Hallo,
ich habe seit 1 Woche einen kleinen Kater (jetzt 8 Wochen alt), der uns ja viel Freude macht. Seine Mutter ist eine Siamesin, Vater unbekannt (wie ja so oft).
Also jetzt haben wir ein dickes Problem mit ihm: Seit 2 Tagen scheißt er uns immer in irgendeine Ecke (aber nur Nachts). Tagsüber geht er super gut aufs Katzenklo, er kriegt super viele Streicheleinheiten und gespielt wird auch ganz viel mit ihm. Bevor wir ins Bett gehen wird nochmals ausgiebig mit ihm gerauft und dann geht er in seine Kiste vor unser Schlafzimmertür, weil er nicht in unser Bett darf. Er heult auch nicht mehr soweit also alles perfekt. Nur am nächsten Morgen…Erst hat er sich meine Planzen mit Tongranulat ausgesucht, was ich ja noch verstehen kann weil das so ähnlich wie das Katzenstreu ist. Da habe ich jetzt Alufolie drauf gemacht und die Zimmertür über Nacht einfach zugelassen. Dann hat er sich halt ein anderes Zimmer ausgesucht.
Nun meine Frage: Ist das ne kleine Revolution, weil er sauer ist und nicht zu uns ins Schlafzimmer darf? An mangelnder Zuneigung dürfte es ihm ja nicht fehlen. Wir wohnen in einem Reihenhaus auf 3 Stockwerken und unser Schlafzimmer ist ganz oben, sein Klo aber ganz unten im Gäste-WC. Ist er zu faul zum runtergehen? Er hat nämlich in den 3. und 2. Stock gemacht. Soll ich noch ein 2. Klo aufstellen, aber ich möchte nicht im ganzen Haus Katzenklos haben…
Dann noch eine 2. Frage: Wenn er in Spiellaune ist, dann gehts ganz schön zur Sache. Jetzt habe ich mir Lederhandschuhe angezogen um richtig mit ihm raufen zu können was ihm auch sichtlich Spaß macht, aber wenn er was will, dann springt er an den Beinen hoch und das tut ziemlich weh. Was kann ich dagegen tun. Er kriegt meiner Meinung nach ziemlich viel Aufmerksamkeit.
Ich freue mich schon sehr auf viele Antworten…
Liebe Grüße
Sabine
Hallo!
Ich würde es mal mit 1-2 weiteren Katzenklos ausprobieren, ich könnte mir nämlich vorstellen, daß es eventuell mit seiner Orientierung in dem scheinbar nicht so kleinen Haus noch nicht so gut funktioniert - vor allem, da er ja noch nicht so lange bei Euch ist.
Das Spielen mit den Lederhandschuhen würde ich auch eher nicht machen. Dann lernt der Kleine nämlich nicht, daß die Menschen empfindlicher gegenüber Katzenkrallen sind als andere „Felltiere“. Der Kleine sollte seine Kratzmöglichkeiten haben (Kratzbaum, Kratzecken, u.ä.), wo er seine Krallen schärfen kann, er sollte seine Spielsachen haben, in die er hineinbeissen kann und die er mit ausgefahrenen Krallen fangen kann. Nur seine Menschen sollte er eigentlich nicht kratzen und beissen (natürlich passiert das mal im Eifer des Gefechts). Wir haben´s mit unseren drei Katzen so gehandhabt, daß wir immer laut „Au“ gerufen haben, wenn sie uns weh getan haben, das verstehen sie recht gut, und versuchen dann, das zu vermeiden. Und wenn sie was tun, was sie nicht dürfen, dann den Zeigefinger drohend erheben und laut „Nein“ sagen, funktioniert auch sehr gut. Entgegen gängiger Meinung kann man Katzen nämlich durchaus bis zu einem gewissen Grad erziehen.
