Katze im Mietvertrag

Hallo an alle!

Wir haben eine tolle neue Wohnung in Aussicht, die Eigentümer wohnen im anderen Teil Deutschlands, also weit weg. Bei der Besichtigung sagten wir dem Hausmeister, das wir einen Hund und eine Katze hätten und fragten, ob das ein Problem sei. Der meinte, die Vorvormieter hätten auch einen Hund gehabt und er ist sich zu 90% sicher, das unser Hund erlaubt werden würde. Nun haben wir uns viele Wohnungen angeschaut (und auch schon abgesagt) und uns dann für ebendiese entschieden. Heute nun habe ich mit der Vermieterin telefoniert und sie sagte, das Einzige, was sie nicht mehr wollen, sind Haustiere, weil sie so schlechte Erfahrungen damit gemacht hätten beim Vorvormieter. Da erzählte ich ihr von unserem Dackel und das wir davon ausgingen, er wäre kein Problem. Kurzum, ich konnte sie überzeugen und sie wollen uns die Wohnung trotz Hund geben. Nun habe ich mich nicht getraut, auch noch unseren 10 Jahre alten Wohnungskater zu erwähnen, aus Angst, sie überlegt es sich dann doch noch anders. Die Leute sind auch wirklich sehr nett und ich bringe es einerseits nicht über mich, sie zu hintergehen und die Katze einfach mitzunehmen. Andererseits traue ich mich nach unserem sehr netten Gespräch und ihrem Entgegenkommen auch nicht, sie jetzt anzurufen und zu sagen: ach übrigens, da wäre noch eine Katze. Was würdet ihr tun???

Liebe Grüße, Tine

Hallo Tine,

der Wau-Wau steht im Mietvertag? Wenn ja, werden in diesem Vertrag weitere Haustiere ausgeschlosse? Wenn das der Fall ist so würdest du den Vermieter hintergehen wenn du die Katze einfach mitnimmst. (Vertragsbruch)

Wenn nicht so steht der Samtpfote nichts im Weg mit einzuziehen.

Ich habe selbst zwei Kater (reine Wohnungskater), die stehen mit Namen und Fellfarbe im Mietvertrag. Wenn sie beide nicht mehr sind, so muß ich erneut beim Vermieter anfragen ob ich wieder eine Mieze einziehen lassen darf.

Aber wenn der Hund erlaubt wird erkläre doch einfach das Samtpfötchen in dem Alter als langjährigen Freund und Kumpel des Hundes. Einer kann nicht ohne den Anderen, Trennung würde für beide Unglück bedeuten. Sie bellt nicht laut und stört damit nicht die Nachbarn, wenn sie nicht raus geht ruiniert sie auch keine Blumenbeete oder Vorgärten. Dann ist dem Verbot doch schon mal die Grundlage entzogen.

MfG
Andy

Hallo Andy,

den Mietvertrag bekommen wir erst nächste Woche hin zugeschickt, wir haben aber bereits eine Bestätigung per Mail vom Vermieter, das wir die Wohnung bekommen. Nun bin ich mir eben unsicher. Wenn ich jetzt nichts sage und erst in einer Woche (wenn der Mietvertrag kommt), dann nehme ich dem Ehepaar ja eine Woche, um einen neuen Mieter zu suchen.(falls sie die Katze nicht wollen) Zumal sie die Suchzettel schon entfernen ließen. Das ist auch nicht gerade fair, sie dazu zu zwingen, ja zu sagen, oder? Aber wir möchten die Wohnung auch unbedingt.

LG Tine

Hallo,

vielleicht macht das Dir die Entscheidung etwas einfacher, wenn ich Dich ein bisschen reize…

Wenn Du die Wohnung unbedingt willst…würdest Du die Katze abgeben oder ins Tierheim bringen?

Wenn Du das Tier verschweigst und einziehst und der VM kriegt früher oder später spitz, dass auch eine Katze hier wohnt, für die es keine Erlaubnis gibt, kann er auch im Nachhinein die Abschaffung verlangen…unter Umständen könnte er sich auch getäuscht fühlen, was sich nicht gerade förderlich auf die Zukunft auswirken könnte…
Den Ausgang der Angelegenheit hätten dann die Gerichte zu klären, die Entscheidungen sind meist Einzelfallentscheidungen, wobei es auch auf die genaue Ausformulierung im Mietvertrag ankommt, was die Klausel über die Tierhaltung angeht.

Wohingegen es vertrauensbildend ist, die Karten auf den Tisch zu legen…das kann die Chancen zur Zustimmung erhöhen…

Hier mal diverse Urteile:
http://www.loetzerich.de/tips/Urteile/body_urteile.html
http://www.katzenfreiheit.de/6-mietrecht.html

Warum stehst Du nicht zu Deinen Haustieren?

