gerade bin ich da über etwas gestolpert, was ich gerne zur Diskussion stellen möchte.
Da ich mich nicht gerade zu den Anhängern der Homöopathie zähle, hat mich diese Information doch einigermaßen überrascht, obgleich ich nachwievor skeptisch bin ;o)
Wenn es bisher noch niemandem gelungen ist eine Wirksamkeit, die auch wirklich auf die verabreichten Medis zurückzuführen ist nachzuweisen, dann wäre das ja quasi ein kleines Wunder, aber wieseo findet das bisher so wenig Erwähnung, obwohl diese Studie von 1998 ist?
Da meiner Ansicht nach Homöopathie aufgrund des Placebo-Effektes wirkt und dieser auch bei Tieren effektiv sein kann (entsprechende Studien gibt es ja), gehe ich mal davon aus, dass da ein Zusammenhang besteht.
Da meiner Ansicht nach Homöopathie aufgrund des
Placebo-Effektes wirkt und dieser auch bei Tieren effektiv
sein kann (entsprechende Studien gibt es ja), gehe ich mal
davon aus, dass da ein Zusammenhang besteht.
Was mich hier aber davon abhält den Placeboeffekt bei einer Gruppe mehr oder weniger miteinzubeziehen ist die Tatsache, dass es sich hierbei um eine Doppelblindstudie handeln soll :o/
Allerdings wurden die Tiere, so wie ich das verstanden habe zuhause verpflegt…aber alle bekamen Spritzen und alle bekamen Globuli (der Gruppe entsprechend jeweils mit/ohne Wirkstoff)…
Für mich persönlich brauche ich die Erkenntnis solcher Studien nicht.
Wenn freilebende Katzen und Pferde, die den Menschen nur als Futterlieferant kennen, gesund werden, weil man einen Tropfen eines in Wasser aufgelösten Globuli ans Futter tut, dann überzeugt mich der Placeboeffekt nicht.
Aber diese Studien könnten helfen, daß andere ihre Meinung überdenken. Vielleicht helfen die Studien auch, daß mehr Forschung für die Homöopathie betrieben wird und sie eines Tages nachweisbar ist und Anerkennung findet.
Wenn freilebende Katzen und Pferde, die den Menschen nur als
Futterlieferant kennen, gesund werden, weil man einen Tropfen
eines in Wasser aufgelösten Globuli ans Futter tut, dann
überzeugt mich der Placeboeffekt nicht.
Um das ‚weil‘ geht es ja grade. Tiere sind auch schon früher völlig ohne Medikamente gesund geworden. Deshalb beweist das Gesundwerden an sich genau gar nichts.
Gruß
loderunner
Hallo,
wie seriös ist eine ‚Studie‘ eines Homöopathen, der grade mal 33 Versuchsobjekte zur Verfügung hatte? Bei der nicht mal eine Verblindung eingesetzt wurde und ebensowenig ein Placebo?
Wenn es bisher noch niemandem gelungen ist eine Wirksamkeit,
die auch wirklich auf die verabreichten Medis zurückzuführen
ist nachzuweisen, dann wäre das ja quasi ein kleines Wunder,
Nö. Das ist grade bei kleinen, schlecht ausgeführten Studien geradezu zu erwarten. Davon gibt es bereits haufenweise Beispiele.
aber wieseo findet das bisher so wenig Erwähnung, obwohl diese
Studie von 1998 ist?
Was mich hier aber davon abhält den Placeboeffekt bei einer
Gruppe mehr oder weniger miteinzubeziehen ist die Tatsache,
dass es sich hierbei um eine Doppelblindstudie handeln soll
o/
Zitat aus Deinem dritten Link (vom Autor der Studie selbst):
„The method used was a non-blind two-branch randomized therapy comparison…“
sinngemäß übersetzt:
„Die Methode war ein nicht-blinder Therapievergleich zweier Gruppen“
Also nix mit Doppelblindstudie
des weiteren:
„For ethical reasons a placebo group was not used.“
Wieso keine Placebo-Gruppe? Was für ethische Gründe?
Der Ablauf war wohl so:
Tierhomöopath (TH) schaut sich zuerst alle Tiere an
anschließend werden sie zufällig(?) auf die beiden Gruppen verteilt (bzw aussortiert, wenn sie nicht den Anforderungen entsprechen), wobei darauf geachtet wird, dass Tiere des gleichen Haushalts immer in der gleichen Gruppe sind (soviel zum Thema Zufall).