Viel Spaß mit Deinem kleinen Stubentiger,
Martina
gibt sich
Hi,
Nun meine Frage: Ist das ne kleine Revolution, weil er sauer
ist und nicht zu uns ins Schlafzimmer darf? An mangelnder
Zuneigung dürfte es ihm ja nicht fehlen. Wir wohnen in einem
Reihenhaus auf 3 Stockwerken und unser Schlafzimmer ist ganz
oben, sein Klo aber ganz unten im Gäste-WC. Ist er zu faul zum
runtergehen? Er hat nämlich in den 3. und 2. Stock gemacht.
Soll ich noch ein 2. Klo aufstellen, aber ich möchte nicht im
ganzen Haus Katzenklos haben…
fürs Erste halte ich das für gar keine schlechte Idee - solange er noch so klein ist, halte ich persönlich es tatsächlich für möglich, dass er manchmal einfach zu faul ist, den ganzen Weg zu laufen. Tagsüber guckt ihr zu, da macht er es nicht, weil er weiß, dass es falsch ist, aber nachts siehts ja keiner…
Wenigstens ein weiteres Klo sollte schon da sein, und falls ihr geplant habt, ihn irgendwann rauszulassen, wird sich das Problem sowieso von selbst erledigen, glaub ich.
Einer unserer Kater hat es damals unglaublich spaßig gefunden, immer in meinen Ficus oder die offene Heutüte meiner Meerschweinchen zu ka…, da musste ich auch erfinderisch sein, Pflanze abdecken etc., aber irgendwann hat er es einfach gelassen… Schien für ihn irgendwie ein Spiel zu sein, das Klo war für ihn nämlich nicht zu weit weg.
Dann noch eine 2. Frage: Wenn er in Spiellaune ist, dann gehts
ganz schön zur Sache. Jetzt habe ich mir Lederhandschuhe
angezogen um richtig mit ihm raufen zu können was ihm auch
sichtlich Spaß macht, aber wenn er was will, dann springt er
an den Beinen hoch und das tut ziemlich weh. Was kann ich
dagegen tun.
Lederhandschuhe würde ich auch lassen, da lernt Ihr beide nicht, Eure Grenzen abzuschätzen.
Krallen von kleinen Katzen können erfahrungsgemäß spitzer sein als die älterer Katzen, und kleine Katzen erkunden noch alles, da kann es schon eher mal zu kleineren Verletzungen kommen. Unsere sind damals im Sommer an den nackten Beinen hochgeklettert, *autsch*, aber auch das hat irgendwann aufgehört.
Zeig ihm vorsichtig seine Grenzen - wenn er kratzt, hör auf, mit ihm zu spielen, aber ignorier ihn nicht völlig, schließlich macht er es ja nicht aus böser Absicht. Er muss nur merken, dass das Spiel aufhört, wenn er zu feste zuhaut.
Wenn Ihr mitbekommt, dass er in eine Ecke macht (ich weiß, ist nicht so einfach, wenn er es nur nachts macht), dann setzt ihn sofort ins Katzenklo, und dann lobt ihn, wenn er drin bleibt.
Bei unseren habe ich auch beobachten können, dass Katzen ungeheuer pingelig sein können, was das Katzenklo angeht - ist es nicht GANZ sauber, dann wird es ignoriert.
So hat sich der eine Kater drauf verlegt, in seiner „Not“ in die Badewanne zu machen, sobald das Klo nicht seinen Anforderungen gerecht wird.
Das macht er aber nicht, wenn das Klo 100% sauber ist.
So gibt es halt auch Penibelchen unter den Katzen - vielleicht gehört Eurer dazu?
Viel Glück,
Cess
‚Nimm 2‘
Hallo Sabine,
dein kleines Katerchen wurde viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel zu früh von seiner Mamma getrennt und hat vieles dem nicht gelernt, was ein Kätzchen normalerweise schon kann, wenn es ausreichend lang bei seiner Mama bleiben durfte (12 Wochen). Aber leider ist das bei diesem Tier jetzt schon nicht mehr einzuholen, nur als Hinweis „fürs nächste Mal“.
