Kauf Audi A8 99-02 sinnvoll ?

Hallo zusammen,

ich fahre zur Zeit einen Audi A4 Baujahr 2000. Wenn sich auf den Autobörsen so umsieht, fällt auf dass die AUDI A8 Modelle mit wunderbaren Ausstattungsmerkmalen für wenig Geld angeboten werden.

Als Beispiel:

http://www.autoscout24.de/Details.aspx?id=brrbrmdvm3pi

Solche Angebote reizen schon extrem.

Würdet ihr eher davon abraten einen älteren Audi A8 zu kaufen ? Wenn ja, warum ? Wer hat Erfahrungen ?

Danke

Gruß

Moin!

ich fahre zur Zeit einen Audi A4 Baujahr 2000. Wenn sich auf
den Autobörsen so umsieht, fällt auf dass die AUDI A8 Modelle
mit wunderbaren Ausstattungsmerkmalen für wenig Geld angeboten
werden.

Als Beispiel:

http://www.autoscout24.de/Details.aspx?id=brrbrmdvm3pi

Solche Angebote reizen schon extrem.

Würdet ihr eher davon abraten einen älteren Audi A8 zu kaufen
? Wenn ja, warum ? Wer hat Erfahrungen ?

Die Diesel meiden, Stichworte: Turbos, Injektoren, Umweltplaketten.
Ansonsten spricht genauso viel oder wenig gegen einen A8 wie gegen einen A4, zumal der V6-Motor ohnehin derselbe ist. Der Spritverbrauch wird 1-2 L höher sein.

Bei neuren A8 muss man wissen, dass sie ab 120 - 150.000 Km richtig Geld kosten können, da die hydropneumatischen Dämpfer anfällig sein können.

Ein alter A8 V6 mit Frontantrieb und Stahlfahwerk ist m.E. ein generell gutes Auto. Der verlinkte Wagen hat 174.000 Km auf der Uhr. Das ist auch bei einem A8 ein Thema.
Ein gut gepflegter 1. Hand- Wagen kann aber noch lange Freude machen.

Gruss,
M.

Ich rate jedem, der sich solch ein Auto nicht neu leisten könnte, auch gebraucht die Finger davon zu lassen. Grundsätzlich brauch dieses Fahrzeug dieselbe Pflege und Wartung wie seine Konkurrenten in dieser Klasse und das kostet nicht gerade wenig. Wie immer gilt der Grundsatz: Wo viel drin ist, kann auch viel kaputt gehen. Dazu kommen Steuern und Versicherung die schon deshalb ein Thema sind, weil Oberklasselimos in der Regel üppiger motorisiert sind und in höhere Versicherungsstufen eingereiht werden.

Die Besonderheiten des A8 machen ihn aber auch zu einem besonders kritischen Kandidaten. Da wäre erst einmal der Allradantrieb, der immerhin fünf rotierende Antriebswellen mit all ihren Gelenken mit sich bringt. Da die Vorderräder mit angetrieben werden und nicht wie bei der Konkurrenz einfach mit laufen, ist der Verschleiß dort auch meist höher, denn Lenk und Bremskräfte wollen ja ebenfalls noch übertragen werden.

Auch das zweite Highlight dieses Autos, die Aluminiumkarosserie, kann sehr schnell zu einem Groschengrab werden, wenn man mal etwas unachtsam ist. Alukarossen sind nur etwas für Spezialisten und auf gar keinen Fall sollten sie mit Werkzeugen bearbeitet werden, welche auch auf Stahl zum Einsatz kommen. Dementsprechend wenig Betriebe sind in der Lage, solche Karosserien fachgerecht instandzusetzen und die wenigen lassen sich das natürlich gut bezahlen. Da sich das Material bei der Bearbeitung völlig anders verhält als Stahl, ist das für den Laien schon einmal gar nichts.
Aber entscheiden musst du natürlich selbst.
Gruß

Hermann

Erstmal Danke für deine Antwort ! Du weisst ja sicher wie das ist, man sieht diese Autos im Internet, könnte sich den Anschaffungspreis durchaus leisten, aber die Vernunft sagt einem „Lass die Kirche im Dorf“ :smile:

Ich habe mir z.b mal angeschaut was ein 2002er A6 4,2 cm² 300 PS Quattro an Steuer und Versicherung kosten würde. Es wären gerade mal 600 Euro im Jahr. Also 50 Euro im Monat. Das ist durchaus tragbar. Was der A8 im günstigsten Falle kosten würde, habe ich allerdings noch nicht nachgesehen.

