Katzenbesuch

Liebe Tierfreunde/Experten!

Mehrere Monate bekomme ich und mein Mann nun schon Besuch von einer Katze aus der Nachbarschaft.Anfangs strich sie uns auf unserer Terrasse draußen um die Beine und inspizierte auch vorsichtig unsere Wohnung.Da wir Katzen sehr gerne haben(haben selber keine mehr angeschafft nachdem unsere überfahren worden ist)darf sie auch einige Zeit bei uns bleiben,wobei sie sich mit Vorliebe auf unserem Schoß bequem macht und wonnig schnurrt.Da wir ja wissen,dass sie andere Besitzer hat,füttern wir sie nicht-nur in absoluten Ausnahmefällen bekommt sie eine Kleinigkeit-und setzen sie nach einiger Zeit wieder vor die Tür.
Sie wehrt sich jedesmal vehemennt und versteckt sich regelrecht,wenn sie merkt das sie nach draußen soll.Im Sommer steht bei uns die Terrassentüre bei schönem Wetter fast immer offen-da hatten wir keinen Einfluss darauf ob sich Madame reinschleichen konnte.
Ich werde natürlich das Gefühl nicht los,das sie bei uns einziehen will und es schon längst getan hätte,wenn Futter und Katzentoilette etc. parat ständen.Aber ich kann doch nicht einfach eine Katze von unseren Nachbarn "übernehmen"von denen ich weiß,dass sie auch sehr an dem Tier hängen.
Was soll ich eurer Meinung nach tun?
Sie nicht mehr reinlassen?-das wäre nur im Winter praktikabel,aber dann maunzt sie jämmerlich vor der Tür.
Katzen suchen sich ihre "Versorger"ja auch oft selber aus,wenn es ihnen woanders nicht mehr gefällt.

Fragenden Gruß von

Anja

Hi, Anja!

Zuerst mal: Ich finde es richtig gut, dass du die Katze nicht fütterst und auch noch an die Besitzer denkst, die dazu gehören. Ich hatte auch einmal einen Kater, der sehr viel durch die Gegend gestreunt ist. Den wollten sich gleich mehrere Nachbarn ‚aneignen‘. Da musste ich immer persönlich hingehen, um meinen Kater wieder zu kriegen.

Deswegen mein Vorschlag: Wenn du weißt, zu welchem Haus in deiner Nachbarschaft die Katze gehört, geh doch mal hin! Red mit den Leuten, denen das Tier gehört und sprich sie drauf an.
Wenn strikt was dagegen haben, dass ihre Katze sich in anderen Wohnungen rumtreibt, dann kannst du sie entweder nicht mehr reinlassen oder die Besitzer passen besser auf.
Vielleicht haben sie ja auch gar nichts dagegen, wenn die Katze tagsüber bei dir auf dem Sofa liegt und zuhause ihr Fressen kriegt.
Oder vielleicht wollen sie die Katze sogar loswerden? Weiß man alles nicht.
An deiner Stelle würde ich also mal dorthin gehen und mit den Leuten reden. Dann weißt du wenigstens, wie die Besitzer dazu eingestellt sind.

Lieben Gruß,
Freya

Hi, Anja!

unser Nachbarskater hat auch Familien. Seine eigene hat ihn mit 8 Wochen von einem Bauernhof gekauft. Bereits mit 16 Wochen ist die Mutter mit den Kindern in Urlaub gefahren, der Kleine blieb alleine zuhause, versorgt vom Vater der Familie. Aber der war natürlich oft bei der Arbeit und der Kleine viel alleine. Da eine Katzenklappe im Haus ist, ging der Kleine in der Langeweile raus, zu uns und noch zu 2 Familien, die aber nicht direkte Nachbarn sind. Seine Familie liebt ihn schon irgendwie und versorgt ihn, er bekommt die Impfungen, wird entwurmt und ab und zu gestreichelt. Doch das reicht ihm nicht, er braucht wesentlich mehr Zuwendungen. Und die holt er sich von seinen 3 Patenfamilien und alle sind so zufrieden.
Vielleicht ist es bei deiner katze auch so. Er braucht einfach mehr Zeit und Zuwendung, als ihm seine Familie geben kann.
Ich würde auch mal mit denen reden. Falls sie ihn abgeben wollen, schön. Wenn nicht, im Prinzip können sie nicht verbieten, dass ihr die Katze immer wieder streichelt und schmust.
Petra