TH behandelt die Tiere entsprechend der Zuordnung, wobei er selbst weiß, was er verabreicht.
Besitzer notiert Verhalten
TH beurteilt Erfolg
Dabei muss - wie bei allen anderen Experimenten auch - von der Voreingenommenheit des Experimentators ausgegangen werden. Da keine Doppelblindstudie vorliegt, schlägt selbige natürlich auf das Endergebnis durch (ob gewollt oder nicht).
Andere Frage: warum wurden nur kastrierte Tiere ausgewählt, wenn man als klassische Behandlungsmethode ein hormonartiges Präparat verwendet? http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?wir/00000052…
hier wird es gegen Harnspritzen gelistet (also eher das Reviergehabe unkastrierter Tiere). Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, dass für die Homöopathie das zur Katze passende Mittel entsprechend ausgewählt wurde, bei der klassischen Behandlung aber pauschal mal überall das gleiche Präparat eingesetzt wurde.
Fazit:
Du fragst in Deinem ursprünglichen Posting, warum die Studie so wenig Erwähnung findet? Die Antwort lautet, dass sie nicht die Mindestanforderungen einer wissenschaftlichen Studie erfüllt.
Um das ‚weil‘ geht es ja grade. Tiere sind auch schon früher
völlig ohne Medikamente gesund geworden. Deshalb beweist das
Gesundwerden an sich genau gar nichts.
Wer jemals gesehen hat, wie ein vor Schmerz tobendes, stöhnendes Pferd wenige Minuten nach der Gabe eines homöopathischen Mittels ruhig wird, aufsteht und mit Appetit nach Heu verlangt, der zweifelt nicht mehr an der Homöopathie und glaubt statt dessen an Placeboeffekt oder „gut zureden hilft“. Das muß man einfach mal erlebt haben.
Wer jemals gesehen hat, wie ein vor Schmerz tobendes,
stöhnendes Pferd wenige Minuten nach der Gabe eines
homöopathischen Mittels ruhig wird, aufsteht und mit Appetit
nach Heu verlangt, der zweifelt nicht mehr an der Homöopathie
und glaubt statt dessen an Placeboeffekt oder „gut zureden
hilft“. Das muß man einfach mal erlebt haben.
Sorry, auch diese Geschichte beweist genau gar nichts. Erst ein Vergleich mit einem Placebo als Doppelblindstudie hätte wirklich Aussagekraft.
Btw., wie wurde denn das Mittel ins tobende Pferd befördert? Worin bestand denn die ‚Krankheit‘? Was war das für ein Mittel? Und warum behaupten sogar die Homöopathen selbst, dass ein homöopathisches Mittel sanfte Medizin ist und nur langfristig wirkt?
Fang doch einfach mal an zu denken und zu fragen, anstatt einfach zu glauben. Es ging doch um Medizin und nicht um Religion.
Wer jemals gesehen hat, wie ein vor Schmerz tobendes,
stöhnendes Pferd wenige Minuten nach der Gabe eines
homöopathischen Mittels ruhig wird, aufsteht und mit Appetit
nach Heu verlangt
es fragt sich nur, wer nun heiliggesprochen wird: hahnemann oder das pferd?
war es vielleicht nur durstig, das pferd? oder hat es blutige tränen geweint? stigmata?
nichts gegen religiöse halluzinationen, aber so langsam ist es auch reichlich genug.
wie verlangt ein pferd eigentlich nach heu? telepathisch?
Wenn du noch nicht mal weißt, was eine Kolik beim Pferd ist,
daß jede Kolik potentiell lebensgefährlich für das Pferd ist, daß viele Pferde deswegen sterben, und daß die Medizin dabei ganz schnell das Ende ihrer Kunst erreicht,
dann solltest du bezüglich der Bedeutung von Genesung erst mal nachdenken.
Ich jedenfalls bin nicht so borniert Tatsachen zu leugnen nur weil die Wissenschaft noch nicht in der Lage ist sie zu beweisen.
Noch zu Hahnemanns Zeiten wurden Leute verspottet, die behaupteten das kleinste Lebewesen Krankheiten verursachen würden.