Ich gucke mir die Autos weiter an und träume davon bis ich mal genug verdiene. *gg*

Moin!

Ich rate jedem, der sich solch ein Auto nicht neu leisten
könnte, auch gebraucht die Finger davon zu lassen.

Weshalb?
Solche Autos kosten neu ca. 100.000 Eur.
Nach 2 Jahren und 30.000 Km dann noch 50.000.
Projektiert werden solche Autos für 250.000 - 300.000 Km Laufleistung.
Bevor man sich einen Audi A4 neu für das Geld kauft, kann man auch A8 fahren.

Nach 10 oder mehr Jahren sieht das natürlich anders aus, allerdings ist bei vernünftigen großen Autos die Technik so ausgelegt, dass sie bei normaler Pflege (1 Inspektion pro Jahr, ausser man fährt sehr viel) auch 20 Jahre / 300.000 Km hält.
Ferner sind nach 10 Jahren die großen Autos oft günstiger als die kleinen.

Das Problem bei großen Gebrauchtwagen zu günstigen Kursen ist, dass sie meist schon aus 3. Hand kommen und spätestens der 3. Eigentümer sich die regelmässige Wartung nicht mehr leisten kann/will. Dann wird es für den 4. ggf. teuer.
Kauft man jedoch ein regelmässig inspiziertes Auto aus 1. Hand, fährt man in vielen Fällen sicherlich besser als mit so manchem neueren Kompaktwagen.

Ich bemüe hier gerne den Vergleich zwischen den Autos, die meine Schwester und ich von 2001 - 2004 fuhren. Sie: neuer Golf 4 1.4 Benziner über 40.000 Km. Ich: BMW 530dtA Jahreswagen über 120.000 Km.
Der BMW lief unter Berücksichtigung aller Kosten günstiger. Der Golf war ein Groschengrab, die VW Garantie/Kulanz unbrauchbar. Es wurden nur Reparaturen, Inspektionen, Reifen, Steuern und Versicherung sowie Kapitalkosten kalkuliert, keine Unfälle o.ä.

Grundsätzlich brauch dieses Fahrzeug dieselbe Pflege und
Wartung wie seine Konkurrenten in dieser Klasse und das kostet
nicht gerade wenig. Wie immer gilt der Grundsatz: Wo viel drin
ist, kann auch viel kaputt gehen.

Das stimmt.
Allerdings wird kaum jemand bei einem 12 Jahre alten A8 das elektrische Heckrollo oder die Sitzheizung hinten reparieren.
Service lässt man bei Mercedes (so man sich für ein Auto dieser MArke entschieden hat) oder beim Bosch-Dienst machen. Einen alten A8 zu Audi zu bringen ist fahrlässig. Wer das weiß, kommt kaum teurer weg als mit einem V6 2 Klassen darunter.
Natürlich sollte man auf Breitreifen und Burnouts verzichten.

Dazu kommen Steuern und
Versicherung die schon deshalb ein Thema sind, weil
Oberklasselimos in der Regel üppiger motorisiert sind und in
höhere Versicherungsstufen eingereiht werden.

Der genannte A8 V6 verfügt über denselben Motor wie A4 und A6.

Einen Mercedes S 600 zu unterhalten ist natürlich knackig. Einen Audi V6, egal in welcher Karosse, bekommt man bei entsprechender Pflege nicht kaputt, der technische Aufbau ist einfach und hunderttausendfach in allen möglichen Konzernmodellen verwendet worden. Der Spirtverbrauch liegt bei moderaten 11-13 L.