Gruß
Maja

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Nur Mut, sprich nochmal mit ihnen…
Hallo Tine,
ganz schöner Schlamassel…
Ich persönlich kann Dir, fernab von rechtlichen Fragen, rein persönlich nur empfehlen, die Vermieter nochmal anzurufen und ganz ehrlich zu sagen, was Sache ist.
Du machst mir den gleichen Eindruck, sagst, Du hast ein schlechtes Gefühl, es sei nicht fair… sehe es genau so, das Bauchgefühl ist meist (!) ein guter Berater :wink:
Sagt,
…dass Euch die Wohnung so wunderbar gefällt, Ihr euch aber aufgrund Ihrer verständlichen Besorgnis aufgrund der schlechten Vorerfahrungen, nicht getraut habt, auch noch die Mieze zu erwähnen. :-/
Das sei Euch sehr unangenehm und Sie möchten das bitte entschuldigen, sonst wäret Ihr ehrliche, offene Menschen, aber in dieser Situation, weil die Wohnung so toll wäre…hättet Ihr Euch ganz anders verhalten, als Ihr es normalerweise macht.
Mit einer Unwahrheit wolltet Ihr ein beginnendes, schönes Mietverhältnis nicht belasten, es täte Euch leid.

Dann erzählst Du, das die Katze nur drinnen lebt, sich blendend mit dem Hund versteht und erklärst nochmal, das ganz sicher kein *Theater* von Ihr ausgeht ( ich denke da so an verkratzte Einbauten, Holzböden… wer weiß, was da vorher real oder in der Phantasie ablief, was die Sorge der Vermieter begründet; vielleicht geht es auch um Allergien?..)
Ich würde dann noch fragen, was sie denn befürchten, damit Ihr die Sorge Eurer, wie Du sagst, ja sehr netten Vermieter, für Euch besser einorden und ihnen gegenüber hoffentlich nehmen kannst.

Nach solch einem ehrlichen, um Verständnis werbenden ( nicht unterwürfigen!) Gespräch, kann ich persönlich mir nicht vorstellen, dass Euer Mietverhältnis nicht zustande kommt.
( Wäre ich Vermieter, käme das jedenfalls schlichtweg positiv rüber :smile:)

Würdet Ihr die Miez verschweigen, bringt das aus meiner Sicht nur Ärger nach sich…
Sollte nach offener Ansprache, mit „Entschuldigung, wir wollten die Wohnung so gern und hatten Sorge, wir kriegen sie nicht, wenn wir Minka erwähnen“ tatsächlich kein Mietvertrag zustande kommen, seid froh.
Dann habt Ihr Euch, auch wenn die Wohnung noch so schön ist, grad noch mal vor viel Ärger gerettet.
Meine Meinung,
viele Grüße und wünsche Euch viel Glück!
Finjen

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Hi

Sags Ihnen !!! Genau so wie Finjen es vorgeschlagen hat !!

Ich habs meinem Vermieter auch vorher gesagt, obwohl in seiner Anzeige eindeutig „keine Haustiere ausser Kleintieren“ drin stand, hat er für Dr. Fussler eine Ausnahme gemacht mit den Worten :

„Ich erlaube Ihnen das jetzt nur, weil Sie so ehrlich waren - und genau deswegen bekommen Sie auch die Wohnung“

hätten wir den (haus-)Kater verschwiegen, wären wir sonst im hohen Bogen wieder rausgeflogen … nach einem Jahr Wohnungssuche bis wir die Traumwohnung gefunden hatten

Gruß h.

Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für eure Antworten, die mich ja auch tüchtig in meinem schlechten Gewissen bestätigt haben. Ich hätte meine Katze auf keinen Fall hergeben wollen und der Einzug ins neue Heim wäre mir bei Heimlichtuerei auch gründlich verdorben worden. So habe ich den Vermietern jetzt einen Brief geschrieben, bzw. meine Katze Nemo hat den Brief verfasst und ein bisschen aus ihrem Leben mit dem Hund und ihrer Familie erzählt. Dabei flossen natürlich die guten lobenswerten Dinge mit ein, z.b., das er gerne schläft, weil er ja schon 10 ist, ausschließlich sein Kratzbrett und seine Toilette benutzt und das er und Max (der Hund) dicke Kumpel sind. Das er außerdem noch nie aus seinen vier Wänden rauskam und auch im Urlaub immer gut zu Hause betreut wird. Was ja auch alles stimmt, er ist ja wirklich lieb. Dann habe „ich“ noch ein paar Zeilen geschrieben und mich nochmals entschuldigt, aber auch gesagt, das ich das gute Verhältnis nicht durch Unaufrichtigkeit trüben möchte und verstehen könnte, wenn wir die Wohnung nun nicht bekämen. Naja, und heute kam die Antwort, das wir mit Hund und Katze einziehen dürfen und uns in der neuen Wohnung wohlfühlen sollen. Ich bin überglücklich! :smile:

Vielen Dank!

LG Tine

Hallo,

siehst Du, jetzt hast Du den Grundstein für eine vertrauensvolle Beziehung zum Vermieter gelegt. Statt Monate oder Jahre der Heimlichkeit und Beziehung flicken, kannst Du gleich leichten Herzens einziehen. Ich würde den Vermieter, der Dir so entgegengekommen ist auch mal zum Kaffee einladen.

Ich finde es toll, dass Du den Mut gefunden hast und das Risiko eingegangen bist. Hut ab! Und schön, dass es belohnt worden ist.

Viele Grüße,
Niels

Ich würde den Vermieter,

der Dir so entgegengekommen ist auch mal zum Kaffee einladen.

Die Familie kriegt natürlich einen Teil des Stollens, das steht schonmal fest. :smile: Wann wir uns mal persönlich begegnen, ist ungewiss, da sie ja sehr weit weg wohnen. Aber eine Weihnachtskarte gibts auf jeden Fall auch. Ich bin auch sehr froh und kann mich jetzt erst richtig freuen. Vielen Dank nochmal!

LG, Tine