Katzen gehen aufeinander los

Hallo!

Meine 2 Katzen verstehen sich im Grunde genommen eigentlich ganz gut.
Da wo eine ist, ist die Andere auch. Sie schlafen oft ca. 30 cm nebeneinander. Putzen oder kuscheln tun sie aber nicht miteinander.
Abends, wenn ich Zuhause bin, gehen sie mindestens 1x aufeinander los und Fellknäuel fliegen durch die Gegend.
Was kann mann dagegen tun?
Sollte man dagegen etwas tun?
Meiner Meinung nach geht es immer von der gleichen Katze aus!

LG und ich freue mich schon auf eure Tipps! :smile:

Hallo Nine!

Soweit ich weiß (aus der Erfahrung von Freunden) gehören spielerische Auseinandersetzungen zum normalen Verhalten zwischen Katzen. Da können auch mal Fellbüschel fliegen, vermutlich nicht einmal absichtlich.
Stutzig macht es mich nur, dass sich die Miezen nicht einmal kurz gegenseitig putzen, oder es anscheinend keine Zeiten gibt, in denen sie friedlich miteinander und vor allem dicht beieinander kuscheln.
Für mich ist das schon ein kleines Zeichen, dass sich die „Sklaventreiber“ *zwinker* nicht ganz „grün“ sind.

Was da laut Erfahrung von Freunden helfen könnte, wäre dieser Pheromonstecker, den man beim Tierarzt beziehen kann. Man steckt ihn wie einen Mückenschutz-Stecker in die Steckdose, und dann werden Pheromone in die Luft verteilt. Das sind Pheromone, die Katzen, welche in Gruppenverbänden leben, produzieren.
Zur Erklärung: Katzen sind in der Natur normalerweise Einzelgänger. In der Nähe von Menschen, die sie versorgen und sie umsorgen, können sie sich aber zu friedlichen Gruppen zusammen schließen und miteinander auskommen. Wenn sich Katzen also zusammen arangieren, dann scheiden sie ein „Gruppen-Pheromon“ aus, welche dafür sorgt, dass sie sich gegenseitig als "Familien"mitglied erkennen anstatt als Gegner.

Mit dem vom Tierarzt erhältichen Duftsteckern simuliert man als Tier"Mami" dieses Gruppen- und Wohlfühl- Pheromon. Und die Katzen, die in einem Haushalt gemeinsam leben, sich aber vorher nicht so ganz geheuer waren, die entspannen sich besser. So kommen sie also angehmer auf einander zu.

Trotzdem: Ich bin keine Tierärztin und keine Tier-Verhaltensforscherin! Ich kann Dir hier nur einen Erste-Hilfe-Tip geben, mehr nicht.
Wenn alle Stricke reißen, dann könnte vielleicht auch ein Tierheilpraktiker behilflich sein - einfach und vor allem deswegen, weil er besonders aufmerksam ist. Die Homöopathie wirkt verblüffend gut auf Tiere, das musste ich mit Verblüffung selber fest stellen(vorher hielt ich das für Scharlatanerie).

Wenn ich an Deiner Stelle wäre (ich bin meist ein recht nüchtern denkender Mensch *ürgs*) würde ich es zunächst einmal mit dem Pheromon-Stecker probieren. Dabei würde ich dann nach ca. 2 Wochen „Beruhigungsphase“ parallel mit homöopathischen Mitteln arbeiten und dann schließlich mal gucken, ob die Homöopathie letztendlich ausreicht.
Witzig, dass ich das Wort „Homöopathie“ überhaupt in den Mund nehme, obwohl ich doch immer dachte es bringt nichts. Komischerweise wirkt es meiner jüngsten Erfahrung nach gerade bei Tieren sehr gut. Warum auch immer…? Das Ergebnis zählt, oder? :wink:

Also keine Panik!
Das Problem lässt sich mit Sicherheit lösen!

