ich bin es schon wieder, denn ich hab noch ein problem: meine andere katze hat es an den ohren. die tierarztbehandlung hilft immer nur ein paar monate, dann schüttelt sie wieder den kopf. an der basis eines ohres (innen) hat sie ein gewächs. die ohren sind relativ sauber: kein eiter, kein geruch. wenn sie zu schütteln anfängt, gebe ich etwas ohrreiniger ins ohr und tags darauf kommt dann braunes gebröcksel zum vorschein. da das problem ständig wieder aufkommt und der tierarzt auch keine andere idee hat als orisel, würde ich gern wissen, ob jemand eine idee zur diagnose/ für ein heilmittel und/ oder pflegemittel hat.
krankengeschichte bisher:
anfangs waren es milben (mikroskopisch festgestellt), die dem verschriebenen orisel zunächst wichen. ein paar monate später eine infektion, die mit surolan behandelt wurde. beim nächsten tierarztbesuch war der behandelnde arzt von surolan, das der kollege verschrieben hatte, nicht begeistert und gab uns wieder orisel mit. ich habe den eindruck, orisel wirkt nicht (mehr?). inzwischen kriegt die katze (auch wegen flöhe) das spot-on stronghold (pfizer) und schüttelt momentan wieder den kopf.
das hört sich fast so an, wie bei unserem Kater anfangs. Darüber habe ich früher schon mal geschrieben. Bei unserem sind es Polypen, die sich laut Laboruntersuchung nach einem früher lange überstandenen Katzenschnupfen bilden können. Sie wachsen nach einer OP wahrscheinlich nach, so dass wir nicht operieren lassen. Hat der TA denn schon mal endoskopiert? Vielleicht ein Antibiogramm machen lassen? Ein homöopathischer Tierdoc? Tierheilpraktiker? Bei einigen soll ja Psorinum helfen - sollte aber unbedingt abgeklärt werden, ob es angebracht ist. Ansonsten hab ich nirgendwo für dieses Problem eine Lösung gefunden und wenn bei dir sogar die Ohrentropfen nicht lange vorhalten…
Bin gespannt, ob jemand etwas Neues weiß…
nachdem die Ohrenprobleme immer wieder auftauchen, empfiehlt
sich eine genaue Diagnosestellung. Bei einer gründlichen
Sichtkontrolle mit einem Spekulum kann der äußere Gehörgang
bis zum Trommelfell kontrolliert werden. Milben sind mit einer
schwachen Lupe sichtbar. Fremdkörper sind bei der Katze sehr
selten im Ohr, trotzdem eine mögliche Ursache für eine
rezidivierende Außenohrentzündung.
Mit Hilfe einer Tupferprobe kann man abklären, ob Pilze (z.B.
Malassezia) oder Bakterien für die Entzündung verantwortlich
sind und falls das Ergebnis positiv ausfällt, nach
Antibiogramm behandeln.
Polypen oder Verwachsungen im äußeren Gehörgang können
mögliche Ursachen sein, die man konservativ nicht in den Griff
bekommt, sondern nur mit diversen chirurgischen Eingriffen
Linderung verschaffen kann.
Orisel hat schon seit einiger Zeit keine Zulassung mehr. Das
jetzt im Handel befindliche Orisel-Uno hat als arzneilich
wirksamen Bestandteil lediglich Lindan und ist ausschließlich
gegen Ohrmilben wirksam. Falls Milben nicht die Ursache für
die wiederkehrende Entzündung sind, kannst du deine Katze
damit bis zur Oberkante abfüllen und es wird sich nichts
ändern.
das braune Gebröksel steht eigentlich für Milbenkot, so dass ich glaube, das dies ein chronisches Problem ist!!!
Wie im ersten Beitrag von Dir, dringend der Rat einen wirklich guten Tierarzt zu Rate ziehen.
Das Kopfschütteln hat bei den Katzen u.a. den Grund, das sie die Flüssigkeit, welche sich im Innenohr befindet, wieder verteilen wollen. Wenn das ständig geschieht, dann ist dies nicht normal und ich befürchte, das sich durch den Milbenbefall und die ständigen Medikamente, Bakterien im Innenohr, und somit Eiter, ausgebreitet haben. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: 1. die Gabe hoher Dosen von Antibiotika über mindestens zwei Wochen; in der Hoffnung, das der eiter auf natürlichem Wege abfließt,wenn das nicht hilft, dann 2. eine eventuelle OP in Betracht ziehen, welche hinter dem Ohr, im Innenohr erfolgt, da sich dort manchmal der Eiter sammelt und nicht mehr auf natürlichem Weg abfließen kann und eine OP deshalb erforderlich ist. Leider hat dies eine Taubheit auf diesem Ohr zur Folge! Deshalb wirklich und dringend eine andere Meinung einholen!
Ich wollte Dir auf keinen Fall Angst machen, aber wenn die von Dir geschilderte Häufigkeit der Behandlungen keinen Erfolg gezeigt hat, dann muss man ebentuell mit solchen Komplikationen rechnen.
Viel Glück und gute Besserung für die Miezen und Dich wünscht Iso.Osi
danke
vielen dank an alle, die mir, auch auf mein problem mit der keuchenden katze, geantwortet haben!
bei unserem tierarzt, kommt man sich immer etwas bekloppt vor, obwohl er einen professionellen eindruck macht. irgendwie hält er mich für überängstlich und gleichzeitig aber für zu faul, die tiere behandeln zu lassen - bisher dachte ich, dies schließt sich gegenseitig aus. na ja.
jedenfalls weiß ich nun, daß ich im recht bin, wenn ich die tiere zum arzt schleppe, und ich kann den arzt nun gezielt nach differentialdiagnosen fragen.
ich bin es schon wieder, denn ich hab noch ein problem: meine
andere katze hat es an den ohren. die tierarztbehandlung hilft
immer nur ein paar monate, dann schüttelt sie wieder den kopf.
Noch ein letzter Tipp:
Chronische Ohrenentzündungen können auch durch Allergien ausgelöst werden. Geh am besten mal zu einem Hautspezialisten. Adressen bekommst du von der Tierärztekammer in deinem Bundesland.