Katze mag keine Hände!

Liebe KatzenkennerInnen,

vor etwa einem dreiviertel Jahr haben wir eine ca. 3-jährige Katze aufgenommen. Sie hat vor Menschen keine Angst, aber leider lässt sie sich kaum anfassen. Sobald man ihr mit einer Hand zu nahe kommt, reagiert sie „genervt“ - und beißt, und zwar wie!

Auch pflegen kann man sie nicht; sie hat recht langes Fell, und es bilden sich „Verklumpungen“ auf dem Rücken. (Ich nehme an, dass man sie in der Vergangenheit unsanft behandelte, denn sie kam sehr gepflegt hier an.)

Sollten wir sie einfach gewähren lassen oder ist es besser, wenn diese verklumpten Fell-Stellen entfernt werden? Und wenn, wie kann man das machen, ohne dass man sie dabei zu sehr stresst?

Vielen Dank für Ratschläge im Voraus!

Gruß - iceage

Hi iceage,

Du könntest eine Weile versuchen, die Mieze per Hand zu füttern, dabei sehr leise und sanft mit ihr reden.
Wenn sie zutraulicher wird und Vertauen zu Deiner Hand hat, kannst Du versuchen, sie vorsichtig zu streicheln.
Ich hoffe, sie lässt sich darauf ein.

Viel Erfolg und lG, cailan

Hallo iceage,

wegen dem Fell, das sollte auf jeden Fall in Ordnung gehalten werden. Wenn es zu arg verklumpt bleibt letztlich nur das Abschneiden.
Und das ist natürlich schwierig weil vorher das Vertrauen aufgebaut sein sollte. Vielleicht daher erstmal drüber wegsehen und später dann halt doch schneiden?

Habt ihr noch andere Katzen im Haushalt?

Mein Tipp wäre etwas „kätzisch“ mit ihr zu reden indem Du ihr „Köpfchen gibst“. Also z.B. wenn die Katze aufm Kratzbaum liegt hingehen und Deinen Kopf an Ihren reiben. Nur kurz, d.h. unter Katzen soviel wie „Hallo, wie gehts mein Freund?“ Wenn Du das gemacht hast könntest Du dich noch kurz mit dem Rücken zu ihr drehen und dann weggehen.

Wenn Sie darauf positiv reagiert, hast Du schonmal eine Möglichkeit gefunden auf für sie positive Art und Weise Kontakt mit ihr aufzubauen und zu vertiefen. Irgendwann dann nimmst Du Deine Hand aber nicht flach sondern zur Faust geballt und gibst ihr auf diese Art „Köpfchen“.

So würde sie verstehen dass diese Kugelhand der Ersatz für den Kopf und somit auch positiv ist. Wenn Sie das ohne Probleme akzeptiert und gerne annimmt kannst Du langsam immer wieder mal die Hand normal benutzen. Vorerst nur am Kopf der Katze.

Ich selbst habe damit gute Erfahrungen gemacht. Wünsche Dir viel Erfolg,
Ina

Vielen Dank für diese Anregung!
Mit dem Kopf kann ich ihr schon kommen, das lässt sie sich gefallen!
Also werde ich jetzt mal die „Kugelhand“ langsam dazu nehmen… und ja, es gibt noch zwei andere Katzen, die sie neben sich gelten lässt, mehr aber auch nicht; denn sie ist die „Chefin“.

Gruß - iceage

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Danke für den Tipp, das mache ich auch schon eine ganze Weile. Leider scheint sie das genau zu unterscheiden, denn dann kommt sozusagen die „gute Hand“, während die „Hand ohne Futter“ nicht so beliebt bei ihr ist!

Gruß - iceage

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Mögliche Probleme bei Verfilzungen
Hallo Iceage,

Auch pflegen kann man sie nicht; sie hat recht langes Fell, und es bilden sich „Verklumpungen“ auf dem Rücken. (Ich nehme an, dass man sie in der Vergangenheit unsanft behandelte, denn sie kam sehr gepflegt hier an.) Sollten wir sie einfach gewähren lassen oder ist es besser, wenn diese verklumpten Fell-Stellen entfernt werden?

Tipps zum Gewöhnen an die Hand hast Du ja bereits bekommen. Die Verklumpungen / Verfilzungen müssen auf jeden Fall möglichst bald entfernt werden, die verfilzten Haare lösen sich nicht von selbst wieder, die Katze kann ihr Fell nicht mehr gründlich reinigen, und wenn die Fell’platten’ zu dicht werden, können Hautkrankheiten entstehen.