Notfalls für jede der Miezen ein separtets Klo anschaffen, und für jeden der Miezen einen extra Futter- und Wassernapf hin stellen. Das dominante Tier (das ist der, der zuerst kommt) zuerst an seinem Napf fressen lassen. Und dann das laut vorläufiger Rangordnung „unterlegene“ Tier an einem separaten Fressplatz speisen lassen. Du musst halt dann das „überlegene“ Tier schimpfen, wenn es sich an die Mahlzeit des Partner-Tieres heran machen will.
So musst Du also die Mutter-Rolle übernehmen.

Ich bin sicher, dass Du das Problem in den Griff bekommst!

Ganz liebe Grüße von einer anderen Katzen-Mami!

Claudia.

Hallo,
habe den Artikel beim Herumstöbern gefunden,Den Tip mit dem Pheromonstecker muß ich ebenfalls unbedingt ausprobieren,mein Kater ist sehr eifersüchtig auf die eine von meinen beiden Katzen,hat sicher auch was mit der Rangordnung zu tun.Da fliegen auch öfters die Haare,die arme Katze sieht von Zeit zu Zeit richtig räudig aus.
LG vom Angelkönig

Hallo,

das hört sich für mich nach ganz normalem Katzenverhalten an. Obwohl, wenn ich mir so recht überlege eigentlich nicht. Unsere raufen und prügeln viel öfter als einmal pro Tag.

Gruß, Niels

Aber kuscheln tun deine bestimmt auch mal zwischendurch, oder?
Das finde ich bei Meinen komisch. Das tun sie nie. Ausser, einmal ganz kurz am Ohr geleckt.

LG!!!

Hallo Nine!

Hallo!

Soweit ich weiß (aus der Erfahrung von Freunden) gehören
spielerische Auseinandersetzungen zum normalen Verhalten
zwischen Katzen. Da können auch mal Fellbüschel fliegen,
vermutlich nicht einmal absichtlich.
Stutzig macht es mich nur, dass sich die Miezen nicht einmal
kurz gegenseitig putzen, oder es anscheinend keine Zeiten
gibt, in denen sie friedlich miteinander und vor allem dicht
beieinander kuscheln.

Nein, dicht beieinander, zusammen gekuschelt liegen sie nie. Immer ist mindestens ein Abstand von 30 cm dazwischen.

Für mich ist das schon ein kleines Zeichen, dass sich die
„Sklaventreiber“ *zwinker* nicht ganz „grün“ sind.

Ja, das stimmt.
Das Gemeine ist nur, dass es IMMER von der gleichen katze ausgeht!

Was da laut Erfahrung von Freunden helfen könnte, wäre dieser
Pheromonstecker, den man beim Tierarzt beziehen kann. Man
steckt ihn wie einen Mückenschutz-Stecker in die Steckdose,
und dann werden Pheromone in die Luft verteilt. Das sind
Pheromone, die Katzen, welche in Gruppenverbänden leben,
produzieren.

Ja, den habe ich schonmal ausprobiert. War damals aus dem Zoohandel. Es hat gar nichts gebracht. Vielleicht bekomme ich die ja auch beim TA und evtl. haben die dann eine bessere Wirkung! Eine tolle Idee! :smile:

Zur Erklärung: Katzen sind in der Natur normalerweise
Einzelgänger. In der Nähe von Menschen, die sie versorgen und
sie umsorgen, können sie sich aber zu friedlichen Gruppen
zusammen schließen und miteinander auskommen. Wenn sich Katzen
also zusammen arangieren, dann scheiden sie ein
„Gruppen-Pheromon“ aus, welche dafür sorgt, dass sie sich
gegenseitig als "Familien"mitglied erkennen anstatt als
Gegner.

Mit dem vom Tierarzt erhältichen Duftsteckern simuliert man
als Tier"Mami" dieses Gruppen- und Wohlfühl- Pheromon. Und die
Katzen, die in einem Haushalt gemeinsam leben, sich aber
vorher nicht so ganz geheuer waren, die entspannen sich
besser. So kommen sie also angehmer auf einander zu.