Die Besonderheiten des A8 machen ihn aber auch zu einem
besonders kritischen Kandidaten. Da wäre erst einmal der
Allradantrieb, der immerhin fünf rotierende Antriebswellen mit
all ihren Gelenken mit sich bringt. Da die Vorderräder mit
angetrieben werden und nicht wie bei der Konkurrenz einfach
mit laufen, ist der Verschleiß dort auch meist höher, denn
Lenk und Bremskräfte wollen ja ebenfalls noch übertragen
werden.

Der A8 hat entweder Front- oder Allradantrieb.
Viele V6 wie wohl auch der vom TE erwähnte Wagen haben nur den günstigen und anspruchslosen Frontantrieb.

Anfällig bei den Audis sind v.a. die Luftfederung und die Automatikgetriebe der stärkeren Motorisierungen.
Der Quattro-Antrieb gibt im normalen Nutzungszyklus nicht auf. Da muss man schon Dauer-Burnouts oder 500.000 Km fahren.

Auch das zweite Highlight dieses Autos, die
Aluminiumkarosserie, kann sehr schnell zu einem Groschengrab
werden, wenn man mal etwas unachtsam ist. Alukarossen sind nur
etwas für Spezialisten und auf gar keinen Fall sollten sie mit
Werkzeugen bearbeitet werden, welche auch auf Stahl zum
Einsatz kommen. Dementsprechend wenig Betriebe sind in der
Lage, solche Karosserien fachgerecht instandzusetzen und die
wenigen lassen sich das natürlich gut bezahlen. Da sich das
Material bei der Bearbeitung völlig anders verhält als Stahl,
ist das für den Laien schon einmal gar nichts.

Ein solches Auto kann man für 800 - 1200 Eur im Jahr Vollkasko-versichern. Dann braucht einen die Alukarosse nicht zu jucken.
Der eklatante Vorteil der Alukarosse ist, dass sie nicht rostet. gerade bei einem Wagen im Alter von 10-12 Jahren kann das spannend sein, denn einige Mercedes und BMW aus den Baujahren 1995 - 2002 rosten. Die W220 sowie die W/S 210 und auch die E39 erwischt es nun immer häufiger, man sieht es ja ganz gut im Alltag auf der Straße.

Ich fahre gerne mal Luxusklasse. Der nächste wird wohl mal wieder ein Mercedes W140. Der 500er kann bei gutem Ausgangszustand für maximal 1.000 Eur im Jahr Werkstattkosten erhalten werden. Dafür kann man heute keinen Passat mehr fahren, sobald die Garantie abgelaufen ist.

Daher teile ich die Panikmache nicht. Wichtig ist, ein sehr gepflegtes Exemplar mit maximal 2 Vorbesitzern und nachvollziehbarer, vollständiger Servicehistorie zu kaufen.
Es kann dann zwar immer noch genügend schief gehen, aber die Fahrzeuge der höheren Klassen sind gebraucht meist gepflegter als die kleinen Autos, so dass ich das Risiko teurer Defekte eher als geringer ansehe.

Explizit ausnehmen möchte ich davon übrigens die Dieselversionen, v.a. den VW Phaeton V10.
Die Diesel der Ober- und Luxusklasse mit 8 oder gar 10 und 12 Zylindern sind etwas für Neukäufer mit viel Geld und Freude am Drehmoment. Der Gebrauchtkäufer bezahlt dann schnell mal 5.000 (Audi A8 4.2 TDI) oder gar 20.000 (VW Phaeton V10 TDI) Euros bei einem Turboladerdefekt.

Die Benziner-Saugmotoren in dieser Klasse sind hingegen m.W. allesamt recht problemlos. Mir ist hier nur das Problem mit den Gleitschienen für die Steuerkette beim Mercedes 4 L V8 aus den 90er Jahren (420 E, S 420) bekannt, was man bei ordentlicher Wartung auch in den Griff bekommen kann.

Gruß,
M.

Es ging um ein etwa 8-10 Jahre altes Fahrzeug, ähnlich wie im Link angegeben. Darauf habe ich mich bezogen. Nicht auf Jahreswagen, nicht auf 2-3jährige Gebrauchte, etc.
Das angegebene Fahrzeug war allradgetrieben, mit einem drehmomentstarken Dieselmotor ausgestattet (Stichworte: Steuer und Verschleiß) und hatte jede Menge Ausstattung. Gerade letzteres machte es für lox33 nach eigener Aussage so interessant. Wozu schafft man sich aber ein Auto mit solchen Details an, wenn man sie nach einem Defekt anschliessend dauerhaft nicht nutzen kann?

