vorgestern abend habe ich entdeckt, daß eine offensichtlich wild lebende Katze in unserem Garten Nachwuchs bekommen hat.
(Befellt, aber noch mit geschlossenen Augen)
Sie hat sich ein Nest an einer Stelle gebaut, wo eigentlich nie jemand hinkommt und wäre nicht ein Junges aus dem Nest gekrabbelt und hätte lauthals gegen Regentropfen protestiert, wären sie immer noch unentdeckt.
Natürlich ist die Altkatze abgehauen, als ich in die Ecke kam…ich hab das Junge zurück ins Nest zum Geschwisterchen gesetzt und 5 Min später schliefen beide tief und fest.
Eigentlich hatten wir nun damit gerechnet, daß die Mutterkatze sich ein neues Nest sucht, aber gestern tagsüber hat sie sich (lt. Nachbarsaussage) vor dem Nest in der Sonne geräkelt und offensichtlich auch ihre Jungen versorgt…die schliefen gestern abend nämlich schon wieder dickbäuchig und zufrieden.
So…kann ja sein, daß sie doch noch umzieht…aber wenn nicht??
es sollte verhindert werden, dass sich die Tiere weiter vermehren. Benachrichtige den örtlichen Tierschutzverein, damit sie Mutter und Welpen einfangen. Die Mutter könnte kastriert wieder an derselben Stelle ausgesetzt werden, die Welpen können vermittelt werden.
Hallo Suse,
im Sinne der Jungen möchte ich dir empfehlen, mit einem örtlichen Tierschutzverein Kontakt aufzunehmen. Die Kleinen müssen bis zu einem bestimmten Alter vertrauen zu Menschen finden. Sonst bleiben sie wild und sind nicht zu vermitteln.
Was als Alternative kommt, auch wenn die sich noch weiter vermehren, kannst du dir selber ausmalen.
Grüße
Ulf
du solltest die jungen einfangen (dann wenn sie schon feste nahrung fressen können, mit flasche päppeln ist ziemlich aufwendig) und in gute, krallenfeste und geduldige hände vermitteln. warte nicht zu lange, sonst werden die jungen nie zahm werden. dafür brauchst du keinen tierschutzverein.
es wäre natürlich gut, die streunerin auch einzufangen (das wird dir nicht oder nur mit grossem katzenjammer gelingen, eventuell kannst du dir beim tierschutz eine käfigfalle ausleihen) um sie sterilisieren zu lassen. ruf doch einfachmal beim tierschutz oder im tierheim an, was die raten.
gruss, Sama
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Hallo Sama,
wenn sie die Jungen dauerhaft behalten möchte oder im Bekanntenkreis abgeben kann, erübrigt sich natürlich der Vermittlungsversuch über einen Tierschutzverein.
Grüße
Ulf
Katzen können sich nur solange vermehren wie Nahrung zur Verfügung steht. Also Mäuse oder so, die z. B. immer weiter vermehren, weil sie immer genug Nahrung finden.
Ich verstehe auch nicht warum man wilde Katzen einfangen sollte. Ich meine sie sind wild und in Gefangenschaft werden sie nicht glücklich werden. auch die Kleinen nicht. Ich würde an Suses Stelle gar nichts unternehmen. Wir hatten auch schon öfter mal Katzen bei uns. Die hatten Junge bekommen und sind dann wieder verschwunden. Hin und wieder sieht man mal ne Katze. aber die Verschwinden sofort wenn sie einen bemerken.
Wenn es zu Viele Katzen gibt, dann gibt es meines Erachtens 2 Möglichkeiten: Entweder es gibt zu viel zu fressen, also Mäuse (dann sind die Katzen dort auch angebracht), oder jemand füttert sie zu viel.
Einige Landwirte geben den Katzen leckerlies wie Milch, damit sie am Hof bleiben, aber sie füttern sie nicht satt sonst brauchen sie ja nicht mehr selber jagen.
OK Katzen jagen auch Singvögel, aber dagegen kann man Vogelhäuser aufstellen in denen die Vögel sicher Nisten können.
gruß Tilly
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Katzen können sich nur solange vermehren wie Nahrung zur
Verfügung steht.
Es ist aber nicht so, dass sich die Katzenmutter sagt: „Ach, die Mäuse werden knapp, da werde ich dann dieses Jahr nur 1x anstatt 3x werfen …“. Eher ist es so, dass bei zuwenig Nahrung die Tiere in schlechterem körperlichem Zustand sind und dann elend verrecken.