Das versuche ich nochmal!

Trotzdem: Ich bin keine Tierärztin und keine
Tier-Verhaltensforscherin! Ich kann Dir hier nur einen
Erste-Hilfe-Tip geben, mehr nicht.
Wenn alle Stricke reißen, dann könnte vielleicht auch ein
Tierheilpraktiker behilflich sein - einfach und vor allem
deswegen, weil er besonders aufmerksam ist. Die Homöopathie
wirkt verblüffend gut auf Tiere, das musste ich mit
Verblüffung selber fest stellen(vorher hielt ich das für
Scharlatanerie).

Ja, Duftstecker und Homöopathie. Das werde ich probieren! Mehr als nicht wirken kann es ja nicht! :wink:

Wenn ich an Deiner Stelle wäre (ich bin meist ein recht
nüchtern denkender Mensch *ürgs*) würde ich es zunächst einmal
mit dem Pheromon-Stecker probieren. Dabei würde ich dann nach
ca. 2 Wochen „Beruhigungsphase“ parallel mit homöopathischen
Mitteln arbeiten und dann schließlich mal gucken, ob die
Homöopathie letztendlich ausreicht.
Witzig, dass ich das Wort „Homöopathie“ überhaupt in den Mund
nehme, obwohl ich doch immer dachte es bringt nichts.
Komischerweise wirkt es meiner jüngsten Erfahrung nach gerade
bei Tieren sehr gut. Warum auch immer…? Das Ergebnis zählt,
oder? :wink:

Ja, das habe ich auch immer gedacht, bis mein Hund super auf Homöopathie angeschlagen hat! Seitdem habe ich auch kein Gegenargument mehr!
Nur bei mir selber habe ich Globolies noch nicht versucht! :smile:

Also keine Panik!
Das Problem lässt sich mit Sicherheit lösen!

Ja, das hoffe ich auch!

Notfalls für jede der Miezen ein separtets Klo anschaffen, und
für jeden der Miezen einen extra Futter- und Wassernapf hin
stellen. Das dominante Tier (das ist der, der zuerst kommt)
zuerst an seinem Napf fressen lassen. Und dann das laut
vorläufiger Rangordnung „unterlegene“ Tier an einem separaten
Fressplatz speisen lassen. Du musst halt dann das „überlegene“
Tier schimpfen, wenn es sich an die Mahlzeit des
Partner-Tieres heran machen will.
So musst Du also die Mutter-Rolle übernehmen.

Das ist wiederum genau andersrum. Die eigentlch Rangniedrigere Katze, klaut der Anderen das Futter. Komisch, oder?
Die Ranghöhere verscharrt wiederum ihren Kot nicht.
Die 2 sind echt witzig! :o)

Ich bin sicher, dass Du das Problem in den Griff bekommst!

Ganz liebe Grüße von einer anderen Katzen-Mami!

Vielen lieben Dank!
Ein toller Artikel!!!

Claudia.

LG!!!

Hallo Nine,

das was da zwischen den Katzen passiert, sind Diskussionen um die Rangordnung. Sobald Tiere sich zu Gruppen zusammenschließen - und das tun Katzen unter bestimmten Bedingungen - brauchen sie eine solche, um das Überleben zu sichern und Verletzungen zu vermeiden. Rangeleien, wie du sie beschreibst, verlaufen in der Regel unblutig, wenn die Katzen bereits einen Modus für ihr Zusammenleben gefunden haben. Vieles an Rangordnungs"kämpfen" ist ritualisiert, und es herrscht normalerweise der Grundsatz „viel Lärm um nichts“.

Wenn also ein bisschen Fell fliegt und viel gefaucht wird, ansonsten aber nichts passiert, würde ich davon ausgehen, dass deine beiden sich grundsätzlich einig sind.