Es ging um ein Fahrzeug für den Themenstarter. Dass du ein solches Fahrzeug für weniger Geld unterhalten kannst, ist schön für dich, muss allerdings für den Themenstarter keineswegs zutreffen. Ich bezweifle sogar stark, dass es das tut, denn ich las seine Visitenkarte.

Ich finde es gut, dass du deine Erfahrungen mit Fahrzeugen hier mit den Usern teilst. Gerade aber bei solchen Kaufempfehlungen wünschte ich mir von allen eine etwas differenzierte Betrachtungsweise möglichst aus dem Blickwinkel des Hilfesuchenden. Vor allem beim Griff in die Oberklasse vergalloppieren sich vor allem junge und unerfahrene Käufer, weil sie den begehrlichen Blick auf den Luxus richten und dabei die Kosten aus den Augen verlieren. Das Erwachen erfolgt meist erst nach dem Kauf, denn dann offenbaren Finanzamt und Versicherung ihre Begehrlichkeiten und nicht selten enthüllt auch das Auto im täglichen Betrieb erst seine ersten Mängel, die der Behebung bedürfen.
Wann immer einer meiner Freunde oder Bekannten mich beim Autokauf um Rat fragt, lasse ich mir daher das verfügbare Budget nennen und bleibe bei der Auswahl immer deutlich darunter, damit eine Reserve für erste fällige Reparaturen bleibt oder sei es nur die Anschaffung eines Satzes Winterreifen. Diese Praxis hat sich bewährt und daher verfahre ich auch hier so.
Gruß

Hermann

Hallo Hermann,

Es ging um ein etwa 8-10 Jahre altes Fahrzeug, ähnlich wie im
Link angegeben. Darauf habe ich mich bezogen. Nicht auf
Jahreswagen, nicht auf 2-3jährige Gebrauchte, etc.

Schon klar. Ich ja auch.

Das angegebene Fahrzeug war allradgetrieben, mit einem
drehmomentstarken Dieselmotor ausgestattet (Stichworte: Steuer
und Verschleiß) und hatte jede Menge Ausstattung.

Irgendwie hatte ich einen V6 Benziner im Kopf. Habe gerade noch einmal den Link angesehen.
Das könnte ein Geldgrab werden.
Niemals würde ich mir einen gebrauchten Diesel mit Direkteinspritzung und Turbolader kaufen.
Vom verlinkten Fahrzeug ist abzuraten.

Gerade
letzteres machte es für lox33 nach eigener Aussage so
interessant. Wozu schafft man sich aber ein Auto mit solchen
Details an, wenn man sie nach einem Defekt anschliessend
dauerhaft nicht nutzen kann?

Da ist jeder anders.
Ich lasse bei meinen Fahrzeugen jeden Defekt instand setzen, auch weil ich mich manchmal sehr schnell für einen nachfolger entscheide und nur einwandfrei gepflegte und voll funktionstüchtige Autos kaufe und verkaufe.
Ein anderer mag das jedoch anders sehen und lebt ganz gut mit einer defekten Sitzheizung für die Rückbank oder einem Pixelfehler im Display.
Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Es ging um ein Fahrzeug für den Themenstarter. Dass du ein
solches Fahrzeug für weniger Geld unterhalten kannst, ist
schön für dich, muss allerdings für den Themenstarter
keineswegs zutreffen. Ich bezweifle sogar stark, dass es das
tut, denn ich las seine Visitenkarte.

Wieso?
Hat er Hausverbot beim Bosch-Diesnt?

Ich finde es gut, dass du deine Erfahrungen mit Fahrzeugen
hier mit den Usern teilst. Gerade aber bei solchen
Kaufempfehlungen wünschte ich mir von allen eine etwas
differenzierte Betrachtungsweise möglichst aus dem Blickwinkel
des Hilfesuchenden. Vor allem beim Griff in die Oberklasse
vergalloppieren sich vor allem junge und unerfahrene Käufer,
weil sie den begehrlichen Blick auf den Luxus richten und
dabei die Kosten aus den Augen verlieren.

