Kauf Holzhaus.....Bj ca. 1957

Vielleicht kennt sich ja jemand hier aus.

Das Haus wird zum Verkauf angeboten…bisher sagten die Makler, es sei „massiv“…was immer man darunter versteht…ich würde darunter verstehen, dass es gemauert oder betoniert ist.

Jetzt gibt es ein paar Architektenpläne von 1956 in denen die Kellerwände mit 35cm Stärke angegeben sind.
Die Aussenwände im Erdgeschoss mit 13cm.
Das Haus ist aussen verputzt und gestrichen und sieht gepflegt aus…aber ich glaube der Anstrich ist höchstens vlt. 2 Jahre alt.

Meine Frage ist die nach den Materialen, die in dieser Zeit verbaut wurden…Was könnte anfallen an Massnahmen zur ERhaltung oder auch für den Dämmwert des Hauses zu verbessern…der liegt recht hoch bei über 250 (kenn die Masseinheit gerade nicht.)

Freu mich von Euch zu hören

Grüße
Anke

Servus,

bedeutet nur, dass es nicht im US-Style aus vorgefertigten Wandelementen zusammengeklopft ist, sondern an Ort und Stelle gebaut wurde.

Holzbauweise 1956 klingt übrigens ein wenig nach einem Behelfsbau aus der Zeit 1943 - 1944, der nachträglich „richtige Papiere“ bekommen hat. Das ließe sich am Grundriss erkennen: Im Erdgeschoss sehr kleine Diele, Küche, Bad mit je ca. vier Quadratmetern und zwei Räume, im Obergeschoss zwei Schlafkammern. In diesem Fall wäre nicht so sehr das Material ein Problem, sondern die E- und Wasserinstallation, weil die aus kriegswichtigen Materialien besteht und daher sehr, sehr knapp ausgeführt ist, falls sie nicht in der Zwischenzeit mal von Grund auf erneuert wurde.

Schöne Grüße

MM

Kannst Du die Pläne mal hier zeigen ?

Mir kommen die Daten sehr merkwürdig vor, massiver Keller und oben drauf dünnste Außenwände von 13 cm ? Hast Du da was falsch abgelesen ?

Hast Du keinen Energieausweis bekommen ?

Doch, unter massiv würd auch ich gemauert aus Stein oder betoniert verstehen, der Keller wird es sein, über den Rest kann man nur rätseln. Bei 13 cm kann man schwerlich eine massive Konstruktion erstellen, die statischen Anforderungen genügt, Wärmeschutz mal ganz ausgeklammert.
Selbst eine Holzrahmenkonstruktion kann nicht nur 13 cm dick sein. Außen geputzt = es braucht eine Putzträgerplatte und innen ja auch eine Platte. Was soll das dann für eine Holzstärke sein ?
Das passt nicht recht zusammen.

MfG
duck313

hi,

klingt stark nach Fachwerk. Anders ist die Wandstärke kaum zu erreichen.

Den Aufbau der Wand müsste man dem Plan aber sehr genau entnehmen können.

grüße
lipi

Servus,

das ist nicht richtig.

Seit es Fertighäuser gibt, heißen die ‚konventionell‘ errichteten zur Unterscheidung „Massivhäuser“.

Technisch wird Massivbauweise (mit tragenden Wänden) von Skelettbauweise unterschieden.

In beiden Fällen sagt der Begriff überhaupt nichts über das Material aus.

Dass man bei Holzbauweise den Keller nicht aus Holz baut, ist vollkommen normal. Und dass man mit 130er Kanthölzern, egal ob vertikal oder horizontal verbaut, eine Wand errichten kann, die sehr tragfähig ist, liegt auf der Hand.

Schöne Grüße

MM

Vielen Dank Euch…

ich habe 2 Grundrisspläne und Ansichten des Hauses aus dem Jahr 1956…als Anhang an eine Mail.

Ich bekomme Sie hier nur leider (wg. der DateiEndung) hier nicht angehängt ;-(

Wir haben den Energie"ausweis" gesehen und der sagte über 250 kWh…aber wir müssen nachfragen, was da noch draufstand an Sparmöglichkeiten.

Die Wände im EG/OG sind nach Plan klar 13cm…es gibt keine Detailzeichnung über den Aufbau.

Was könnte ich die Maklerin oder Besitzer (sind, so glaube ich nicht, die Bauherren von damals) noch so alles fragen oder was könnte man vor Ort testen?

Grüße und herzlichen Dank
Anke

hi,

und aus dem Grundriss ist kein Fachwerk zu entnehmen? Wären nur anders schraffierte Flächen innerhalb des Wandquerschnittes neben den Türen, Fenstern und in den Ecken.

zunächst mal dagegen klopfen.
Das Gebäude betrachten, wenn es in der Nachbarschaft gleiche Häuser gibt, auch mal da nachfragen.

Mit etwas Glück finden sich auch Risse im Putz, die etwas verraten können oder irgendwo noch unverputzte Stellen in abgelegenen Ecken.

Aber 13cm Mauerwerk… das trägt nix. Nicht heute und früher auch nicht.
Bei der Holzständerbauweise bin ich Ducks Meinung, da bleibt zu wenig übrig. Aber das hörst du ja, ob alle Wände hohl sind oder ob es sich um Mauerwerk handelt.

Mit etwas Glück könnte man auch das Fachwerk selbst raushören, wenn sich der Putz vom Holz gelöst hat (was anzunehmen ist). Wäre ich mir aber nicht sicher.

Schnelle Abhilfe, wenn keine Daten zu entfernen sind: Datei bei dir öffnen und den Ausschnitt wählen, Alt-Gr + [Drucken] drücken und mit Strg- [V] direkt hier (oder in einem Bildbearbeitungsprogramm) einfügen.

grüße
lipi

Hi Lipi,

von der Darstellung im Grundriss aus, kann ich keine anders schraffierte Teile finden…ist alles gleich und rot unterlegt.

Beim Klopfen an zwei verschiedenen Stellen klang es „hohl“…das war sicher keine Mauer.

Mit dem Bild reinholen, krieg ich nicht hin ;-(…ich könnte es dir mailen??

grüße
Anke

Je nach dem, in welchem Gebiet das Haus liegt, kann auch die Wandstärke von 35 cm im Keller bedenklich sein.
1956 war 11 Jahre nach Kriegsende und vorsichtig beginnender Aufbau mit wenig Mitteln. Da wollte man zwar was sein, hatte aber noch partout keinen Überfluss.
Und hat an Mateial gespart, wo man konnte.
Ich wäre mit einem Kauf sehr sehr vorsichtig.
LG
Amokoma1