Katze muss eingeschläfert werden. Wie sage ich es?

Hallo,

unsere 10jährige Katze muss eingeschläfert werden. Dies ist schon für uns sehr schlimm, doch ich habe Angst, es meinem Sohn, 6 Jahre, zu sagen. Seit er weiß, dass sie unheilbar krank ist (Tumor), beschäftigt er sich jede Minute mit ihr und pflegt sie rührend. Es wird zweifellos ein großer Schock für ihn. Wer weiß Rat, wie ich in dieser Situation am geschicktesten verhalten kann?

Gruß Isolde

Hallo Isolde,

ehrlich sein. Ihm erklären, dass sie große Schmerzen hat
und ihr nur etwas abkürzt, was unvermeidlich ist.

Sei vorsichtig mit der Wortwahl.
Belass es nicht bei: sie schläft dann einfach ein.
Kinder denken manchmal sehr konkret und es könnte
zu Missverständnissen führen.

Ich wünsche dir Kraft für diese nicht einfache Aufgabe.

Grüße
Elke

Hi!

unsere 10jährige Katze muss eingeschläfert werden. Dies ist
schon für uns sehr schlimm, doch ich habe Angst, es meinem
Sohn, 6 Jahre, zu sagen. Seit er weiß, dass sie unheilbar
krank ist (Tumor), beschäftigt er sich jede Minute mit ihr und
pflegt sie rührend. Es wird zweifellos ein großer Schock für
ihn. Wer weiß Rat, wie ich in dieser Situation am

Das ist echt eine schwere Situation. Ich würde ihm sagen, dass sie jetzt so krank ist, dass sie nur noch Schmerzen hat und sich nicht mehr wohl fühlt und das selbst der Onkel Doktor ihr nicht mehr helfen kann. Sage ihm auch, dass sie sterben wird, aber ihr jetzt die Entscheidung habt, ob sie ohne Schmerzen einschläft, weil der Arzt ihr eine Spritze gibt, oder ob sie irgendwann von alleine stirbt, aber weiter Schmerzen hat. Sage ihm auch, dass du es ganz toll findest, wie er sich um sie gekümmert hat und dass es ihr bestimmt gut getan hat. DAnn lasst sie einschläfern.

Ob euer Sohn dabei sein soll, ob der Arzt zu euch kommt, ihr zum Arzt fahrt und so weiter hängt davon ab, wie ihr euren Sohn einschätzt. Schafft er dies zu verarbeiten oder wird er Schäden davon behalten. Vielleicht fragt ihr ihn einfach, ob er dabei sein möchte. Ich würde eure Katze auf jeden Fall beerdigen lassen und nicht beim Tierarzt lassen. Wenn ihr sie nicht im Garten vergraben dürft ( oder keinen Garten habt ), dann wäre ein Tierfriedhof eine Alternative. So hat er zumindest einen Platz zum Trauern, kann das ganze abschließen und die Katze ist nicht einfach nur weg.

Aber: Ich bin keine Psychologin und ich kenne euren Sohn nicht. So würde ich es allerdings meinem Kind beizubringen versuchen. Unser Hund wurde eingeschläfert, als ich gerade in der zweiten Klasse war. Ich war nicht dabei. War aber sehr sauer, dass meine Eltern mir ncihts davon erzählt hatten.

Tara

Hallo,

Es wird zweifellos ein großer Schock für
ihn. Wer weiß Rat, wie ich in dieser Situation am
geschicktesten verhalten kann?

Warum wird es ihn schockieren? Ihr bringt die Katze doch zum einschläfern weg, denke ich mal??
Er wird mehr darunter leiden, wenn Du ihn an Deinem eigenen Leid darüber mitleiden läßt.

Ich würde einfach die Wahrheit abkürzen, so dass sie nicht schockiert.

Erstmal sagen, dass die Katze schon sehr alt ist und wenn sehr alte Menschen sterben, dann gehen sie auch zu einem speziellen Ort, wo sie besser umsorgt werden können, bis sie sterben und so etwas änhliches gibt es auch für Katzen. (Sterbehospiz, falls Du nicht weißt was ich meine)

Bestimmt wird er später fragen, warum es Euthanasie bei Katzen gibt und nicht bei Menschen, aber das ist ein anderes, sehr interessantes Thema.

