Katzenintelligenz

Abend allerseits.Ich habe neulich irgendwo mal gehört, dass Katzen von der Intelligenz her auf einem Niveau von einem 5 jährigen Kind sind.Konnte es aber nicht so richtig glauben.Obwohl…, diese „Biester“ sind schon sehr schlau.Was haltet ihr davon?

LG Anna

Hallo Anna

Du hast eine interessante Idee aufgeworfen. Meine Meinung dazu ist:
der Vergleich hinkt sowieso, das kann man gar nicht vergleichen.
Einerseits ist eine Katze nämlich „dümmer“ als ein 5jähriges Kind,
zum Beispiel weil sie weder sprechen, noch so viel verstehen kann
(ausser vielleicht von anderen Katzen, aber das ist wieder ein neues
Thema). Sie können auch nicht „rechnen“, obwohl es wohl neuere
Forschung gibt, dass Katzen zumindest bis 3 zählen können. Kinder in
dem Alter können Dinge zählen, und (mit Hilfe der Finger) auch schon
Dinge addieren (zumindest bis 10).
Andererseits ist eine Katze vielleicht intelligenter, ich denke da
vor allem an räumliche Vorstellung, Orientierungsvermögen etc. Sie
kann sich auch (wenn sie nicht eine totale Zuchtkatze ist) in der
freien Wildbahn selbst versorgen, was ja auch sehr „intelligent“ ist.

Meine Gegenfrage also an Dich: wie definierst Du „Intelligenz“?

Schö’n Abend!

Sibylle aus M

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Aaalso,
mein Frodo ist ganz sicher nicht der klügste Kater, den die Welt je gesehen hat. Er ist gedanklich wirklich etwas langsam und versteht - im Gegnsatz zu Gandalf - nur ganz selten, was ich von ihm möchte.
Aber: letztens hab ich die Lekkerli-Tüte in eine kleine Küchenschublade gelegt und er hat das gesehen. Daraufhin stellte er sich vor das Schränkchen, roch an den einzelnen Schubladen, wählte die richtige aus und hat sie geöffnet! Und das auch noch recht flux! Ich hab ihm dann zur Belohnung direkt ein weiteres Lekkerli gegeben - fatal, jetzt fühl ich mich, als ob ich nen Poltergeist zu Hause hätte: ständig genau ist die Schublade offen, in der ich aktuell die Tüte verstecke…
Und dieses Gedankenspiel kann unser geistig wacherer Gandalf einfach nicht nachvollziehen. Dafür hört er mitlerweile schon seit Jahren ausgezeichnet auf seinen Namen und kann auch Kommandos wie „Komm“ oder „Platz“ (tatsächlich!).
Katzen sind also wirklich wie kleine Kinder: alle verschieden und jede hat ihre besonderen Fähigkeiten und Eigenarten…
Gruß,
Sonja (die jetzt mal wieder die Schubladen schließen geht…)

Hallo,

Unseren Tiger (so heißt er wirklich) hab ich mal erwischt, als er sich die Leckerli-Stängchen von Aldi gekrallt hat und unterm Bett lag um die Verpackung aufzuknabbern. Der hat tatsächlich nur das nötigste aufgeknabbert und das ganze Leckerli rausgekriegt.

Der Kater meiner Schwiegermutter (der heißt LULU) kommt jedesmal zur Haustür wenn wir klingeln, wenn Schwiegermutter zu ihm gesagt hat: „Gleich kommen Geli und Sticky“. Wahrscheinlich aber nur, weil er weiß, daß wir immer für Schwiegermutter einkaufen gehen und dann immer sein Futter mitbringen :wink: Sonst kann klingeln, wer will, der Kater bleibt in seinem Körbchen liegen.

Gruß
Sticky

Hallo

es ist immer so eine Sache Äpfel mit Birnen zu vergleichen, dabei kommt nichts heraus.
Ausgehend davon, daß Tiere eine Intelligenz besitzen:

Ob sich Tiere in vergleichbaren Istuationen ähnlich verhalten wie Menschen, ist nicht der entscheidende Punkt, denn jede Art besitzt andere physische Eigenschaften und einen völlig anderen Erfahrungshorizont. Wenn wir Intelligenz von Mensch und Tier sinnvoll vergleichen möchten, sollten wir uns einmal in ein Tier hineinversetzen und überlegen, wie wir uns in diesem Körper verhalten würden. Es kommt darauf an, sich in das Tier einzufühlen und die Erfahrungen mit dem eigenen menschlichen Körper zu vergessen
[aus: Gespräche mit Tieren von Penelope Smith]

Was das Alter betrifft, so ist meine Erfahrung…könnte hinkommen. Tiere beschäftigen sich nicht mit komplizierten Rechenaufgaben…wozu auch? Tiere haben auch manchmal einfach keine Lust zuzuhören und man muss sie hin und wieder recht energisch um Aufmerksamkeit bitten *g*

Grüssle
Suse

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo auch!

Also natuürlich sind Katzen intelligent. Vergleichen kann man sie aber mangels Möglichkeiten mit dem Menschen nicht wirklich.

Einzige Möglichkeit wäre, auf funktioneller Ebene des Gehirns zu argumentieren - und so gesehen, warum nicht?

Die Katze hat ja alles, was man braucht, um kognitive Leistung zu erbringen. Die funktionelle Ebene ist nicht soo verschieden.

