Katze verlaufen?

Gibt es „dumme“ Katzen, die es nicht schaffen, wieder nach Hause zurück zu finden? Oder liegt es generell in der Natur der Katzen, sich gut zu orientieren?
Mein neuer Kater macht irgendwie einen „dusseligen“ Eindruck auf mich. Ich traue ihm nicht zu, dass er draußen zurecht kommt, vor Autos flüchten kann etc.
Ist eine Katze instinktiv draußen „überlebensfähig“ oder gibt es auch ganz Dumme unter ihnen, die einfach nicht klar kommen und lieber im Haus bleiben sollten, weil es draußen zu gefährlich für sie wäre??
Galli

Hallo Galli,

tja, diese Frage ist eine derer bei denen auch unter den Fachleuten wenig Einigkeit über die Antwort herrscht ;-/.

Ob und inwieweit es auch bei Katzen verschiedene Ausprägungen von „Intelligenz“ gibt, kann ich dir nicht sagen (ich habe Wohnungskatzen und werde auch meine Katzen niemals unkontrollierten Freigang gewähren)… und ob alle einen so guten Orientierungssinn haben, dass sie wieder nach Hause finden. Aber dass es viele gibt, für die die Straße zu gefährlich war, dürfte klar sein. Es bleiben schließlich unendlich viele Katzen plattgewaltzt auf den Straßen. Die die wenigstens gleich tot sind, haben es da noch gut. Viele müssen auch noch teils stundenlang leiden, bis sie endlich sterben. Und die wenigsten Autofahrer bleiben stehen und bringen das verletzte Tier zum Tierarzt :frowning:((.

Meine persönliche Meinung… einen wirklich artgerechten Lebensraum gibt es nicht mehr bei uns, das was die Puschels draußen erwartet, ist nicht nur die Straße sondern auch Tierfänger für Versuchslabors und Pelzindustrie. Ideal ist, wenn jemand einen Garten hat, den er katzensicher einzäunen kann, so dass Katz zwar raus darf, aber nicht weg kann. Wenn das nicht geht weil kein Garten oder keine Genehmigung für Einzäunung (muss beim zuständigen Bauamt genehmigt werden), bleibt die Entscheidung, die Gefahr in Kauf zu nehmen - oder die Katze drin zu lassen. Auch die Wohnung kann mit etwas Gespür und viel Versteck- und Klettermöglichkeiten so gestaltet werden, dass Katz darin in lebenswertes Leben verbringen kann, ohne ihre Freiheit mit dem Leben und/oder endlosen Qualen zu bezahlen…

Liebe Grüße, Nena

Hallo Galli,

gute Frage *gg*.
Ich glaube schon, das es zwei Arten von Katzen gibt. Eine kann sich auch ohne menschliche Hilfe draussen durchschlagen und die andere, naja … die schafft es vielleicht nicht mal eine Maus zu jagen. Hab ja nun auch 6 Katzen … und dreien von denen wuerde ich es eigentlich auch nicht zutrauen, das sie draussen lange ueberleben wuerden. Zum einen, weil sie ein wenig aengstlich oder eben ein wenig „dusselig“ sind… wie du es schreibst. Aber vielleicht wurden sie durch uns Menschen auch schon verweichlicht :wink:) Naja und der Rest meiner Bande das sind halt ehemalige Streuner, haben noch ihre Urinstinkte durch und durch. Ich glaube, die koennten sehr gut draussen wieder zurechtkommen.

Und wenn du halt so einen „dusseligen“ Kater hast, dann behalte ihn lieber im Haus. Waere grober Unfug ihn noch den Gefahren des „Draussen lebens“ auszusetzen. Vielleicht hast du einen grossen Garten ? Hab meinen jedenfalls Katzensicher eingezaeunt, sodas die Tiger dann im Sommer jeden Tag unter meiner Aufsicht die kontrollierte Freiheit geniessen koennen. Und da merkt man dann erst recht, wie gross die Unterschiede zwischen den Katzennaturen sind.

Viele Gruesse, Manu

Gibt es „dumme“ Katzen, die es nicht schaffen, wieder nach
Hause zurück zu finden?

natürlich, ein ca 6 monate alter kater ist mal meinem bruder hinterhergelaufen und kam nie wieder

zur intelligenz einer katze kann ich nicht viel sagen
mein lieblingskater hat ne ganze rattenpopulation ausgemerzt und sich anschließend beim überqueren einer straße überfahren lassen

meine dreifarbige hat nach einmal kapiert das man nicht auf elektroherdplatten tapst, also mindestens 4 jähriges kleinkind vom IQ her
ciao norbert

ciao norbert

Hai, Galli,

ja, es gibt völlig bescheuerte Katzen.
Meine erste Katze (schildpatt auf weiß - einfach schön) war erfolgreiche Jägerin und Kriegerin. Der Kettenhund im Nachbarhof wurde regelmäßig um einen Baum gelockt, damit sie in Ruhe sein Futter auf Verwertbarkeit überprüfen konnte (ein Bild für Götter), nie waren weniger als 5 Opfer ihrer nächtlichen Jagdzüge auf meinem Fensterbrett - ihre erste Tochter war das komplette Gegenteil: sie sah zwar fast gleich aus, hat aber z.B. nie so recht gepeilt, daß Fensterbretter eben schmal sind und man runterfällt, wenn man sich da unvorsichtig umdreht. Selbst ein Aquarium mit Guppies drin war für diese Katze eine Gefahr - nicht daß sie beim Fischefangen reingefallen wäre - nee, das blöde Viech hat sich regelmäßig beim Wasser saufen von den Fischlein in die Zunge beissen lassen…

Töchterlein blieb also drinnen, während Mama auf Raubzug gehen durfte.

Gruß
Sibylle

Dämliche Katzen …
… gibt es durchaus. Übrigens auch in freier Wildbahn; da schließen sie sich dann einer größeren Katzenpopulation an, wahrscheinlich, weil sie allein nicht klarkommen. Entsprechend weit unten stehen sie dann natürlich in der Hierarchie.

Einer meiner Kater hat es nie bis zu seiner ersten Maus gebracht. Er hat es nie gepeilt, dass sich die Maus a) nicht mit den Pfoten aus dem Loch herausangeln lässt und b) sie auch nicht mit erhobenen Pfoten herauskommt, wenn man kräftig in das Loch faucht. Einfach zum Schießen. Nachbarskatze geriet insgesamt viermal unter Autos, beim vierten Mal mit fatalem Ausgang …

Gruß kw