hallo Homicida,
Hab eben an einen
Professor in Zürich geschrieben, er meinte, dass leider nicht
große Heilungschancen bestehen…Ich bin einfach nur noch
fertig… 
dass es Dir jetzt ganz mies geht, kann ich nachvollziehen, auch wenn man das meinen Antworten nicht offensichtlich ansieht.
Ich habe schon mehrere liebgewonnene vierbeinige Freunde gehen lassen (müssen)…auch welche, die ich selbst großgezogen hatte.
Damit kommen wir zu einem Thema das gerne tabuisiert wird…
Eigentlich wollte ich da nicht drüber schreiben, aber es gehört mit dazu…
Neben all den Behandlungen und den Versuchen die Katze durchzubringen, ist das leider mindestens genauso wichtig…
Hast Du Dir bei den Behandlungsversuchen schon eine Grenze gesetzt? Wenn nicht wird es leider bald Zeit zumindest mal darüber nachzudenken.
Als Dosenöffner hast Du die Verantwortung für Dein Tier übernommen und als guter Katzenhalter sorgst Du Dich natürlich um Dein Tier. Dass das Tier nicht sprechen kann und uns mitteilen kann wie schlecht es ihm wirklich geht, macht das Ganze nicht einfacher.
Wir müssen irgendwie ein Gefühl dafür entwickeln…
Katzen sind unglaublich zäh und können zur Not so viel Leid und Schmerzen ertragen…eine Bekannte ist Tierärztin, sie fand mal eine Katze die von einem starken Madenbefall geplagt wurde. Ihre Vordertatzen waren verschwunden, stattdessen lief sie auf den blanken Knochen und die Maden quollen aus den Wunden…und die Katze lief dennoch darauf herum. Sie konnte sie nur mehr erlösen.
Das ist das Stichwort, erlösen.
Du liebst Dein Tier, es ist noch jung, aber bereits schwer erkrankt. Die chronische Erkrankung plus die jetzt akuten und die Heilung (der akuten Erkrankung)wird als schwierig oder unwahrscheinlich bewertet.
Es ist verständlich, dass Du jetzt nicht weißt wohin mit Dir…aber auch das Tier leidet und es leidet wirklich.
Nahrungsverweigerung habe ich in der Vergangenheit -je nach Art der Erkrankung und Heilungschancen natürlich- auch in gewisser Weise als Selbstaufgabe gewertet und in Absprache mit dem Tierarzt dementsprechend gehandelt.
Denn ich habe die Aufgabe mein Tier zu versorgen, es artgerecht zu halten, es zu lieben und es vor unnötigen Leiden zu bewahren oder davon zu befreien.
Ich habe dabei auch die unsäglich schwere Entscheidung zu treffen, wann das der Fall sein wird (jetzt kullern mir die Tränen)
Bitte denke deshalb darüber nach, eine Grenze zu setzen wann (Stadium der Erkrankung, Zustand der Katze…)Du Deinem geliebten vierbeinigen Freund diesen letzten Freundschaftsdienst erweisen wirst.
Liebe verständnisvolle Grüße
Maja