Eencockniedo

Hi Isolde,

sei ehrlich zu ihm. Nimm Dir Zeit, suche Körperkontakt. Erkläre es ihm genau. Wenn er sie bereits pflegt, weiß er, daß sie sehr krank ist.

Ich weiß nicht, ob ihr gläubig seid, mir hat es als Kind immer geholfen, eine richtige Beerdigung zu feiern - und danach zu glauben, daß das Tier im Himmel ist.

Gib ihm Zeit für seine Trauer und versuche, daß er mit seinen Sinnen miterleben kann, was geschieht. Versuche also so oder so, den Körper des Tieres wieder mit nach Hause zu nehmen und im Garten zu bestatten, eine Auseinandersetzung mit dem Tod auf diese Art hilft einem Kind, es schneller zu verarbeiten, als wenn es mystifiziert und unter Ausschluß des Kindes stattfindet.

Viel Kraft dafür.
Liebe Grüße,
Nike

Hallo,

sei ehrlich zu ihm. Nimm Dir Zeit, suche Körperkontakt.
Erkläre es ihm genau. Wenn er sie bereits pflegt, weiß er, daß
sie sehr krank ist.

Es hört sich auch bei denjenigen, die vorher geantwortet haben so an, als ob Ihr wirklich meint, dass es gut ist alles bis ins letzte Detail durchzureden.

Ich weiß nicht, ob ihr gläubig seid, mir hat es als Kind immer
geholfen, eine richtige Beerdigung zu feiern - und danach zu
glauben, daß das Tier im Himmel ist.

Ja nun, das ist ja das komplette Gegenteil, von dem was Du gerade gesagt hast? Entweder Wahrheit oder Märchenstunde, oder beides…wird echt kompliziert.

Gib ihm Zeit für seine Trauer und versuche, daß er mit seinen
Sinnen miterleben kann, was geschieht. Versuche also so oder
so, den Körper des Tieres wieder mit nach Hause zu nehmen und
im Garten zu bestatten, eine Auseinandersetzung mit dem Tod
auf diese Art hilft einem Kind, es schneller zu verarbeiten,
als wenn es mystifiziert und unter Ausschluß des Kindes
stattfindet.

Das klappt auch immmer wieder gut mit Omas und Opas. (scherzhaft gemeint)

Also ich war 8 als mein Opa starb an Lungenkrebs im Krankenhaus. Bin sehr froh, dass mir die Einzelheiten durch meine Eltern erspart wurden. Ein sehr alter Mensch, der stirbt. Das reichte mir allemal als Erklärung.

Eencockniedo

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Hallo,

wenn er und Du es Euch vorstellen könnt, nimm ihn mit zum Tierarzt und auch mit zum Einschläfern. Ich habe bei Menschen und Tieren die besseren Erfahrungen gemacht, wenn die Trauernden dabei waren.

Entweder beim Sterben dabei waren oder zumindest hinterher vom toten Tier / Verstorbenen durch Anfassen, daneben sitzen, etc. richtig Abschied nehmen konnten.

Gruß
juhe

Hallo E,

(we have to stop meeting like this)

Es hört sich auch bei denjenigen, die vorher geantwortet haben
so an, als ob Ihr wirklich meint, dass es gut ist alles bis
ins letzte Detail durchzureden.

Nein. Aber mit Ehrlichkeit meine ich z.B. nicht die
berühmt-berüchtigten Standardlügen (wir bringen den Hund
auf einen Bauernhof, da hat er es viel besser als bei
uns, immer Häschen jagen…). Ehrlichkeit heißt für mich,
das Kind zu respektieren und ihm - wie ich in meinem
Posting, zugegebenermaßen kurz, erwähnte - die Tatsachen
plausibel zu erklären.

Wenn ich von deutlicher Sprache geredet habe, so denke ich
eigentlich eher im Englischen (bin mir jedoch sicher ,dass
es im Deutschen Vergleichbares gibt). Dort ist der normale
Ausdruck „the pet will be put to sleep“. Das ist aber
genau der gleiche Ausdruck, der benutzt wird, wenn jemand
eine Vollnarkose bekommt. Ich habe bei meiner Arbeit im
Krankenhaus Kinder in Todesfurcht erlebt (die sie nicht
mal richtig artikulieren konnten), weil sie gesagt bekamen,
sie würden eben „eingeschläftert werden“. Aus diesem
Grund plädiere ich für Genauigkeit in der Wortwahl.