Diesbzgl. pflichte ich Dir bei, allerdings schrieb ich ja auch, auf die Anzahl der Vorbesitzer und die Servicehistorie zu achten.
Die jungen Wilden fallen oft mit Billigkisten vom Fähnachenhändler aus 6. Hand herein, die die letzte Inspektion vor 5 Jahren gesehen haben.
Wer so etwas macht, hat eben nicht bei motor-talk mitgelesen und ist selbst schuld…

Das Erwachen erfolgt
meist erst nach dem Kauf, denn dann offenbaren Finanzamt und
Versicherung ihre Begehrlichkeiten und nicht selten enthüllt
auch das Auto im täglichen Betrieb erst seine ersten Mängel,
die der Behebung bedürfen.

Klar.
Das kann einem allerdings mit allen möglichen Fabrikaten und Größen passieren.
Daher meine ich, fährt man mit einem gut gepflegten Luxusklasseauto manachmal besser, als mit einem gebrauchten Kleinwagen.

Allerdings braucht man etwas Erfahrung, denn die Werkstätten gerade bei VW und Audi neigen erfahrungsgemäß dazu, gewaltig zuzuschlagen.
Über Steuer und Versicherung kann man sich vor dem kauf informieren, genauso wie über die Wartungsintervalle. Wer dann noch das Checkheft lesen kann und ggf. mittels Fahrgestellnummer beim Vertragshändler dessen Korrektheit und Plausibilität überprüft, hat schon viel geschafft…

Ich persönlich würde ja als Privatkäufer auch die Finger von VW und Audi lassen und lieber einen Mercedes aus den Baujahren von 1988 - 1994 oder 2002-heute kaufen, aber das liegt in individuellen Erfahrungen begründet.
Ich wage zu behaupten, dass man einen Mercedes 300 SE W126 aus 2. Hand mit 120.000 Km und vollständiger Servicehistorie bei maximal 20.000 Km p.a. über 5 Jahre mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit günstiger fährt, als einen 2006er VW Passat TDI.

Wann immer einer meiner Freunde oder Bekannten mich beim
Autokauf um Rat fragt, lasse ich mir daher das verfügbare
Budget nennen und bleibe bei der Auswahl immer deutlich
darunter, damit eine Reserve für erste fällige Reparaturen
bleibt oder sei es nur die Anschaffung eines Satzes
Winterreifen. Diese Praxis hat sich bewährt und daher verfahre
ich auch hier so.

Das macht unbedingt Sinn und kann nur dreimal unterstrichen werden.

Ich treibe das noch etwas weiter und empfehle/kaufe nur Autos, die der Interessent oder ich mir wirklich leisten kann. Das bedeutet:

  • Barzahlung leicht möglich, ohne danach 3 Monate nur trockenes Brot essen zu müssen
  • Steuer und Versicherung fallen nicht groß ins Gewicht.
  • kein erkennbarer Reparaturstau bzw. Budget für anstehende Reparaturen geklärt.
  • genug Luft für eine richtig große Inspektion direkt nach dem Kauf UND 1.000 Eur Reaparturen im 1. Jahr.
  • wenn ich mich gegen Vollkasko entscheide, kann ich das Auto bei Untergang sofort und ohne große finanzielle Klimmzüge ersetzen.

Dann kann nicht mehr viel schiefgehen.
Wer weniger als 30.000 Km im Jahr fährt, braucht sowieso keinen Diesel. Wer dann keine Angst vor der Luxusklasse hat und auf die genannten Punkte achtet, kann viel Freude mit tollen großen Autos haben.

Irgendwie juckt es mich schon, mal wieder so etwas zu fahren. Will nicht irgendwer einen Alfa Spider gegen einen Mercedes SL tauschen…?

Gruß,
M.

Es ging um ein Fahrzeug für den Themenstarter. Dass du ein
solches Fahrzeug für weniger Geld unterhalten kannst, ist
schön für dich, muss allerdings für den Themenstarter
keineswegs zutreffen. Ich bezweifle sogar stark, dass es das
tut, denn ich las seine Visitenkarte.

