Ich hoffe, Ihr könnt mir das Verhalten meiner Katze erklären.
Maxi ist jetzt fast zwei Jahre alt, sie war ein halbes Jahr alt, als wir sie aufnahmen. Sie darf nur nachmittags und abends raus, da vormittags auf der Straße vor dem Haus die Hölle los ist (am Ende der Straße befindet sich eine Firma), haben wir uns überlegt, wir holen ihr einen Gefährten, damit sie sich im Haus nicht langweilt. Sie war etwa ein halbes Jahr bei uns, da holten wir einen kleinen Kater von etwa 13 Wochen aus dem Tierheim. Anfangs war sie natürlich von dem neuen Mitbewohner gar nicht begeistert, aber nach zwei Monaten fingen beide an, miteinander zu spielen und zu toben.
Im Winter hatte Maxi eine Infektion, und seitdem spielen sie nicht mehr miteinander. Paul hat sich als ein sehr verfressendes Tierchen entpuppt und wir müssen beide inzwischen getrennt füttern, damit Maxi in Ruhe fressen kann (sie geht sofort weg, wenn sie beim Fressen gestört wird, und braucht um einiges länger für eine Mahlzeit als der Kater). Direkt nach der Genesung Maxis wurde Paul kastriert. Ich habe gedacht, nach einer Weile würden sie wieder anfangen, gemeinsam zu toben. Aber es ändert sich gar nichts, es wird eigentlich sogar schlimmer. Wann immer sich der Kater Maxi nähert, fängt sie an zu fauchen, zu knurren und mit der Pfote zu hauen. Paul versucht, immer den größtmöglichen Bogen um Maxi zu machen, wenn er vorbei muß, aber sie knurrt und faucht trotzdem.
Wenn Maxi spielt, und Paul kommt ins Zimmer, hört sie sofort auf und fängt an zu knurren, wenn Paul spielt, wird er genau beobachtet, manchmal geht sie sogar auf ihn los. Neulich habe ich mit Paul geschimpft, weil er die Gardinen hochklettern wollte, da ist Maxi in den Flur unter die Garderobe geflüchtet und hat geknurrt. Sie knurrt auch immer häufiger mich an, und ich muß sie dann zehn Minuten lang ignorieren. Ist sie mit mir oder meinem Freund allein, ist sie ein Engel, fordert Streicheleinheiten ein und weicht einem nicht von der Seite. Wir können sogar mit ihr spazieren gehen. Sobald Paul da ist, ist’s vorbei und sie läßt ihn kaum aus den Augen. Dabei habe ich den Eindruck, daß er ihr wirklich aus dem Weg geht. Allerdings knurrt und faucht sie schon auf zwei Meter Entfernung. Ich habe den Eindruck, daß die Katze nahezu immer angespannt ist, den Kater scheint das nur zu interessieren, wenn er sie begrüßen, mit ihr spielen oder an ihr vorbei will, sonst kümmert er sich nicht um sie und spielt oder schmust vor sich hin.
Was meint Ihr, besteht noch Hoffnung auf Besserung? Wie sollten wir uns verhalten? Ist das für die beiden zu viel Streß? Können wir die Situation so dauerhaft akzeptieren? Falls nicht, was käme zur Lösung in Betracht?
Ich danke Euch
Schnoof