Das heißt nicht, dass man alles in naturwissenschaftlich
exakten Details darstellen soll. Aber es ist für das Kind
unter Umständen wichtig, genau zu wissen, wie das
abläuft (wer dabei ist - hoffentlich jemand, den die Katze
kennt - eine Spritze - kurzer Pieks - dann wird sie müde -
die Schmerzen vergehen).

Wenn man dann - sofern man eben selbst gläubig ist -
noch etwas über Himmel usw. erzählt, ist das für die
Gläubigen kein Märchen, sondern für sie Wahrheit.
Das widerspricht in keinster Weise dem Obengesagten.

Grüße
Elke

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Hallo Juhe,

das wollte ich auch empfehlen, vor allem als ich
Eencockniedos Bemerkung las
„Ihr bringt die Katze doch zum einschläfern weg, denke ich mal?“
(was für mich schrecklich klingt und wie eine Entsorgung),
hab’s dann aber gelassen, weil es einfach sehr speziell
auf die Familie und das Kind ankommt. Wenn das Elternteil,
das mit zum Tierarzt geht, nicht gut mit der Situation
umgehen kann, ist es unter Umständen besser, das Kind
nicht mitzunehmen.
Tendentiell möchte ich dir aber zustimmen.

Grüße
Elke

PS: Nicht nur bei Kindern, auch bei Erwachsenen, sind
unsubstantivierte Vorstellungen meist viel, viel schlimmer
als die Realität.

off topic

(we have to stop meeting like this)

I’d rather think he/she has to stop writing bullshit like this.

Eckard
(fed up with this „expert“)

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I was not aware that this is an English Forum, but I am happy to post my replies in English language too to make them accessible to a wider worldwide audience. Thanks for highlighting this.

Eencockniedo

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Geht’s auch in richtigem Englisch?

Abgesehen ist Eckard nur auf meinen Satz Englisch
angesprungen, der halt auf Deutsch einfach sch…
klingt.
Deine Antwort, once again, bestätigt aber seine Aussage
wunderschön.

Grüße
Elke

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Gute Besserung! owT
nix da

Hallo Isolde,

Frag deinen Sohn ob er dabei sein möchte. Mit 6 Jahren kann man ihm
schon erklären, alte Menschen sterben, alte Tiere sterben das ist nichts
ungewöhnliches.
Kinder gehen mit dem Tod ganz anders um wie wir, sei es ein Tier oder
der Opa, es gehört zum Leben dazu und ein Kind akzeptiert das. Fragen
wie „Warum jetzt schon?“ oder „Er war doch noch gar nicht so alt.“ sind
normalerweise Kindern fremd.

Wenn du die Möglichkeit hast, kann ich auch nur empfehlen eure Katze
zu beerdigen.

Zumindest bei uns war es so, dass unsere Tochter viel selbstverständlicher
damit umgegangen ist als wir Erwachsenen es konnten.

Gruß
Stefan

Hallo Isolde,

aus eigenem Erleben weiß ich das es besser ist es ihm zu erklären, und wie auch schon andere schrieben wwenn möglich sich einen Platz im Garten suchen um ihn zu beerdigen. Mir hat es damals bei unserer Waldi gut getan zu wissen wo ihr Körper liegt, und das ihre Seele halt im Hundehimmel ist. Im übrigen hatte ich sie damals morgens tot im Körbchen gefunden und zum Glück hatten wir damals zwei Hunde und so konnte ich mich auch auf Dolly konzentrieren um das zu verarbeiten.
Ich war dann 19 als Dolly im Alter von 19 Jahren eingeschläfert wurde und zwar ohne mein Wissen. Das nehme ich übrigens meinen Eltern heute noch übel. Bei mir hätte sie ihr Gnadenbrot auf jeden Fall weiter bekommen auch wenn sie blind war.