Du wärest damals bestimmt auf der Seite der Spötter gewesen.
vielen Dank für Deine präzise Zusammenfassung…auf die Art der Studie kam ich wegen http://science.orf.at/science/news/11703
der Link hat mich überhaupt erst veranlasst weiter zu suchen, den englischsprachigen Text auf der Seite bin ich leider gar nicht durchgegangen, nur die deutsche Version und da die Info von dem ersten Link im Hinterkopf…:o(
Jetzt hab ich mal genauer geschaut und das heir noch gefunden: http://www.knafl.at/forsch_hom.htm
Insgesamt finde ich es erstaunlich, dass man ein solches Thema für seine Dissertation überhaupt auswählen kann ;o)
wie seriös ist eine ‚Studie‘ eines Homöopathen, der grade mal
33 Versuchsobjekte zur Verfügung hatte? Bei der nicht mal eine
Verblindung eingesetzt wurde und ebensowenig ein Placebo?
Tja, ich bin schon auf die Aussagen in http://science.orf.at/science/news/11703 hereingefallen :o( dort wird nämlich ausdrücklich erwähnt, dass es eine Doppelblindstudie gewesen wäre.
Wenn du noch nicht mal weißt, was eine Kolik beim Pferd ist,
Du hast sie doch verheimlicht, nicht ich. Lies Deinen Text nochmal nach.
Aber offensichtlich bist Du diejenige, die nicht weiß, was das ist und wie man das behandelt. Sogar Wikipedia sagt was dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Kolik_beim_Pferd. Und da findet man dann „Durch Wälzen des Pferdes kann in bestimmten Fällen versucht werden, eine Verschlingung oder Verlagerung des Darms rückgängig zu machen.“
Was genau spricht also für eine ‚Heilung‘ durch das homöopathische Mittel, dass in der kurzen Zeit nicht mal bis in den Darm gelangt sein kann und was für eine Selbstheilung durch das Herumwälzen des Pferdes?
Ich jedenfalls bin nicht so borniert Tatsachen zu leugnen nur
weil die Wissenschaft noch nicht in der Lage ist sie zu
beweisen.
Ah so. Du natürlich nicht. Du glaubst nur das, was Du siehst. Und davon natürlich auch nur das, was Du sehen willst.
Noch zu Hahnemanns Zeiten wurden Leute verspottet, die
behaupteten das kleinste Lebewesen Krankheiten verursachen
würden.
Nettes Argument. Vor allem Hahnemann war nämlich einer jener Spötter, der die Symptome und nicht die Erreger bekämpfen wollte.
Das ging ja wohl heftig nach hinten los.
Du wärest damals bestimmt auf der Seite der Spötter gewesen.
Du bist doch die Kämpferin für überholtes Nichtwissen. Ich glaube an wissenschaftlichen Fortschritt, Du an Hexerei und Hokuspokus.
Du hast völlig recht, es waren 33 homöopathisch und 22 anders behandelte Katzen, was zusammen 55 ergibt.
Ich hatte beim Schreiben die falsche Zahl im Kopf.
Gruß
loderunner
http://de.wikipedia.org/wiki/Kolik_beim_Pferd. Und da findet
man dann „Durch Wälzen des Pferdes kann in bestimmten Fällen
versucht werden, eine Verschlingung oder Verlagerung des Darms
rückgängig zu machen.“
Wiki ist nicht immer das non-plus-ultra.
„in bestimmten Fällen… rückgängig machen“ heißt,
daß bereits eine Verlagerung vorliegen muß. Damit steht ein Pferd bereits mit 3 1/2 Beinen im Grab und die äußerst geringe Chance einer Rückverlagerung durch Wälzen ist der letzte Strohhalm nach dem (auch seitens der TA) dann geriffen wird,
denn auch die heutzutage bestehende Möglichkeit einer Darm-OP, ist nur dann eine reelle Chance, wenn die Darmverlagerung noch so „frisch“ ist, daß das Darmgewebe noch nicht abstirbt. Und selbst bei erfolgreicher OP ist die Langzeit-Überlebensrate recht gering.
Eine Darmverlagerung ist selten die primäre Ursache einer Kolik, häufiger ist sie eine secundäre Komplikation im Verlauf einer Kolik, wenn nämlich ein verstopfter, träger, schwergewichtiger Darm sich nicht mehr normal mit dem Körper mitbewegt, oder durch exzessives Wälzen „Darmaufhängungen“ nicht halten.
Eine Darmverlagerung ist keine normale Kolik, sondern ein absolut lebensgefährlicher Notfall/Ausnahmezustand in dem man auf spontane Rückverlagerung hoffen, oder -falls es noch früh genug ist- auf eine Chance durch OP hoffen kann. Mehr nicht.
Das ist keine Grundlage um über Behandlungserfolge zu streiten.
Zum Glück ist das im Verhältnis zu den gesamten Koliken sehr gering.