Ich habe 3 Katzen, 2 haben immer wieder Katzenschnupfen. Es begann, als zum ersten Kater (der 1 Jahr alt war) eine kleine Katze dazukam. Gino (der Kater) war zwar geimpft, hat aber trotzdem Katzenschnupfen bekommen, worauf ich die beiden sofort getrennt habe. Es hat aber nichts genutzt, denn Ginger, die gerade 12 Wochen alt war bekam es auch. Es hat 2 Monate gedauert, bis wir die beiden gesund kriegten, ich bin mit ihnen jeden zweiten Tag zum Tierarzt gefahren,war aber natürlich umso glücklicher, als sie wieder gesund wurden. Nach ca. 6 Monaten kam es aber bei Ginger zurück, und seit dem hat sie es mehr oder weniger die ganze Zeit. Ich habe schon einiges ausprobiert, war auch bei einer Tierheilpraktikerin, es hat aber alles nichts gebracht. Seit ca. 10 Tagen ist es wieder schlimmer geworden. Gino hat es jetzt auch wieder, wenn auch nicht so schlimm, aber er nießt mehrmals am Tag und nachts noch öfter. Beim Tierarzt war aich aich, aber Antibiotiga helfen gar nicht mehr, also lass ich es lieber. Ginger kann zwar damit normalerweise gut leben, sie geht trotzdem jagen, spielt, frisst und genießt das Leben, aber ich kann nicht oft genug hinter ihr herputzen, weil sie mir das ganze Haus vollnießt. Aber wie gesagt, zur Zeit ist es bei ihr auch schlimmer. Ich habe es jetzt auch mit Inhalieren versucht,(was beide Katzen sichtlich genossen), geholfen hat es bisher aber leider nicht. Bin schon langsam am verzweilefeln, Ich habe gelesen, dass bei einer Katze Grippheel geholfen hat, das will ich jetzt auch noch ausprobieren.
Hat jemand eide Idee was ich noch machen könnte???
Liebe Grüße, Hortenzia
Hallo,
um den Katzen die Atmung zu erkeichtern kannst Du „Euphorbium Compositum“ Nasentrofen geben. Sie helfen, dass das Sekret besser abfliessen kann.
Das Präparat ist homöopathisch.
Gruß
Maja
Hallo Hortenzia,
ich muss zuerst ein bisschen ausholen:
Beim so genannten „Katzenschnupfen“ handelt es sich um eine Komplexerkrankung, ähnlich den Grippeerkrankungen beim Menschen.
Außer den Haupterregern wie Herpes-, Calici- und Panleukopenieviren beteiligen sich sekundär auch diverse Bakterien.
Werden gesunde Katzen richtig grundimmunisiert, haben sie einen relativ guten, jedoch nicht 100%igen Schutz, da es ziemlich viele Erreger mit unterschiedlichen Stämmen gibt.
Kommt eine erkrankte Katze in den Haushalt, entsteht ein hoher Infektionsdruck, oftmals in Verbindung mit Stress, was eine Ansteckung erleichtert.
Gerade „Bauernhofkatzen“ sind häufig chronisch an Katzenschnupfen erkrankt und infizieren von Anfang an ihre Welpen. Überstehen die Katzenwelpen die ersten Lebensmonate, so verläuft die Erkrankung meist chronisch mit mehr oder weniger starken Schüben.
Zur Bekämpfung des Katzenschnupfens gibt es diverse Möglichkeiten:
Klinisch gesunde Welpen ab der 8. Lebenswoche kann man zur Grundimmunisierung impfen (2 x im Abstand von ca. 4 Wochen). Steckt sich die Katze in der Zeit, bis sich ein körpereigener Schutz aufbaut, nicht an, hat sie gute Aussichten, zumindest nicht stark am Katzenschnupfen zu erkranken.
Sind die Kätzchen schon erkrankt, bevor sie geimpft werden können, kann man versuchen mit Injektionen von Antikörpern (Feliserin) gegen Panleukopenie- u. Caliciviren direkt gegen beteiligte Viren vorzugehen. Kommt es zu eitrigen Sekundärinfektionen, ist eine Antibiose angebracht.
Eine andere Behandlungsschiene wäre, das körpereigene Immunsystem anzuregen, in der Hoffnung, dass der Patient mit den Erregern fertig wird.
Kostengünstig, aber auch sehr fragwürdig, was die Wirkung anbelangt, wären pflanzliche Präparate wie z.B. Echinacinprodukte.
Teilweise gute Erfolge gibt es mit Paraimmunitätsinducern wie Zylexis/Baypamune oder Interferon. Es gibt verschiedene Behandlungsschemata, z.B. mehrmalige Injektionen oder aus den Präparaten zubereitete Nasen- bzw. Augentropfen. Die Erfolge sind oft sehr gut, die Behandlung ist aber verhältnismäßig teuer.
In deinem speziellen Fall könnte es allerdings Probleme geben. Deiner Beschreibung nach haben die Katzen zwar Symptome der Katzenschnupfenerkrankung, sind aber ansonsten munter. Dann besteht nämlich die Infektion schon zu lange, bzw. von Kindheit an, und das körpereigene Immunsystem betrachtet die Erreger nicht mehr als Feinde und unternimmt nichts mehr gegen sie. Solche Tiere laufen als so genannte chronische „Virusmutterschiffe“ durch die Gegend, haben selbst so gut wie keine ernsthaften Probleme, können andere Katzen aber infizieren.
Typische Zeichen sind: Fehlen einer Fieberreaktion, normaler Appetit und Bewegungsdrang. Äußerliche Symptome sind meist tränende Augen, Rotz, Niesen und manchmal Speichelfluss wegen Geschwüren auf der Zunge.
Schubweise, v.a. bei nasskaltem Wetter, kommt es zur bakteriellen Besiedelung der Schleimhäute, was zu eitrigem Ausfluss führt.
Bei diesen Patienten, und in deinem Fall scheint es sich um solche handeln, kann man meist nur bei Bedarf die Sekundärinfektionen mit Antibiotika zurückdrängen.
Eine Anregung des Immunsystems bringt außer hohen Kosten i. d. R. keine Linderung, da das Immunsystem die Erreger gar nicht mehr als krankmachend erkennt und folglich auch nicht angreift.
Mein Rat für deine Katzen wäre, eitrige Geschichten antibiotisch zu behandeln und ansonsten mit Kochsalzlösung (9 Gramm Salz/1 Liter Wasser) inhalieren zu lassen um Linderung zu verschaffen.
Gruß
Johnny
Hi,
ich wusste auf Dich ist Verlass!
Klasse gemacht!
LG
Maja
Ich danke Euch für die ausführliche Antworten, ich werde alles ausprobieren! Liebe Grüße, Hortenzia