Die diversen Katzen die ich im Laufe der Jahre hab kommen und gehen sehen waren für mich nie so schlimm. Allerdings war es aufgrund der Örtlichkeiten auch so das dann und wann mal eine Katze das Verlangen hatte auf Wanderschaft zu gehen und einfach vom Lager auf dem LKW ging sich versteckte und in HH sich dann dort als Lagerkatze verdingte *grins*

Ich habe halt früh gelernt das es einen natürlichen Kreislauf gibt auf den man keinen Einfluß hat, der Glaube daran das es den Tieren allerdings danach besser geht hat mir stets geholfen.
Persönlich finde ich es jedoch besser wenn der Tod natürlich eintritt, dies läßt sich leichter erklären als wenn man das Leiden halt per Spritze verkürzen muss.

Erklär deinem Sohn wie das bei Katzen so ist und das eine Katze im Alter von 10 Menschenjahren schon ein sehr stattliches Alter erreicht hat (~70). Gib ihm die notwendige Zeit zu verstehen das es besser ist das die Katze eingeschläfert wird damit sie nicht mehr unter ihren Schmerzen leiden muss (merkt man dem Tier die Schmerzen an?) Wenn er dies verstanden hat und diesem schweren gang zustimmt ist das schlimmste, für dich, schon vorbei. Ich habe nachdem unser Kater überfahren wurde auch mit meinen Kindern gesessen und getrauert und geweint. Und er sollte wissen das dies völlig normal ist jemanden zu vermissen der nicht mehr wiederkommen kann. Meinen Kindern hab ich jedoch auch erzählt das sie all ihre Lieben später im Himmel wiedersehen werden und das TicTacOma, Tantchen und Opa Hans und auch Kater Tommi ihnen vom Himmel aus zuschauen und an sie denken.

Mein Jüngster, damals 4, hat diese Argumentation voll aufgenommen. Er hat zwar noch lange immer wieder mal gesagt er vermisse Tommi oder Opa aber er sagte dann auch das sie ja gerade zu ihm runterschauen und das wäre schön.

Letztlich kennst du deinen Sohn am besten und glaub mir wahrscheinlich wird er dich sogar etwas überraschen wenn du mit ihm darüber sprichst.
Wie du es am besten Ausdrückst musst jedenfalls du wissen.
Dies hier sind ales nur Erfahrungsberichte.

Gruß Andea

unsere 10jährige Katze muss eingeschläfert werden. Dies ist
schon für uns sehr schlimm, doch ich habe Angst, es meinem
Sohn, 6 Jahre, zu sagen. Seit er weiß, dass sie unheilbar
krank ist (Tumor), beschäftigt er sich jede Minute mit ihr und
pflegt sie rührend. Es wird zweifellos ein großer Schock für
ihn. Wer weiß Rat, wie ich in dieser Situation am
geschicktesten verhalten kann?

Gruß Isolde

Hiho,

Ich weiß nicht, ob ihr gläubig seid, mir hat es als Kind immer
geholfen, eine richtige Beerdigung zu feiern - und danach zu
glauben, daß das Tier im Himmel ist.

Ja nun, das ist ja das komplette Gegenteil, von dem was Du
gerade gesagt hast? Entweder Wahrheit oder Märchenstunde,
oder beides…wird echt kompliziert.

Ähm, keinesfalls. Wenn sie gläubig sind, ist ja die Aussage, daß das Tier im Himmel ist, keine Märchenstunde, oder? Sondern eben die Wahrheit. Meine Einschränkung „wenn Ihr gläubig seid“ bezog sich darauf, daß diese Erklärung natürlich nur dann funktioniert, wenn die Eltern auch dahinterstehen und selber dran glauben. Und dann ist es die Wahrheit. :smile:

Das klappt auch immmer wieder gut mit Omas und Opas.
(scherzhaft gemeint)

Ich halte es für einen Fehler, Kinder vom Sterben fern zu halten. Aber das ist Ansichtssache, darüber kann man schwer diskutieren.

Liebe Grüße,
Nike

1 „Gefällt mir“

Hallo

Ähm, keinesfalls. Wenn sie gläubig sind, ist ja die Aussage,
daß das Tier im Himmel ist, keine Märchenstunde, oder? Sondern
eben die Wahrheit.