Wieso?
Hat er Hausverbot beim Bosch-Diesnt?

Das weiß ich natürlich nicht, aber laut VK ist er Anfang 20 und in diesem alter ist es nahezu unmöglich auf hohe rabatte in der Fzg.versicherung zu kommen. im gegenteil: statistisch betrachtet ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man da noch ein paar oben drauf packt. Das macht solche Autos für junge Fahrer extrem teuer und ist bei uns beiden (vermutlich) anders.

Über Steuer und Versicherung kann man sich vor dem kauf
informieren, genauso wie über die Wartungsintervalle. Wer dann
noch das Checkheft lesen kann und ggf. mittels
Fahrgestellnummer beim Vertragshändler dessen Korrektheit und
Plausibilität überprüft, hat schon viel geschafft…

Das ist aber in den seltensten Fällen die erlebte Realität, gerade bei Leuten die sich hilfesuchend an dieses Forum wenden.

Wann immer einer meiner Freunde oder Bekannten mich beim
Autokauf um Rat fragt, lasse ich mir daher das verfügbare
Budget nennen und bleibe bei der Auswahl immer deutlich
darunter, damit eine Reserve für erste fällige Reparaturen
bleibt oder sei es nur die Anschaffung eines Satzes
Winterreifen. Diese Praxis hat sich bewährt und daher verfahre
ich auch hier so.

Das macht unbedingt Sinn und kann nur dreimal unterstrichen
werden.

Ich treibe das noch etwas weiter und empfehle/kaufe nur Autos,
die der Interessent oder ich mir wirklich leisten kann. Das
bedeutet:

  • Barzahlung leicht möglich, ohne danach 3 Monate nur
    trockenes Brot essen zu müssen
  • Steuer und Versicherung fallen nicht groß ins Gewicht.
  • kein erkennbarer Reparaturstau bzw. Budget für anstehende
    Reparaturen geklärt.
  • genug Luft für eine richtig große Inspektion direkt nach dem
    Kauf UND 1.000 Eur Reaparturen im 1. Jahr.
  • wenn ich mich gegen Vollkasko entscheide, kann ich das Auto
    bei Untergang sofort und ohne große finanzielle Klimmzüge
    ersetzen.

Dann kann nicht mehr viel schiefgehen.
Wer weniger als 30.000 Km im Jahr fährt, braucht sowieso
keinen Diesel. Wer dann keine Angst vor der Luxusklasse hat
und auf die genannten Punkte achtet, kann viel Freude mit
tollen großen Autos haben.

All diese Erkenntnisse aus diesem Artikel und aus anderen ähnlichen sollten eigentlich mal zusammengefasst und in die Brettbeschreibung gepinnt werden. Dann erledigen sich eine Menge Anfragen dieser Art von selbst.
Gruß

Hermann

Moin!

Es ging um ein Fahrzeug für den Themenstarter. Dass du ein
solches Fahrzeug für weniger Geld unterhalten kannst, ist
schön für dich, muss allerdings für den Themenstarter
keineswegs zutreffen. Ich bezweifle sogar stark, dass es das
tut, denn ich las seine Visitenkarte.

Wieso?
Hat er Hausverbot beim Bosch-Diesnt?

Das weiß ich natürlich nicht, aber laut VK ist er Anfang 20
und in diesem alter ist es nahezu unmöglich auf hohe rabatte
in der Fzg.versicherung zu kommen. im gegenteil: statistisch
betrachtet ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man da noch
ein paar oben drauf packt. Das macht solche Autos für junge
Fahrer extrem teuer und ist bei uns beiden (vermutlich)
anders.

Die Haftpflicht für einen W140 S500 kostet mich keine 300 Eur.
Allerdings SF 14.
Ihn kostet sie dann eben 1.200 Eur. Wenn´s daran scheitert, sollte man besser gar nicht erst an die Anschaffung eines Autos denken.

Aber natürlich hast Du Recht, man sollte sich auch die Kosten für die Versicherung zuvor einholen und deren Bezahlbarkeit prüfen.

