Katze wird alt

Hallöchen,

meine Miezi ist mittlerweile stolze 18 Jahre alt. Eigentlich ist sie noch ganz gut drauf, nur macht mir Sorgen, dass sie seit ca. einem Jahr extrem dünn geworden ist, in letzter Zeit ständig rum jammert und mir bald die Haare vom Kopf frisst.
Beim TA war ich schon, die meinte die Nieren wären noch ok und das sie so dünn ist, läge am Alter. Aber warum jammert sie immer so viel? Ich hab die Befürchtung, dass sie schlecht hört und sieht. Wie kann ich das am besten herausfinden?

Hilfe wär nett, danke!

LG

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Hallo,

habt ihr das hier schon ausgeschlossen: http://de.wikipedia.org/wiki/Exokrine_Pankreasinsuff… ? (Artikel bezieht sich zwar auf den Menschen, ist bei Katzen aber ähnlich gelagert)

Hallo Deceitful Angel,

Beim TA war ich schon, die meinte die Nieren wären noch ok und
das sie so dünn ist, läge am Alter.

entschuldige, wenn ich das sage: Das ist Blödsinn! Drei meiner Katzen, die 16-18 Jahre alt wurden, waren vor ihrem Tod nicht abgemagert, auch wenn die eine wirklich fast keine Zähne mehr hatte!

Aber warum jammert sie
immer so viel? Ich hab die Befürchtung, dass sie schlecht hört
und sieht. Wie kann ich das am besten herausfinden?

Indem Du einen weiteren Tierarzt konsultierst.

Vom schlechten Hören / Sehen wird Deine Katze gewiss nicht so viel jammern - sie wird Schmerzen haben. Wo, was und warum kann nur ein verantwortungsvoller Tierarzt feststellen.

Liebe Grüße

Kathleen

Also erstmal danke fürs antworten. Na ja also Durchfall etc hat sie nicht. Der TA meinte, solange sie nicht öfters erbricht als sonst (das macht sie schon immer) oder mehr trinkt, oder aufhört zu essen, würde es nichts mit Nieren oder so zu tun haben.
Sie macht eigentlich auch einen ziemlich gesunden Eindruck, frisst viel, ist ab und an noch verspielt und hat auch noch alle Zähne usw.
Ich dachte immer das Jammern wäre der Aufmerksamkeit wegen. Könnte das denn sein? Das sie das macht, weil ihr langweilig ist, oder sie sich einsam fühlt?
Ich hab auch echt ein bisschen Angst um sie, weil sie schon so alt ist… Was denkt ihr, könnte sie noch ein paar Jahre vor sich haben? Stimmt es, dass Katzen bis zu 20 Jahre alt werden können?

LG

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Hallo Deceitful Angel,

ja, es stimmt, dass Katzen über 20 Jahre erreichen können. Deine hätte daher - so, wie Du sie beschreibst - auch noch ein paar schöne Monate vor sich, wenn…

Aber ich frage mich, warum Du diese Fragen nicht doch noch einmal einem anderen Tierarzt stellst??? Die Katze scheint Dir ja sehr am Herzen zu liegen!?

Warum dieser Fokus auf Niere? Katzen können in dem Alter an allem Möglichen erkranken, was auch Schmerzen verursacht und einen vor die Entscheidung stellt, die Katze irgendwann zu erlösen!

Warum sollte ihr urplötzlich in dem Alter langweilig sein / sie sich einsam fühlen? In dem Alter bevorzugen Katzen zumeist ihre Ruhe!

Viele Grüße

Kathleen

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Erfahrungsbericht
Hallo Angel,

„Murphy“ wurde 20 Jahre alt. In seinen letzten Monaten erschreckte er uns mit ganz entsetzlichem, durchdringendem Schreien.

Mehrere Tierärzte fanden nichts, er bekam Aufbauzeugs und Vitaminspritzen, denn er bestand im Prinzip nur aus Haut und Knochen. Allerdings stets in bester Laune.

Wir gingen dann anlässlich des infernalischen Geheuls davon aus, dass er starke Schmerzen haben musste und entschlossen uns schweren Herzens, ihn einschläfern zu lassen.

Eine weitere Tierärztin, zu diesem Zweck aufgesucht, weigerte sich, ein ihr unbekanntes und noch dazu relativ kerngesundes Tier einschläfern zu lassen und untersuchte ihn eingehend.

Murphy freute sich derweil der Aufmerksamkeit, bekam allerlei Leckerlies und liess sich gut gelaunt und seelenruhig durchchecken.

Plötzlich begann er minutenlang unausgesetzt zu heulen. Die Ärztin tastete ihn in dieser Zeit auf das Gründlichste ab, um uns mitzuteilen, dass er die ganze Zeit vollkommen entspannt und friedlich sei.

Ganz offensichtlich schrie er nicht, weil er Schmerzen hatte. Der kleine Knabe war einfach nur einigermassen dement.