Falls deine Beobachtung stimmt und die Katzen wirklich nur rangeln, wenn du nach Hause kommst - wobei du vermutlich aber nicht weißt, was in deiner Abwesenheit tatsächlich passiert - könnte man vermuten, dass es bei diesen Auseinandersetzungen um dich geht. Auch Menschen werden durchaus mal zu Ressourcen erklärt, um die man sich streiten kann. Ich würde in Rangordnungsauseinandersetzungen nicht eingreifen, solange sie nicht ans Eingemachte gehen. Die Katzen müssen sich einigen, da sie auch eine Menge Zeit ohne deine Einflussnahmemöglichkeiten verbringen müssen.

Da wo eine ist, ist die Andere auch. Sie schlafen oft ca. 30 cm nebeneinander. Putzen oder kuscheln tun sie aber nicht miteinander.

Katzen sind sehr unterschiedlich in ihren sozialen Verhaltensweisen. Wie intensiv sie Kontakt mit Artgenossen eingehen, hängt von verschiedenen Faktoren wie Erfahrungen in der Welpenzeit ab. Es gibt unter Katzen ebenso gleichermaßen Einzelgänger wie ausgesprochen gesellig lebende Tiere.

Meiner Meinung nach geht es immer von der gleichen Katze aus!

Diejenige, die den Stunk anfängt, ist in der Regel die Rangniedere. Sie fordert die andere in bestimmten Situationen heraus. Allerdings muss man genau hinschauen: Es gibt rangniedere Tiere, die sehr subtil provozieren und immer wieder „rumsticheln“. Diese Provokationen sind oft nur von erfahrenen Besitzern als solche zu erkennen, werden von der anderen Katze aber selbstverständlich verstanden. In diesem Fall schaut sich die ranghöhere Katze das meist ein Weilchen an, bis ihr der Kragen platzt und sie die andere in ihre Schranken weist. In diesem Fall täte man z.B. der scheinbar aggressiven Katze unrecht, wenn man sie maßregeln würde.

Schöne Grüße,
Jule

Hy!

Danke für deine Antwort!
Vielleicht mache ich mir auch einfach zu viele Gedanken.
Mir ist das nur so in den Sinn gekommen, da meine Katze, die immer wieder angegriffen wird ununterbrochen an Durchfall leidet.
Jetzt dachte ich, dass es evtl. psychisch bei ihr sein könnte, da wir sonst ALLES ausgeschlossen haben…

Hallo,

Mir ist das nur so in den Sinn gekommen, da meine Katze, die immer wieder angegriffen wird ununterbrochen an Durchfall leidet.

Der Zusammenhang könnte durchaus bestehen. Hab’ ich das irgendwie überlesen? Hast du die Möglichkeit, die „Angreiferkatze“ mal für ein Weilchen auszuquartieren? Wenn sich dann Beruhigung einstellt, ist der Fall wohl klar. Die Frage wäre dann natürlich, wie du auf Dauer damit umgehen willst.

Schöne Grüße,
Jule

Nein, du hast es nicht überlesen.
Ich habe die Frage mit dem Durchfall nur schon so oft gestellt, dass ich damit nicht nochmal anfangen wollte. :smile:
Nein, ausquatieren ist schlecht. Habe niemanden, wo sie hinkönnte.
Ich könnte auch niemals eine von den Beiden ganz weggeben.
Aber zumindest könnte man dann aufhören nach dem Durchfall-Problem zu Suchen.

LG und DANKE!!!

Aber kuscheln tun deine bestimmt auch mal zwischendurch, oder?

naja, so richtig miteinander kuscheln sie nicht. Aber sie laufen gemeinsam durch die Gegend, fressen einmütig aus dem gleichen Napf und prügeln sich anschließend wieder. Dann liegen sie beide nahe beieinander auf dem Sofa (nicht direkt kuscheln) oder auf mir und irgendwann fällt dann der eine über den anderen her.

Das finde ich bei Meinen komisch. Das tun sie nie. Ausser,
einmal ganz kurz am Ohr geleckt.

Lecken am Kopf des anderen kann auch Dominanzgebaren sein.

Gruß, Niels

So ist es auch bei Meinen!
Das beruhigt mich! :o)