Viele Grüße
Diana

Hallo,

die Ideen und Hinweise die Du bisher bekommen hast finde ich klasse, das Füttern aus der Hand (fang mit etwas ganz leckerem an), die Kugelhand (gefällt mir noch besser) und auch der Hinweis mit den Hautproblemen. Katzen neigen dann zu Hautpilzen, weil die Haut nicht genügend durchlüftet wird, aber feuchtgehlaten durchs Putzen, da fühlen sich die kleinen Fieslinge besonders wohl…und machen dann auch vor der menschlichen Haut nicht halt.

Die Stellen an denen sie verfilzt sind allerdings eher ungewöhnlich. Normalerweise verfilzen Langhaarkatzen hauptsächlich am Kragen unterm Kinn, unter den Achseln, in den Beugen zwischen den Hinterbeinen und den Hosen.
Macht sie irgenetwas besonderes warum sie gerade da verfilzt?
Was für Futter bekommt sie denn?
Ich würde mal eine Vitaminpaste zusätzlich geben eventuell auch Hefeflocken übers Futter geben.

Es gibt durchaus Katzen, die sich nicht kämmen lassen, auch wenn sie ansonsten zahm sind…die werden dann manchmal beim Tierarzt unter Narkose geschoren.
Wenn man einer katze, die sich nicht kämmen lässt das ersparen möchte, kann man mit einiger Übung die Truddel auch selbst herausschneiden, aber das Bedarf wirklich besonderer Aufmersamkeit, weil man leicht die bei Katzen sehr lose sitzende Haut erwischt.
Ganz selten gibt es auch Katzen, die sich freiwillig scheren lassen…das ist kein Witz.

Also die Truddel müssen weg, sonst bilden sich aus ihnen Platten die dann „zusammenwachsen“ und im schlimmsten Fall sich wie einen Panzer um die Katze legen…so eine hatte ich mal sozusagen „freigekauft“ (das war ein schlimmer Anblick, aber ohne sie hätte ich einfach nicht gehen können.)

Gruß
Maja

Hallo Maja,

sie rollt sich gerne auf dem Teppich herum und liegt auf dem Rücken mit ausgestreckten Beinchen.
Nun habe ich versucht, sie mal auszutricksen und habe einige der Stellen abgeschnitten, ohne dass sie das so schnell mitbekommen hat.
Das funktionierte auch ganz gut, kostet nur sehr viel Zeit und Geduld.
Sie frisst teils Trockennahrung, teils bekommt sie gekochten Fisch, teils Dosenfutter (verschiedene Marken).

LG - iceage

Hallo nochal iceage,

freut mich dass das klappt. Das ist meist so…

Wenn Du magst kannst mir gerne weitere Fragen schreiben, ich helfe da wirklich gerne und behaupte mal da ein Händchen für zu haben.
Das wird schon…

Das ist meine email:
[email protected]

Kannst mir ja die Entwicklung schreiben und wir sprechen über das weitere das möglich ist wenn Du magst.

Es gibt noch ein paar andere Tricks.
Schau der katze in die Augen (wenn sie das zuläßt) nur kurz und nicht starren und schließe bewußt kurz die Augen und blinzle ihr so zu.
Das heißt soviel wie : „Ich mag Dich“

Und auch das mit dem Rücken zudrehen (nach dem Köpfchen geben) nicht vernachlässigen, das hat auch seinen Sinn und soll sowas heißen wie „DU bist mein Freund!“

Würd mich persönlich jetzt auch interessieren wie es klappt und weitergeht :smile:

LG,
Ina

Hallo Ina,

jetzt machen wir es ganz „programmmäßig“: Nur immer kurzes „Begrüßen“ mit dem Kopf und zwischendurch mit der Faust, aber sonst keinerlei Annäherungsversuche mehr.
Sie „plinkert“ mich freundlich an, wenn ich ihr zublinzle, auch immer nur kurz, und mit der Faust geht es erstmal auch ganz kurz - aber sie hat meine Hand ein wenig abgeschleckt!
Ich habe den Eindruck, dass sie merkt, dass niemand ihr „zu nahe kommt“ und dass sie darum auch etwas entspannter bleiben kann. Das werden wir wohl noch etwas länger so weiter machen, damit sie wirklich Vertrauen fassen kann. (Sie hat ziemlich viel erlebt, kam als zugelaufene, erwachsene Katze bei einer Bekannten (in Frankreich!) an, wurde dort zwar aufgenommen, war aber dort viel allein.)

Lieben Gruß - iceage (Ich werde Dich auf dem Laufenden halten und danke Dir für Dein Interesse!)

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