Es gibt kein Gesetz, dass verlangt, dass eine Katze eine Glocke umhängen haben muss (eine Glocke ist in meinen Augen auch Tierquälerei, aber als Vogelfreundin verstehe ich auch dich und bin da zugegebenermassen in einem Dilemma)
Es gibt auch kein Gesetz, das verlangt, das eine Katze zur Brutzeit nicht raus darf.
Allerdings hat euer Kleingartenverein sicher ein Satzung. Dort könnte ein Glockenzwang oder ein kätzisches Ausgangsverbot verankert werden…
was nützt denn einer frisch geschlüpften Brut die Schelle um den Hals des Fressfeindes? Ausser, dass sie nun buchstäblich ihr Totenglöckchen im voraus hören können und sich nun ihres unweigerlichen Endes vorher bewusst werden natürlich.
wenn bei euch im Schrebergarten kein Vogelgezwitcher zu hören ist, liegt das sehr viel eher daran, dass die Parzellen nicht naturnah gestaltet sind, als an etwaigen Katzen. Ein Vogel, der in einem Garten ausreichend Futter findet und auch ein erhöhtes Plätzchen hat, von dem aus er die Gartentiger bechimpfen kann, hat keinen Grund, eure Parzelle zu meiden.
Ich selbst wohne in einem von der Welt vergessenen Weiler mit etlichem wild wuchernden Gewächs, und obwohl bei mir vier Katzen residieren und ich zudem an einer Art Katzenautobahn wohne (in diesem Örtchen gibt es etwa doppelt so viele kätzische wie menschliche Einwohner), zwitschert und tschilpt es bei mir im Garten sogar des Winters, und jetzt im Frühling erreicht es einen Grad, der schon zur Mietminderung berechtigen könnte.
wir sind eine reine Katzennachbarschaft, unsere beiden, zwei vom Nachbarn rechts, eine gegenüber, noch mehrere weitere in den umliegenden Häusern.
Wir ziehen jedes Jahr minimum zwei, manches mal auch vier Spatzenbruten auf (die wohnen seitlich in den jeweiligen Dachvorsprüngen), der Starenkasten ist auch jedes Jahr gut vermietet und meine Sonnenblumen sind im Spätsommer auch immer ein toller Treffpunkt für die kleinen Flieger.
Daß keine Vögel da sind, führe ich eher auf die Bepflanzung und Pflege des Garten und/oder arbeiten in den umliegenden Gärten zurück.
Also die Pflicht gibt es nicht, ich glaube außerdem, dass ein Glocke um den Hals völlig sinnlos und zudem eine Quälerei für die Katze ist.
Ich habe mal folgenden Vergleich gelesen: Man lege sich gefesselt auf die Gleise und binde dem heranrasenden ICE eine Glocke ans Führerhäuschen…
Pflanze dornige Büsche und schütze Nistkästen. Die Katze kann man auch mit Wasserspritzpistolen oder Spritzflaschen verscheuchen - da hätte ich als Katzenbesitzer nichts dagegen - obwohl, ob es dauerhaft hilft? Der Jagdtrieb ist einfach stärker.
Amsel vor dem Fenster
Hi!
Die blöde Amsel, die jeden frühen Morgen lauthals ihr Liedlein vor unserem Schlafzimmerfenster pfeifft, könnte ruhig mal die Katze holen . Oder den Star, der morgens auf der Leitung ein Affentheater veranstaltet, das seinesgleichen sucht…
Obwohl, schlimmer ist es, wenn die Katze durch den Garten pirscht und die Amsel sich gar nicht mehr einkriegt, weil sie schimpfend den Kater attackiert (der sich dann meist genervt verkrümelt )
Du hast mich daran erinnert, dass ich vergessen hatte, die Stare zu erwähnen, welche jedes Jahr auf unserem Dachboden zwei bis drei Bruten großziehen - und das, obwohl dort oben ständig irgendwelche Katzen herumkrauchen.
Nur ein einziges Mal hat sich einer unserer Schnurrinatoren mit einem nahezu ausgewachsenen Starenküken angelegt - war das ein Krawall und Gezeter! Und die Katze ist schlussendlich um Hilfe flehend unter meinem Bett verschwunden… ;o)
meinst du, daß die Vögel weiterpfeifen und füttern, wenn die Glocken rumbimmeln? Abgesehen davon, daß eine Glocke für eine Katze absolute Tierquälerei wäre.
Bei mir pfeifen die Vögel ständig, obwohl sich viele Nachbarskatzen mein Blumenbeet offenbar als Katzenklo erkoren haben.
Und ein schlauer Vogel baut sein Nest dahin, wo nicht jeder Nesträuber so ohne weiteres hinkommen kann. Alles andere ist natürliche Auslese.
ich habe hier zwei Kater (und auf diesem Grundstück lebten schon immer Katzen) und eine kaum zählbare Menge von Vögeln/Arten.
Seitdem meine Katzenklappe kaputt ist (sie hat keine Klappe mehr, sondern ist nur noch ein Loch in der Tür), haben sich sogar in den letzten vier Wochen schon zweimal Meisen hier ins Haus verirrt - das war für die sicherlich mehr Stress als meine Kater (für mich auch)! Soll heißen, die fühlen sich hier so sicher, dass sie selbst durch eine bodennahe Öffnung schlüpfen.
Hier gibt es aber auch sehr viele hohe Bäume, einen Gartenteich etc. In der Nähe ist ein unter Naturschutz stehender Teich, wo Fischreiher nisten. In unserem Stall nisten seit Jahrzehnten jährlich Schwalben.
Also, meine Katzen können die Vögel aus ihrem „Paradies“ nicht vertreiben!
Ich könnte mir aber vorstellen, dass es bei Euch (in einer wohl gepflegten Anlage) auch weniger Mäuse für die Katzen zu fangen gibt?!
Denk das mal zu Ende: Wer schützt die Käferchen, Schmetterlingsraupen, Spinnen vor den Vögeln?
Man kann auch Mäuse süß finden, aber trotzdem finde ich es gut, dass meine Katzen sie in Schach halten. Um einen Vogel zu fangen, muss dieser sich schon sehr blöd anstellen. Unser Garten ist voller Vögel, es werden jährlich mehr trotz Katzen.
Gehört alles zur Natur—im Gegensatz zur Glocke.
Die Vögel lernen im Laufe der Zeit, worauf sie achten müssen und die Katzen finden sie als Beute immer uninteressanter, vor allem, seit sie mitkriegen, dass auch die Piepmätze von uns gefüttert werden.