Katze zum Essen bewegen

Hallo ihr Lieben,

meine Katze ist schwer krank, sie hat den Leukose-Virus und sie frisst seit zwei Wochen so gut wie gar nichts. Wisst ihr einen Tipp wie ich sie zum Essen bewegen kann? Ich bin so fertig und verzweifelt, ich kann nicht mehr zusehen wie sie langsam vor sich hin vegetiert. Ich hab verschiedene Futtersorten ausprobiert, ich hab ihr Hähnchenbrust versucht zu geben, normale Fleischwurst, alles worauf sie früher total abgefahren ist…nichts will sie anrühren :frowning:

Danke für Antworten

Hallo Homi,

Du Arme, das ist ja wirklich furchtbar :o(

Schau mal, ob Du vom Arzt eine hochkalorische Vitaminpaste bekommen kannst (Nutrical oder Calo-pet)
Ganz gute Akzeptanz bei Katzen die das Fressen verweigern hat auch Bioserin. (Nachfolger von Boviserin, das im Rahmen der BSE Krise vom Markt genommen wurde)
http://www.tiershop.de/immunsystem_bioserin,pid,1135…

Diese Seite ist eigentlich für nierenkranke Katzen, aber dort erfährt man einige Tricks, wie man Katzen zum Fressen motivieren kann:
http://www.felinecrf.info/zum_fressen_motivieren.htm

Oder ein spezielles Futter verwenden wie zB.
http://www.vetena.de/product_info.php?refID=3&info=p…
das eignet sich auch zur Zwangsernährung.

Du könntest zur Not auch das herkömmliche Futter pürieren, mit etwas Wasser anreichern und der Katze mit einer großen Spritze einflößen. So, wie wenn Du ihr eine Wurmpaste verabreichen würdest.
Besser wäre aber ein dafür geeignetes Futter.

Die Kleinere von den Beiden wäre mehr als ausreichend:
http://www.kliniksex-shop.de/Artikel/Blasenkatheter/…
Wichtig ist, dass vorne das Futter gut durchpasst, vielleicht hat die Apotheke in Deiner Nähe eine kleine Auswahl an Spritzen parat.

Aber sie muß Fressen, damit ihre Organe funtionieren und ihr Abwehrsystem nicht noch schwächer wird.

Bei der Zwangsernährung wickelst Du sie am betsen in ein Tuch ein (leg dir noch Tücher zum Abwischen parat). Setz die Spritze am hinteren Mundwinkel an und gib die Paste dann hinter den Backenzähnen ins Mäulchen. Mit etwas Übung klappt das recht schnell. Wenn nicht, lass Dich vom Tierarzt einweisen.

Gruß und gute Besserung
Maja

Danke für die ausführliche Antwort. Ich habe morgen einen Tierarzttermin und sag, er soll mir so eine Paste geben. Die haben sowas da, hab das schonmal gesehen. Hab eben an einen Professor in Zürich geschrieben, er meinte, dass leider nicht große Heilungschancen bestehen…Ich bin einfach nur noch fertig… :frowning:

hallo Homicida,

Hab eben an einen
Professor in Zürich geschrieben, er meinte, dass leider nicht
große Heilungschancen bestehen…Ich bin einfach nur noch
fertig… :frowning:

dass es Dir jetzt ganz mies geht, kann ich nachvollziehen, auch wenn man das meinen Antworten nicht offensichtlich ansieht.
Ich habe schon mehrere liebgewonnene vierbeinige Freunde gehen lassen (müssen)…auch welche, die ich selbst großgezogen hatte.

Damit kommen wir zu einem Thema das gerne tabuisiert wird…

Eigentlich wollte ich da nicht drüber schreiben, aber es gehört mit dazu…
Neben all den Behandlungen und den Versuchen die Katze durchzubringen, ist das leider mindestens genauso wichtig…
Hast Du Dir bei den Behandlungsversuchen schon eine Grenze gesetzt? Wenn nicht wird es leider bald Zeit zumindest mal darüber nachzudenken.

Als Dosenöffner hast Du die Verantwortung für Dein Tier übernommen und als guter Katzenhalter sorgst Du Dich natürlich um Dein Tier. Dass das Tier nicht sprechen kann und uns mitteilen kann wie schlecht es ihm wirklich geht, macht das Ganze nicht einfacher.
Wir müssen irgendwie ein Gefühl dafür entwickeln…

Katzen sind unglaublich zäh und können zur Not so viel Leid und Schmerzen ertragen…eine Bekannte ist Tierärztin, sie fand mal eine Katze die von einem starken Madenbefall geplagt wurde. Ihre Vordertatzen waren verschwunden, stattdessen lief sie auf den blanken Knochen und die Maden quollen aus den Wunden…und die Katze lief dennoch darauf herum. Sie konnte sie nur mehr erlösen.

Das ist das Stichwort, erlösen.
Du liebst Dein Tier, es ist noch jung, aber bereits schwer erkrankt. Die chronische Erkrankung plus die jetzt akuten und die Heilung (der akuten Erkrankung)wird als schwierig oder unwahrscheinlich bewertet.
Es ist verständlich, dass Du jetzt nicht weißt wohin mit Dir…aber auch das Tier leidet und es leidet wirklich.

Nahrungsverweigerung habe ich in der Vergangenheit -je nach Art der Erkrankung und Heilungschancen natürlich- auch in gewisser Weise als Selbstaufgabe gewertet und in Absprache mit dem Tierarzt dementsprechend gehandelt.

Denn ich habe die Aufgabe mein Tier zu versorgen, es artgerecht zu halten, es zu lieben und es vor unnötigen Leiden zu bewahren oder davon zu befreien.
Ich habe dabei auch die unsäglich schwere Entscheidung zu treffen, wann das der Fall sein wird (jetzt kullern mir die Tränen)

Bitte denke deshalb darüber nach, eine Grenze zu setzen wann (Stadium der Erkrankung, Zustand der Katze…)Du Deinem geliebten vierbeinigen Freund diesen letzten Freundschaftsdienst erweisen wirst.

Liebe verständnisvolle Grüße
Maja

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Hallo,

mein Kater leidet (trotz Impfung!!!) seit etwa 1 1/2 Jahren an chronischem Schnupfen.

Wenn es wieder akut ist und die Nase verstopft ist, verweigert er ebenfalls fast gänzlich die Nahrungsaufnahme.

So lange es noch nicht allzu schlimm ist, kann ich ihn meist noch mit stark riechender Leberwurst überzeugen; wenn er gar nichts mehr will, vermische ich Vitaminpaste mit Sahne, zieh das Ganze auf eine große Dosierspritze (gibt es bei der Tierärztin) und flöße es ihm unter Anwendung all meiner Ringerkünste ein. Die Zwangsernährung überzeugt ihn dann in der Regel recht schnell, dass es doch besser ist, sich zum Napf zu begeben … ;o)

Beste Grüße

=^…^=

Hallo,

so schwer es ist… dem kann ich mich nur anschließen…
Euch alles Gute

Margit