Hallo,
aufgrund des unten stehenden Threads haben wir heute bei Mittagessen diskutiert und es wurde folgender Sachverhalt konstruiert:
Katze wird angefahren und vom Verein „Tierhilfe“ aufgefunden und von diesem Verein zum Tierarzt verbracht.
Dieser Tierarzt verpasst der verletzten Katze ein neues Hüftgelenk, OP-Kosten ca 1.000 €.
Der Katzenbesitzer bekommt von der ganzen Aktion nichts mit. Durch Zufall erfährt er über eine Bekannte, dass im Tierheim jetzt von der Tierhilfe eine Katze abgegeben wurde, die genauso aussieht, wie sein vermisstes Tier.
Als der Besitzer das Tier abholt, wird diesem von der Tierhilfe die Rechnung des Tierarztes präsentiert mit der Hinweis, dass die Rechnung sofort zu zahlen ist.
Da der Katzenhalter die OP weder in Auftrag gegeben hat, noch dies jemals getan hätte, auch wenn er das mit dem Unfall gewusst hätte, weigert er sich, die Rechnung des Tierarztes zu zahlen.
Da wir uns am Mittagstisch nicht einig waren, bitte ich um eure Meinungen zu diesem fiktiven Sachverhalt
grüße
dragonkidd
Insofern vor Ort kein Besitzer festgestellt werden kann bzw. vielleicht nicht ersichtlich ist OB die Katze einen Besitzer HAT wage ich zu bezweifeln ob solch aufwendige medizinische Eingriffe überhaupt vorgenommen werden.
So hart das klingt, da dürfte wohl eher nur eine einzige und kostengünstige medizinische Variante in Form einer einzelnen Spritze gewählt werden.
mfg
Simon
Hallo!
Weil ich mich in letzter Zeit leider mit so etwas beschäftigen muss, habe ich schon gelesen, dass jemand eine verwundete Katze gefunden hat, die Tierhilfe geholt hat. Das Tier wurde zum TA gebracht. Die Tierfreunde wollten dann wissen wer nun bezahlt. Es wurde der Besitzer angegeben, der bekannt war.
Der hat wohl auch ohne zu murren bezahlt (war wohl eher glücklich). Aber hätte er auf eine Nichtzahlung bestanden…was dann passiert wäre kann ich auch nicht sagen…
Katze wird angefahren und vom Verein „Tierhilfe“ aufgefunden
und von diesem Verein zum Tierarzt verbracht.
Dieser Tierarzt verpasst der verletzten Katze ein neues
Hüftgelenk, OP-Kosten ca 1.000 €.
Dieser Sachverhalt ist absolut unrealistisch. Bevor ein Tierarzt so einen teuren Eingriff vornimmt, würde er sicherlich vorher die Kostenfrage klären. Und ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass ein Verein 1.000 EUR für die Operation einer Fundkatze ausgeben würde.
Gruß
Nelly
Na, noch Interesse an einer Antwort?
Servus!
Bevor Deine Frage hier im Meer der allgemeinen Mitteilungssucht untergeht, von mir ausnahmsweise mal ein Diskussionsbeitrag zum Thema:
Was die Tierhilfe macht, nennt der Jurist „Geschäftsführung ohne Auftrag“. Ob der Katzeneigentümer den Aufwand ersetzen muss oder nicht, hängt davon ab, ob die Person, die den Tierarzt beauftragt hat oder nicht, davon ausgehen durfte, dass es dem mutmaßlichen Willen des Eigentümers entspricht. Ist es also eine teure, gepflegte Perserkatze, steht man fast schon auf der sicheren Seite. Natürlich darf man bei Tieren keine Saldierung vornehmen in dem Sinne, dass man den „Sachwert“ den „Reparaturkosten“ gegenüberstellt und bei Überschreitung von, sagen wir, 120% grundsätzlich eher zum Einschläfern tendieren würde. Da muss man also abschätzen, was der Eigentümer will. Ein Ausnahmetatbestand (§ 679 BGB), nach dem der entgegenstehende Wille unbeachtlich ist, wie zB bei der Rettung von Lebensmüden, greift hier leider nicht.
Ein Sachverhalt für Dich:
Hallo!
Dieser Sachverhalt ist absolut unrealistisch.
Wow, das war ja auch gefragt! Wußte gar nicht, dass hier nur „realistische“ Fälle diskutiert werden dürfen!
Also, extra für Dich:
Ich gehe in eine Buchhandlung, nehme ein Nuch aus dem Regal, bringe es zur Kasse und bezahle den geforderten Betrag.
Wie ist die Rechtslage?
Dankeschön! o.w.T.
Hi,
danke für deine Antwort, habe mit schon sowas gedacht aber Schuldrecht ist nicht meine Stärke 
Hast dir ein Sternchen verdient!
Servus
dragonkidd