiver Freigänger wird das schon mehr sein, als bei einem Stubenhocker)
Diese Menge teilst Du anfangs in 4-5! Einzelportionen die Du zu möglichst festen Zeiten gibst.
Denke daran, auch der Magen der Katze hat sich durch die Druckbetankung sehr wahrscheinlich um einiges gedehnt.
Dieser muß ja denn erstmal wieder schrumpfen.
Den Napf würde ich aber stehen lassen. Denn auch die zu frühe Wegnahme des Napfes nach dem augenscheinlichen Ende der Mahlzeit kann schlingendes Fressverhalten schüren.
Ruhig stehenlassen…wenn er leer ist, ist er leer.
Wenn sie einen Rest lässt, an den sie später nicht mehr geht, dann kann/muß vor der neuen Mahlzeit der Napf ausgewaschen werden.
Der Napf sollte an einer möglichst ruhigen, sicheren und geschützten Stelle stehen, und möglichst ohne direkte Sonneneinstrahlung.
Wenn Du merkst sie kommt mit den 4-5 Mahlzeiten zurecht, dann reduziere die Anzahl der Fütterungen um eine. Die Menge insgesamt behältst Du bei.
…bis Du irgendwann vielleicht auf 3 Mahlzeiten kommst. Dabei würde ich es dann belassen.
Gegen ab und an ein Leckerlie aus der Hand gibts nix einzuwenden ;o)
Vielleicht hilft das
Gruß
Maja
Wir haben ein Katerchen. Der wurde mit etwa 12 Wochen mitsamt Mutter und Geschwistern vom Tierschutzverein eingefangen und in das Tierheim des Vereins gebracht. Dort kamen alle zusammen in einen Käfig mit einer Toilettenschale und einem Napf, der einmal am Tag gefüllt wurde. Da war es wohl so, dass nur der, der schnell genug war, genügend Futter abbekam. Jedenfalls war das Katerchen nur eine Woche dort, kannte aber absolut kein natürliches Fressende. Der hat sich immer so schnell er konnte alles verfügbare Futter reingestopft. Als er größer wurde und schneller fressen konnte, hat er sogar erst seinen Napf geleert und dann den Napf unserer ersten Katze.
Er ist inzwischen schon 5 Jahre alt, und er stopft immer noch alles rein, was geht. Er schlingt wirklich, da wird einem angst und bange beim Zugucken. Das Futter wird streng rationalisiert und es gibt feste Fütterungszeiten. In der Zwischenzeit gibt es höchstens mal ein Leckerlie, aber es steht kein Futter zur festen Verfügung. Der Kater kotzt häufiger mal nachts sein Futter aus, weil er sich gerade mit frisch gefangener Maus vollgestopft hat, um dann mit den Magen mit der normalen Futterration soweit es geht auch noch zu füllen. Er lernt es nicht und lehnt dann auch das Futter nicht ab. Nach dem Kotzen frisst er das, was zuvor nicht mehr passte, sofort auf.
Dieser Kater fängt leider hin und wieder auch Waldspitzmäuse, die er dämlicherweise auch frisst und uns dann nachts vor’s Bett kotzt, weil Katzen die Moschusdrüse nicht recht vertragen.
Er lernt es nicht, und also behalten wir seine Figur im Auge und rationalisieren entsprechend.
Bis denne
Schnoof
Hallo shakira77,
unsere eigenen Nachzuchtkatzen wussten von Anfang an, dass immer Futter für sie erreichbar ist.
Bei unserem zwangsadoptierten Kater war das anders. Der hatte anscheinend in den ersten zwei Jahren seines Katzenlebens mehr Schläge als Futter bekommen. Nur nachts inspizierte er die bis dahin immer offen stehende Küche nach Genießbarem. Bevor wir ihn hatten, konnte auch mal was auf dem Küchentisch oder dem Küchenschrank stehenbleiben. Seit dem Kater nicht mehr. ALLES hat der inhaliert und ging dabei über Tisch und Schrank.
Auch heute noch ist es ihm am liebsten, wenn sein Futter vom Tisch kommt: Nur wenn Dosi das auch „frisst“, muß es gut sein. Erst wenn er sich ein Leckerchen erbettelt hat, lässt sich der gnädige Herr herab, mit dem ordinären Katzenfutter Vorlieb zu nehmen. In 5 Jahren hat er gelernt, dass immer eine Ration Trockenfutter bereit steht, Feuchtfutter auf Wunsch gereicht wird und Leckerlis kommen, wenn man ganz doll bettelt und mit treuen Glubschaugen den Zweibeinern um die Füsse herumwuselt.
Tja, Hunger ist auch bei Tieren eine prägende Erfahrung, die nicht so leicht ausgeräumt werden kann.
Hab einfach Geduld mit dem Fellbündel. Beim nächsten Tierarztbesuch diesen mal ansprechen, um auch letzte Bedenken wegen körperlicher Ursachen auszuschließen.
Viel Glück und Spaß mit dem Mäusefänger wünscht BM
katze hat ständig hunger
hallo zusammen!
ich danke euch für die tipps und ratschläge!
mit genügend geduld wird sie, hoffe ich mal, schon merken, dass sie genügend zu fressen kreigt…=)
ich wünsche euch noch einen schönen abend!
shakira77