Katzen und Goldhamster

Guten Tag!

Mich würde mal interessieren, wie die Katzenhalter mit den kleinen Nagern die Sicherheitsvorkehrungen getroffen haben, damit ihnen nichts passiert?

Hintergrund ist der…

Wir hatten früher immer Goldhamster, dann kam vor 10 1/2 Jahren mein Kater, inwzischen haben wir 3 Katzen (BKH), hatten bis vor einer Wochen ein Zwerkaninchen und keine Hamster mehr.
Als unser Kater einzog, gab es da noch einen Goldhamster, den Tommy immer als „katzen-TV“ nutzte. Mehr nicht.

Nun überlegen wir, wieder einen Hamster anzuschaffen und denken auch an seine Sicherheit.
Mein man denkt an folgendes: Hamsterkäfig in einen größeren Käfig stellen, diesen an Wand befestigen.

Ich habe im Handel aber auch Käfige gesehen, die komplett zu sind, oben ein Gitter und innen entsprechende Klettermöglichkeiten.
Oder Freunde haben ein Aquarium katzensicher verbaut…

Wie sind Eure Ideen?

Danke für Antworten!

Lieben Gruß
Carmen

Hi Carmen,

einen Hamsterzuwachs zu Deinen Katzen halte ich ehrlich gesagt nicht für sinnvoll. Auch dann nicht, wenn der KLeine in einem Doppelkäfig untergebracht ist.
Es kann gut sein, dass der Hamster absolute Panik sprich Todesangst bekommt, wenn er die Katze zu Gesicht kriegt, auch dann, wenn die Katze nur schauen will (was eh nur ganz selten der Fall ist). Er kann nicht wissen und nicht einschätzen, dass er sich in dem Käfig in Sicherheit befindet.
Das wiederum bedeutet Dauerstress für den kleinen Kerl und das hat er sicher nicht verdient. Kauf Dir lieber noch ne Katze :wink:

LG
Maja

Hallo Maja,

einen Hamsterzuwachs zu Deinen Katzen halte ich ehrlich gesagt
nicht für sinnvoll. Auch dann nicht, wenn der KLeine in einem
Doppelkäfig untergebracht ist.

So hab ich auch gedacht, bis meine zwei Soehne mich
weich gekloppt hatten. Und sie bekamen ihre russischen
Hamster (die sind viel kleiner als Goldhamster, sehen
eigentlich eher wie dicke, fette Maeuse ohne Schwanz aus,
in unserem Fall waren ‚Homiak‘ und ‚DJHammy‘ auch noch
weiss). Und die Bedinungen waren: die Hamster stehen
im Kinderzimmer. Die Tuer ist immer zu. Die Katze darf nicht
rein.
Und natuerlich ist die Katze irgendwann reingekommen :wink:
Und siehe da: nach kurzem Schnuppern war die Katze nicht
mehr an den Hamstern interessiert. Und die Hamster waren
offensichtlich zu doof um zu wissen, dass sie eigentlich
Angst haben muessten. Sie liessen sich durch das Katzengesicht
einfach nicht stoeren und haben weiterhin Sonnenblumenkerne
aufgeknackt. Mir ist es seither immer noch lieber, wenn die
Tuer geschlossen ist und Katze und Hamster auf zwei Seiten
davon sind. Aber ich mach mir eigentlich keine Gedanken
darueber, wenn es mal nicht der Fall ist. Das geht jetzt
seit ueber einem Jahr gut.
Ich uebernehme aber keine Garantie dafuer, ob das bei allen
Katzen und allen Hamstern genauso funktioniert.

Gruesse
Elke

Hallo!

Wir hatten vor Jahren wie gesagt ja schon erst Hamster dann Katze. Unser Kater hat sich nur ab und zu davor gesetzt und den Hamster hat es auch nicht gestört.

Na, ich weiß es noch nicht. Mal sehen…

Danke jedenfalls für Eure Meinungen!

Gruß
Carmen

Hallo Carmen!

Mich würde mal interessieren, wie die Katzenhalter mit den
kleinen Nagern die Sicherheitsvorkehrungen getroffen haben,
damit ihnen nichts passiert?