Ich finde diese Aussage auch dann sehr tröstlich, wenn man nicht so richtig dran glauben kann. Ich würde, jedenfalls solange mir diese Vorstellung nicht regelrecht abstrus vorkommt, auf jeden Fall so etwas oder Ähnliches erzählen oder wenigestens diese Möglichkeit offenhalten. (‚vielleicht kommt er ja in den Himmel usw. o.ä. …‘ Auf eine evtl. Frage kann man ja sagen, dass es viele Menschen gibt, die das glauben, und dass man es nicht wirklich wissen kann; das ist ja auch nicht gelogen, finde ich.)

Das klappt auch immmer wieder gut mit Omas und Opas.
(scherzhaft gemeint)

Ich halte es für einen Fehler, Kinder vom Sterben fern zu
halten. Aber das ist Ansichtssache, darüber kann man schwer
diskutieren.

Ich habe mal eine Gesprächsrunde mitgemacht zu diesem Thema. Dabei stellte es sich heraus, dass eigentlich alle, denen mal ein naher Angehöriger gestorben war, es als sehr schmerzhaft und schlimm erlebt hatten, wenn sie von dem Tod und dem Toten ferngehalten wurden. Dagegen wurde von allen, die das mal erlebt hatten, als tröstlich empfunden, den Toten noch mal sehen zu und sich von ihm verabschieden können.

Es waren ungefähr 15 Erwachsene dabei. Deren geschilderten Erlebnisse lagen zum großen Teil in deren Kindheit.

Viele Grüße
Thea

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offtopic
da unsere katze dieses jahr eingeschläfert wurde: versichere dich, wie es gemacht wird. normalerweise gibt es ein schlafmittel und erst, wenn das tier schläft, wird es mit einem weiteren mittel eingeschläfert. bei unserem tier lief es nicht so ab und das war eine zusätzliche belastung.

Hi Thea,

Ich finde diese Aussage auch dann sehr tröstlich, wenn man
nicht so richtig dran glauben kann.

Stimme Dir grundsätzlich zu. Ich persönlich glaube daran und würde darum ohnehin ein Kind nicht „belügen“, wenn ich ihm das erzähle. Ich wollte hier aber keinem den Rat erteilen, es zu behaupten, ohne es zu glauben. Hätte nur Streit und offtopic-Diskussionen gegeben. :wink:

Ich habe mal eine Gesprächsrunde mitgemacht zu diesem Thema.
Dabei stellte es sich heraus, dass eigentlich alle, denen mal
ein naher Angehöriger gestorben war, es als sehr schmerzhaft
und schlimm erlebt hatten, wenn sie von dem Tod und dem Toten
ferngehalten wurden. Dagegen wurde von allen, die das mal
erlebt hatten, als tröstlich empfunden, den Toten noch mal
sehen zu und sich von ihm verabschieden können.

Ja. Ich habe erst vor einigen Wochen mit 4 Personen gesprochen, alle machen auf die ein oder andere Weise Trauerbegleitung: Ein Gemeindepfarrer (der Angehörige ja vor, während und nach Beerdigungen betreut, zwei Leute von einer Psychologischen Trauerbegleitung und eine Krankenhaus-Pfarrerin. Alle sagten das selbe: Das Mit-Erleben des Todes macht es Kindern (und auch Erwachsenen) einfacher, Abschied zu nehmen und abzuschließen. Alle 4 waren der Meinung, daß die alte Sitte, Tote aufzubahren und nach dem Tod noch anfassen und sehen zu können, einen wesentlich natürlicheren Umgang und ein besseres Verkraften zur Folge hat. Leider entfernen wir uns in unserer Gesellschaft immer mehr davon.

Ich könnte da jetzt endlos weiter drüber diskutieren, aber da gehörten wir wohl eher ins Psychbrett mit. :wink:

Liebe Grüße,
Nike

Frag deinen Sohn ob er dabei sein möchte. Mit 6 Jahren kann
man ihm
schon erklären, alte Menschen sterben, alte Tiere sterben das
ist nichts
ungewöhnliches.

Da es hier um das „Einschläfern, um der Katze Leiden zu ersparen“ geht, sollte man sich demnach wohl auch gleich eine gute Erklärung zum Thema Sterbehilfe oder gar „Euthanasie“ zurechtlegen. :I