Zum ersten ist ein einziges Klo in einer so großen Wohnung/Haus für so ein kleines Baby viel zu wenig. Damit kommt ein erwachsenes Tier zurecht, aber nicht ein Säugling (der ein 8wöchiges Kätzchen immer noch ist!!!). Gerade kleine Kätzchen spüren - wie Menschenkinder - ihren Klodrang meist erst kurz bevor es eh schon zu spät ist, auch weil sie davor mit so Spielen beschäftigt waren, dass sie nicht auf ihre Körpersignale achten. Und wenn sie es dann merken und das Klo ist ewig weit weg, kann das Malheur schon mal wo landen wo es nicht soll. Auch wenn es dir nicht gefällt, würde das Aufstellen eines zusätzlichen Katzenklos in jedem Stockwerk helfen, so dass immer eines in der Nähe ist, wenn der Zwerg gerade „muss“. Das ist zwar nicht sooooo angenehm, aber immer noch angenehmer, als das Tier sich daran gewöhnt, andere „Orte“ aufzusuchen als sein Klo ;-/
Und zum zweiten du schreibst von EINER Katze, die so jung ist. Dem Kätzchen ist (abgesehen davon dass es zu früh von Mama getrennt wurde) auch stinkend langweilig, selbst wenn immer ein Mensch zuhause sein sollte (aber ihr geht doch bestimmt auch arbeiten und private Verabredungen). Aber wenn du mal Katzen - insbesondere Katzenbabies - beim Spielen zugesehen hast, bedarf es keiner weiteren Worte mehr, um zu verstehen, dass ein oder auch mehrere Menschen der Katze NIEMALS den kätzischen Spielgefährten ersetzen können. Schon allein, weil wir Menschen viel zu schwerfällig sind um die Rauf- und Verfolgungsspiele mit dem Tier zu machen, die sie miteinander fabrizieren… und vor allem soooo kleine Kätzchen leiden tierisch, wenn sie keinen artgenössischen Spielgefährten haben.
Auch bei älteren Tieren sind seelische Probleme Ursache Nummer 1 für UnsauberkeitIch bin ziemlich überzeugt davon, das dein Katerle sehr viel glücklicher wäre, wenn wenn ihr IHM noch einen Spielgefährten schenkt, mit dem er spielen und toben kann - und dann auch nie mehr allein ist, wenn ihr Menschen nicht zu Hause seid oder keine Lust habt euch mit dem kleinen Zwerg zu beschäftigen. Aber achtet unbedingt drauf, dass dieses zweite Kätzchen mindestens 12 Wochen bei Mama bleiben durfte. Dann kann eure Mieze noch viel von dem zweiten Kätzchen abgucken und lernen, was es bei Mamma durch die zu frühe Trennung leider versäumt hat…
LG, Nena
naja
Hi Nena,
dein kleines Katerchen wurde viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel zu
früh von seiner Mamma getrennt und hat vieles dem nicht
gelernt, was ein Kätzchen normalerweise schon kann, wenn es
ausreichend lang bei seiner Mama bleiben durfte (12 Wochen).
naja, so schlimm ist das aber auch nicht - man sagt pauschal, dass Katzen theoretisch ab der 6. Woche von der Mutter getrennt werden können. Das ist mir persönlich auch zu früh, und unsere kleine Familie war 3 Monate zusammen, aber die wichtigen Dinge wie aufs Katzenklo gehen etc. hatten die schon viel früher drauf.
Nach dem Bericht hört es sich imho nicht so an, als wäre es für den kleinen Kater zu früh, ich denke eher, dass Deine andere Überlegung zutrifft, nämlich, dass es ihm nachts einfach viel zu langweilig ist, so alleine, wo vorher Mama und vielleicht Geschwister zum Spielen waren. Und das Haus ist evtl. auch noch zu groß für ihn, da stimme ich Dir auch zu.
