Kauf einer Wohnimmobilie? Finanzierung?

moin moin,

ich hab mal ein paar frage bzgl. dem kauf einer wohnimmobilie. evtl weiss jemand rat… ich werde zum neuen jahr meinen arbeitsplatz und damit den wohnsitz wechseln und habe nun kurzfristig das angebot bekommen eine whng zu kaufen.

die sachlage stellt sich folgendermassen dar:

die kosten für den kauf der whng (BJ 70er jahre) belaufen sich auf 135T EUR („netto“). ich hätte die möglichkeit diesen betrag in mehren grösseren teilschritten beim verkäufer (verwandschaft) abzuzahlen - d.h. beim kauf z.b. erstmal 70T, dann später weitere beträge… hauptsache ich zahle komplett! *g*

weiterhin haben meine frau und ich ein kind. sie ist gerade im erziehungsurlaub und wird übernächstes jahr im sommer wieder als lehrerin (verbeamtet) weiterarbeiten können. monatlich wäre theoretisch eine rückzahlungsrate zwischen 600 und 800 EUR drin. an eigenkapital würden wir um die 30T EUR mitbringen. weiterhin besteht die ja möglichkeit noch die eigenheimzulage einzukassieren und wir bekommen kinder- und erziehungsgeld. (inwieweit das infotechnisch eine rolle spielt weiss ich nicht! *g*)

die wohnung wird von uns warscheinlich so um die 6 jahre bewohnt werden, dann werden wir aller vorraussicht nach das haus meiner eltern beziehen können, da sie umziehen werden. die von uns gekaufte wohnung könnte dann verkauft, oder wie eigentlich geplant als „anlage“ weiterverwendet (vermietet) werden. ungeschickterweise ist die whng durch einen erbbauzins belastet.

ich bin gerade dabei angebote bzgl. der finanzierung einzuholen, bekomme diese aber erste die nächsten tage, und hoffe nun hier von euch „vorab“ schon die eine oder andere information zu bekommen. für mich stellen sich also nun folgende fragen:

  1. lohnt es sich überhaupt bei den o.g. daten, die whng zu kaufen, oder sollten wir lieber eine andere whng mieten?

  2. sofern wir uns für den kauf entscheiden sollten, wäre es interessant welche finanzierungsmodelle möglich wären. fraglich ist, ob die möglichkeit den kaufpreis in mehreren schritten zahlen zu können (s.o.) sich positiv auf die finanzierung auswirken könntem, und vor allem wie! :wink:

so, das wars erstmal! :wink: FALLS sich jemand hiermit auskennt, und die zeit und muße hat eine antwort zu verfassen wäre das genial!

viele grüsse & vor allem VIELEN DANK schonmal vorab,
euer chris

Hallo Chris,
MM nach rentiert sich die Stückelung der Finanzierungsbeiträge nicht, da bei jeder Aufnahme eines Kontingentes auch die Eintragungen im Grundbuch, also kosten fällig werden. Was möglich ist, das ihr innerhalb der Abrufphase des Hypothekendarlehn (gesamte Summe wird eingetragen und per kaufvertrag die einzelnen Tranchen fixiert) die Stcükelung machen könnnt. Ob das Sinn macht kann man nur an einer Berechnung festmachen und es hängt von der Bank ab.

Solltet ihr euch entscheiden die Wohnung als Kapitalanlage zu vermieten, würde ich diese mit einer K-LV unterlegen (Tilgungsaussetzung ab dem Punkt wo diese vermietet wird und bis dahin heißt es tilgen, tilgen, tilgen oder EK ansparen für die neue Immobilie), denn dadurch könnt ihr die Mieteinkünfte den Finanzierungskosten gegenrechnen. Sucht euch also eine entsprechende Bank oder Berater der sich damit auskennt und laßt euch mal einige Beispiele rechnen.

Solltet ihr die Wohnung lieber verkaufen wollen, würde ich mir das gesamte doch noch überlegen. Verkäufe unter 10 Jahre unterliegen der Spekulationssteuer und die NK (Grundsteuer, Notar, etc.) sind eifach zu hoch um das gesamte rechnerisch darzustellen. Oder ihr bekommt die Wohnung geschenkt!!*grins* Wäre doch auch drin oder??

Bei Fragen einfach melden.