Über Steuer und Versicherung kann man sich vor dem kauf
informieren, genauso wie über die Wartungsintervalle. Wer dann
noch das Checkheft lesen kann und ggf. mittels
Fahrgestellnummer beim Vertragshändler dessen Korrektheit und
Plausibilität überprüft, hat schon viel geschafft…

Das ist aber in den seltensten Fällen die erlebte Realität,
gerade bei Leuten die sich hilfesuchend an dieses Forum
wenden.

Daher schreibe ich das ja… :wink:
Kann ja nun jeder lesen.
Auf immer und ewig im Archiv.
Hier noch ein paar Erleichterungen für die Suche:

Mercedes S Klasse
W140
W220
Audi A8
Versicherung Mercedes
BMW 7er
740i
735i

Nur zu, immer fleissig ergänzen!

Wann immer einer meiner Freunde oder Bekannten mich beim
Autokauf um Rat fragt, lasse ich mir daher das verfügbare
Budget nennen und bleibe bei der Auswahl immer deutlich
darunter, damit eine Reserve für erste fällige Reparaturen
bleibt oder sei es nur die Anschaffung eines Satzes
Winterreifen. Diese Praxis hat sich bewährt und daher verfahre
ich auch hier so.

Das macht unbedingt Sinn und kann nur dreimal unterstrichen
werden.

Ich treibe das noch etwas weiter und empfehle/kaufe nur Autos,
die der Interessent oder ich mir wirklich leisten kann. Das
bedeutet:

  • Barzahlung leicht möglich, ohne danach 3 Monate nur
    trockenes Brot essen zu müssen
  • Steuer und Versicherung fallen nicht groß ins Gewicht.
  • kein erkennbarer Reparaturstau bzw. Budget für anstehende
    Reparaturen geklärt.
  • genug Luft für eine richtig große Inspektion direkt nach dem
    Kauf UND 1.000 Eur Reaparturen im 1. Jahr.
  • wenn ich mich gegen Vollkasko entscheide, kann ich das Auto
    bei Untergang sofort und ohne große finanzielle Klimmzüge
    ersetzen.

Dann kann nicht mehr viel schiefgehen.
Wer weniger als 30.000 Km im Jahr fährt, braucht sowieso
keinen Diesel. Wer dann keine Angst vor der Luxusklasse hat
und auf die genannten Punkte achtet, kann viel Freude mit
tollen großen Autos haben.

All diese Erkenntnisse aus diesem Artikel und aus anderen
ähnlichen sollten eigentlich mal zusammengefasst und in die
Brettbeschreibung gepinnt werden. Dann erledigen sich eine
Menge Anfragen dieser Art von selbst.

MOD: auf geht´s!

Grüße,
M.

Danke dass ihr mir hier mit euren Kommentaren so ausführliche Informationen und Abschätzungen gebt. Erfahrungen sind immer am meisten Wert… Verkäufern hingegen kann man selten trauen.

Bzgl. der Versicherung kann ich sagen, dass ich die Prozente meiner Großmutter übernommen habe. Ich glaube dass die Versicherung so im Rahmen von 20 Jahren unfallfrei liegt. Ich bezahle jedenfalls bei meinem A4 im Moment sehr wenig.

Ihr habt mir ja fast einstimmig von dem Diesel abgeraten, daher würde ich mich (wenn) eher an einem Benziner orientieren. Ich habe mal folgendes recherchiert und zwar was Steuer und Versicherung von dem Modell „A8 4,2 Quattro 310 PS 99-01“ kosten würden.

Hier die Steuer (283€ pro Jahr):

http://img20.imageshack.us/img20/3154/40275681.jpg

Hier die Versicherung ohne Teilkasko bei meinen Prozenten + Garage und nur 5.000 KM im Jahr (Fängt an bei 303 €):

http://img37.imageshack.us/img37/5048/85430190.jpg

Das wäre tragbar. Gehen wir mal von 650 € aus -> durch 12 = ca. 55€ im Monat. Da bezahle ich im Moment aber Mehr.

Wenn man natürlich die Teilkasko hinzunimmt wird es teurer. Allerdings bin ich so jemand der eher nur zur Haftpflicht tendiert. Denn, 1. Den Versicherungen kann man nicht noch mehr Geld in den allerwertesten blasen 2. Dass etwas passiert, die Gefahr ist relativ gering … und 3. Wenn etwas passiert und der Wagen Totalschaden ist, dass ist es halt so. Dieses Risiko würde ich tragen.