Prinzipiell bin ich auch der Meinung, dass man eine Katze nicht alleine halten sollte - keine Ahnung, ob dieser hier ein Freigänger werden soll, dann ist es imho nicht so schlimm, aber bis dahin kann man sich nicht 24h am Tag um ihn kümmern.
LG,
Cess
… noch was eingefallen …
Hi, mir ist noch was zum Katzenklo eingefallen: nimm dir doch am besten Katzenklos mit Deckel, die stören dann nicht so sehr, die Streu bleibt eher drinnen und der Geruch auch, wir haben gute Erfahrungen damit gemacht.
LG
Martina
Hai, Sabine,
im Telegrammstil:
- stell den Schlafkorb neben Dein Bett
- besorg Dir - ratzfatz - 'ne zweite Fellnase
- stell pro Stockwerk ein Katzenklo auf
etwas ausführlicher:
Du hast da 'n Winzling von Katze, zu früh von der Mutter weg, der jetzt nachts alleine in’ner Kiste vor der Schlafzimmertür schlafen darf - das ist von der Wirkung her ungefähr so, als würdest Du ein vierjähriges Kind zum Schlafen alleine in eine Hütte etwas abseits vom Haus schicken. Junge Katzen schlafen im Haufen - nicht alleine.
Das er jetzt nicht mehr „heult“ wertest Du offenbar als gutes Zeichen - ich halte das für weniger gut und denke sogar, daß es im Zusammenhang mit dem nächsten Problem, der Rauf-Handschuh-Geschichte steht.
Im Prinzip nehmen wir Schmusetiger-Besitzer die Position einer Ersatz-Mama ein, eine, die ihre Jungen nicht irgendwann davonjagt, sondern zu der die Miezen ihr Leben lang Zutrauen haben sollen. Dadurch, daß das Pelztier nachts nicht zu Dir kann, rutschst Du sozusagen aus dieser Position der „Mama“ raus - wenn man Mama wehtut, dann darf die Pfoten-greifliche Ermahnungen loslassen und diesen wird gehorcht - als simple Mit-Katze darfst Du damit rechnen, daß eine derartige Ermahnung als Provokation und Aufforderung zur Prügelei aufgefasst wird. Noch resultiert das in „totaaal süßen“ Aktionen des Katerchens - wenn das Tier die gleichen Aktionen bringt, wenn es ausgewachsen ist, ist es durchaus möglich, daß auch Schweißer-Handschuhe Deine Haut nicht retten.
Laß die Handschuhe weg und bring den Pelztieren (ich geh davon aus, daß Du einen zweiten holst) bei, daß Du nicht gepiekst werden darfst. Wenn beim Spielen die Krallen ausgefahren werden, still halten (wegziehen hinterlässt Furchen), deutlich Aua oder Nein sagen und wenn das nicht hilft, dann mit einem Finger auf die Pfoten tapsen, im Höchstfall auf den Nasenrücken tippen.
So, genug getextet…
Ich erwarte Vollzugsmeldung zum Thema Zweit-Katze! („Hilfe, zwei gegen einen ist unfair“, „Meine Katzen räumen jetzt zu zweit die Blumentöpfe aus“, „Meine Katzen lassen mich nicht mehr in mein Bett“…
)
Gruß
Sibylle
(deren zwei hier zu bewundern sind: http://www.sibylle-panneck.de/katzen/haupt.php )
Hallo,
vielen Dank für Eure Infos. Dazu will ich natürlich was sagen:
Also ein 2. Katzenklo haben wir schon aufgestellt, ist ja eigentlich kein Problem. Es kommt ganz hoch in den 3. Stock, mal gucken obs klappt.
Es gab Antworten, daß der Katzenkorb neben unser Bett soll, nett, aber dann gehts keine 2 min. und Paul (so heißt unser Racker) liegt in unserer Kiste, und das ist das einzige wo er nicht hindarf.