Aaaalso…vorweg, zur Zeit vier Katzen, (mittlerweile nur noch) ein Hamster, mehrere Rennmäuse, unzählige Meerschweinchen, Bartagamen, ein Hund…ich bin durchaus der Meinung, dass man solche Tiere problemlos zusammen halten kann, ohne dass es ein Festbankett gibt :smile:

Unser Hamster (bis vor einigen Monaten waren es noch drei, übrigens zwei Dsungarische Zwerghamster und das Goldhamsterweibchen, das immernoch da ist) und die Rennmäuse leben in Glasbecken, also wie Du beschrieben hast, Glaskasten wie Aquarium und obendrauf ein Gitterdeckel. Sind die Deckel entsprechend gesichert, passiert da nichts.
Meine Kater sind eine bunte Mischung, einer würde die Nager sofort verspeisen, einer hätte Angst davor, der Dritte und Vierte würden vermutlich damit spielen, und wenn dann eher „aus Versehen“ töten. Egal welcher, keiner darf Kontakt halten, weil es für so kleine Nager einfach zu stressig wäre, einen Fressfeind vor der Nase zu haben. Auch kein mal probeweise dran schnuffeln lassen oder sowas.
Womit meine Tiere gut zurechtkommen ist, dass die Katzen oben auf den Becken liegen. Und bei den Meerschweinchen darf auch durchs Gitter geschnuffelt werden, was grosses Interesse beiderseits hervorruft.
Da es bei Dir aber um Hamster geht: Glasbecken, 1m bis 1,20m Länge, entsprechende Breite sind dann um die 50cm, Höhe würden 40 ausreichen. Sowas gibts im Zoohandel als Aquarium, beim Glaser kann man es sich für weniger Geld zusammenschneidern lassen (und gleich eine dünnere Wandstörke und damit günstigeres Glas nehmen, wenn man garantieren kann, dass da nie ne grössere Menge Wasser drin sein wird, denn das wäre der Statik nicht grade zuträglich), oder man nimmt ein gebrauchtes aus der Zeitung. Meine sind vom Glaser und gebraucht über zehn Ecken. Die Gebrauchten gibts oft bei Bekannten aus dem Keller, erstaunlich viele Leute motten ihre alten Aquarien ein. Dicht muss es ja nicht mehr sein.
Unsere Deckel sind unterschiedlich. So ein Aquarium (auch die vom Glaser) haben oben kurz vor Ende an den Längsseiten so Glasstege eingeklebt. Diese dienen auch der Statik, und in unserem Fall als Träger für die Abdeckung :smile: Ein stabiler Rahmen aus viereckigen kleinen Kanthölzern, engmaschiger Kaninchendraht passend zugeschnitten und draufgetackert, fertig. Nimm keinen Fliegendraht (Fliegengitter), das nagen die Süssen durch. In der Mitte oder evt. auch auf jedem Drittel einen zusätzlichen Quersteg, dann hat der Rahmen eine gute Stabilität. Eingestürzt ist bei uns noch nichts. Wir hatten allerdings früher ein zweigeteiltes Gitter, als quasi zwei Vierecke. Irgendwann hat einer unserer Kater sich so blöd auf ein eck gesetzt, dass das Ding samt Kater gekippt und ins Becken geflogen ist…das passiert mit den rechteckigen Rahmen in Beckengrösse nicht.
Stabiler und noch sicherer ist es, nur Gitter zu nehmen, die Kanten umzubiegen und das Ganze als Deckel übers Becken zu stülpen.
Ich hoffe, ich konnte etwas anschaulich beschreiben, wie ich es meine *fragendguck*
Die Inneneinrichtung besteht aus viel Einstreu zum Gänge wühlen und buddeln, mehreren umgedrehten Blumentöpfen mit Loch als Eingang, von denen einer als Speisekammer und die anderen abwechselnd als Nester dienen, dann sind noch ein paar Äste zum Klettern drin und ein heuhaufen zum durchsuchen. Futternapf gibts keinen, es ist viel sinnvoller, das Futter im Becken zu verstreuen, damit der Hamster was zu tun hat und danach suchen muss.

So, das wars erstmal, ich hoffe, dass ich Dir weiterhelfen konnte! :smile:

Liebe Grüsse
Bine

Hi Bine!

ja das war ja sehr interessant nachzulesen! Hat mir auch geholfen, denn so etwas in der Art denken wir auch. 2 Käfige in einem finde ich zum einen häßlich und auch unpraktisch.

Aquarien lassen auch nicht so viel Streu deneben fallen… Oder doch???

Lieben Gruß
Carmen

Lösung mit Aquarium fürs Buddeln
Hallo Carmen,

ein Aquarium als Unterteil mit einem Käfigoberteil sollte sowieso für Hamster vorhanden sein, denn wie wir (hoffentlich alle) wissen, ist eines der Hauptbedürfnisse bei Hamstern das Buddeln in die Tiefe.

D.h. man sollte eine mindestens 40 cm große Lage an Kleintierstreu ins Aquarium hineingeben, damit der Hamster seine Gänge und Schlafhöhlen bauen kann. Dort kann er sich dann auch vor den Katzen verstecken.

In der aktuellen Nov./Dez.2004-Ausgabe der Rodentia (Kleinsäugermagazin) http://www.rodentia.de/ gibt es übrigens einen prima Artikel dazu und Beispiele wie eine optimale Hamsterbehausung aussehen sollte.

Gruß Carolin