Nochmal VIELEN VIELEN Dank für eure Tipps. Nur so funktioniert eine Internet-Community wie werweisswas.

P.S: Achjaaa ihr hattet ja wegen meiner Visitenkarte darüber geredet wie alt ich bin etc. Also ich bin 24, den Führerschein habe ich demnach seit ca. 7 Jahren. Finanziell könnte ich so ein Auto schon tragen. Sagen wir mal so, ich kann mir den A4 zur Zeit gut leisten und kann sogar noch Geld sparen und das nicht zu wenig. ABER…das Auto ist ja doch sehr wichtig :wink:)) An irgendwas im Leben muss man ja Spaß haben wenn man 10 Stunden am Tag vor dem Rechner hängt :smile:

Moin!

Danke dass ihr mir hier mit euren Kommentaren so ausführliche
Informationen und Abschätzungen gebt. Erfahrungen sind immer
am meisten Wert… Verkäufern hingegen kann man selten trauen.

Den meisten Ersthand-Privatverkäufern solcher Autos kann man durchaus trauen.

Bzgl. der Versicherung kann ich sagen, dass ich die Prozente
meiner Großmutter übernommen habe. Ich glaube dass die
Versicherung so im Rahmen von 20 Jahren unfallfrei liegt. Ich
bezahle jedenfalls bei meinem A4 im Moment sehr wenig.

Ihr habt mir ja fast einstimmig von dem Diesel abgeraten,
daher würde ich mich (wenn) eher an einem Benziner
orientieren. Ich habe mal folgendes recherchiert und zwar was
Steuer und Versicherung von dem Modell „A8 4,2 Quattro 310
PS 99-01“ kosten würden.

Zum Thema Quattro haben Hermann ud ich Dir ja etwas geschrieben.

Hier die Steuer (283€ pro Jahr):

http://img20.imageshack.us/img20/3154/40275681.jpg

Hier die Versicherung ohne Teilkasko bei meinen Prozenten +
Garage und nur 5.000 KM im Jahr (Fängt an bei 303 €):

http://img37.imageshack.us/img37/5048/85430190.jpg

Das wäre tragbar. Gehen wir mal von 650 € aus -> durch 12 =
ca. 55€ im Monat. Da bezahle ich im Moment aber Mehr.

Wenn man natürlich die Teilkasko hinzunimmt wird es teurer.
Allerdings bin ich so jemand der eher nur zur Haftpflicht
tendiert. Denn, 1. Den Versicherungen kann man nicht noch mehr
Geld in den allerwertesten blasen 2. Dass etwas passiert, die
Gefahr ist relativ gering … und 3. Wenn etwas passiert und
der Wagen Totalschaden ist, dass ist es halt so. Dieses Risiko
würde ich tragen.

Allein eine neue Windschutzscheibe kostet locker 1.200 Eur bei dem Modell.
Teilkasko wäre für mich obligatorisch, zur Not mit 300 Eur SB.

Nochmal VIELEN VIELEN Dank für eure Tipps. Nur so funktioniert
eine Internet-Community wie werweisswas.

Gerne.

P.S: Achjaaa ihr hattet ja wegen meiner Visitenkarte darüber
geredet wie alt ich bin etc. Also ich bin 24, den Führerschein
habe ich demnach seit ca. 7 Jahren. Finanziell könnte ich so
ein Auto schon tragen. Sagen wir mal so, ich kann mir den A4
zur Zeit gut leisten und kann sogar noch Geld sparen und das
nicht zu wenig. ABER…das Auto ist ja doch sehr wichtig :wink:))
An irgendwas im Leben muss man ja Spaß haben wenn man 10
Stunden am Tag vor dem Rechner hängt :smile:

Das ist klar.
Allerdings möchte ich Dir wärmstens empfehlen, Dich auf einen V6 Fronttriebler zu beschränken oder einen V8 mit möglichst geringer Laufleistung zu kaufen.

Gruß,
M.