Wir sorgten dann dafür, dass der Gute immer eine Höhle in Reichweite hatte, in die er sich jederzeit zurückziehen konnte. Gut, bedauerlicherweise wählte er sich das überdachte Katzenklo als Refugium aus, wenn er seine Ruhe haben wollte.

Aber diese Brüllattacken blieben bis zu seinem Ende aus. Er hatte aus Gründen der fortschreitenden Demenz einfach vergessen, wie man sich von allein aus nervigen Situationen herausbringt, wenn man genug hat.

Übrigens ist die Katze meiner Kollegin letztes Jahr im Alter von 24 Jahren verschieden. Also möglicherweise habt ihr noch ein paar schöne Jährchen zusammen.

Gruß

Annie

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Hallo,
erstmal freut es mich, dass deine Mieze schon so ein schönes Alter erreicht hat. :smile:
Die Katze der Mutter meines Freundes ist übrigens auch 24 Jahre alt geworden.

Aber ich nehme an, dass dein TA auch eine gründliche Blutuntersuchung durchgeführt hat, oder? Ich meine, weil er Nierenprobleme ausschließt.
Ich musste selbst erst am 30. Jänner meinen Kater Teddy wegen einer Nierenkrankheit erlösen lassen. (er wurde nur 12 Jahre alt).
Meine anderen zwei sind zum Glück noch fit, und die Blutbilder waren in Ordnung.

Ich lasse von meinen Katzen jährlich ein geriatrisches Blutbild anfertigen. (sollte man ab einem Alter von 10/11/12).
Ein großes Blutbild ist aber auch bei jüngeren Katzen zu empfehlen, wenn Verdacht auf eine Krankheit besteht. (oder sonst halt so alle zwei Jahre). Ich selbst bin ja, ehrlich gesagt, total vorsichtig und ängstlich geworden, seit ich - mit Hilfe von Leuten, die selbst nierenkranke Katzen haben - draufgekommen bin, dass mein letzter TA bei Teddys Behandlung so Einiges verabsäumt hat, und Teddy mit ziemlicher Sicherheit noch nicht hätte sterben müssen. Vor allem, da die Nierenwerte nicht lebensgefährlich erhöht waren. Na ja, den TA hab ich gewechselt.
Aber sorry fürs Abschweifen. Eigentlich wollte ich damit nur sagen, dass es sicher besser ist, regelmäßig ein Blutbild anfertigen zu lassen. Und wenn der Miez sowieso schon Blut abgenommen wird, dann kann man ja gleich soviele Werte wie möglich bestimmen. (also gleich ein großes machen.)
Aber wahrscheinlich hast du das eh schon gemacht, und ich schwafle hier nur unnötig rum. :wink:

Mir hat mal ein anderer TA gesagt, dass Katzen, wenn sie Schmerzen emfpinden, das nicht unbedingt mit lautem Schreien zeigen, sondern sich dann eher zurück ziehen. Und er hat mir eben das mit dem Blutbild empfohlen, weil man da halt wirklich schon früh auf eventuelle Krankheiten draufkommen kann.

Ich hoffe, ich konnte dir wenigstens ein bissi helfen.
Und ich wünsche dir noch viele weitere glückliche Jahre mit deiner Katze. :smile:

Liebe Grüße
Nastassja

Hallo!

Etwas Passendes habe ich vor Jahren mal in einer BBC-Exclusiv-Sendung zum Thema „Neurotische Lieblinge“ o.s.ä. gesehen.

Dort gab es auch eine ziemlich alte Katzendame, die Tag & Nacht nur am Schreien war. Eine herbeigerufene Tierpsychologin attestierte Demenz - die Seniorin wusste einfach oft nicht wohin mit sich und vergaß wohl auch häufiger, wo sie sich überhaupt gerade befand.

Es wurden einfache Einwegkartons (z. B. aus dem Supermarkt) in der Wohnung verteilt, und nun hatte das betagte Mädchen immer eine Anlaufstation, um sich erstmal wieder zu sammeln. Am beliebtesten war der Küchenkarton, da konnte man der Dosenöffnerin so schön gemütlich beim Kochen zusehen, ohne im Weg zu hocken und über den Haufen gerannt zu werden.

Ich fand das wirklich verblüffend, wie einfach die Situation gelöst werden konnte!

Dennoch schließe ich mich den Vorrednern an, dass besser noch mal ein anderer Tierarzt gründlich nachschauen sollte.

Alles Gute!

Gruß,
Jacqueline

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Also zum TA geh ich auf jeden Fall nochmal mit ihr, denn sie liegt mir wirklich ziemlich am Herzen. Logisch nach all den Jahren, ist sie für mich ne Art Freundin geworden ^^

Aber das mit der Demenz wäre denkbar, weil sie schon manchmal einen recht verwirrten Eindruck auf mich macht, so als ob sie wirklich nicht wüsste, wo sie grad ist. Das mit den Kartons könnte man ja mal ausprobieren :smile:

Danke nochmal!

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