Z.B.: Warum sollen Tiere nicht zählen können? Sie sind (wahrscheinlich) nur nicht in der Lage, die Rechenleistung auch zu abstrahieren. Menschen lernen erst über konkrete Aufgaben das „Rechnen“. Wir stellen fest, das es von einigen Gegenständen mehr als einen gibt, und deswegen können wir zählen. Dies können Tiere auch, da sie diese Impulse auf die gleiche Art und Weise speichern. Ein Tier weis z.B. wieviele Wasserquellen es hat, und das dies gleiche „Objekte“ sind. Das ist eine Frage der Funktionalität. Nur das Abstrakte geht eben ab, das Weiterführende. Dies ist beim Kind auch noch nicht ausgeprägt. Also in Bezug auf diese Performanz (Rechnen) also „Ähnlichkeiten“.

Insgesamt sind Tiere dem Menschen sehr ähnlich. Deswegen werden auch viele Paradigmen mittels Tiermodellen aufgebaut und erst nach Vorbefunden am Menschen überprüft. Dabei geht es auch um Persönlichkeit und Intelligenz, was man hinterher auf den Menschen überträgt.

Von meinem Umgang mit meinen eigenen beiden Katzen „weiss“ ich aber auch, dass Intelligenz hier vorhanden ist. Genetisch kann es eigentlich nicht vorgesehen sein, dass die Katze sich am Menschen orientiert. Im Umgang miteinander haben aber die Katzen (und ich natürlich auch) gelernt, wie der jeweils andere gestrickt ist. An meinem Verhalten können die Katzen erkennen, wie ich „drauf“ bin - und sie reagieren entsprechend. Sie wissen, was ich von ihnen mag und was ich nicht mag (zumindest das meiste…) und können ihr Verhalten dem anpassen (wenn sie es auch wollen…). Auf eine „simple“ Art und Weise ist auch Kommunikation über gesten und Worte möglich - also eine Anpassungsleistung zwischen verschiedenen Spezies, das finde ich schon enorm.

Einen Vergleich in allen Einzelheiten zum Menschen halte ich dennoch für schwierig - und auch gar nicht nötig. Sie sind intelligent, und man muss sie zusätzlich auch gerne haben, selbst wenn sie gerade dabei sind, die neue Topfpflanze zu fressen…

Lieben Gruß
Patrick

Hallo, ich hatte mal Besuch ,mit dem wir nach dem Mittagessen spazieren waren.Unser Kater war gerade draussen , er hat sich uns angeschlossen und war mit uns mindestens 1 Stunde unterwegs. Wir sind auch zusammen wieder nach Hause gekommen.Manchmal bin ich bei unserem Kater einfach sprachlos und denke; dass kann doch aber gar nicht sein?! Ein andere Fall; mein Sohn ging spät abends noch mal zu seinem Freund(wir wohnen in einer Kleinstadt),der Kater ist ihm über die halbe Stadt nachgelaufen,ging sogar beim Kumpel mit in die Wohnung rein. Allerdings hat es ihm dort „nicht gefallen“, er wollte dann „wieder gehen“.Als mein Sohn nach ein paar Stunden wieder nach Hause ging, kam der Gute aus dem Gebüsch und begleitete ihn wieder nach Hause.Was sagt ihr dazu? Ich war jedenfalls sprachlos.Meine Nachbarin hat ihn auch ins Herz geschlossen, er verbringt auch bei ihr viel Zeit.Wenn sie ihm aus dem Fenster ruft weiss er genau an welche Tür er hingehen muss.Na wenn dass keine Intelligenz ist…Und neulich …,mir reicht die Zeit nicht,es gibt so viele tolle Geschichten.
Machts gut.
Anna

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hihi so ähnlich ist das bei meinem Spike.
Wenn ich nach Hause komme dann hör ich ihn schon im Treppenhaus und wenn ich dann die Wohnungstür aufschliesse hockt er immer vor der Tür und begrüsst mich.
Auch die schubladentricks hat er schon drauf.
Und tatsächlich hat er es einmal fertig gebracht so ne neue Whiskas Leckerliedose auf dem couchtisch aufzumachen und zwar so das die dose noch immer am selben platz stand (nein nicht umgekippt) und nur der deckel daneben lag. ich dachte erst ich hätte vergessen die zuzumachen aber nein das war er wie ich später dann nochmal beobachten konnte.

Seine intelligenz lässt aber schlagartig nach wenn er irgendwas in der wohnung rumfliegen sieht dann schaltet er komplett das hirn ab und geht auf jagdmodus, oder wenn ich am computer sitze dann muss man ja unbedingt vor und hinter dem monitor auf und abgehen.

So eine haben wir auch. Gerade neulich, da sind wir spazieren gegangen, und unsere Katze kam mit (manchmal hockt die eine halbe Stunde vor der Tür, wenn wir sie rauslassen, in der Hoffnung einer von uns kommt noch raus und geht mit ihr spazieren). Wir waren dieses Mal ziemlich weit unterwegs. Irgendwann müssen wir ein ganzes Stück über ihre Reviergrenzen hinaus gewesen sein, da fing sie an zu maulen, setzte sich immer hin und miaute. Kam aber immer weiter hinterher. Irgendwie tat’s mir so leid, wie sie herzzereißend miaute, also überzeugte ich meinen Schatz, wieder gen Heimat zu spazieren. Da war sie dann bald wieder ruhig. Wenn wir beide unterwegs sind, dann nimmt sie auch gern mit den Nachbarn vorlieb.

Einmal bin ich mit der Katze eine Runde gegangen und habe mich auf ein Feld gestellt und den Sonnenuntergang beobachtet. Da hat sie sich auf meine Füße gestellt (die Vorderbeine auf den linken Schuh, die hinteren auf den rechten) und die Umgebung beobachtet. Das fand ich total süß. Wenn ich bedenke, dass sie anfangs nie getragen werden wollte, und nun bettelt sie förmlich drum, um zu schmusen …

Viel Spaß noch mit Euren Miezen, ich werden den meinen mit den unsrigen haben! :o)

Bis denne
Schnoof