Gruß

Martin

Hallo Chris,

moin martin, danke erstmal für die ausführliche antwort! :smile:

MM nach rentiert sich die Stückelung der Finanzierungsbeiträge
nicht, da bei jeder Aufnahme eines Kontingentes auch die
Eintragungen im Grundbuch, also kosten fällig werden.

die stückelung wäre ja „privat“! der kaufpreis, der ins grundbuch eingetragen werden würde, muss ja nicht der exakte betrag sein, der „innerhalbt der familie“ *g* gezahlt wird, oder? er könnte ja theoretisch auf xx.xxx EUR lauten, und ich überweise meinem onkel dann den rest so… oder bewegen wir uns dann in einer „grauzone“?

LOL … sry, ich bin informatiker, und hab von SOWAS keine ahnung! :wink:

Solltet ihr euch entscheiden die Wohnung als Kapitalanlage zu
[…]
laßt euch mal einige Beispiele rechnen.

klingt gut!

Solltet ihr die Wohnung lieber verkaufen wollen, würde ich mir
[…]
darzustellen.

stimmt! daran hatte ich nicht gedacht!!! danke für den tipp!

Oder ihr bekommt die Wohnung geschenkt!!*grins*
Wäre doch auch drin oder??

leider nicht! :wink:

was meinst du bei kenntniss der genannten fakten. meinst du da bekommt meine finanzierungtechnisch eine für uns interessante lösung hin, ohne dass wiruns einen „klotz“ ans bei binden?

grüsse,
chris

Hi chris,

Immobiliengeschäfte bedürfen immer(!) der notariellen Form.

Wenn also ein gültiger Vertrag zustande kommen soll, muß immer ein Notar eingeschaltet werden, was kostet, das Grundbuch muß geändert werden, was kostet und es ist ein nicht unerheblicher Aufwand (zeitlich und nervlich).

Wenn dann irgendewie ‚gedreht‘ wird, ist das ziemlich illegal und die Steuerbehörden werden bei Spitzkriegen dieses Sachverhaltes not amused sein. Ihr anschließend auch nicht, weil Strafanzeige etc.

Also immer schön legal bleiben.
Die optimale Art (oder zumindestens eine für alle Seiten vernünftige) des Übergangs kann euch ein Steuerberater ermitteln. Die Euros sind gut angelegt, glaub mir, denn nicht verdirbt den Familienfrieden schneller als Geldgeschäfte.

Gandalf

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Hi chris,

Moin Gandalf

Immobiliengeschäfte bedürfen immer(!) der notariellen Form.

Jupp, das war mir klar!

Wenn dann irgendewie ‚gedreht‘ wird, ist das ziemlich illegal
[…]
weil Strafanzeige etc.

Als „drehen“ würde auch gelten, wenn ich meinem Onkel die Whng. für 70T abkaufen würde und er dann 6 Jahre später nochmal 70 von mit bekommen würde?

Also immer schön legal bleiben.

Ich käme NIE auf eine andere Idee! :wink:

Die optimale Art (oder zumindestens eine für alle Seiten
[…]
verdirbt den Familienfrieden schneller als Geldgeschäfte.

Keine Frage. Das mit dem Steuerberater steht auch noch an. Jesses, was ne terminlich vollgepackte Woche! :wink:

Danke fir für die Tipps, Gandalf!

GRüsse,
Chris

Hi chris,

Als „drehen“ würde auch gelten, wenn ich meinem Onkel die
Whng. für 70T abkaufen würde und er dann 6 Jahre später
nochmal 70 von mit bekommen würde?

kann ich so nicht sagen (sicher aber der Steuerberater). Aber da kann sich ev. mit einer Schenkung was machen lassen. Das wäre dann völlig unabhängig von irgend einer Immobilie, verlangt aber das Vertrauen des zukünftig zu Beschenkenden.

Gandalf

kann ich so nicht sagen (sicher aber der Steuerberater). Aber
da kann sich ev. mit einer Schenkung was machen lassen. Das
wäre dann völlig unabhängig von irgend einer Immobilie,

Jupp, das hab ich auch schon mal in Betracht gezogen! Hmmm, wäre wohl echt mal zu klären.

verlangt aber das Vertrauen des zukünftig zu Beschenkenden.

Grundsätzlich auf alle Fälle, ist aber hier kein Problem. (Gottseidank!) :wink:

Grüsse,
Chris

Hallo Chris,

Als „drehen“ würde auch gelten, wenn ich meinem Onkel die
Whng. für 70T abkaufen würde und er dann 6 Jahre später
nochmal 70 von mit bekommen würde?

Das könnt Ihr doch auch jetzt schon in dem Kaufvertrag regeln. Vorteil für dich wäre, daß du dann die Zinsen auch für die zweite Summe steuerlich absetzen kannst bei der späteren Vermietung.

Gruß