Eine zweite Katze haben wir nicht vor. Paul kann viel raus, wir haben einen großen Garten und wohnen direkt unterhalb von Weinbergen, also ideal zum rumstreunern, außerdem gibts in der Nachbarschaft ganz viele Katzen, so daß ich denke es ist o.k.
Das mit dem Lederhandschuh werde ich weglassen. Heute haben wir tagsüber auch so gespielt und das war ganz o.k., ich wußte nicht daß sich dies negativ auf ihn auswirkt.
Wieviel Zeit wir mit der Katze verbringen: Eigentlich ganz viel. Ich gehe nur 3 Vormittage pro Woche arbeiten, ansonsten bin ich gerade jetzt im Herbst und Winter viel Zuhause, so daß Paul eigentlich wirklich viel Zeit und Spiel mit uns verbringen kann (ich habe noch einen 5jährigen Sohn der spielt auch viel mit ihm). Wir haben Bälle zum rumwerfen, einen Knautschtier, eine alte Socke an einen Stock gebunden den er dann immer fängt wenn wir rumwedeln, ich glaube das ist o.k. Außerdem hat er seit gestern einen riesen Baumstamm zum rumklettern und kratzen und er darf schon auf unsere Terrasse mit Garten wenn wir dabei sind… also ich glaube das ist doch schon eine ganze Menge.
Vielleicht geben wir ihm noch ein bisschen Zeit…
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Hallo,
schließe mich manchem meiner Vorredner an. Aber das mit dem viiiel zu früh weg von der Mutter kann man auch übertreiben.
Hab nen Kater vom Bauernhof geholt, war damals vielleicht 4 Wochen alt.
Mach sowas normal auch nicht aber die hätten die Katzen dann sonstwohin getan. Mein Katerchen hat ab und zu nachts aufs Sofa gemacht, ich denke aber er schaffte es einfach nicht schnell genug vom Sofa runter aufs Katzenklo, da er wenn er im Hundekorb schlief immer aufs Katzenklo ging. Heute ist er ein wunderhübscher Kater, sehr verschmust und kerngesund. Unsere zweite Katze haben wir auch mit knapp 8 Wochen bekommen, sofort stubenrein, die dritte ebenfalls.
Und die sind genauso normal wie andere Katzen auch.
Hatten aber mal ne Katze die wir mit 3-4 monaten erst bekommen haben, die hat immer vor den Fernseher geschissen, hab dann ne Zeitlang da ihren Futternapf hingestellt, da war die auf einmal stubenrein. Klappt aber nur wenn sie immer an die gleichen Stellen kackt.
Ansonsten würd ich auch mal mehrere Katzenklos aufstellen.
Eine zweite Katze wäre mit Sicherheit auch für eure Katze schön, muss aber nicht unbedingt sein wenn sie genug Beschäftigung und Auslauf hat. Auch eine Einzelkatze kann sich sehr wohlfühlen.
Das mit dem Bett is so ne Sache, meine dürfen bei uns mit rein wenn sie dann auch wirklich hinliegen und kuscheln. Wildes rumtoben oder auf Möbel hüpfen und sich quer durchs Zimmer jagen, geht gar nicht. Da müssen die raus, sonst kann erstens ich nicht schlafen, zweitens mein Mann nicht und drittens unser Sohn nicht wenn er bei uns nächtigt. Unsere drei Stubentiger verhalten sich aber meistens ziemlich friedlich und verteilen sich dann gerecht am Kopf, am Bauch und an den Füßen - es geht nix über ne behaarte Wärmeflasche (haha-grins).
Naja, hoffe Du hast noch gaaanz viel Spass mit Deinem neuen Mitbewohner.