Hauskatzen sind domestizierte Tiere. Sie können zwar verwildert überleben, leiden aber unter Parasiten, Viruserkrankungen, schädigen die einheimische Fauna, usw. Sie sorgen dafür, dass sich Krankheiten wie Katzenseuche, FIP, FIV und Leukose fröhlich verbreiten, auch bei unseren Hauskatzen mit Freigang. Mehr Info hier: FAQ:1002
Ich verstehe auch nicht warum man wilde Katzen einfangen
sollte. Ich meine sie sind wild und in Gefangenschaft werden
sie nicht glücklich werden.
Daher mein Vorschlag, die Mutter kastriert und geimpft wieder auszusetzen, so dass sie ihre Nische besetzt hält, ohne mehr Nachwuchs zu bekommen. Die Welpen können, wenn sie früh genug positiven Menschenkontakt haben, problemlos als Haustiere gehalten werden.
Katzenmütter (ob wild oder zahm) suchen sich in Abständen neue Versteckmöglichkeiten für ihren Nachwuchs (so war es zumindest bei unserer zahmen Hauskatze). Damit wollen sie sicherstellen, dass die Welpen durchkommen.
Wenn die Augen noch geschlossen sind, dann sind die Kleinen max. 14 Tage alt. Meist öffnen sich die Augen am 10./11. Tag.
Die Aussagen meiner Vorredner zum Futterangebot kann ich nur bestätigen.
Wo Katzen sind, sind keine Mäuse bzw. werden diese in einer erträglichen Populationsgröße gehalten.
Dass wilde/scheue Katzen nicht zahm werden, kann ich so nicht bestätigen.
O.k. der Kater, den wir gezähmt haben, war eine Wohnungskatze, die 2 Jahre lang mehr Schläge als Futter bekam. In der ersten Zeit (ca. 10 - 12 Wochen) sah man ihn überhaupt nicht, jetzt ist er das verschmuste Tigerlein überhaupt und mit seinen mittlerweile 6 Jahren der King des Hofes.
Wenn Du Katzen magst, kannst Du den Versuch mit dem Anfüttern unternehmen: Habe ich vor vielen Jahren erfolgreich mit 3 Katzen praktiziert. Die Katzen lieben Milch über alles. Heute gibt es Katzenmilch. Einfach ein Schälchen in Reichweite der Kleinen stellen. Mutter wird sie schon ranlotsen. Langsam Vertrauen auch zur Katzenmama aufbauen. Tiere merken instinktiv, ob man Freund oder Feind ist - nur so können sie überleben. Sie wird als Wildfang sicher keine Schmusekatze, aber wenn die Kleinen handzahm sind, wirst Du früher oder später auch die Mutter zumindest streicheln können.
Gute Erfahrungen habe ich mit Katzenleckerlis (normales Katzenfutter) gemacht. Auf den Fingerspitzen angeboten, ruhig sitzen bleiben, beruhigend mit leiser Stimme auf die Tiere eingehend, nimmt jede früher oder später die Leckerlis und damit auch Deinen Geruch auf.
Und wenn Du dann die Hand langsam ausstreckst und die Katze sich an den Fingerkuppen kuschelt - dann hast Du ihr Vertrauen gewonnen.
Viel Glück und Du wirst mit den Kleinen noch viel Spaß haben, wenn sie anfangen, zu tapsen und die Welt zu entdecken. Schönes Wochenende wünscht M.P.
Hallo Tilly,
Kleinsäuger haben oft die dumme Angewohnheit Winterschlaf zu halten. In der vegetationsfreien Zeit gibt es auch weniger Vögel und die Katze hat beim Anschleichen weniger Deckung. Eine Katze kann also im Frühjahr bis Herbst durchaus erfolgreich ihre Jungen „groß ziehen“ und im Winter verhungert ein Teil jämmerlich.
Im Thread ging es um Gartenkatzen und nicht um Katzen auf einem Bauernhof, wo die Katzen auch im Winter noch Futter finden. Da gibt es auch noch Mäuseleben.
Auch auf einem Bauernhof wird entsprechend der Witterung zugefüttert. Nicht so viel, dass die Katzen kaum noch Lust (und Schnelligkeit) haben, um Mäuse zu fangen, aber genug, dass sie in weniger nahrungsreichen Jahreszeit nicht verhungern.
Grüße
Ulf