Katze lässt das Mausen nicht!

Hallo alle zusammen,
meine Kollegin hat neuerdings einen neuen Kostgänger, einen Kater, der
mittlerweile auch schon kastriert ist! Soweit ist der junge Mann
anscheinend lieb und nett, allerdings hat sie das Problem, daß er
anscheinend jeden Tag Mäuse oder Vögel mit nach Hause bringt und sich
tierisch drüber freut (sie leider nicht)!
Jetzt wollten wir einmal fragen, ob es irgendeine Möglichkeit gibt, daß
das Jägerlein das Mausen lässt, ohne ihm ein Glöckchen umzubinden?
Hätte da jemand von euch eine Idee oder Erfahrungsbericht?
Vielen lieben Dank schon jetzt für eure Antworten!

LG
Marisa (die mit Katzen null Erfahrungen hat, außer daß sie bevorzugt
Häufchen in ihren Garten machen)

Hallo,

Jetzt wollten wir einmal fragen, ob es irgendeine Möglichkeit
gibt, daß
das Jägerlein das Mausen lässt, ohne ihm ein Glöckchen
umzubinden?

Nein, das gibt es nicht. Die Sache mit den Beutetieren ist eine der Geschichten, die man bei Freigängerkatzen einfach hinnehmen muss. Kehrblech & Schaufel, Mülltonne, Ende.

Auch ein Glöckchen hilft nicht, denn mit etwas Übung kann die Katze trotzdem jagen. Halsbänder sind bei Katzen wegen der Würgegefahr sowieso zu meiden, und das ständige Gebimmel wird die Katze vermutlich in den Wahnsinn treiben.

Es gibt neuerdings spezielle Katzentüren, die eine Art Detektor dafür haben, ob die Katze etwas im Maul trägt. Das verhindert, dass die Katze ihre Beute mit ins Haus schleppt. In Deutschland habe ich diese Dinger aber bisher noch nicht gesehen.

Gruß,

Myriam

Hi,

Jetzt wollten wir einmal fragen, ob es irgendeine Möglichkeit
gibt, daß
das Jägerlein das Mausen lässt, ohne ihm ein Glöckchen
umzubinden?

nope. Es gibt gar keine Möglichkeit, Katzen vom Jagen abzuhalten, außer sie nicht rauszulassen. Katzen sind Raubtiere, fertig. Wer damit nicht klarkommt, darf sie nicht halten (nicht bös gemeint aber Tatsache). Selbst Glöckchen helfen nichts, im Gegenteil, die sind außerdem noch eine Gefahr fürs Tier.

Zuhause hatten wir damals auch einen Kater, dem wir mal kurze Zeit so ein Glöckchen umgehängt haben (als Kinder taten uns eben die armen Mäuse so leid), der hat das clever im Nackenfell eingeklemmt und munter weiter Viehzeug angeschleppt.

Heute würde ich keiner Katze mehr ein Halsband antun. Und der Jagdinstinkt ist normal, das Bringen der Beute ein Liebesbeweis.

Gruß
Cess

Hallo Marisa,

ich habe vor einiger Zeit in einem Buch gelesen, dass es bei Tieren (hier wurden Katzen als Beispiel verwendet) eine Art umgekehrte Triebsteuerung gibt.

Soll heissen: Wenn man eine Katze füttert werden keinesfalls die Triebe befriedigt die eine Katze in der Natur überhaupt erst befähigen würden zu fressen. Also: Anschleichen, Lauern, Fangen, Töten. Der Drang dies zu tun ist potentiell sogar stärker als der zu Fressen, damit eben die Katze lange genug durchhält vor einem Mauseloch zu lauern etc. etc.

Klang für mich ganz logisch, obwohl ich sicherlich mich nicht so gut und deutlich ausdrücke, wie das Buch.

Es ist jedenfalls nach dieser Theorie eher unwahrscheinlich, dass eine Katze ihren Jagdtrieb aufgibt. Wie man ihn evtl. umgehen und anderweitig umleiten kann werden dir sicher all die kompeteten Katzenfachleute hier verraten können.

Gruß
Nita

Hallo Marisa,

Mal im Ernst: die Methode oben ist wohl die einzige, die wiklich hilft.

Die Sache mit den Beutetieren ist zwar etwas unappetitlich aber wohl nicht zu ändern.