Viele liebe Grüße
Yvonne
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Hai, Sabine,
ich hab ein wenig mit mir selbst diskutieren müssen, ob ich nochwas dazu schreibe - wie Du siehst, ich hab mich dafür entschieden 
Eine zweite Katze haben wir nicht vor. Paul kann viel raus,
wir haben einen großen Garten und wohnen direkt unterhalb von
Weinbergen, also ideal zum rumstreunern, außerdem gibts in der
Nachbarschaft ganz viele Katzen, so daß ich denke es ist o.k.Wieviel Zeit wir mit der Katze verbringen: Eigentlich ganz
viel…
Ich bezweifle nicht, daß ihr mit dem Pelzträger genug spielt - wäre er als Drinnen-Katze geplant, dann wär das alles wunderbar - aber dann könnte er auch ins Bett…
Ihr wollt ihn aber raus lassen und da fehlt ihm dann die richtige „Ausbildung“ - egal, wieviel ihr mit ihm spielt, den Unterschied zwischen „Ich tu jetzt mal ganz böse, damit wir Rauf-Spielen können“ und „Wenn Du Dich nicht sofort aus meinem Revier machst, reiß ich Dir den A**** bis zum Hals auf“ könnt ihr ihm nicht beibringen, ihr seid eben keine Katzen. Wenn Katzen miteinander aufwachsen, bringen sie sich das gegenseitig bei bevor sie genug Power haben, um sich gegenseitig ernsthaft zu verletzen.
Das zweite, was ihr ihm nicht beibringen könnt, ist der Umgang mit wehrhafter Jagd-Beute. Ich hatte das Glück, zu erleben, wie eine Katze ihren Jungen den Umgang mit Ratten beibrachte… Auch, wenn zwei Jungkatzen sich das nicht gegenseitig beibringen können, können sie doch aneinander ihre Reaktionsfähigkeit trainieren und auch hier wieder: egal, wie schnell ihr seid - Katzen sind schneller (und gröber zueinander).
Ihr könnt das nicht ersetzen, weil ihr a) nicht die richtige Ausstattung besitzt (Krallen, Schwänze, wahnsinns Reaktionszeit)und b) dem Kleenen ja beibringen müsst, daß Menschen „unkratzbar“ sind. Er lernt also u.a., seine Waffen nicht einzusetzen; ist er dann sorgfältig darauf trainiert, lasst ihr ihn in die weite Welt raus. Das bedeutet, daß er ziemlich übel Prügel beziehen wird…
Vielleicht geben wir ihm noch ein bisschen Zeit…
…und doch noch 'n Kumpel? Glaub mir, so’n Kater-Duo macht mehr, als nur die doppelte Freude…
Gruß
Sibylle
Hallo,
auch ich glaube daß es optimal wäre eine zweite Katze zu haben. Wenn Ihr es aber nicht plant, denke ich, daß Euer Paul trotzdem problemlos von den anderen „Freigängern“ in der Gegend in die „Katzenetikette“ eingeweiht wird.
Es ist nach meiner Erfahrung nicht nötig, daß Ihr ihn über eine zweite Katze in „Katzenkampftechniken ausbildet“ bevor Ihr ihn ins Freie lasst, um ihm Revierkämpfe etc. zu ersparen. Junge Katzen werden von den eingestammten Katzen nach meiner Erfahrung von den Revierkämpfen ausgeklammert, u. ihre Anwesenheit im Revier wird bis zu einem gewissen Alter kommentarlos hingenommen, bzw finden sich andere Katzen als „Leittiere“.
Wir haben selbst 2 Kater (mittlerweile 10 u. 11 Jahre alt), die beide ins Freie dürfen. Als der ältere der beiden (kastriert) erst mehrere Wochen alt war, war es interresant zu beobachten wie er meist in 1 m Abstand hinter einem anderen kastrierten Kater hergelaufen ist der ihn praktisch ins Revier eingeführt hat. Er wurde dabei von den anderen Katzen nicht angegriffen.
Wichtig erscheint mir:
- daß Euer Paul kastriert wird
- daß Ihr nicht zu lange wartet bis er erstmals Kontakt zu den anderen aufnimmt (sonst wird er ab einem gewissen Alter schon als „Revierkonkurrent“ angesehen)
Grüße & alles Gute
Renate