Seit wir keine Katzen mehr haben laufen übrigens massenweise Mäuse im Hof rum (letztens haben wir 4 auf einmal gesehen). Insofern sollte man froh sein, daß da jemand ist, der die Population im erträglichen Maß hält.
Laut Vogelschutzorganisation sind übrigens nur kranke Vögel von Katzen „gefährdet“.

Wenn Menschen es im Übrigen nicht ertragen, daß eine Katze ihren Jagdtrieb auslebt, wäre eine Stoffkatze wohl das bessere Haustier.

Grüße
HylTox

Hi!

Ist doch kein Problem und außerdem artgerecht! Warum dann in die natürliche Lebensweise eingreifen und was erzwingen, was nicht zu erzwingen ist (und gemacht werden soll)???

Unsere Katze bringt die Mäuse i.d.R. noch lebendig mit und killt die erst nach einigem Herumspielen. Auch OK. Ist halt eine Katze und kein dummer Hund! :wink:

Gruß
Falke

Zustimmung
Hallo,

ja da kann ich Dir nur zustimmen, die Katze will Dir damit zeigen, daß sie auch für Dich Futter ranbringen kann. Unser Kater bringt sie meist lebend, wenn ich also die Terrassentür aufmache und ich habe vorher nicht gesehen, daß er eine Maus im Maul hat, dann rennt die noch munter im Wohnzimmer herum.

Ist nicht besonders schön, aber das muß man akzeptieren, wenn man eine Freigängerkatze hat. Wenn die Maus eben tot vor der Tür liegt, dann hilft nur tief Luft holen, schlucken, Leichenteile entsorgen und Katze loben.

Liebe Grüße

Sabine

Hallo,

die Katzen bringen die Beute zu dem Menschen, den sie mögen und von dem sie glauben, dass er sich „falsch“ ernährt. Das ist ein Ausdruck der Zuneigung und gegenseitgen Hilfe.
Nie schimpfen, oder strafen - auch wenn es ekelt.

Entweder Glocke, oder damit leben - es sind schließlich Jäger.

Gruß Iso.Osi

Hi

Marisa (die mit Katzen null Erfahrungen hat, außer daß sie
bevorzugtHäufchen in ihren Garten machen)

hast du das gesehen, dass das Katzen (die ihre Häufchen eigentlich verbuddeln) sind ? oder meinst du nur es wären Katzen ? Denn IGEL machen fast identische Häufchen und decken diese nicht zu … die ganzen "Katzen"häufchen im Garten meiner Mutter waren durchweg Igel-Häufchen ;o)

Gruß H.

Hallo Marisa,

habe selbst 2 Katzen und 1 Kater: Die beiden Katzen haben das Mausen prima bei ihrer Mutter gelernt. Ich bin aber der Meinung, die fangen nur Tiere, die nicht stark genug sind. Um es mal hart auszudrücken: Natürliche Auslese im Tierreich. Der Kater als ehemals reiner Berliner Stubenkater kam im Alter von 2 Jahren zu uns (aus schlechter Haltung) und hatte überhaupt keine Ahnung, wie man jagt. Vermutlich wurde er als Wohnungskatzenwelpe zu früh abgegeben oder hat nie das Jagdspiel durch die Mutter leibhaftig erlebt. Der Kater hat sich in der ersten Zeit die Beute von den beiden Damen erlegen lassen und hat sich dann - nachdem er sie diesen gar nicht gentleman-like abgenommen hatte, köstlich damit amüsiert. Mittlerweile weiß er auch, wie man jagt. Alle drei präsentieren immer wieder: Schau, wir sind gute Jäger. Ich lobe sie, da sie alles mögliche Ungetier anbringen. Erwische ich sie beim Jagen auf Vögel, gehe ich dazwischen.
Aber es ist auch schon vorgekommen, dass eine Katzendame so perplex war, einen Vogel gefangen zu haben, dass sie - diesen im Maul spazierentragend - eigentlich nicht so recht wußte, was sie denn jetzt mit ihrer Beute anfangen sollte. Der Vogel wurde durch unsere Intervention gerettet und hat dann schnellstens das Weite gesucht.
Also: Katzen waren, sind und bleiben Jäger. Ansonsten wären es ja Kuscheltiere aus Plüsch.
MfG M.P.